News

Samstag, 10. Januar 2004 

CVJM fürchtet Kati Kozuch
Ein bisschen mehr "bellissimo!"
Ostbek Cowboys wollen in Kyritz Revanche
OSV: Drei wiegen zu viel
DVV-Auswahl mit sensationeller Aufholjagd
Schily: „Von Moltke eine dynamische Persönlichkeit“!
Türkei gegen Deutschland im Finale
Aus der Traum für Deutschland
Kilimandscharo: Hager musste erkrankt aufgeben
Pampel stark in Statistik vertreten!
DVV-Präsident: «Stelle mich 2005 wieder zur Wahl»
Wunder von Baku: Nach 0:2 noch 3:2-Halbfinalsieg
FC 09 bestreitet das erste "Abstiegsendspiel"
SCU: Niederlage in Aachen tut noch weh
Borgert coacht SV Sinsheim
HAZ präsentiert den Volleyball-Hit
Bestnoten für Leipzigs Publikum
Bergtour statt Beachvolleyball
Kaiser in Personalnot
Schirmeisen meldet sich fit
Jurich will ihre Chance nutzen
WSU: Mannschaft der Stunde kommt

Januar 2004

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Dezember 2003

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Samstag. 10. Januar 2004

CVJM fürchtet Kati Kozuch

Hamburg - Lokalderbys haben ihre eigenen Gepflogenheiten, besonders wenn sich beide Rivalen denselben Spielort teilen, wie die Zweitliga-Volleyballfrauen des CVJM und der VG WiWa Hamburg (Sa., 19 Uhr, Rüterstraße). "Wir müssen diesmal in die ungewohnte Gästekabine", so WiWa-Co-Trainer Hans-Günter Fricke.

Dabei hat der Aufsteiger dem etablierten CVJM den Rang abgelaufen. "WiWa ist derzeit hinter Fischbek die Nummer zwei in Hamburg", gibt CVJM-Coach Helmut von Soosten zu. Beim Tabellenvorletzten wurde jetzt die frühere Juniorennationalspielerin Imke Wedekind (19) reaktiviert. Außerdem soll die sonst in der Verbandsliga eingesetzte Jugend-Nationalspielerin Belinda Behncke-Biney (15) auf der Bank sitzen. 

Bei WiWa steht Außenangreiferin Katharina Kozuch (22), Schwester der Juniorennationalspielerin Margarethe Kozuch (17), im Blickpunkt, die zum Saisonbeginn vom CVJM zu WiWa gewechselt war. Von Soosten: "Vor ihren Sprungaufschlägen haben wir Respekt."

masch

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Samstag. 10. Januar 2004

Ein bisschen mehr "bellissimo!"

Stephanie Pohl/Okka Rau sind überzeugt: Über Rom führt der Weg zum Erfolg bei Olympia

Hamburg/Rom - Der Frühling hat für sie vor zwei Tagen begonnen. Temperaturen um 15 Grad und eine frische Brise vom Meer machen das Strandtraining in Rom erträglich. Eis und Schnee liegen seit ihrem Abflug am Mittwoch aus Hamburg hinter ihnen, und auch in den nächsten Monaten werden Stephanie Pohl (25) und Okka Rau (27) nur kurz mit der frostigen Jahreszeit in Berührung kommen - wenn sie für ihre Trips nach Italien und Brasilien zum Wäschewechseln nach Kiel zurückkehren. Den einstigen Reiz solcher Unternehmungen, räumen beide ein, nennen sie heute Routine, Angenehmes und Arbeit haben ihre Konturen vermischt.

"Wichtig ist nicht der Wille zu siegen, sondern der Wille, alles Unbequeme in Kauf zu nehmen, um siegreich zu sein." Olaf Kortmann (48) hat dieses Motto des amerikanischen Erfolgstrainers Doug Beal vergangenen Sommer auf die Homepage der Beachvolleyball-Europameisterinnen geschrieben. Damals ahnte er nicht, dass sich diese Weisheit alsbald gegen ihn wenden würde. Pohl/Rau und ihr Hamburger Coach (Rau: "Ihm haben wir alles zu verdanken!") trennten sich im November, weil der Kommunikations- und Verhaltenstrainer nicht wie gefordert täglich ihre Übungseinheiten leiten konnte, Kortmann andererseits auf angebotene Kompromisse nicht eingehen wollte. Seitdem trimmt der Italiener Marco Solustri (44) für ein paar Euro mehr das Damen-Duo des TV Fischbek auf seinen ersten Olympiaeinsatz; der steht nach einer erfolgreichen World Tour 2003 "wohl zu 99 Prozent" (Pohl/Rau) fest.

Als sie sich vor drei Jahren vornahmen, gemeinsam den Weg nach Athen zu suchen, wagten die damaligen Hallen-Zweitligaspielerinnen das inzwischen Erreichte nur als fernes Ziel zu formulieren. Dem nationalen Beachtitel 2002 in Timmendorf folgte aber der kontinentale 2003 im türkischen Alanya, und am Jahresende schmückte sie als bestes deutsches Frauenteam Weltranglistenplatz zehn zum zweiten Mal in Folge. Die Ansprüche sind mit den Siegen gewachsen, "endlich mal die brasilianischen und US-Teams der Top Five zu schlagen" die logische Konsequenz der Entwicklung. "Sie haben das Potenzial dafür", sagt Solustri, "sie haben den Willen zu lernen, und sie lernen schnell."

330 Tage Zweisamkeit im nun dritten Jahr, Zehntausende Flugkilometer Sitz an Sitz strapazieren jedoch gelegentlich das Innenverhältnis. Heute sind getrennte Anreisen kein Drama und Einzel- statt Doppelzimmer selbstverständlich. "Das heißt nicht, dass wir uns nicht mehr mögen", sagt Rau, "wir haben aber akzeptiert, dass wir Freiräume brauchen." Lösungen finden, ohne dass die Freundschaft leidet, das mache ihre Stärke aus.

Rau/Pohl baggern in einem schwierigen Umfeld. Schon gewöhnliche Beziehungen nutzen sich ab, sportliche eher schneller. Erfolg wird bei vielen zum einzigen Kitt, Zweck zur alleinigen Sinngebung, Stress bleibt häufig die letzte Gemeinsamkeit. Zahlreiche Weltklassepaare im Beachvolleyball verkehren mittlerweile wie Geschäftspartner, treffen sich zu Training und Spielen und gehen abseits des Courts getrennte Wege. Ein Modell, das erstaunlich oft funktioniert; denn nicht alle haben den Mut, sich wie die Dieckmann-Zwillinge Christoph und Markus neuen Partnern zu stellen. Die meisten, wie die Olympiadritten Jörg Ahmann und Axel Hager, stehen ihre Beziehungskrise bis zum (Karriere-) Ende durch. Wenn Siege und Niederlagen von wenigen Bällen abhängen, Fehler und Versäumnisse spätestens im Videostudium zuzuordnen sind, der Discobesuch Diskurse über professionelles Verhalten auslöst, haben Konflikte Konjunktur.

Pohl/Rau wissen um die Fallstricke, und sie haben verstanden ihnen weitgehend auszuweichen, "weil Okka", so Pohl, "Probleme eben anspricht". Das mag über die Jahre geholfen haben, Lunten zu trocknen, die ihre Temperamente zu legen fähig waren, Raus oft gnadenlose Zielstrebigkeit und Pohls manchmal aufreizende Sorglosigkeit. Auf diesem Hintergrund scheint es folgerichtig, dass beide sich auf die Diskussion über Umfang und Intensität des Trainings verständigen konnten, bevor womöglich tiefere Einschnitte nötig geworden wären.
Der Trainerwechsel hat eine erste subjektive Wirkung nicht verfehlt. "Ich fühle plötzlich, dass ich Volleyball spielen kann", sagt Europameisterin Pohl, "Marcos ,Bellissimo!' bei meinen Pässen geht mir richtig runter."

Selbstvertrauen zu erzeugen, erklärt Solustri seine Philosophie, sei bei Frauenteams die Mutter allen Fortschritts. "Lob um des Lobes willen", warnt der ehemalige Beachvolleyballprofi, der zugleich die österreichischen Europameister Nikolaus Berger/Clemens Doppler betreut, wäre indes kontraproduktiv. Es sei interessant zu beobachten, so Pohl, "wie fruchtbar es sein kann, wenn unterschiedliche Kulturen aufeinander stoßen". Dass sie bis Athen von diesem Mentalitäten-Mix profitieren werden, davon sind Pohl/Rau überzeugt. Und deshalb haben sie nicht nur wegen des besseren Klimas in Ostia bei Rom (mit Berger/Doppler) ein kleines Apartment gemietet.

Rainer Grünberg

 

Deutschland - Oststeinbeker SV-News 

Samstag. 10. Januar 2004

Ostbek Cowboys wollen in Kyritz Revanche

Mit dem schweren Gang zum VC Fortuna Kyritz beginnt für die Zweitliga-Männer des Oststeinbeker SV das neue Jahr (Samstag, 17 Uhr). Im Hinspiel setzte es eine deftige 0:3-Packung zu Hause, eine Niederlage, die die Ostbek Cowboys noch immer schmerzt. "Wir wollen das unbedingt korrigieren", sagt Trainer Bernd Schlesinger.

Mit sechs Trainingseinheiten binnen einer Woche hat der Coach sein Team in für Oststeinbek ungewohnter Intensität auf die Rückrunde vorbereitet. "Die ersten Gegner sind allesamt schwer zu knacken, und wir wollen einen guten Start hinlegen", sagt Schlesinger. Beim 1:3 in Hildesheim kurz vor Weihnachten konnte der Trainer nicht dabei sein ("mein erstes Match, dass ich in zwei Jahrzehnten als Trainer verpasst habe"), das Spiel gegen den Aufstiegsaspiranten hat er aber mittlerweile auf Video analysiert. "Wir hatten unsere Chancen, haben gut mitgespielt, am Ende fehlten nur Feinheiten. Die Aufwärtsentwicklung, die sich bereits in den drei Heimsiegen in Folge gezeigt hatte, hat sich bestätigt."

Viel Lob kassierte im übrigen nach dem Match Schlesingers junger Vertreter Jan Maier, der Co-Trainer der Cowboys, der ebenfalls den A-Trainer-Schein besitzt, und bei dem sich einige Spieler trotz der engen Niederlage für sein exzellentes Coaching bedankten.

Mit 12:14 Punkten belegen die Männer aus Hamburgs Wildem Osten derzeit den neunten Tabellenplatz, mit einigem Abstand zu den Abstiegsrängen. Allerdings will man möglichst schnell die mindestens noch fehlenden sechs Punkte einfahren, um zum ersten Mal überhaupt nicht in den Abstiegskampf der 2. Liga verwickelt zu werden. "Da gehören wir auch nicht hin", stellt Schlesinger fest, "in Bestform können wir jeden in der Liga schlagen."

In Kyritz erwartet den OSV eine ausverkaufte Halle und ein groß gewachsenes, athletisches, allerdings durchaus launisches Team. Mit 14:10 Punkten stehen die ehrgeizigen Brandenburger derzeit im vorderen Mittelfeld. "Wenn wir so stabil spielen wie zuletzt, können wir uns durchsetzen", sagt Schlesinger. Zumal im Vergleich zum Hildesheim-Spiel auch Mittelblocker Christian Bartram wieder dabei sein kann, längst eine ganz wichtige Stütze der Cowboys.

Noch länger pausieren muss dagegen Christian Jende, der sich bei seinem schweren Autounfall neben einer Gehirnerschütterung auch einen Leistenbruch zugezogen hat.

 

Deutschland - Ahrensburger Zeitung 

Samstag. 10. Januar 2004

OSV: Drei wiegen zu viel

Oststeinbek - Nein, so richtig gesündigt hat in der Weihnachtspause keiner der Zweitbundesliga-Volleyballer des Oststeinbeker SV. Trotzdem müssen mit Mirko Suhren, Fridolin Lippens und Malte Nagursky drei Akteure ihrem Trainer Bernd Schlesinger eine Flasche guten spanischen Rotwein kaufen. Das Trio kam mit etwas mehr Gewicht zum ersten Training als vor der Winterpause.

"Es war aber alles noch im Rahmen", sagt Schlesinger, der mit seinem Team schon diesen Sonnabend beim Tabellennachbarn Fortuna Kyritz antreten muss (17 Uhr). "Dort haben wir noch etwas gutzumachen", fordert der Coach. Das Hinspiel hatten die Oststeinbeker in eigener Halle 0:3 verloren. Fehlen wird allerdings Mittelblocker Christian Jende (Autounfall).

masch

 

Deutschland - DVV-News 

Samstag. 10. Januar 2004

DVV-Auswahl mit sensationeller Aufholjagd

Nach 3:2-Sieg über Weltmeister Italien im Finale!

Unglaublich, aber wahr: Die DVV-Frauen haben sich in einem dramatischen 5-Satz-Spiel mit 3:2 (15-25, 19-25, 25-21, 25-23, 17-15) gegen Weltmeister Italien durchgesetzt und für das Finale bei der Olympia-Qualifiaktion in Baku qualifiziert. Dort trifft die Mannschaft auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen Europameister Polen und Vize-Europameister Türkei (16.00 Live in Eurosport). Nach der Abwehr von zwei Matchbällen landete ein Angriff Italiens im aus, und die DVV-Frauen sanken vor Freude auf dem Boden.

Der deutsche Bundestrainer sagte nach dem Spiel: „Das ist sensationell, nach dem 0:2 habe ich nicht mehr unbedingt an den Sieg geglaubt. Dieser Sieg wird in die Geschichte eingehen. Wir sind am Anfang gar nicht ins Spiel gekommen. Man darf nicht vergessen, dass wir vorher zwei schwere 5-Satz-Spiele hatten und keinen Tag Pause, außerdem agierte meine Mannschaft gehemmt. Danach sind meine Spielerinnen lockerer geworden, bei den Italienerinnen wuchs zeitgleich der Druck."

Lee setzte wie gewohnt auf Tanja Hart, Judith Sylvester, Angelina Grün, Atika Bouagaa, Olessya Kulakova, Kathy Radzuweit und Libero Kerstin Tzscherlich.

Die deutsche Mannschaft erwischte einen schlechten Start in den ersten Satz. Der Angriff war zu drucklos, die italienische Abwehr stand gut. Italien setzte sich mehr und mehr ab, über 3:8 auf 11:18. Auch die Wechsel Schlecht für Sylvester und Benecke für Radzuweit zeigten keine Wirkung. Grün wurde zum 15:25 abgeblockt.

Leider setzte sich das schwache Spiel der DVV-Auswahl auch im zweiten Satz fort. Erneut gingen die Italienerinnen früh mit 3:8 in Führung. Dann gelangen endlich Mal drei Punkte in Folge zum 7:9, Italiens Coach Marco Bonitta nahm sofort eine Auszeit. Und schon kurze Zeit später hatte Italien wieder eine komfortable 5-Punkte-Führung, weil die deutsche Annahme und Angriff patzten (13:18). Lediglich Bouagaa war in dieser Phase eine verlässliche deutsche Punktesammlerin. Doch das war natürlich zu wenig, um dem Weltmeister Paroli bieten zu können, der zweite Satz ging mit 19:25 verloren.

Keiner in der Halle und vor dem TV gab jetzt mehr einen Pfifferling auf die DVV-Auswahl. Doch die deutschen Spielerinnen besannen sich nun auf ihre kämpferischen Fähigkeiten und gingen beim 8:7 durch einen Block von Kulakova erstmals in Führung. Nach einer umstrittenen Entscheidung sah Bonitta die gelbe Karte und die DVV-Frauen bekamen einen Punkt geschenkt. Die kurze Verwirrung auf Seiten des Weltmeisters nutzten die Deutschen eiskalt aus, Bouagaa schlug den Block an, Grün servierte ein As (19:14). Das war die Vorentscheidung, den dritten Satzball verwandelte Grün zum 25:21.

Die deutschen Spielerinnen waren jetzt „drin“ im Spiel. Zwar verlief der Beginn des vierten Satzes ausgeglichen (7:7), aber das Zaudern auf deutscher Seite sowie die Souveränität auf italienischer Feldhälfte waren weg. Nach einem As von Benecke und einem Angriff von Bouagaa, der besten deutschen Spielerinnen, war eine 16:11-Führung heraus gespielt. Doch Italien machte drei Punkte in Folge und war wieder in Reichweite (16:14). Dieser Vorsprung wurde jedoch durch einen Block von Sylvester wieder ausgebaut (22:18). Als Bouagaa ihren Angriff an den italienischen Block schlug, schien beim 24:20 der Satzausgleich besiegelt. Doch die ersten drei Satzbälle wurden vergeben, ehe Kulakova einen Schnellangriff auf die Linie zum 25:23 setzte.

Zum dritten Mal in Folge mussten die DVV-Frauen in den Tiebreak, und in diesem gegen Italien hatten sie einen miserablen Start. Die in den ersten beiden Sätzen aufgetretene fehlende Durchschlagskraft sowie Annahmeprobleme ließen die DVV-Frauen mit 2:7 in Rückstand geraten. Wieder schien das Ticket nach Athen 2004 in weite Ferne gerückt, doch wieder kämpften sich die DVV-Frauen zurück. Grün rüttelte ihre Mitspielerinnen mit drei erfolgreichen Angriffen wach, und als Benecke ein As servierte, war der Anschluss geschafft (9:10). Als Kulakova blockte und Italien einen Angriff ins aus setzte, war die erste Tiebreak-Führung geschafft (12:11). 

Doch die nächsten drei Punkte machten die Italienerinnen, die Kulakova zwei Mal blockten und beim 12:14 zwei Matchbälle hatten. Doch die eingewechselte Mifkova schlug die nächsten beiden Bälle ins aus, und damit waren die DVV-Frauen wieder zurück. Sylvester versenkte noch einen Rückraumangriff, und Deutschland hatte seinen ersten Matchball (15:14). Den wehrten die Italienerinnen mit einem Schnellangriff noch ab, doch Grün setzte ihren nächsten Angriff an den italienischen Block (16:15) und der zweite Matchball stand zu Buche. Als die Italienerinnen den nächsten Ball ins aus jagten, sanken die deutschen Spielerinnen vor Erschöpfung und Jubel auf den Boden. Nur noch ein Sieg fehlt, um in Athen 2004 dabei zu sein.

 

Deutschland - DVV-News 

Samstag. 10. Januar 2004

Schily: „Von Moltke eine dynamische Persönlichkeit“!

Leipzig (pps) Als eine „dynamische Persönlichkeit, bei der die Post abgeht“, bezeichnete Bundesinnenminister Otto Schily auf einem Empfang am Donnerstagabend in der Arena Leipzig den Präsidenten des Deutschen Volleyball-Verbandes, Werner von Moltke. Schily lobte als Zeuge der Begegnung Russland-Deutschland die „tolle Stimmung in der Sport-Metropole Leipzig“. Leipzig sei ein „wunderbarer Platz, um die größten Sport-Veranstaltungen durchzuführen...“, so Schily.

Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee dankte dem DVV, dass er zum wiederholten Male eine internationale Großveranstaltung nach Leipzig gegeben habe. Otto Schily bezeichnete er als „sportverrückten Minister“. Tiefensee: „Ohne den Bund an unserer Seite hätten wir uns gar nicht erst ernsthaft an die Olympia-Bewerbung herangewagt.“ DVV-Präsident von Moltke entgegnete an die Adresse von OB Tiefensee: „Sie haben in uns einen ehrlichen Verband, der von hier Signale senden und den Olympia-Gedanken im nationalen wie internationalen Bereich pushen will.“

 

Deutschland - DVV-News 

Samstag. 10. Januar 2004

Türkei gegen Deutschland im Finale

Vize-Europameister Türkei schlägt Europameister Polen 3:1!

Türkei gegen Deutschland - so lautet das Finale bei der der europäischen Olympia-Qualifikation in Baku/Aserbaidschan (13.00 Uhr live auf Eurosport). Der Sieger des Finals ist für die Olympischen Spiele 2004 in Athen qualifiziert.

Vize-Europameister Türkei gelang in beeindruckender Manier die Revanche für die 0:3-EM-Finalniederlage gegen Polen. Die Türkinnen siegten im zweiten Halbfinale mit 3:1 (23-25, 25-16, 25-18, 25-18)

Das letzte Spiel zwischen Deutschland und der Türkei war - wie sonst bei der DVV-Auswahl - ein 5-Satz-Krimi. Damals siegte die deutsche Mannschaft im letzten Vorrundengruppenspiel bei der EM 2003 in der Türkei, in der "Höhle des Löwen", mit 3:2.

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Samstag. 10. Januar 2004

Aus der Traum für Deutschland

DVV-Auswahl verliert 0:3 gegen die Niederlande

Für die deutsche Männer-Nationalmannschaft ist der Traum von der Teilnahme an den Olympischen Spielen in Athen ausgeträumt. Im Halbfinale des Qualifikationsturniers in Leipzig mussten sie eine bittere 0:3-Niederlage (-21, -23, -17) einstecken. Dabei boten sie den Oranjes in den ersten beiden Sätzen zwar noch Paroli, gingen aber im dritten Durchgang hoffnungslos unter. Insgesamt zeigten die Deutschen gegen die solide, aber keinesfalls überragend spielenden Niederländer, ihr schlechtestes Turnierspiel.

Wie so oft fehlte den Spielern von Bundestrainer Stelian Moculescu in den entscheidenden Momenten die nötige Cleverness und Routine. Stattdessen häuften sich in diesen Situationen unglückliche Eigenfehler.

"Vielleicht lag es an unserer Tagesform, vielleicht waren wir zu nervös", zeigte sich Zuspieler Frank Dehne ratlos. Die Enttäuschung über das Ausscheiden aus dem Turnier hielt sich erstaunlicherweise bei den meisten Spielern in Grenzen. "Das ist ein bisschen enttäuschend", sagte Norbert Walter. Ein bisschen? "Ja, schließlich war ja schon die Freude groß, dass wir überhaupt so weit gekommen sind."

Mit der Niederlage gegen die Niederlande haben die deutschen Männer einmal mehr die Chance verpasst, das Ticket zu den Olympischen Spielen zu lösen und sind damit in Athen 2004 nicht dabei. Zuletzt haben 1972 zwei deutsche Männerteams (DDR und BRD) an den Olympischen Spielen teilgenommen.

Im Finale stehen sich am Samstag (15.30 Uhr) die Niederlande und Russland gegenüber. Die Russen setzten sich mit 3:0 (23, 16, 23) in überzeugender Manier gegen Vize-Europameister Frankreich durch und gelten nach wie vor als großer Favorit auf den Turniersieg.

cku

 

Deutschland - Smash-News 

Samstag. 10. Januar 2004

Kilimandscharo: Hager musste erkrankt aufgeben

Es war eine sehr unruhige Nacht für Axel Hager. Auf 3.725m Höhe wälzte er sich schlaflos von einer Seite zur anderen. Starke Magenschmerzen und Schwindelgefühle begleiteten ihn die ganze Nacht hindurch. Expeditionsarzt Dr. Klaus Gerlach untersuchte den Beach-Volleyballprofi am Morgen intensiv und entschied, dass Axel Hager infolge der Höhenkrankheit umgehend ins Tal gebracht werden musste. Ein schwerer Schlag für die Gruppe, verlief bis dahin die Expedition doch ohne große Probleme. „Das ist zu tiefst bedauerlich, dass es Axel so schwer getroffen hat“, urteilte Beach-Partner und Freund Jörg Ahmann. „Es war unser gemeinsamer Traum zusammen auf dem Dach Afrikas zu stehen und Axel hat die Hauptarbeit der Vorbereitungen für die gesamte Gruppe gemacht“.

Ein weiterer Teilnehmer und Freund von Ahmann/Hager, Stefan Possekel, musste heute eine Auszeit zur Regeneration nehmen. Die Symptome der Höhenkrankheit sind nicht so stark ausgeprägt und er hofft, dass der Akklimatisationstag an den Horombo-Hütten die weitere Besteigung des Kilimandscharos zulässt. Die restlichen Teilnehmer der Gruppe sind wohlauf, wobei auch bei Ihnen die Höhe Spuren hinterlässt. So ist an durchgehenden Schlaf nicht mehr zu denken, längere Wachphasen stören die Erholung des Körpers. Die Messungen des Sauerstoffgehaltes durch den Expeditionsarzt zeigen bei allen ein deutliches Absenken der Werte. Bestwerte erreicht der lungentransplantierte Stephan Holderegger, der erstmalig nach seiner erfolgreichen Lungen-Operation (1999) wieder den schneebedeckten Vulkankrater in Angriff nimmt.

Am Freitag stand nur ein kleiner Ausflug in Richtung des Mawenzi-Sattels über die Upper Route auf dem Programm. In drei Stunden Gehzeit erreichte die Gruppe eine Höhe von 4.200m und konnte mit phantastischem Blick auf den Mawenzi (5.149m), ein ebenfalls erloschener Vulkan, die Sonne genießen. Kurze Zeit später hieß es dann aber zurück zu den Horombo-Hütten, um die Höhengewöhnung durch viel Ruhe voranzutreiben. Morgen steht dann der beschwerliche Weg zur Kibo-Hütte auf 4.700m auf dem Tagesprogramm.

Doch bevor es weiter den Berg empor geht, lud Jörg Ahmann seine Mitstreiter und Träger zum gemeinsamen Beach-Volleyballspiel auf 3.725m Höhe ein. „Es war nicht leicht die Beach-Volleyballanlage aufzubauen, zum einen haben wir hier sehr steinigen Boden und zum anderen mussten wir erst einmal die einzig Ebene Fläche finden“, befand Jörg Ahmann nach dem Aufbau. Statt Axel Hager spielte Projektleiter Werner Richnow, der vor zehn Jahren noch selbst bei den Deutschen Beach-Volleyball Meisterschaften antrat, an der Seite des Beach-Volleyballprofis.

Dann musste Jörg Ahmann seine gesammelten Erfahrungen als Spielertrainer in die Waagschale werfen und brachte sechs Trägern der Expedition die Grundzüge der Strandsportart Nr. 1. bei. Eine Unterrichtseinheit in Baggern und Pritschen und schon konnte das Spiel 2 gegen 6 beginnen. Unter dem Jubel aller Träger und Expeditionsteilnehmer, auch von anderen Gruppen, wurde dann das höchste Beach-Volleyballspiel der Welt durchgeführt! „Die Einheimischen schauten schon sehr verwundert auf unsere Vorbereitungen, das Netz aufzubauen und die Bälle aufzupumpen, eine derartige Aktion ist etwas Einzigartiges“, beschrieb Jörg Ahmann die Situation nach dem Spiel, „aber die Stimmung war riesig, schon fast zu vergleichen mit der Stimmung beim alljährlichen Saisonfinale in Timmendorfer Strand.“

 

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Samstag. 10. Januar 2004

Pampel stark in Statistik vertreten!

Spanier Pascual punktbester Spieler nach der Vorrunde

Die Vorrunde bei der Olympia-Qualifikation in Leipzig ist gespielt, die Statistiken sind ausgewertet. Demnach war der spanische Kapitän und Superstar Rafael Pasqual der punktbeste Spieler im Turnier mit 55 Punkten.
Auf den Plätzen folgen Schuil (NED, 42), Saucedo (ESP, 41) und Christian Pampel (GER, 39).

Pampel ist zudem noch in den Elementen Block und Aufschlag jeweils an Position 4. Weitere "Top Ten-Platzierungen" erzielten: Wolfgang Kuck als 6. bei den besten Angreifern, Till Lieber als 6. in der Annahme und 7. in der Abwehr, Frank Dehne als 4. im Zuspiel und Björn Andrae als 10. in der Annahme.

"Sieger" der einzelnen Kategorien sind:
Punktbester Spieler: Rafael Pascual (ESP)
Bester Angreifer: Guido Görtzen (NED)
Bester Blocker: Dominique Daquin (FRA)
Bester Aufschläger: Richard Schuil (NED)
Bester Abwehrspieler: Alexey Verbov (RUS)
Bester Zuspieler: Nico Freriks (NED)
Bester Annahmespieler: Hubert Henno (FRA)

 

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Samstag. 10. Januar 2004

DVV-Präsident: «Stelle mich 2005 wieder zur Wahl»

Leipzig (dpa) - Werner von Moltke will bis zum Jahr 2007 an der Spitze des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) bleiben. «Ich stelle mich auf jeden Fall im Jahr 2005 wieder zur Wahl als Präsident», sagte der 67-Jährige auf dpa-Anfrage. Von Moltke ist seit 1997 DVV-Chef; der Verbandspräsident wird alle zwei Jahre gewählt.

Zugleich bestätigte von Moltke, dass er auch künftig mit Männer- Bundestrainer Stelian Moculescu plant. «Wir werden mit ihm weitermachen - egal wie das Qualifikationsturnier in Leipzig ausgeht», versicherte der frühere Zehnkampf-Europameister.

 

Deutschland - Neues Deutschland 

Samstag. 10. Januar 2004

Wunder von Baku: Nach 0:2 noch 3:2-Halbfinalsieg 

Deutsche Frauen schlagen auch Weltmeister Italien

Jubel und Hoffnung der deutschen Volleyballerinnen sind beinahe grenzenlos. Nach dem spektakulären Halbfinal-Einzug beim Olympia-Qualifikationsturnier in Baku (Aserbaidshan) mit dem überraschenden 3:2-Sieg über den Olympiazweiten und Rekord-Europameister Russland wurde am Freitagnachmittag auch die hohe Hürde mit Weltmeister Italien übersprungen. Zwei Wunder in Folge – das ist schon fast unglaublich! Nun fehlt nur noch der Finalsieg am Sonnabend gegen Europameister Polen oder Vizeeuropameister Türkei, um am Ziel aller Träume angekommen und beim Olympiaturnier im August in Athen dabei zu sein.

»Wir haben die Russen geschlagen und gezeigt, dass die Mannschaft in den letzten Jahren weiter gewachsen ist. Warum sollen wir nicht auch den Weltmeister schlagen können«, hatte vor dem Anpfiff der DVV-Vizepräsident Götz Moser allen Mut gemacht. »Wir wollen nach Athen, und dafür wird die Mannschaft die letzten Kräfte mobilisieren.«
Dabei schien das Olympia-Aus für die deutschen Frauen – im Vorjahr EM-Dritter, in Sydney 2000 Olympiasechster – schon gesprochen, als die siegessicheren Italienerinnen die ersten beiden Sätze mit 25:15 und 25:19 klar für sich entschieden. Aber die schon im Russland-Spiel so gelobte Kampfmoral des DVV-Teams führte dazu, dass das Match mit Satzgewinnen von 25:21 und 25:23 noch gedreht wurde – 2:2 nach einem 0:2-Rückstand!

Im Tiebreaksatz lagen die Italienerinnen schon mit 9:6 vorn, aber die deutschen Frauen kämpften sich auf 10:11 und 11:11 heran, übernahmen beim 12:11 sogar die Führung und sahen beim 12:14-Stand schon wie der tragische Verlierer aus. Aber Italien brachte den Matchball nicht durch. Stattdessen drei Punkte in Folge – Deutschland führte mit 15:14, vergab danach seinen Matchball, behielt aber nach dem 15:15 die Nerven – 16:15 und 17:15 – der zweite Matchball saß. 3:2-Sieg und Finaleinzug!

»Wahnsinn! Wir waren alle völlig fertig und haben mit dem Reservetank gewonnen. Jetzt holen wir mit dem allerletzten Tropfen auch den Olympia-Platz – egal, gegen wen wir spielen«, sagte Topangreiferin Angelina Grün nach dem dritten Fünfsatzspiel binnen 48 Stunden.

Jürgen Calließ 

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten 

Samstag. 10. Januar 2004

FC 09 bestreitet das erste "Abstiegsendspiel"

Schüttorfer müssen heute bei Volley Tigers Ludwigslust doppelt punkten

Mit dem Rücken zur Wand stehen in der Zweiten Volleyball-Bundesliga der FC Schüttorf 09 und die Volley Tigers Ludwigslust. Heute treffen der Vorletzte und der Letzte aufeinander.

SCHÜTTORF/his – Ein Blick auf die Tabelle der 2. Volleyball-Bundesliga genügt, um die Bedeutung der Begegnung zwischen den Volley Tigers Ludwigslust und dem FC Schüttorf 09 abzuschätzen. Schließlich empfangen die Mecklenburger heute (16.30 Uhr) als Tabellenvorletzter das Schlusslicht aus der Obergrafschaft. Beide Teams konnten in der Hinrunde lediglich zwei Siege einfahren, denen elf (FC 09) beziehungsweise zehn Niederlagen (Volley Tigers) gegenüberstehen.

"Ludwigslust steht genauso unter Druck wie wir", stellt daher 09-Coach Dirk Schlotfeldt fest. Der Stellenwert der Partie ist im Schüttorfer Lager klar definiert. "Es ist das erste Abstiegsendspiel", sagt Schlotfeldt. Das zweite folgt in einer Woche vor heimischem Publikum gegen Fortuna Bonn. Nur mit zwei Erfolgen hätten die Schüttorfer den Anschluss ans untere Mittelfeld wieder hergestellt. Noch bestehen Chancen auf den Klassenerhalt, der Druck ist aber enorm. Da kam dem Trainergespann der Turniersieg in Bocholt am vergangenen Wochenende gelegen. Schlotfeldt: "Man darf ihn zwar nicht überbewerten, aber die Mannschaft konnte wieder ein wenig Selbstvertrauen tanken."

Beim Vorhaben, gegen Ludwigslust wie zum Saisonstart (3:1) doppelt zu punkten, steht hinter einigen Akteuren aber noch ein Fragezeichen. Vor allem die Positionen im Außenangriff bereiten Flockert und Schlotfeldt einiges Kopfzerbrechen. Alexander Youroukov wurde erst gestern aus dem Heimaturlaub in Bulgarien zurück erwartet. Die Chancen auf einen Einsatz von Michael Röder beziffert Schlotfeldt lediglich mit 25 Prozent. "Entweder ist er beruflich auf dem Weg nach Orlando oder bei der Gebur"", zählt der 09-Coach die wahrscheinlicheren Alternativen auf.

Entwarnung gibt es dagegen auf der Diagonalposition. Jörg Alsmeier hat seine Wadenverletzung schneller überwunden als erwartet und konnte in Bocholt bereits wieder Spielpraxis sammeln. Da zudem mit Thorsten Schoen, Henning Leinker und Henning Wegter drei Mittelblocker zur Verfügung stehen, könnte Wegter wie am vergangenen Wochenende im Außenangriff zum Einsatz kommen. Außerdem kehrt Dirk Möller in den Kader zurück, der in Bocholt von Martin Petzold und Timo Timpe auf der Libero-Position gut vertreten wurde. Die Erfahrung des Routiniers ist beim Nervenspiel in Ludwigslust gefordert.

Denn auch die Gastgeber stehen mit dem Rücken zur Wand. Der letzte Sieg des Teams von Trainer Ingo Achtelik liegt bereits mehr als drei Monate zurück. Nach dem 3:2-Erfolg gegen den TSV Giesen folgten acht Niederlagen in Folge.

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten 

Samstag. 10. Januar 2004

SCU: Niederlage in Aachen tut noch weh

EMLICHHEIM/his – Norbert Bußmann, der Manager des SC Union Emlichheim, ist vor dem morgigen Gastspiel (18 Uhr) des Volleyball-Zweitligisten beim Detmolder TV vorsichtig geworden: "Detmold steht auf einem Abstiegsplatz. Aber das haben wir über Alemannia Aachen auch gesagt." - Die 0:3-Niederlage, mit der die Emlichheimerinnen das vergangene Jahr abgeschlossen haben, ist noch nicht vergessen. "Wir haben die Tabellenführung leichtfertig verschenkt", stellt Bußmann kritisch fest und hofft auf einen Lerneffekt: "Die Mannschaft weiß jetzt, dass sie immer mit 100 Prozent in die Spiele gehen muss."

Pierre Mathieu nimmt seine Spielerinnen in der Öffentlichkeit in Schutz. "Alles Negative ist zusammengekommen. So etwas passiert nur einmal im Jahr", sagt der niederländische Trainer und verweist auf die lange Liste verletzter und kranker Spielerinnen. Das Lazarett lichtet sich aber erst langsam. Außenangreiferin Ramona Meier (Schulterverletzung) kann in Detmold höchstens in der Abwehr als Libera aushelfen. Zwar hofft die Emlichheimer Führungsriege, dass die Mannschaftsführerin am kommenden Wochenende beim Spitzenspiel bei VC Olympia Berlin wieder mit an Bord ist, die vollständige Genesung hat aber absoluten Vorrang. Gleiches gilt für Inga Stegemeyer und Mareike Hindriksen. Mathieu steht also in Detmold mit Lise Hissink erneut nur eine Zuspielerin zur Verfügung. Da der Kader auf sieben Spielerinnen zusammengeschmolzen ist, rückt Christiane Kerperin auf.

Trotz der personellen Probleme sind gegen den Aufsteiger zwei Punkte fest eingeplant. Schließlich konnten die Gastgeberinnen in dieser Saison erst einen Sieg bejubeln (3:0 gegen Obernkirchen). Das Team von Trainer Peter Pourie, eine Mischung aus jungen und erfahrenen Spielerinnen, war auch zum Saisonauftakt in Emlichheim absolut chancenlos. Bei der 0:3-Niederlage konnten die TV-Spielerinnen im ersten Satz sogar nur acht Punkte auf der Habenseite verbuchen. Zu Überheblichkeit besteht im Emlichheimer Lager vor dem Duell mit dem Tabellenletzten aber kein Anlass. Dazu ist die Erinnerung an die 0:3-Niederlage gegen den damaligen Vorletzten aus Aachen noch allzu frisch.

 

Deutschland - Heilbronner Stimme 

Samstag. 10. Januar 2004

Borgert coacht SV Sinsheim

Erstes Heimspiel im neuen Jahr: Volleyball-Zweitligist SV Sinsheim empfängt heute Abend, 19.30 Uhr, den USC Rothaus Schwarzwald aus Freiburg in der Realschulhalle.

Das neue Jahr fängt für die Volleyballerinnen des SV Sinsheim ziemlich ungewöhnlich an. Trainer Stefan Bräuer verließ nach zehn Jahren den Verein in Richtung Schwerin, um dort eine Landestrainerstelle anzunehmen. Die Mannschaft wird vorerst von Waldemar Borgert betreut. So auch heute, 19.30 Uhr, im Heimspiel gegen den USC Rothaus Schwarzwald.

In der Hinrunde gewann der SVS nach einem sehr guten und spannenden Match 3:1, doch sollte man sich nicht zu sicher sein. Die Freiburgerinnen stehen auf Rang zehn und damit nur zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz. Sie werden alles daran setzen, um ihr Punktekonto aufzubessern. Dennoch: Der SV Sinsheim, immerhin Tabellendritter, ist Favorit und versucht, an die guten Leistungen aus dem vergangenen Jahr anknüpfen.

(red)

 

Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung 

Samstag. 10. Januar 2004

HAZ präsentiert den Volleyball-Hit

Hildesheim (tbr). Auge in Auge stehen sie sich gegenüber. Sie sind gerüstet für das große Volleyball-Duell. Alexander Schnipkoweit (links) vom MTV 48 Hildesheim und Mathias Sockel vom TSV Giesen.

Der Countdown läuft. Heute Abend, 20 Uhr, steigt in der Halle 39 das ultimative und einzigartige Derby. Weit über 1000 Zuschauer werden erwartet. Die werden wie schon im Februar des vergangenen Jahres für eine Riesenatmosphäre sorgen - die Halle 39 soll sich in einen Spaßtempel verwandeln.

Sockel und Schnipkoweit sind sich einig: "Für uns ist es das Größte, vor einer solchen Kulisse zu spielen." Vor dem Duell in der Halle trafen sie sich zum verbalen Schlagabtausch in der HAZ-Redaktion. Schlagabtausch? Nun ja¼

Die Rivalen verhielten sich eher wie zahme Lämmer, statt wüster Beschimpfungen machten sie sich gegenseitig Komplimente. "Der MTV spielt in dieser Saison sehr beständig", lobt Sockel den Gegner. "Im Derby ist alles möglich, es gibt keinen Favoriten", kontert Schnipkoweit.

Favorit möchte keiner sein, aber gewinnen will natürlich jeder. "Es ist immer etwas besonderes, das Derby zu gewinnen" - auch darin sind sich "Metty" (Sockel) und "Schnippi" (Schnipkoweit) einig.

Untereinander kennen sich die Volleyballer aus Hildesheim und Giesen sehr gut, einige sind sogar eng befreundet. Es gibt keine Geheimnisse. "Die Möglichkeiten, den Gegner zu überraschen, sind sehr begrenzt", urteilt Schnipkoweit. Nur der Sieger nach dem Spiel stünde schon fest: "An der Theke ist "Metty" der Größte."

Der TSV Giesen kann wohl kaum noch in den Meisterschaftskampf eingreifen, aber das Team 48 könnte mit einem Sieg sogar Tabellenführer werden. Moers ist nämlich spielfrei. Träumen die 48er wirklich vom Bundesliga-Aufstieg? "Darüber machen wir uns noch gar keine Gedanken", sagt Mannschaftskapitän Kai Bode. "Wir denken von Spiel zu Spiel, wollen natürlich immer gewinnen. Aber man kann auch schnell abstürzen."

Für heute empfiehlt Bode den Fans: "Sie sollen einfach kommen, zuschauen und Spaß haben. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen."

Auch das Rahmenprogramm stimmt: 40 Teilnehmer des Olympia-Camps 2003 werden mit den Mannschaften einlaufen. Es gibt eine Tombola, Tanzeinlagen und eine Players Night nach dem Spiel. Bei einer Talk-Runde im VIP-Raum wollen die Trainer Walther Hoch und Zejlko Popovic sowie einige Spieler Fragen beantworten. Mit von der Partie ist auch die HAZ, die das Derby präsentiert.

Karten für das Spiel gibt es auf jeden Fall noch an der Abendkasse (geöffnet von 18 Uhr an). Alles ist bereit: Die Volleyball-Sause kann beginnen!

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung 

Samstag. 10. Januar 2004

Bestnoten für Leipzigs Publikum

Leipzig. Top-Favorit Russland hat gestern als erste Mannschaft das Finale des Volleyball-Olympiaqualifikationsturniers in der Arena Leipzig erreicht. Beim 3:0 (25:23, 25:16, 25:23) gegen Vize-Europameister Frankreich hatten die überzeugend auftrumpfenden Russen - selbst "nur" EM-Bronzemedaillengewinner 2003 - wenig Mühe. Ob es am heutigen Sonnabend (15.30 Uhr) zum "Traumfinale" zwischen dem Gastgeber und Russland kommt, entschied sich erst gestern Abend nachRedaktionsschluss. Im zweiten Halbfinale standen sich vor ausverkaufter Halle das deutsche Team und die Niederlande gegenüber.

Bei den Holländern fehlte gestern Kapitän Reinder Nummerdor. Seine Verletzung aus dem Donnerstag-Match gegen Frankreich (3:0) stellte sich als Bänderanriss im linken Fuß heraus. "Er ist ein Spieler, der gar keine spektakulären Dinge macht. Aber er spielt traumhaft sicher", sagte der deutsche Top-Angreifer Christian Pampel, der mit der Halbfinal-Ansetzung nicht unzufrieden war: "Die Holländer haben wir in den letzten Jahren immerhin schon drei Mal geschlagen."

Fortschritte hatte das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu auch am Donnerstag trotz des 0:3 gegen Russland gezeigt. Im ersten Satz, als bei beiden Mannschaften der erste Sechser auf dem Feld stand, führten die Männer um Kapitän Wolfgang Kuck schnell mit 14:9. Insbesondere Kuck wurde später für das Halbfinale geschont. Russen-Trainer Gennadi Shipulin attestierte den deutschen Volleyballern anschließend, dass sie zur Weltspitze gehören.

"Meiner Meinung nach sind sie näher rangerückt und gehören zu den besten Teams in Europa", sagte er. Dagegen meinte Moculescu zum Thema Weltspitze: "Langsam, langsam. Dazu gehört mehr, als mitzuhalten. Das muss man bei EM oder WM schon mal im Halbfinale stehen. Aber wir sind auf einem guten Weg."

Der Russen-Coach machte bei seiner Aussage aber auch eine Einschränkung: "Vor zwei Jahren war der Aufschlag stabiler und kräftiger." Damals spielten beide Teams in der Weltliga gegeneinander, und die Mannschaft von Bundestrainer Moculescu konnte ein Spiel in Russland gewinnen. Was die Aufschlagqualität anbelangt, teilte der Bundestrainer die Shipulin-Meinung.

Damals hatten Björn Andrae und Christian Pampel in der gesamten Weltliga am besten aufgeschlagen. "Es stimmt, wir haben das Risiko im Service etwas weggenommen. Wenn wir die anderen Elemente bis zum Block weiter verbessert haben, werden wir auch wieder härter aufschlagen", versprach der Coach. Dass auch die Frauen nach ihrem dritten EM-Platz wieder von sich reden machen, findet Moculescu gut: "Alles was Erfolg hat und die Sportart in die Öffentlichkeit bringt, ist für den deutschen Volleyball gut."

Bestnoten verdiente sich auch durchweg das Leipziger Publikum. In den letzten beiden Tagen war die Arena rappelvoll und glich einem Hexenkessel. "Leipzig ist ein wunderbarer Platz, um die größten Sportveranstaltungen durchzuführen", sagte Innenminister Otto Schily, der am Donnerstag trotz des 0:3 ein Publikum in Party-Laune erlebte. Nur Moculescu hat den Leipziger Anhängern wohl noch nicht verziehen, dass es im September bei einer Aufschlag-Fehlserie auch Pfiffe gab. Der Coach meinte: "Die Moderatoren erklären den Leuten endlich, dass sich Volleyball in den letzten 30 Jahren weiterentwickelt hat."

Aber vielleicht hilft ihm die Sympathie-Welle dieser Woche ja endlich darüber hinweg.

Frank Schober / Peter Juny

 

Deutschland - Hamburger Morgenpost 

Samstag. 10. Januar 2004

Bergtour statt Beachvolleyball

Hamburgs Top-Duo Ahmann/Hager klettert auf den Kilimandscharo / Es geht um einen guten Zweck

Bei der Vorbereitung auf ihre letzte gemeinsame Saison wandeln die Bronze-Boys von Sydney auf ungewohnten Pfaden: Statt Beachvolleyball haben sich die Hamburger Jörg Ahmann und Axel Hager eine Bergtour auf den 5895 m hohen Kilimandscharo vorgenommen. "Es ist unsere erste Bergbesteigung und wird für uns zusammen sicher noch einmal ein Highlight sein", sagte der 37 Jahre alte Ahmann. So haben die fünffachen deutschen Meister und Vorreiter der Sportart in Deutschland in den vergangenen Wochen vor allem an der Ausdauer gearbeitet, um die Strapazen der sechstägigen Tortur zu überstehen.

Anlass der ungewöhnlichen Tour im Grenzgebiet zwischen Tansania und Kenia ist eine karitative Idee: Mit ihrer Aktion wollen die beiden Beach-Profis auf die Organspendeproblematik in Europa und ein Krankenhausprojekt in Kenia aufmerksam machen. Das Rhein-Valley- Hospital in Kasambara-Gilgil/Kenia wurde von dem Schweizer Stephan Holderegger initiiert, der erstmals nach einer Lungentransplantation das "Dach Afrikas" zusammen mit Ahmann/Hager in Angriff nimmt. "Uns reizt vor allen Dingen, neben dem karitativen Zweck, die persönliche Herausforderung, sich in einer gänzlich ungewohnten Natur den körperlichen und geistigen Anforderungen zu stellen", verriet der 34-jährige Hager.

Dazu will das erfolgreiche Duo aus Fellbach und Hamburg Werbung für seinen aufstrebenden Trendsport machen und im Basiscamp auf 3700 m Höhe das höchste Beach-Volleyball-Camp der Welt durchführen. "Es ist nur eine Demonstration, wird aber bestimmt Spaß machen", so Ahmann.

Ganz so reibungslos und professionell, wie die Tour mit 16 Begleitern zu Hause geplant wurde, lief die Besteigung nicht an. Bei 35 Grad musste die Gruppe am Mittwoch vier Stunden warten, bis alle Formalitäten im tansanischen Nationalparkbüro erledigt waren und jeder Teilnehmer zwei einheimische Träger zugewiesen bekam. Über die Marangu-Route sind von den austrainierten Strandwühlern bis Sonntag 84 km und 4055 Höhenmeter zu bewältigen und Temperaturunterschiede von mehr als 40 Grad zu überstehen. Auf dem schneebedeckten Gipfel sind bis zu Minus 15 Grad zu befürchten.

"Zwei Wochen ohne Balltraining sind für uns eine kleine Auszeit im harten Wintertraining", sagte Ahmann, der in seiner zwölften und letzten Saison mit seinem Zwei-Meter-Partner international noch einmal angreifen will. Auch wenn der Zug nach Olympia in Athen schon abgefahren ist. "Es kann sich immer jemand verletzen, die beiden sollten für den Notfall unbedingt fit sein", betonte Hinnerk Femerling, Beachwart des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV).

Britta Körber

 

Deutschland - Sächsische Zeitung 

Samstag. 10. Januar 2004

Kaiser in Personalnot

Beim Doppelspieltag fallen wohl vier Akteurinnen aus

Klaus Kaiser ist nicht zu beneiden. Am kommenden Wochenende steigen seine Schützlinge vom VC Olympia Dresden wieder ins Zweitliga-Geschehen ein. Und das gleich doppelt, denn morgen empfangen die Elbestädterinnen um 20 Uhr Bad Soden, am Sonntag um 16 Uhr gastiert der Tabellenvierte Straubing der Gamigstraße.

Ausgerechnet jetzt hat sich bei den Talenten ein riesiges Lazarett gebildet. Kapitän Anne Matthes plagt sich mit einem Bandscheibenvorfall, wird wohl mindestens sechs Wochen ausfallen. Kristin Stöckmann liegt mit Bronchitis im Bett, doch bei ihr hofft Kaiser eventuell noch auf einen Einsatz. Claudia Balschuweit hatte einen Unfall beim Snowboardfahren, brach sich zwei Zähne aus und musste operiert werden. Und Stefanie Karg, die mit ihren Mannschaftsgefährtinnen Mareen Apitz und Elisa Kühnel mit der Juniorennationalmannschaft in Italien unterwegs war und erst vor zwei Tagen zurückkehrte, klagt über Schmerzen im Bein. Auch hinter ihrem Einsatz steht ein Fragezeichen. 

Stephanie Kestner, die derzeit ihren Grundwehrdienst bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr in der Nähe von Ulm absolviert, wird zwar zu den Spielen in Dresden erwartet, doch eigentlich muss sie bereits am Sonntag um 24 Uhr wieder in der Kaserne sein. Klaus Kaiser: „Das heißt, sie könnte nur gegen Bad Soden spielen. Doch wir versuchen im Moment noch eine Klärung mit der Bundeswehr.“ Die größten Sorgen bereitet dem Coach die Besetzung der Mittelblockerpositionen, denn mit Anne Matthes, Kristin Stöckmann, Stefanie Karg und Claudia Balschuweit fehlen eventuell alle vier Kandidatinnen. „Da wird es für uns auf jeden Fall sehr schwer, denn beide Gegner sind nicht zu unterschätzen“, weiß Klaus Kaiser.

In der Regionalliga der Herren kommt es am Sonnabend (14 Uhr, Gamigstraße) zum brisanten Stadtderby zwischen der TU und dem VC. Und das ist gleichzeitig das Duell Erster gegen Zweiter. Der Sieger der Partie wird die alleinige Tabellenführung übernehmen. Möglicherweise wird dabei TU-Urgestein Uli Rath sein Comeback geben. Der hatte im September 2002 sein letztes Spiel gemacht, war seitdem verletzt außer Gefecht.

Auch die beiden Damen-Mannschaften aus Dresden haben am Wochenende Heimrecht, sie tragen ihre Begegnungen jeweils in der neuen DSC-Halle aus. Um 18 Uhr empfängt die DSC-Reserve die zweite Vertretung aus Erfurt und anschließend um 20 Uhr erwarten die VC-Damen das Team aus Gotha. VC-Trainer Volker Grochau: „Wir haben gegen Gotha noch eine Rechnung offen, verloren dort unglücklich mit 2:3.“

Sascha König

 

Deutschland - Ruhr Nachrichten 

Samstag. 10. Januar 2004

Schirmeisen meldet sich fit

Doppelspieltag zum Jahresauftakt " für Volleyballzweitligist VC 90 geht es an diesem Wochenende gleich rund. Die Mannen von Trainer Johan Verstappen müssen beim VC Olympia Berlin und den Netzhoppers Königs-Wusterhausen antreten.

Nach der Weihnachtspause sind die 90er damit auswärts sofort richtig gefordert. Denn vor allem die Netzhoppers aus Königs-Wusterhausen machten in der Rückrunde von sich reden. Nicht nur, dass sie in der Liga eine starke Rolle spielten und punktgleich mit dem VC auf dem vierten Rang liegen. Auch im Pokal sorgte Wusterhausen für Furore, als man unter anderem den Moerser SC und Bayer Wuppertal ausschaltete.

Der VC ist also gewarnt. Zwar haben die Bottroper beide Spiele in der Hinrunde gewonnen, doch so leichte Spiele erwarten Teammanager Wolfgang Donat und Co diesmal nicht. "Vor allem Königs-Wusterhausen hat seine Klasse unter Beweis gestellt", zollt Donat dem Gegner am morgigen Sonntag (15 Uhr) Respekt. Doch auch das Juniorennationalteam vom VC Olympia Berlin (Samstag, 17 Uhr) ist nicht zu unterschätzen. "Berlin hat eine junge motivierte Mannschaft. Gegen die Spitzenteams wie wir werden sie sich besonders beweisen wollen", weiß der VC-Manager.

Doch die Bottroper können wieder auf eine weitere Variante im Angriff zurückgreifen: Denis Schirmeisen (Foto) hat seine Muskelverletzung auskuriert und ist schmerzfrei. Somit steht der Diagonalspieler Trainer Verstappen für beide Partien zur Verfügung.

Zudem sieht der VC-Coach sein Team nach zuletzt drei Niederlagen zu Jahresende in Folge wieder auf dem aufsteigenden Ast. Sowohl im Training als auch beim Vorbereitungsturnier in Eindhoven machte die Mannschaft einen guten Eindruck.

Daher ist auch das Ziel für das Wochenende klar gesteckt. "Wir wollen mindestens einen Sieg einfahren. Doch wir sind auch hoffnungsvoll, mit vier Punkten im Gepäck die Heimreise antreten zu können", gibt Teammanager Wolfgang Donat die Marschroute für die Auswärtsfahrt vor.

sb

 

Deutschland - Münstersche Zeitung 

Samstag. 10. Januar 2004

Jurich will ihre Chance nutzen

Münster - Zwei Mal die Woche düste Hella Jurich auch jetzt im Winter nach Witten. Beachtraining stand dort auf dem Programm mit Partnerin Rieke Brink-Abeler, mit Uli Schmidt und Hans Vogt. Bis April wird sich die Zuspielerin des USC Münster den Weg nun sparen " aus eigenem Entschluss.

Die seit wenigen Tagen 23 Jahre alte Volleyballerin rückt von jetzt auf gleich ins erste Glied beim münsterschen Bundesligisten. Kim Staelens" schwere Verletzung brachte Sportleiter Jürgen Schulz und Trainer Axel Büring in Handlungszwang. Jurich ist "total stolz, dass der Klub nicht lange an eine Neuverpflichtung gedacht, sondern sofort mich angesprochen hat". Folglich musste sie nicht lang überlegen: "Erste Zuspielerin zu sein bei einem Top-Klub wie Münster. Das ist für mich doch eine einmalige Chance."

Jurich lernte das Spiel einst beim USC im Internat und war später in der ersten Mannschaft zweite Zuspielerin hinter Anja Krause, ehe sie eine Luftveränderung brauchte. 2001 war das, eine Phase des Umbruchs auch beim münsterschen Top-Klub, dem sie den Rücken kehrte in Richtung Zeuthen-Eichwalde. Den Zweitligisten führte sie gleich in ihrem ersten Jahr zum Aufstieg, spielte dort auch vergangene Saison Stamm. Eine lehrreiche Zeit: "Von der neuen Umgebung habe ich bei meiner Entwicklung total profitiert", sagt sie heute. Immer mehr in den Vordergrund rückte damals schon das Beachen, wo Hella Jurich einen Leistungssprung machte mit Partnerin Rieke Brink-Abeler.

Das "optimale Trainingsumfeld" und auch die Freude auf ein Wiedersehen mit vielen Freunden ließen sie nicht zögern, im Sommer das Angebot des USC zur Rückkehr anzunehmen. Mit festgelegten Regeln für ihre Einbindung in die erste Frauenmannschaft: "Beach hatte an Stellenwert bei mir deutlich zugelegt", sagt Jurich. "Ich durfte mich mit Sandra Aßmann abwechseln, so dass mit Kim immer zwei Zuspielerinnen beim Training waren, hatte ansonsten aber auch die Freiheiten, weiter Beach zu trainieren."

Für drei Monate wird die in Tokio geborene Jurich nun ihre Prioritäten verschieben. Der Ehrgeiz ist da, das in sie gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen. Und der Wille, dem USC zu helfen, die gesteckten Ziele möglichst trotz der Verletzung der Niederländerin Staelens zu verwirklichen. Auch Jurich glaubt, "dass wir durch Kims Verletzung noch enger zusammenrücken".

Dem zu erwartenden Druck fühlt sie sich gewachsen und zählt als Vorteil auf, "dass ich ja schon mehrfach zum Einsatz gekommen bin. Von daher wird es für die Mitspielerinnen und auch für mich keine so große Umstellung." Was übrigens auch ihr Trainer glaubt: "Wir werden Hella nicht an Kim messen. Sie hat sich entwickelt, und wenn wir ihr den Job nicht zutrauen würden, hätten wir anders geplant."

Dirk Krampe

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Samstag. 10. Januar 2004

WSU: Mannschaft der Stunde kommt

-wol- Warendorf. Geht man nach der Tabelle der 2. Bundesliga Nord, kann es am Sonntag nur einen Sieger geben: Die Warendorfer SU. Der Tabellenvierte hat nämlich um 15.30 Uhr den Drittletzten, Alemannia Aachen, zu Gast. Das Spiel wird wie gewohnt in der Halle A der Bundeswehr-sportschule angepfiffen.

Allerdings warnt Warendorfs Trainer Niels Westphal zurecht davor, den Aufsteiger zu unterschätzen. Zum einen gewannen die Alemannen drei ihrer letzten vier Spiele. Und darunter war auch der sensationelle 3:0-Heimsieg über den Erstliga-Absteiger und Topfavoriten SCU Emlichheim. Zum anderen besiegte Aachen in dieser Phase die Sportunion im Pokal glatt mit 3:0. Aachen brauchte eine lange Anlaufzeit, um sich in dieser Liga zu akklimatisieren. Daher fiel uns der 3:0-Erfolg zum Saisonauftakt auch leicht. Doch die Truppe hat unter Beweis gestellt, dass sie inzwischen mit jedem Gegner mithalten kann. Daher mache ich mich auf ein sehr schweres Spiel gefasst, zumal Aachens Trainer Stefan Falter auch ein gewiefter Taktiker ist, erklärte Westphal.

Die Warendorferinnen wollen natürlich unbedingt gewinnen, um die sich für die kurz vor Weihnachten erlittene 2:3-Heimschlappe gegen WiWa Hamburg zu rehabilitieren und den vierten Rang zu festigen. Ich weiß natürlich nicht genau, wie meine Spielerinnen nach der Weihnachtspause drauf sind. Aber ich bin ganz optimistisch, da sie in dieser Woche gut trainiert haben und alle gesund sind, so Westphal.

Den Coach hat dagegen eine starke Erkältung erwischt, so dass er am Donnerstag das Training nicht leiten konnte und auch gestern beim Testspiel gegen die Münsteraner Zweite fehlte. Er hofft natürlich, dass er am Sonntag wieder auf der Bank sitzen kann.

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel