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| Deutschland - Harburger Rundschau |
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Mittwoch. 31. Dezember 2003 |
Nach zehn Jahren Pause wurde der Fischbeker Bundesligatrainer Johnny Westreicher Mick wieder ins National-Team berufen.
Fischbek - Was für eine Überraschung: Zwar hat Johnny Westreicher Mick, Coach der Bundesliga-Frauen des TV Fischbek Hamburg, bereits an die 250 Volleyball-Länderspiele absolviert. Nun aber erreichte den 39-Jährigen die Nominierung für die peruanische Nationalmannschaft - nach zehn Jahren Pause. Er soll in der Olympia-Qualifikation wieder für sein Land blocken. "Dabei dürfte ich die Auswahl sogar trainieren", sagt der Peruaner, der alle nötigen Trainerscheine in seiner südamerikanischen Heimat gemacht hat. Doch der Berufung wird er folgen. Zu viel Spaß macht ihm sein Sport. Zumal auch Gattin Jelena Keldibekowa de Westreicher - im Alltag Zuspielerin der Fischbekerinnen - im peruanischen Frauen-Team ebenfalls bei der Olympia-Qualifikation in Caracas/Venezuela auflaufen wird.
Dabei ist der mit 1,98 Meter hochgewachsene Westreicher Mick ein Volleyball-Spätberufener. "Erst mit 20 Jahren habe ich mit diesem Sport angefangen", erzählt er. In der Schulzeit hätte es keinen Sport gegeben. "Das ist in Peru unüblich", erklärt der Fischbeker Übungsleiter. Zumal Westreicher Mick die ersten sieben Jahre seines Lebens im Dschungel verbracht hat, 350 Kilometer und zwölf Busstunden von der Hauptstadt Lima entfernt. "Danach ist meine Mutter mit mir und meinem Bruder nach Lima gezogen", erinnert er sich.
Nach dem Abitur wollte Westreicher Mick zunächst zum Militär, fing dann aber ein kaufmännisches Studium an und spielte nebenbei mit Freunden Volleyball. "Es hätte auch irgendetwas anderes sein können", sagt der Coach. Zumal Volleyball unter den Machos in Peru doch als arg femininer Sport galt. Mit seiner Hobby-Mannschaft spielte Westreicher Mick in derselben Halle wie die peruanische Nationalmannschaft. Fernando Vazquez, Landestrainer der Volleyballer, sah den Hünen und lud ihn zum Probetraining ein. "Im Durchschnitt sind die Männer in meinem Land 1,70 Meter groß", erklärt Johnny Westreicher Mick, "da bin ich schon eine Ausnahmeerscheinung".
Vier Monate später machte er sein erstes Länderspiel. "Danach wollte ich immer nur Volleyball spielen." Doch vom Baggersport ließ es sich als Aktiver auch als Nationalspieler nicht leben. Fast zwangsläufig begann Westreicher Mick mit der Trainerarbeit, machte nach und nach alle notwendigen Kurse. Das Studium geriet immer mehr in den Hintergrund, bis es ganz gestrichen wurde. Zumal sich die Trainertätigkeit immer weiter ausweitete. "Von der Betreuung einer einzigen Mannschaft kann man nicht leben", erklärt er. Selbst als er 1999 Volleyball-Cheftrainer von Club de Regatas Lima wurde, mit 20 000 Mitgliedern in verschiedenen Abteilungen der größte Verein des Landes, musste er noch sechs weitere Teams betreuen. Der Club gab auch der Kasachin Jelena Keldibekowa eine neue Heimat, als sie sich vor neun Jahren entschied, nicht mit ihrer Nationalmannschaft zurückkehren zu wollen. "Deswegen spielt Jelena dort auch im Sommer in der deutschen Spielpause aus Verbundenheit", sagt Johnny Westreicher Mick. Seit acht Jahren sind beide verheiratet. Der Volleyball als Ehestifter.
Die Belastung für die Zuspielerin allerdings ist eher gering. "Die Saison läuft nur über einen Monat", erklärt Westreicher Mick. Die acht Erstliga-Clubs spielen den Landesmeister in Turnierform aus. Einen Ligaspielbetrieb wie in Deutschland gibt es nicht.
Seine
Zukunft sieht das Paar, seit 1999 in Fischbek, aber eher in Deutschland. Auch
weil Sohn Jan hier gerade eingeschult wurde. "In Lima gibt es unheimlich
viel Smog, die Schulen sind teuer - wir würden gerne hier bleiben", sagt
Johnny Westreicher Mick. Bislang hat das Ehepaar allerdings noch nicht intensiv
Deutsch gelernt. "Wir sind jetzt dabei, üben sehr häufig zu Hause, reden
dort viel Deutsch", sagt er. In der Öffentlichkeit fehle manchmal noch der
Mut, in der fremden Sprache zu reden. Seine Lieblingsspeise hat er auch schon
gefunden. "Rote Grütze!" ruft er aus und seine Augen leuchten wie bei
einem kleinen Kind.
Melanie Obermeyer, Manfred Schäffer
| Deutschland - DVV-News |
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Mittwoch. 31. Dezember 2003 |
DVV-Frauen:
Revanche gegen Niederländerinnen
Ehrungen
für vier deutsche Spielerinnen
Den DVV-Frauen ist einen Tag nach der 1:3-Niederlage in Darmstadt die Revanche gegen die Niederlande geglückt. In Heidelberg bezwang die Mannschaft von Bundestrainer Hee Wan Lee die "Oranjes" vor 800 Zuschauern nach 120 Minuten mit 3:2 (25-20, 25-19, 19-25, 21-25, 15-11). Beide Spiele dienten der Vorbereitung auf die europäische Olympia-Qualifikation vom 5.-10. Januar in Baku/Aserbaidschan. Dort spielt die deutsche Mannschaft mit Aserbaidschan, Polen und Russland in einer Gruppe. In der anderen Gruppen sind Bulgarien, die Türkei, Italien und die Niederlande. Lediglich der Turniersieger qualifiziert sich für Athen. Die DVV-Auswahl fliegt am 2. Januar nach Baku. Bundestrainer Hee Wan Lee will morgen früh seinen endgültigen 12-er Kader bekannt geben.
Bundestrainer Lee setzte wie bereits gestern auf die Stammformation mit Tanja Hart, Judith Sylvester, Angelina Grün, Atika Bouagaa, Olessya Kulakova, Kathy Radzuweit und Kerstin Tzscherlich. Und wie gestern erwischte die deutsche Mannschaft den deutlich besseren Start. Mit guten Aufschlägen und einer guten Annahme ließen Angelina Grün & Co den Gästen keine Chance. Auch der zweite Durchgang verlief deutlich, auch weil Zuspielerin Tanja Hart einen guten Tag erwischte und stark spielte. Das Blatt wendete sich erst im dritten Satz, als es den Niederländerinnen mit mehreren starken Aufschlagserien gelang, die deutsche Annahme unter Druck zu setzen.
Insbesondere die knallharten Sprungaufschläge von Manon Flier setzten der deutschen Annahme gehörig zu. Daran konnten auch die Wechsel von Lee nichts ändern. Es kam zum fünften Satz, in dem Christiane Fürst für Kulakova spielte. Und in diesem zeigte sich die DVV-Auswahl wieder von ihrer besseren Seite und gewann verdient.
Vor dem Spiel wurden vier DVV-Asse geehrt. Angelina Grün erhielt – aus den Händen von DVV-Präsident Werner von Moltke - vom Volleyball Magazin die Auszeichnung „Volleyballerin des Jahres 2003“ und wurde zudem nachträglich für ihr 150. Länderspiel geehrt. Auf dieselbe Zahl an internationalen Einsätzen kann Tanja Hart bereits zurück blicken. Für 125 Einsätze bekam Christina Benecke ein Präsent, Atika Bouagaa für 50.
Leider bestätigte sich auf niederländischer Seite die gestern gestellte Diagnose bei Kim Staelens: Die Zuspielerin der Niederländerinnen sowie des USC Münster erlitt einen Kreuzbandriss und fällt für Monate aus.
| Deutschland - DVV-News |
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Mittwoch. 31. Dezember 2003 |
DVV-Männer:
Noch zu wenig Konstanz!
Generalprobe
gegen Tunesien mit 2:3
In noch nicht Olympia reifer Form präsentierte sich die DVV-Männer-Nationalmannschaft in ihrem zweiten Länderspiel gegen Tunesien. Zwei Tage nach dem 3:2-Erfolg in Friedrichshafen gab es am Abend an gleicher Stätte eine 2:3-Niederlage (25-15, 26-28, 25-21, 22-25, 15-11). Dieses Spiel war das letzte offizielle Länderspiel vor der europäischen Olympia-Qualifikation vom 5.-10. Januar in Leipzig. Dort spielt die DVV-Auswahl mit Bulgarien, Polen und Russland in einer Gruppen. In der anderen Gruppe stehen sich Finnland, Spanien, die Niederlande und Frankreich gegenüber. Lediglich der Turniersieger qualifiziert sich für Athen. Die deutsche Mannschaft reist am 3. Januar nach Leipzig. Bundestrainer Stelian Moculescu will morgen früh seinen endgültigen 12-er Kader bekannt geben.
Moculescu vertraute zu Beginn auf die gleiche Formation wie zwei Tage zuvor und spielte mit Frank Dehne, Christian Pampel. Georg Wiebel, Ralph Bergmann, Wolfgang Kuck, Björn Andrae und Till Lieber. Zwar gelang im ersten Durchgang ein leichter Satzgewinn, doch dies war nur ein Trugschluss. Denn Konstanz ließen die DVV-Spieler auch bei diesem zweiten Spiel vermissen. Guten Aktionen folgten weniger gute, sodass die Tunesier die Satzrückstände jeweils ausgleichen konnten und im fünften Satz das bessere Ende auf ihrer Seite hatten. Moculescu wechselte ab dem 3. Satz Marco Liefke (für Pampel), ab dem 4. Satz Norbert Walter (für Bergmann) und ab dem 5. Satz Marcus Popp (für Kuck) ein. Bester und konstantester Spieler auf deutscher Seite war Libero Till Lieber.
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Mittwoch. 31. Dezember 2003 |
Conrad
Classic: Unterhaching knapp gescheitert
Niederlande
verlieren 0:3 gegen Russland
Denkbar knapp ist der TSV Unterhaching beim Conrad Classic im niederländischen Almelo im Halbfinale gescheitert. In der Runde der besten Vier unterlagen die Bayern der B-Nationalmannschaft der Niederlande mit 2:3 (-18, 23, 21, -14, -19). Teammanager Frank Reimann zeigte sich trotzdem zufrieden: "Im zweiten und dritten Satz haben wir wirklich gut gespielt. ich bin froh, dass wir uns gegenüber gestern gesteigert haben.”
Ein besonderes Lob hatte er für Libero Patrick Schwaack parat: "Besonders unsere Abwehr war stark. Unser Libero spielt bei uns eine wichtige Rolle. Er hat uns viele Punkte gesichert."
Im Spiel um Platz drei trifft das Team von Trainer Mihai Paduretu nun auf den belgischen Erstligisten und CEV-Pokal-Teilnehmer Pepe Jeans Lennik. Im Finale spielen die B-Nationalmannschaft der Niederlande und Chenois Genf (Schweiz) gegeneinander.
Mit
0:3 (-18, -14, -18) bescherte die russische Männer-Auswahl am Abend zudem der
A-Nationalmannschaft der Niederlande im ersten von vier Spielen zur
Vorberreitung auf die Olympia-Qualifikation in Leipzig eine deutliche
Niederlage. Kapitän Reinder Nummerdor nahm es gelassen: "Der Unterschied
zwischen diesen zwei Teams ist einfach zu groß. Aber wir arbeiten daran, ihn
auf ein akzeptables Level zu bekommen." Trainer Bert Goedkoop sagte:
"Ich bin froh, dass die Russen hierher gekommen sind. Wir haben so die Möglichkeit,
gegen einen möglichen Olympiasieger Erfahrungen zu sammeln."
cku
| Deutschland - Aachener Nachrichten |
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Mittwoch. 31. Dezember 2003 |
Holschen
wieder fit fürs Trainingslager
Düren.
In dieser Woche beginnt der Volleyball-Bundesligist Evivo Düren mit dem
Training nach der Weihnachtspause. Zum ersten Mal sind alle Spieler mit an Bord.
Auch Malte Holschen, der den größten Teil der bisherigen Saison aufgrund einer
Meniskus-Operation verpasst hat.
«Er hat am Freitag noch eine Untersuchung beim Arzt und soll dann am Samstag wieder voll mittrainieren», sagte Trainer Bernd Werscheck. Ob der Mittelblocker beim ersten Spiel im neuen Jahr am 18. Januar in Wuppertal dabei sein wird, ist fraglich.
«Ich hoffe aber, dass er spätestens in der Woche danach gegen Mendig spielen kann», so Werscheck. In das Trainingslager, das die Mannschaft ab kommendem Montag in Warendorf bestreitet, soll Holschen jedenfalls mitfahren. Zuvor spielt die Mannschaft noch ein Turnier in Belgien.
Bauer hat gekündigt
Apropos Belgien: Dürens langjähriger Kapitän Rüdiger Bauer hat beim belgischen Erstligisten Torhout gekündigt. Dem Vernehmen nach soll der 27-Jährige überhaupt nicht mit dem Trainer zurecht gekommen sein. Auf der Torhout-Homepage war zu lesen, dass Bauer wieder nach Deutschland zurück kehren werde. Ein eindeutiges «Nein» zu einem möglichen Comeback des ehemaligen Kapitäns in Düren hat Bernd Werscheck nicht ausgesprochen.
«Ich werde mal mit ihm telefonieren», sagte der Trainer. Allerdings spricht einiges gegen eine sofortige Verpflichtung. Zum einen dürfte es für Evivo aus finanzieller Sicht schwer sein, Bauer als Vollprofi zu verpflichten. Zum anderen ist abzusehen, dass der Angreifer mindestens bis März gesperrt sein wird, da die Wechselfrist abgelaufen ist. Und dann ist die Saison schon fast vorbei.
| Deutschland - Westfälische Nachrichten |
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Mittwoch. 31. Dezember 2003 |
Verdacht
auf Kreuzbandriss bei Kim Staelens
Münster. Kein erfreulicher Jahrsausklang für den Volleyball-Bundesligisten USC Münster: Zuspielerin Kim Staelens hat sich bei ihrem Einsatz in der holländischen Nationalmannschaft im Spiel am Montagabend gegen die deutsche Auswahl eine schwere Knieverletzung zugezogen mit verstärktem Verdacht auf Kreuzbandriss. Ob es sich tatsächlich um eine so gravierende Verletzung handelt, soll heute in ihrer holländischen Heimat mittels einer Kniespiegelung geklärt werden.
Alle Anzeichen sprechen leider dafür, dass es sich um einen Kreuzbandriss handelt, berichtete gestern Jürgen Schulz, Sportlicher Leiter des USC Münster, der von den Eltern der 21-Jährigen über den schlimmen Unfall unterrichtet worden war.
Dabei hatte die Formkurve der USC-Spielerin gerade in den vergangenen Wochen wieder deutlich nach oben gezeigt, war ihre Leistung konstanter geworden. Und so ist es natürlich nicht nur der USC, der von der Verletzung arg betroffen ist, sondern auch die holländische Nationalmannschaft, die, wie das deutsche Team, bei der europäischen Olympia-Qualifikation in Baku (Aserbaidschan) vom 5. bis 10. Januar gefordert sein wird. Hollands Trainer Angiolino Frigoni wird seine Stamm-Zuspielerin ohne Frage sehr fehlen.
Im vierten Satz der in Darmstadt ausgetragenen Begegnung war es zu dem unglücklichen Zwischenfall gekommen. Ich habe erst gedacht, sie habe sich am Gesicht verletzt, weil sie die Hände so fest vor das Gesicht schlug, schilderte Siegfried Köhler, Sportdirektor beim Deutschen Volleyball-Verband (DVV) seine Beobachtungen. Mucksmäuschenstill sei in der Halle gewesen. Und es sei dann sehr schnell klar geworden, dass es sich um eine schwere Knieverletzung handele, so Köhler weiter.
Der Arzt vor Ort war rasch zur Stelle, konnte natürlich noch keine exakte Diagnose geben. Zeugen dieses so wenig erfreulichen Geschehens waren auch die beiden Nationalspielerinnen des USC, Atika Bouagaa und Cornelia Dumler.
Auf eine Rückkehr aufs Parkett noch in dieser Saison wird die sympathische Kim Staelens kaum bauen können. Eine Pause von zumindest sechs Monaten ist einzukalkulieren. Wie langwierig sich derart schwere Verletzungen gerade am Knie erweisen können, hat sie seit Monaten im eigenen Verein vor Augen: Mannschaftskollegin Ester Volicerova laboriert seit dem Frühjahr an einer Knieverletzung, die nach wie vor ihren Einsatz verhindert. Und auch ihre Schwester Chaine Staelens, die zu Beginn der Saison schon hervorragende Spiele für den USC geliefert hat, ist aufgrund einer langwierigen Knieverletzung momentan nicht sehr belastungsfähig, so dass USC-Trainer Axel Büring sie derzeit nur sporadisch einsetzen kann.
Akuten Handlungsbedarf, jetzt nach einer neuen Zuspielerin Ausschau zu halten, sieht Jürgen Schulz nicht. Dass die Mannschaft jetzt natürlich geschwächt sei, daraus macht Schulz keinen Hehl. So ist Leistungssport, wir dürfen uns jetzt nicht unterkriegen lassen. Und er setzt Vertrauen in die beiden jungen Zuspielerinnen Sandra Aßmann und Hella Jurich: Die sind jetzt gefordert, müssen ran, sagt der Sportliche Leiter. Und sie müssten dabei sicher eine Schippe drauflegen.
USC-Trainer Axel Büring erreichte die Hiobsbotschaft im Urlaub. Das muss ich jetzt erst einmal verdauen, lautete sein erster Kommentar gestern, kurz nachdem er von dem Vorfall erfahren hatte.
Martina
Schönwälder
| Deutschland - VV Berlin-News |
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Sonntag. 21. Dezember 2003 |
VC 68: Erster Heimsieg - dramatischer dritter Satz
Berlin. Der Beifall und Jubel
im Berliner Sportforum für die Spielerinnen des gastgebenden
Berlin-Brandenburger VC 68 hielt am Samstagabend lange an. Denn 3:0 siegte der
BBVC 68 gegen den TV Fischbek Hamburg und feierte damit seinen ersten Heimsieg
der Saison. Voller Dramatik war der dritte Satz, denn erst bei 34:32 war die
Entscheidung für die Gastgeberinnen gefallen. VC 68-Trainer Michael Merten
hatte sein Team gut auf die Gäste eingestellt, hatte ihnen nach der
0:3-Niederlage am Tage zuvor gegen USC Münster wieder Mut gemacht.
In der Pressekonferenz sprach er aber nur von „einem guten Gefühl, das er vor
dem Anpfiff hatte“.
Die Hamburgerinnen kamen mit einem 3:1-Sieg vom VC Augsburg nach Berlin und hofften, eine weiteren Sieg an diesem Wochende zu landen.
Der erste Satz war eigentlich ein Abtasten von beiden Seiten. Absolute Ausgeglichenheit bis zum 8:8. Dann kam es zur zeitweisen Führung des TV Fischbek bedingt auch durch Fehler in den Reihen des BBVC 68. Erst bei Stande von 17:17 hatten sich die Berlinerinnen wieder herangekämpft. Fleißige Punktesammlerin in dieser Phase Eydis Dalen. Bis 20:20 war wieder alles offen. Regina Burchardts Außenangriffe endeten zweimal erfolgreich, während auf der Gegenseite ein Angriff im Aus landete.
24:21 lag der BBVC 68 schon vorn, als TVF-Trainer Johnny Westreicher Mick die zweite Auszeit nahm. Zwei Punkte gelangen den Gästen noch, doch ein Angriff von Dalen sicherte ein 25:23-Satzsieg.
Im zweiten Satz enteilte Hamburg auf 6:2 und Trainer Merten bat sein Team an die Seitelinie. Seine Hinweise fruchteten. Bei 8:8 waren seine Schützlinge heran und konnten kontinuierlich in Führung gehen. VC 68-Zuspielerin Kristina Bognar wurde zum Dreh- und Angelpunkt ihrer Mannschaft. Sie servierte für Eydis Dalen, Ramona Stucki, Marlit Fischer und Kateryna Suponyeva, die erfolgreich ihre Angriffe abschlossen. Von 10:9 über 13:9, 16:11, 17:12, 20:13, 23:14 bis zum 25:17 hatte der VC 68 immer klare Vorteile. Bemerkenswert: auch diesen Satzball schlug Eydis Dalen.
Als es 5:0 im dritten Satz für den BBVC 68 hieß, zog plötzlich der Schlendrian ein und Trainer Merten war gezwungen bei einer 5:4-Führung Auszeit zu nehmen. Die 30jährige Kasachin Lidiya Schumakova wurde bei den Gästen in diesem Abschnitt zur erfolgreichsten Angreiferin bem TV Fischbek. Ab 11:10 übernahmen die Gäste die Führung, die sie bis zum Stande von 23:21 behaupteten. Pessimisten erwarteten schon den vierten Satz. Eine Netzaufgabe durch die eingewechselte Nicole Fetting verkürzte den Hamburger Vorsprung. Ein erfolgreicher Hinterfeldangriff der Ukrainerin Kateryna Suponyeva - sie spielte erst zum zweiten Mal für den BBVC 68 - sorgte für den Ausgleich. Marlit Fischer erzielte über die Mittelposition Wirkung und es fehlte nur noch ein Punkt zum Satzgewinn und Sieg.
Doch es dauerte sehr lange, ehe der ersehnte Satzball für die Gastgeberinnen erzielt wurde. Erst als das siebente Mal für den BBVC 68 zum Satzball-Aufschlag gepfiffen wurde, konnte gejubelt werden: 34:32 für den bisherigen Tabellenvorletzten. Die Überraschung war gelungen. Neidlos gratulierte Hamburgs Spielertrainerin Marina Cukseeva: „Berlin hat verdient gewonnen!“
Die VC 68-Spielerinnen machten
sich selbst das schönste Weihnachtsgeschenk.
© 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel