News

Freitag, 16. Januar 2004 

Elena nicht nach Athen
Zürich Sports: Das Olympiamagazin im DSF
Der Meister hat - hoffentlich - lernen können
Champions League: Friedrichshafen verliert 2:3
beach-volleyball.de neuer Partner von Aldiana
Der Meister wird Lehrling
Außer Spesen nichts gewesen?

Auf dem Sprung zur WM
Neues Maskottchen, neue Fahne, neuer VVL?
SC Union will Revanche und Tabellenführung
FC 09 muss eine absolute Pflichtaufgabe erfüllen
Team 48 als Spitzenreiter nach Lintorf
Schwerin: Manchmal fehlt noch die Erfahrung
Neustädter Damen mit nur sieben Spielerinnen
Der "Fluch" der Bayer-Halle
USC: Dieses Muster hatte Wert
SSC: Richtungsweisend !

Januar 2004

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Dezember 2003

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Freitag. 16. Januar 2004

Elena nicht nach Athen

Zuspielerin Jelena Keldibekowa (TV Fischbek) scheiterte mit Peru in der südamerikanischen Olympiaqualifikation. Die Dominikanische Republik löste das Athen-Ticket.

 

Deutschland - DVV-News 

Freitag. 16. Januar 2004

Zürich Sports: Das Olympiamagazin im DSF

(Beach-) Volleyball im Fokus am 17. Januar um 15.15 Uhr!

Konzept

„Mittendrin statt nur dabei“ – das gilt auch für die Zürich Gruppe als Olympiaversicherer. Als Partner der Besten möchten wir Sportler auf ihrem Weg nach Athen begleiten. Auch wenn es noch einige Monate dauert, die Vorbereitungen der Sportler und der Verbände haben schon lange begonnen. "Zürich Sports – Der Weg nach Athen" ist das erste Olympiamagazin im deutschen Fernsehen und für uns die optimale Plattform um die Nachhaltigkeit unseres Engagements zu unterstreichen. Zürich Sports wird monatlich (immer der letzte Samstag im Monat um 15:15 Uhr) ausgestrahlt und stellt in jeder Sendung einen möglichen deutschen Olympiateilnehmer vor.

Moderator

Christian Schenk (*1965) ist Olympiasieger 1988 im Zehnkampf und er weiß, wie Athleten denken. Als ehemaliger Profisportler kennt er die konzentrierte Vorbereitung auf den wichtigsten aller Wettkämpfe. Durch die Struktur der Sendung hat Christian Schenk die Möglichkeit die Gäste umfassend vorzustellen und auch mal von „Sportler zu Sportler“ zu fragen.

Struktur der Sendung

I.: „Talk“ Gespräch mit dem Gast über dessen Ziele und über den Stand der Vorbereitungen für Athen
II.: „Weg nach Athen“ kurze Reportage über die Trainingsvorbereitungen des Gastes; Porträt
III.: “Olympia Check“ ein Sportverband wird auf seine Olympiatauglichkeit hin geprüft
IV.: „Inside Athen“ Christian Schenk und der Sportler entdecken gemeinsam die Stadt oder treffen einen griechischen Sportler bzw. Prominenten, der ihnen griechische, touristische oder kulinarische Geheimtipps gibt.

 

Deutschland - SCC Berlin-News 

Freitag. 16. Januar 2004

Der Meister hat - hoffentlich - lernen können

Die stille Hoffnung, der SC Charlottenburg könne sich in der Champions League ein bisschen nach oben abkoppeln vom eher mäßigen Auftreten der (stagnierenden) Herren-Nationalmannschaft bei EM und Olympiaqualifikation, erfüllte sich nicht. Der Deutsche Volleyball-Meister unterlag am Mittwoch (14.1.) in eigener Halle dem griechischen Titelträger Olympiakos Piraeus nach 100 Minuten mit 1:3 (22:25, 26:28, 25:18, 17:25). Es war im dritten Spiel die zweite Niederlage, was bedeutet, "dass wir nun keine Chance mehr auf ein Weiterkommen als bester Gruppenzweiter von fünf Vorrundengruppen haben", wie Berlins Trainer Mirko Culic enttäuscht einräumte.

Ihm und seinen Mannen war klar gewesen, dass diese Partie in der Vierergruppe mit dem Topfavoriten Treviso und Czestochowa (Polen) ein Schlüsselspiel für die Aussichten auf Rang zwei werden würde. Da kamen die Kapselverletzungen im Training zuerst von Außenangreifer Sebastian Prüsener und am Montag von Kapitän Marco Liefke (beide Sprunggelenk) im denkbar falschesten Moment.

Das Verrückte war nur, dass "wir trotz dieser personellen Handikaps hätten gewinnen können", wie Liefke hinterher bedauerte. Seine Vermutung gründete sich auf den Verlauf der ersten beiden Sätze. Im ersten Durchgang konnte Berlin eine 8:3-Führung nicht nach Hause bringen und versagte (wie die Nationalmannschaft häufig) jeweils in der Endphase: Eigenfehler beim 22:23-Anschluss bzw. Vergabe von zwei Satzbällen im zweiten Abschnitt. Erst dann kam der Diagonalangreifer Liefke mit straff getaptem rechten Knöchel aufs Parkett. Mannschaftsarzt Dr. Temme hatte trotz tags zuvor noch Blut unterlaufener Kapsel "kein Risiko" gesehen.Liefke bewegte sich vorsichtig. Doch allein seine Anwesenheit auf dem Parkett verlieh den Kollegen mehr Mut und Selbstvertrauen. Mittelblocker Aleks Spirovski verschaffte Berlin mit einer Aufschlagserie Luft zu 16:11- bzw. 19:13-Vorsprüngen und dem Satzgewinn. Solche Serien scheinen nötig zu sein, wenn spielerisch schwächere Mannschaften höherkarätige Gegner kippen wollen. Die deutschen Frauen vermochten das bei der sensationellen Olympiaqualifikation - die Männer hingegen haben dies nahezu verlernt...

das Match sei "sehr gut zum Training und zum Lernen" gewesen, befand Robert Kromm. Der 19-Jährige, vor der Saison von der Juniorenauswahl und vom VC Olympia gekommen, zeigte seine bisher mit Abstand beste Partie im Dress des SCC. Anfangs im Diagonalangriff (dabei Annahme Christoph Eichbaum), dann als Außenangreifer war der 2,11-m-Schlaks mit 26 Punkten erfolgreichster Akteur des Abends (Spirovski 12, Bakumovski 11/Gomez bei Piraeus 22). "Diesen Druck und diesen Widerstand kriegt man in der Bundesliga viel zu selten", meinte er. Und um die Griechen zu besiegen, hätten mindestens "drei bis vier bei uns Topform haben müssen". Er war es - Eugen Bakumovski und Nisse Huttunen (beide müde von der Olympiaquali) nicht, Jan Günther nicht, Liefke konnte es nicht sein. Mit anderen Worten: Wohl nur mit voller Kapelle wäre ein Sieg drin gewesen. Dennoch dürfte bereits vor dem letzten Heimspiel gegen Treviso die Rechnung aufgegangen sein, mit der CL-Teilnahme den "Zuschauern attraktiven Volleyball zu zeigen und der Mannschaft Möglichkeiten zur Weiterentwicklung" (Manager Kaweh Niroomand). Und im Pokal (Endrunde 30.1/1.2. Dessau) und in der Meisterschaft sind ja noch alle SCC-Chancen intakt.

Olympiakos hat in kritischen Momenten angedeutet, weshalb es im Vorjahr seinen 21. Landestitel einheimste, vor zwei Jahren die Champions League als Nummer zwei abschloss und nun wieder in der Meisterschaft daheim klar führt. "Wir hatten in den engen Phasen mit dem Ukrainer Gatin und dem Venezolaner Gomez, der direkt vom Olympiaausscheid nach Berlin kam, zwei Leute, die auch unter Bedrängnis die Punkte machten", sagte  Ljubo Travica. Der gebürtige Serbe hat inzwischen den italienischen Pass, betreut das zweite Jahr Piraeus, übernahm im Vorjahr vor der EM die Auswahl Serbien/Montenegros, die sich beim Weltcup das Olympiaticket sicherte. Fünf Akteure von Olympiakos erwartet er im olympischen Gastgeberteam. Seine Anweisungen erteilte er in Italienisch, die vom Dolmetscher ins Griechische übersetzt wurden. Mit dem "wichtigen Erfolg heute" sei er zuversichtlich, das Achtelfinale in der europäischen Meisterrunde zu erreichen.

Eine gezielte Werbung mit Schüler-Freikarten, initiiert von SCC-Pressebetreuer Bernd Kunze, hat übrigens zu der erstaunlich positiven Resonanz von rund 2000 Zuschauern beigetragen.

Ernst Podeswa

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Freitag. 16. Januar 2004

Champions League: Friedrichshafen verliert 2:3

Starker Kampf gegen Tours wird nicht belohnt

Phantastisch gekämpft, aber schließlich doch verloren – so sieht die bittere Bilanz des VfB Friedrichshafen nach der Champions-League-Partie gegen den französischen Klub Tours VB aus. Beim 2:3 (-22, -20, 17, 25, -10) stand das Team von Trainer Stelian Moculescu zunächst zwei Sätze lang auf verlorenem Posten und schaffte dann auf imponierende Art und Weise den Satzausgleich. Im fünften Satz waren die Friedrichshafener jedoch chancenlos. „Wir haben den ersten Satz dumm verloren, dann hatten wir keine Chance, haben noch einmal gekämpft, aber schließlich im Tie-break wieder keine Chance gehabt“, sagte Moculescu.

In den ersten beiden Durchgängen boten Bogdan Jalowietzki & Co. den 3500 Zuschauern im Friedrichshafener „Silver Dome“ (Manager Bernd Hummernbrum) eine enttäuschende Vorstellung. Was aber in den Sätzen drei und vier folgte, verdiente Respekt. Mutig und entschlossen gingen die Häfler in den dritten Abschnitt und bestimmten von Anfang an das Spielgeschehen. Folgerichtig der souveräne Satzgewinn. Durchgang Nummer vier war zunächst offen. Dann aber geriet die Moculescu-Truppe ins Hintertreffen (19:22), schaffte es aber dennoch, drei Satzbälle abzuwehren und schließlich unter den stehenden Ovationen der Zuschauer die zweite Chance zum eigenen Satzgewinn zu nutzen.

Im Entscheidungssatz allerdings stand der VfB gegen den derzeitigen Ersten der französischen Liga von Anfang an auf verlorenem Posten. 1:6, 4:11 und 6:13 lag Friedrichshafen zurück, ehe der beste Spieler der Partie, Vladimir Nikolov, den zweiten Matchball versenkte.

Nach der zweiten Niederlage in drei Spielen (zuvor 2:3 und 3:0 gegen Moskau) hat der VfB Friedrichshafen nun nur noch geringe Chancen, die nächste Runde zu erreichen. Für Moculescu kein allzu großes Problem: „Es war nicht unser Ziel, die nächste Runde zu erreichen“, sagte er. „Wir wollten nur nicht Letzter in der Gruppe werden.“
Den Grund für die knappe Niederlage sah der Coach in der mangelnden Erfahrung seiner Spieler. „Wir haben eine Jugendauswahl“, sagte er. „Auf drei Positionen spielen mit Kovacevic, Popp und Schöps 20-Jährige. Da sind wir zu unerfahren.“

Marcus Popp sah das ähnlich: „In den entscheidenden Situationen machen wir noch die Fehler. So etwas würde erfahreneren Spielern nicht passieren.“ Trotzdem ärgerte er sich: „Wenn wir schon so nah dran sind, hätten wir doch auch gewinnen können.“

cku

 

Deutschland - www.beach-volleyball.de  

Freitag. 16. Januar 2004

beach-volleyball.de neuer Partner von Aldiana

Die Stars in eurem Urlaub!

In Zusammenarbeit mit dem Club Aldiana und Focus bietet beach-volleyball.de euch in diesem Sommer ein paar Beach-Volleyball-Camps der besonderen Art. Denn wir bringen euch die Stars in den Urlaub - Action statt Faulenzen. Mit von der Partie sind die amtierenden Deutschen Meister Ines Pianka und Teee Williams, sowie Christoph Dieckmann und Andreas Scheuerpflug. Außerdem teilnehmen werden Tom Hikel, Marvin Polte und Falk Zimmermann. In jedem Camp stehen euch neben den weiter unten erwähnten Spielern noch zwei zusätzliche Profis zur Verfügung, die euch bei eurem Urlaub in einem der aufgeführten Aldiana Clubs die letzten Kniffe und Tricks ihres Könnens verraten.

Die Termine

Event ALDIANA Termin
Beach-Volleyball-Camp mit Ines Pianka & Teee Williams Sarigerme/Türkei 19.04. - 23.04.2004
Beach-Volleyball-Camp mit Ines Pianka & Teee Williams Sarigerme/Türkei 26.04. - 30.04.2004
Beach-Volleyball-Camp mit Tom Hikel & Falk Zimmermann Belek/Türkei 09.05. - 13.05.2004
Beach-Volleyball-Camp mit Tom Hikel & Falk Zimmermann Side/Türkei 16.05. - 20.05.2004
Beach-Volleyball-Camp mit Tom Hikel & Marvin Polte Algarve/Portugal 06.08. - 10.08.2004
Beach-Volleyball-Camp mit Tom Hikel & Marvin Polte Algarve/Portugal 13.08. - 17.08.2004
Beach-Volleyball-Camp mit Ines Pianka & Teee Williams Tunesien 19.09. - 23.09.2004
Beach-Volleyball-Camp mit Ines Pianka & Teee Williams Tunesien 26.09. - 30.09.2004
Beach-Volleyball-Camp mit Christoph Dieckmann & Andreas Scheuerpflug Djerba/Tunesien 05.10. - 09.10.2004
Beach-Volleyball-Camp mit Christoph Dieckmann & Andreas Scheuerpflug Djerba/Tunesien 12.10. - 16.10.2004

Die maximale Teilnmehmerzahl beträgt 24 Personen, die Dauer eines jeden Camps ist fünf Tage.

Bei Interesse an einem der aufgeführten Camps, schickt bitte eine Email an info@beach-volleyball.de

 

Deutschland - Die Tageszeitung 

Freitag. 16. Januar 2004

Der Meister wird Lehrling

In der Volleyball-Bundesliga ist der SCC Berlin derzeit eine Klasse für sich. In der Champions League allerdings kommt er wie beim 1:3 gegen Piräus über die Rolle des Lernenden kaum hinaus

Spieltage in der Champions League sind Festtage in der Sömmeringhalle zu Charlottenburg, der Heimstadt des deutschen Volleyball-Meisters SCC Berlin, und es fällt nicht schwer, das zu erkennen: Gepritscht wird an solchen Tagen auf einem grünen Teppich aus ganz besonderem Kunststoff, um das Spielfeld herum wuseln die Kameramänner vom Fernsehen, die sonst nie den Weg zu den Schmettermännern finden, und auch auf den Rängen drängeln sich deutlich mehr Menschen als sonst. Am Mittwochabend, zum dritten Spiel der Berliner in der europäischen Königsklasse, waren rund 2.000 Zuschauer in die Halle geströmt, und als sie nach gut zwei Stunden wieder gingen, nahmen sie es ihrer Mannschaft nicht übel, dass sie zum zweiten Mal in dieser Champions-League-Saison verloren hatte. 1:3 (22:25, 26:28, 25:18, 17:25) hieß es gegen Olympiakos Piräus, den griechischen Meister. Damit können die Berliner leben.

Spieltage in der Champions League sind nämlich auch Studientage für den SCC, da machen sie sich nichts vor. "Durch die Spiele dort verbessern wir unsere Qualität", gibt SSC-Trainer Mirko Culic unumwunden zu. Entsprechend habe die Champions League "eine große Bedeutung für unsere Entwicklung." Culic, ein Mann mit wachem Blick, wird gern konkreter. "Auf diesem Niveau", sagt er, "passiert alles viel schneller. Da bleibt keine Zeit nachzudenken. Da musst du intuitiv reagieren." Er sagt auch: "Um hier mithalten zu können, müssen wir unser bestes Volleyball zeigen."

Genau darum geht es: Die Mannschaft in jene Situationen zu bringen, in die sie sonst kaum gerät - im Training gar nicht, in der Bundesliga selten. "Da reicht es manchmal, 70 Prozent abzurufen - und wir gewinnen trotzdem", benennt Culic ein bekanntes Manko der deutschen Eliteklasse, das ein Manko des deutschen Volleyballs allgemein geworden ist, zumindest bei den Männern. "In der Bundesliga haben wir kaum Spiele, in denen wir so unter Druck geraten", sagt Robert Kromm, 19 Jahre alt und gegen die Griechen einer der besten Berliner, und nennt die direkte Auswirkung dessen: "Dadurch können wir auch nicht lernen, mit dem Druck umzugehen und ihm standzuhalten." Nationalspieler Marco Liefke pflichtet bei: "Wir haben in der Liga eine Menge Spiele, die nicht nur stressarm sind, sondern stressfrei." Ergo: "Da wirst du psychisch null gefordert."

"Die Mannschaft muss öfter in Situationen kommen, wo ein Schlag oder eine Aktion viel oder alles entscheiden kann", fordert deshalb Mirko Culic, genau dort nämlich trennt sich beim Volleyball auf höherem Niveau die Spreu vom Weizen. Wofür das Spiel gegen Piräus beispielhaft war: Vor allem in den ersten beiden Sätzen hielten die Berliner lange mit und schienen rein spieltechnisch gleichwertig, als die Sätze dann aber auf die Zielgerade einbogen, hatten jeweils die Mannen von Olympiakos die Nase vorne. "Eine gute Mannschaft hat Spieler, die im entscheidenden Moment die richtigen Prioritäten setzen und die wichtigen Punkte machen", sagt Culic. Genau in dieser Qualität lag am Mittwoch der größte Unterschied zwischen Berlinern und Griechen. "Drei Fehler hintereinander dürfen dir auf diesem Niveau nicht passieren", hat der junge Kromm erkannt.

Ein exklusives Problem der Berliner ist das freilich nicht, es schlägt vielmehr durch bis zur Nationalmannschaft, was gerade erst bei der Olympiaqualifikation in Leipzig zu beobachten war: Auch dort spielten die deutschen Männer gegen Spitzenteams wie Holland oder sogar Russland in den einzelnen Sätzen munter und scheinbar ebenbürtig mit - und verloren am Ende doch jedes Mal. Nicht umsonst empfiehlt Bundestrainer Stelian Moculescu, in Personalunion auch Trainer in Friedrichshafen, seinen Schützlingen, zur Weiterbildung in die stärkeren Ligen im Ausland zu wechseln, weil sie nur dort dauerhaft auf hohem Niveau gefordert werden. "Sie müssen in den Dschungel, und dort müssen sie Krieger werden", hat Moculescu kürzlich gesagt.

Als Vereinscoach des VfB hat dem Rumänen in den letzten Jahren zudem die Champions League als Schulzimmer gedient. Dort lernten die Friedrichshafener jenen Stoff, der ihnen in der Bundesliga verwehrt geblieben wäre - und erarbeiteten sich dadurch jene Vormachtstellung im deutschen Volleyball, die ihnen fünf Meisteschaften in Folge bescherte, bevor letzte Saison der SCC diese Serie durchbrach.

"Die Champions League war der große Trumpf des VfB", sagt jedenfalls Mirko Culic. Nun, da er das gleiche Ass im Ärmel hat, will er die Europaliga dazu nutzen, seine Berliner dauerhaft auf Augenhöhe zum großen Konkurrenten vom Bodensee halten zu können - und möglichst noch ein wenig darüber.

"Die Champions League ist für uns das Warmlaufen für die Bundesliga-Play-offs und die Pokalendrunde", sagt Culic. Soll heißen: Dann gehen die nationalen Aufgaben für die Berliner erst so richtig los, die neun Bundesligaspiele bisher waren wohl doch eher Pillepalle, was sogar in der Tabelle abzulesen ist. Dort steht der SCC mit 18:0 Punkten und gerade mal drei verlorenen Sätzen auf Rang eins. "Ein bisschen komisch ist das schon", findet auch Marko Liefke. Noch komischer wird es durch die Tatsache, dass der SCC von Beginn an kaum wirklich Chancen hatte, die erste Champions-League-Runde, in der Sisley Treviso sowie AZS Czestochowa die weiteren Gegner sind, zu überstehen. Für die Stärke der Bundesliga spricht das wirklich nicht.

Frank Ketterer

 

Deutschland - Neues Deutschland 

Freitag. 16. Januar 2004

Außer Spesen nichts gewesen?

In der Champions League kaum was zu holen / Männermeister SCC Berlin verlor Schlüsselspiel gegen Olympiakos Piräus mit 1:3

Der deutsche Männer-Volleyball spielt im internationalen Konzert so gut wie keine Rolle. Und das schon seit Jahrzehnten. Zuletzt bei der EM 2003 im eigenen Land sprang auch nicht mehr als der siebente Rang im Feld der 12 Teams heraus. Bei Weltmeisterschaften waren sie zuletzt 1994 in Griechenland dabei. Und letztes Wochenende platzte in Leipzig beim europäischen Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2004 in Athen die allerletzte Hoffnung, nach 1972 in München endlich wieder einmal bei einem olympischen Turnier dabei zu sein.
Auch auf Klubebene liegen die »goldenen Zeiten« lange zurück. Vor acht Jahren feierten die Männer des SV Bayer Wuppertal einen zweiten Platz im Europacup der Pokalsieger. Das war’s dann auch.

In der europäischen »Königsklasse« – der Champions League, in der 20 Männer-Teams in fünf Gruppen spielen – dürfte nach Lage der Dinge auch in dieser Saison für die deutschen Vertreter, SCC Berlin und Serienmeister VfB Friedrichshafen, nichts zu holen sein. Der amtierende deutsche Meister und Pokalsieger SCC Berlin, der sich bis Mittwochabend noch Hoffnungen machte, mit einem Sieg im zweiten Heimspiel den fürs Viertelfinale nötigen zweiten Gruppenplatz hinter Spitzenreiter Sisley Treviso (Italien) zu erreichen, steht praktisch schon jetzt mit leeren Händen und einem finanziellen Manko da.

Das Team von Trainer Mirko Culic unterlag vor über 2000 Zuschauern, die die Berliner unentwegt und lautstark anfeuerten, gegen Griechenlands Serienmeister Olympiakos Piräus mit 1:3 (22:25, 26:28, 25:18, 17:25). Damit verfügen die Berliner zum Abschluss der Hinrunde über einen Sieg (3:2 gegen AZS Czestochowa/Polen) und zwei Niederlagen (zuvor 1:3 gegen Sisley Treviso). In einer Woche müssen sie zum Rückspiel in Piräus antreten, das als Gruppenzweiter mit zwei Siegen und einer Niederlage beste Voraussetzungen hat, in die nächste Runde einzuziehen. Der SCC Berlin trifft danach zu Hause auf Treviso (21. Januar) und reist anschließend zum bislang sieglosen Schlusslicht Czestochowa (4. Februar).

Das Schlüsselspiel des in der Bundesliga ungeschlagenen Tabellenersten SCC Berlin gegen die athletischen Griechen stand allerdings von vornherein unter einem recht ungünstigen Stern. Sebastian Prüsener erlitt eine Kapsel- und Bänderverletzung im rechten Fuß und konnte nicht eingesetzt werden. Und Hauptangreifer Marco Liefke war am Montag im Training umgeknickt und laborierte an einer Bänderdehnung im rechten Fußgelenk. »Noch am Vortag hat mir jeder Schritt weh getan«, schilderte das Trumpf-As des Meisters. »Ich konnte kaum gehen.« Am Spieltag selbst trat zumindest Linderung ein, so dass der 29-jährige Nationalspieler nicht gänzlich zum Zuschauen verurteilt war.

Trainer Mirko Culic beorderte den Diagonalangreifer Marco Liefke nach dem 0:2-Satzrückstand aufs Parkett, was sich zunächst auch auszahlte. Antreiber Liefke punktete wiederholt, und mit ihm schien sich das ganze Team wieder aufzubäumen – Satzgewinn mit 25:18. Dabei profitierten die Berliner allerdings davon, dass den Griechen gleich sieben Aufschlagfehler unterliefen. Doch dieser Satzgewinn reichte nicht zur Wende. Denn im vierten Durchgang diktierten die Gäste, in deren Reihen sich fünf Spieler Hoffnungen machen können, in Griechenlands Olympiaaufgebot zu stehen, mit dem überragend aufspielenden Venezolaner Ernando Gomez auf der Außenangreiferposition wieder das Geschehen nach Belieben und deklassierten die Gastgeber mit 25:17.

»Teilzeitarbeiter« Marco Liefke war sichtlich enttäuscht: »Wir haben in blöden Aktionen auch noch dumme Fehler gemacht. Denn im ersten und besonders im zweiten Satz hatten wir durchaus Chancen zum Sieg. Aber wir haben es nicht geschafft, unseren starken Aufschlag auf den schwächsten gegnerischen Spieler zu schlagen. Stattdessen haben wir uns taktisch falsch verhalten und nur Sicherheitsaufgaben gemacht und nichts riskiert. Das alles ist schon enttäuschend.«

So bleiben für den zweifachen deutschen Meister SCC Berlin unterm Strich nur üppige finanzielle Belastungen und wieder mal die Erkenntnis: Außer Spesen nichts gewesen. Denn zu gewinnen ist in dieser Phase der »Königsklasse» nichts. »Mindestens 200000 Euro kostet uns die Champions League«, sagt SCC-Geschäftsführer Günter Trotz, zu DDR-Zeiten langjähriger Volleyballverbands-Generalsekretär. »Das sind faktisch 200000 Euro zusätzlich zum Saisonetat von 650000 Euro – und für das Zustandekommen dieses Etats sind Klimmzüge nötig, die kaum noch zu beschreiben sind.«

Jürgen Holz 

 

Deutschland - Sächsische Zeitung 

Freitag. 16. Januar 2004

Auf dem Sprung zur WM

Anne Richter, Beachvolleyballerin aus Weißwasser, gehört dem Nationalkader an

Copacabana in Rio de Janeiro: Ein 5 000 Zuschauer fassendes Beachvolleyball-Stadion ist aufgebaut, heiße Rhythmen bringen die Massen in den kurzen Pausen zwischen den Ballwechseln immer wieder zum Kochen. Die Laola-Welle schwappt durch das Stadion. Am Aufschlag: Anne Richter!

Noch ist das alles ein Traum. Wenn man ihn aber gegenüber der 18-jährigen Gymnasiastin andeutet, leuchten die Augen und man weiß: Den hat sie bestimmt schon geträumt! So unrealistisch ist das Ganze gar nicht. Anne Richter gehört zu den besten Beachvolleyballerinnen ihre Jahrgangs in Deutschland. Gemeinsam mit ihrer Partnerin Luise Brandt vom Dresdner SC (wechselte vor einigen Jahren aus Weißwasser dorthin) wurde sie im vergangenen Jahr Dritte der deutschen A-Jugend-Meisterschaften, als jahrgangsjüngeres Team und im Halbfinale den späteren Siegerinnen nur hauchdünn unterlegen! Das Beachpaar Anne Richter/Luise Brandt gehört inzwischen dem deutschen Nationalkader an und fährt regelmäßig zu Lehrgängen mit dem Bundestrainer. Zuletzt quälte sich Anne einen Großteil der Weihnachtsferien in der Berliner Beachvolleyball-Halle.

Ralf Schumacher, jahrelang ihr Heimtrainer in Weißwasser, schätzt ein, dass „ihr im Beachvolleyball alle Türen offen stehen, sie alles erreichen kann.“ Deshalb ist bei ihm auch ein lachendes Auge dabei, wenn wieder ein großes Talent den Verein verlässt – das andere weint dafür. „Anne hat sich ja schon seit ein, zwei Jahren spezialisiert. Ihre Vorteile auf dem Sand sind ihre Gewandtheit und Schnelligkeit.“ Im Hallen-Volleyball setzen die körperlichen Voraussetzungen eine Grenze, „zweite Bundesliga könnte Anne aber einmal spielen“.

Wenn alles glatt geht, wird sie es auch. Anne baut dieses Jahr ihr Abitur und wird dann in Chemnitz oder Dresden studieren. „Wahrscheinlich aber in Dresden. Der Verein bemüht sich dort richtig um mich, stellt mir auch einen Studienberater zur Seite, der mir helfen würde, Studium und Volleyball zu koordinieren. Und dann hat Dresden bald eine Beach-Volleyballhalle, so dass wir den ganzen Winter über trainieren können.“

Die Ziele im neuen Jahr sind hoch gesteckt. „Meine Partnerin und ich wollen zur Europa- oder Weltmeisterschaft fahren, müssen dafür unter die Top Vier in Deutschland kommen“, sagt Anne. Der Bundestrainer nominiert vier Paare, je zwei für jede Meisterschaft. Auswahlkriterium ist dabei nicht die deutsche Meisterschaft allein, sondern eine ganze Turnierserie, mit vielen Wettkämpfen in ganz Deutschland. Die junge Beachvolleyballerin war im Sommer fast jedes Wochenende unterwegs, ein bisschen Preisgeld gab es auch, „dass aber komplett in Sportkleidung investiert wurde.“

Der Motivation kann es nicht schaden, denn vor einer Beachvolleyball-Karriere steht noch viel Schweiß: Anne muss vor allem Kraft aufbauen, dazu auch an die Fitness-Geräte. Vielleicht hilft ihr darüber hinweg dann der Traum von der Copacabana. Einen Hauch von Rio durfte Anne schon einmal erleben. „Wir haben bei einem Frauen-Turnier mitten in Dresden schon einmal vor 1 000 Zuschauern gespielt und sind in dem Klasse-Feld immerhin Neunte geworden.“

Frank Thümmler

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung 

Freitag. 16. Januar 2004

Neues Maskottchen, neue Fahne, neuer VVL?

Leipzig. Der deutsche Volleyball-Meister kommt als ungeschlagener Spitzenreiter - und der VV Leipzig kann erstmals seit Monaten wieder in Bestbesetzung antreten. "Das wird interessant, wir rechnen uns durchaus Chancen aus", sagt VVL-Trainer Zoran Nikolic vor dem Duell mit dem SCC Berlin am Sonntag (15.30 Uhr) in der Sporthalle Brüderstraße.

Die Konstellation ist klar: Nur mit Siegen gegen den SCC und eine Woche später in Unterhaching können die Leipziger sicher sein, ihr Saisonziel Platz sechs - und damit die obere Runde der besten Teams - noch zu erreichen. Es wäre ein kleines Wunder. Doch am Sonntag spricht einiges für den VVL: Zuspieler Jure Kvesic und Mittelblocker Armin Dewes sind endlich fit, während bei den Berliner Sebastian Prüsener verletzt ausfällt und Marco Liefke Knöchelprobleme hat. Der National-Angreifer kam am Mittwoch gegen Piräus nur zu Kurzeinsätzen, prompt verlor der SCC 1:3 und steht in der Champions League vor dem Aus. "Schlecht für den deutschen Volleyball, aber vielleicht gut für uns", meint Nikolic.

Die Halle ist schon fast ausverkauft, zeitiges Erscheinen wird empfohlen. Zumal ein Sponsor den Fans vor dem Anpfiff eine neue, 12x9 Meter große VVL-Fahne spendiert. Außerdem wird das Vereins-Maskottchen getauft - ein Plüschelefant. Die Anhänger entschieden sich in einer Umfrage für den Namen "Volleyfant" und gegen Vorschläge wie "Krostirüssel", "Dumbo" oder "Volly".

Am Rande des Spiels gibt's ein Dankeschön für Gerhard Keller. Der VVL-Ehrenpräsident fungierte bei der Olympia-Qualifikation als Wettkampf-Manager und erhielt vom europäischen Verband CEV euphorisches Lob. Zum VVL-Ehrenspielführer ernannt wird Siegwart Karbe. Der ehemalige Chef des Leipziger Sport- und Bäderamts hat den Verein jahrelang unterstützt.

Natürlich werden auch Karten für die Pokal-Endrunde in Dessau verkauft. Dort treffen die Leipziger am 31. Januar im Halbfinale ebenfalls auf den SCC Berlin. Nikolic: "Eines der beiden Spiele würden wir schon gern gewinnen."

Steffen Enigk

Ticket-Verlosung: Für Sonntag vergibt unsere Zeitung 5x2 Eintrittskarten. Wer kostenlos dabei sein will, muss heute ab 15 Uhr die Nummer 01805 21 81 22 wählen.

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten 

Freitag. 16. Januar 2004

SC Union will Revanche und Tabellenführung

Emlichheimer Volleyballerinnen treten morgen zum Zweitliga-Spitzenspiel in Berlin an

SCU-Trainer Pierre Mathieu hat sein Team intensiv auf das Spitzenspiel der 2. Volleyball-Bundesliga beim VC Olympia Berlin (Sonnabend, 17 Uhr) vorbereitet. Die Emlichheimerinnen wollen mit einem Sieg die 0:3-Heimpleite aus dem Hinspiel geraderücken.

Emlichheim/ml – "Wir haben eine Revanche zu machen", sagt Pierre Mathieu, der das Hinspiel in der Vechtetalhalle noch einmal eingehend analysiert hat, um sein Team auf die morgige Partie vorzubereiten. Das Videostudium hat dem SCU-Trainer wichtige Erkenntnisse gebracht. "Wir haben einfache Fehler gemacht", sagt Mathieu. Er erwartet, dass sein Team in Berlin ein besseres Spiel machen wird als im ersten Vergleich.

Eine Schwächung ist allerdings, dass der amtierende Zweitliga-Meister auf Grund der Verletzungen von Inga Stegemeyer und Mareike Hindriksen nur mit einer Zuspielerin in die Hauptstadt reist. Da passt es gut, dass sich zumindest Mannschaftsführerin Ramona Meier vor dem Spiel in Detmold nach einer Schulterverletzung zurück gemeldet hat. "Sie hat die Begeisterung und Erfahrung", sagt Mathieu. Der Coach weiß allerdings, dass die Außenangreiferin noch nicht wieder hundertprozentig einsatzfähig ist. "Sie kann schlagen, aber nicht mit voller Kraft", sagt der Niederländer.

Auf Grund der jüngsten Ergebnisse der Berliner Talentschmiede (ein knapper Sieg und eine knappe Niederlage) geht er davon aus, dass die Mannschaft von Trainer Jens Tietböhl derzeit nicht voll auf der Höhe ist. Dennoch weiß der Emlichheimer Übungsleiter um die Stärken des VC Olympia. "Sie haben große Spielerinnen und einen guten Block", analysiert Mathieu, der in der Annahme allerdings Schwachpunkte erkannt hat.

Auf der anderen Netzseite steht mit Maren Brinker im Übrigen eine Spielerin, die bei Jugendmeisterschaften das Trikot des SC Union trägt. Das nächste Mal wird die Wilhelmshavenerin bereits am Sonntag für die Niedergrafschafterinnen aufschlagen. Bei der Bezirksmeisterschaft in Meppen wird sie unter anderem gemeinsam mit Christiane Kerperin, Anika Brinkmann und Annelies Koning antreten, die morgen ihre Gegnerinnen sind.
Die Union-Frauen wollen mit einem Erfolg die Tabellenführung dauerhaft übernehmen. SCU-Manager Norbert Bußmann (Foto) weiß aber, dass sich die Olympia-Spielerinnen gegen das Team aus der Niedergrafschaft zumeist mehr als üblich ins Zeug legen. "Berlin strengt sich immer besonders an, wenn es gegen uns geht", sagt Bußmann. Pierre Mathieu dagegen sieht einen Vorteil für seine Mannschaft: "Die Berlinerinnen gehen sowieso in die Erste Liga, für sie ist es nicht wichtig, dass sie das Spiel gewinnen."

Beim SC Union ist ein Aufstieg in die Beletage des deutschen Volleyballs mittlerweile auch auf die Tagesordnung gerückt. Die Verantwortlichen befassen sich intensiv mit dem Thema, um im Falle einer sportlichen Qualifikation für die Eliteklasse nicht unvorbereitet zu sein. "Alle Möglichkeiten werden ausgelotet", sagt Norbert Bußmann. Im vergangenen Jahr hatte der Verein als Meister des Bundesliga-Unterhauses aus wirtschaftlichen Gründen auf den Aufstieg verzichtet. Pierre Mathieu hat den Verantwortlichen bereits mit einer Präsentation ein Konzept für die Erste Liga vorgestellt. Der Trainer und seine Spielerinnen wollen und müssen aber zunächst sportlich den Weg ebnen, wofür ein Sieg am Sonnabend gegen den VC Olympia sehr wichtig wäre.

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten 

Freitag. 16. Januar 2004

FC 09 muss eine absolute Pflichtaufgabe erfüllen

Gegen Fortuna Bonn zählt nur ein Sieg

Wenn der FC 09 am Sonntag nicht gewinnt, ist der Abstieg aus der Zweiten Liga so gut wie besiegelt. Die Bonner stehen im Kellerduell aber ebenfalls unter Zugzwang.

neuenhaus/his – Deutlicher können die Voraussetzungen für den FC Schüttorf 09 in der Zweiten Volleyball-Bundesliga nicht sein. Nur ein Sieg am Sonntag (16.30, Vechtehalle) im Heimspiel gegen den SFF Fortuna Bonn bewahrt die Chancen der Obergrafschafter im Abstiegskampf. "Am Sonntag werden die Weichen endgültig gestellt", sagt 09-Coach Dirk Schlotfeldt.

Nach der 1:3-Niederlage vor Wochenfrist gegen die Volley Tigers Ludwigslust treffen die Schüttorfer mit dem Aufsteiger aus Bonn auf einen weiteren direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg. Acht Zähler haben die Bonner bislang auf ihrem Pluspunktkonto verbuchen können. Zwei davon im Hinspiel gegen den FC 09. Acht Matchbälle ließen die Schüttorfer, die sich mit dezimiertem Kader auf den Weg in die ehemalige Bundeshauptstadt gemacht hatten, im Herbst des vergangenen Jahres ungenutzt. Die vermeidbare Niederlage läutete den tabellarischen Abstieg der Schüttorfer bis auf den letzten Tabellenplatz ein. "Wir sind momentan einfach nicht stärker als es die Tabelle ausweist. Leistungsmäßig gehören wir da hin", spricht 09-Manager "Dietze" Lammering wie gewohnt deutliche Worte.

Im Tabellenkeller stehen allerdings auch die Bonner (8:18 Punkte). Sie gehören mit Ludwigslust (6:20), dem VfL Lintorf (6:22) und dem FC 09 (4:24) zu den Mannschaften, die die drei Regelabsteiger unter sich ausspielen. Schlotfeldt hat die Hoffnung, dass sein Team den Abstieg aus der Zweiten Liga abwenden kann, noch nicht aufgegeben: "Die Niederlage in Ludwigslust hat die Mannschaft ganz gut verkraftet. Im Training waren alle vernünftig bei der Sache." Die Frage ist nur, ob die Mannschaft es schafft, die Leistungen im Spiel konstant abzurufen. "Wir müssen es mehr als eineinhalb Sätze durchziehen", fordert Schlotfeldt.

Ein Fragezeichen steht erneut hinter dem Einsatz von Michael Röder. Die Geburt seines Kindes wird für das Wochenende erwartet. Mit Alexander Youroukov, der in dieser Woche wieder ins Training eingestiegen ist, steht allerdings eine Alternative bereit. Zu dieser hat sich auch Henning Wegter entwickelt. Der etatmäßige Mittelblocker überzeugte in der Vorbereitung auf den zweiten Saisonteil auf der Diagonal- und Außenposition.

Angriffsschwung können die Gastgeber aber nur entfachen, wenn auch die Annahme stimmt. Dort haperte es zuletzt gewaltig. "Da sind die erfahrenen Spieler gefordert", sagt Schlotfeldt, der auf den kleinen psychologischen Vorteil verweist, Bonn zuletzt beim Vorbereitungsturnier in Bocholt geschlagen zu haben. Für den Sonntag und die folgende zweiwöchige Spielpause hat der 09-Coach eine klare Vorstellung: "Wir wollen die absolute Pflichtaufgabe erfüllen und uns dann gezielt auf die restlichen Saisonspiele vorbereiten."

 

Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung 

Freitag. 16. Januar 2004

Team 48 als Spitzenreiter nach Lintorf

TSV Giesen erwartet Nachbarn VC Fortuna Kyritz. 

Hildesheim/Giesen (cen). Nach dem Lokalderby am vorigen Sonnabend vor 2000 Zuschauern in der Halle 39 beginnt für die Volleyball-Zweitligisten MTV 48 Hildesheim und TSV Giesen wieder der Ligaalltag. Das bereitet vor allem dem MTV-Coach Walther Hoch Kopfzerbrechen. Er fragt sich, wie er sein Team, das jetzt Spitzenreiter ist, für das wichtige Auswärtsspiel beim Abstiegskandidaten VfL Lintorf motivieren kann. Derartige "Luxusprobleme" gibt es in Giesen derzeit nicht. Dort steht am Sonnabend (Anpfiff: 20 Uhr) das Duell des Tabellensechsten (TSV) und des Tabellensiebten VC Fortuna Kyritz an.

"Unterm Strich ist das Spiel in Lintorf genauso viel wert, wie die Partie gegen Giesen: Denn auch für den Sieg im Derby gab es nur zwei Punkte." Hoch will mit allen Mitteln verhindern, dass seine Schützlinge die anstehende Aufgabe beim VfL auf die leichte Schulter nehmen und so den glänzenden Start in die Rückrunde verspielen könnten.

In Lintorf müssen die 48er ihre im Derby erfolgreiche Formation verändern. Mittelblocker Lars Hobbie fällt aus. Ihn wird der erst 20-jährige Nachwuchsspieler Nils Mörsch ersetzen, der zuletzt im Training mit erstklassigen Leistungen aufwartete.

Das Vorrundenspiel gewann der MTV 48 klar mit 3:0. Doch Lintorf ist in eigener Halle wesentlich stärker einzuschätzen. Immerhin holte der VfL zwei von drei Siegen in dieser Saison vor heimischem Publikum.

Der TSV Giesen steht ebenfalls vor einer unangenehmen Aufgabe. Kyritz hat im Laufe dieser Spielzeit schon alle Höhen und Tiefen mitgemacht. Bestes Beispiel: Am vergangenen Wochenende verloren die Giesener zu Hause gegen Oststeinbek mit 0:3. Das erste Spiel gegen den gleichen Gegner hatten sie noch mit 3:0 gewonnen.

Wie unberechenbar die Brandenburger sind, belegt noch eine andere Statistik: Vier von sechs Auswärtsbegegnungen in dieser Saison haben sie drei gewonnen, darunter der vielbeachtete 3:2-Erfolg über den Moerser SC. Der TSV ist also - trotz des klaren 3:1-Erfolgs im ersten Saisonspiel - gewarnt. Trainer Zeljko Popovic hat seine Mannen bereits im Training ermahnt, konzentriert zu Werke zu gehen und die Fehlerquote gegenüber dem Derby zu reduzieren.

Dass einige Spieler gesundheitlich angeschlagen sind, macht die Angelegenheit nicht einfacher. So schleppt sich Zuspieler Srdan Popovic, der nach dem Rücktritt von Björn Wellershoff auch Mannschaftskapitän ist, seit längerem mit einer Grippe herum. Auch Raimund Wenning ist nicht topfit. Außerdem muss David Klemperer gegen Kyritz ersetzt werden.

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Freitag. 16. Januar 2004

Schwerin: Manchmal fehlt noch die Erfahrung

Für SSC-Damen geht's morgen in der Liga weiter

Schwerin Morgen starten die Volleyballerinnen des Schweriner SC nach vierwöchiger Pause mit dem Heimspiel gegen den VC Harlekin Augsburg wieder in die Bundesliga. SSC-Trainer Tore Aleksandersen zog für den ersten Teil der Saison ein positives Fazit.

"Ich bin mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. Vielleicht hätten wir das ein oder andere Spiel aber doch gewinnen müssen", so der Norweger, der Anfang der Saison als Chefcoach in Schwerin antrat. Den bislang größten Erfolg feierte die neuformierte Mannschaft mit dem Erreichen der Pokalendrunde der besten Vier am 7./8. Februar in eigener Halle. Dabei schaltete man im Viertelfinale nach umkämpften Spiel den Titelverteidiger SSV Ulm mit 3:2 aus.

In der Bundesliga steht der SSC derzeit mit 14:10 Punkten auf Platz sechs, der nach der Normalrunde zur Teilnahme an der Meisterrunde berechtigt. "Bei den Niederlagen gegen Leverkusen, Dresden, in Vilsbiburg und Münster waren wir nicht chancenlos, haben aber zu viele Fehler gemacht. Nur bei der Bundesliga-Partie in Ulm hatten wir beim 0:3 keine Chance", bilanzierte Tore Aleksandersen, der aus seiner Sicht schon eine bessere Ballbehandlung und eine leichte Verbesserung in allen Spielbereichen bei seinem Team erkennt.

Seinen Mädels fehle aber noch die Konstanz im Spiel. "Sie müssen natürlich viele neue Dinge, auch in der Technik, lernen. Da ist es normal, dass sie manchmal ein bisschen mit Unsicherheit spielen", so der Trainer.

Zudem sei sein Team sehr jung. "In manchen Situationen fehlt einfach noch die Erfahrung", so der 35-Jährige. Die können sich seine Damen eben nur durch Spielpraxis holen. "Von daher fehlen uns auch die Testspiele vom vergangenen Wochenende in Dresden", bedauerte der Coach die seitens seines Teams wegen Verletzung und Krankheit erforderliche Absage. Aber so forciert er wieder im Training die Spielanteile. Auch den Umfang hat er seit dem Trainings-Wiederbeginn erhöht. War er in den Wochen vor Weihnachten wieder auf rund 18 Stunden runter gegangen, schufften die SSC-Volleyballerinnen jetzt erneut an die 28 Stunden pro Woche.

Martina Kasprzak

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Freitag. 16. Januar 2004

Neustädter Damen in Rönnau mit nur sieben Spielerinnen

Trotz Mini-Kaders gegen Schlusslicht klarer Favorit

Ludwigslust Der 3:1-Erfolg der Volley Tigers Ludwigslust am vergangenen Wochenende gegen den FC Schüttorf hat verständlicherweise für etwas freundlichere Gesichter im Lager der Lindenstädter gesorgt. Schließlich war es der erste Sieg nach acht Niederlagen in Serie.

Von einer euphorischen Stimmung kann aber keine Rede sei. Zum einen sind sich alle darüber im Klaren, dass es bis zum angestrebten Klassenerhalt noch ein weiter Weg ist. Zum anderen setzt sich das Verletzungspech, das die gesamte Hinrunde wie ein roter Faden durchzog, offensichtlich nahtlos fort.

Ein Einsatz von Felix Koslowski für das Spiel am Sonntag in Bottrop ist fraglich. Der Diagonalangreifer konnte sich bis Mittwoch auf Grund einer Blockierung im Rücken überhaupt nicht bewegen. Nico Hildebrandt fehlte ebenfalls beim Training. Er ist bis zum Wochenende krank geschrieben.

Die Videoauswertung des Schüttorf-Spiels ergab, dass man insbesondere in den ersten beiden Sätzen im Komplexbereich Block - Feldabwehr - Verwertung geholter Bälle nicht sonderlich gut aussah. Daran soll in den kommenden Wochen intensiv gearbeitet werden. Mit der gestrigen Trainingseinheit begann die gezielte Vorbereitung auf die schwere Auswärtsaufgabe beim Tabellenvierten.

Das Hinspiel ging mit 3:1 an den VC Bottrop. In der Schweriner Volleyballhalle bauten die Tigers den Gegner nach gutem Start (ersten Satz gewonnen, im zweiten 20:15 geführt) durch viele Fehler regelrecht auf. Zum Matchwinner entwickelte sich damals Eric Lah. Den Mittelangreifer aus Kamerun bekam der Ludwigsluster Block nie in den Griff.

Die Gäste verstehen sich zwar als Außenseiter, wollen in puncto Einstellung aber ganz anderes auftreten, als z.B. noch in Moers, wo man ohne Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten in nur 47 Minuten regelrecht einging. "Das Mindeste muss sein, dass wir unseren Siegeswillen demonstrieren und alles versuchen", betont Ingo Achtelik. "Man darf schließlich nicht vergessen, dass am Saisonende das Satzverhältnis den Ausschlag im Kampf um den Klassenerhalt geben könnte."

Wenn der ungeschlagene Tabellenführer auf das noch erfolglose Schlusslicht trifft, kann man zweifellos von klaren Verhältnissen sprechen. Insofern reisen die Regionalliga-Damen des SV Neustadt-Glewe morgen natürlich als haushoher Favorit zum SC Rönnau. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Fortschritt-Trainer Oliver Dunkel mit einem Mini-Kader auskommen muss. Angelika Schallhorn und Annika Munsch fahren zwar mit, werden aber nicht zum Einsatz kommen. Schallhorn hat nach Bänderriss im Fußgelenk und Knochenabbruch im Wadenbein inzwischen wieder ein leichtes Training aufgenommen, Munsch hat seit zwei Wochen Trainingsverbot, weil sich eine verschleppte Blockierung im Lendenwirbelbereich zu einer schmerzhaften Entzündung entwickelt hat.

Da darüber hinaus weitere Spielerinnen nicht hundertprozentig fit sind bzw. Verletzungen richtig ausheilen sollten, haben die Neustädterinnen erst in dieser Woche wieder das Training aufgenommen. "Wenn sich in der Winterpause nichts Grundlegendes geändert hat, dürfte Rönnau ein Gegner mit begrenztem Potenzial sein. Ich möchte meine Mannschaft keinesfalls verheizen, deshalb sind wir noch nicht wieder in die Vollen gegangen", erklärt Dunkel.

Die Neustädter Herren treffen am Sonntag auswärts in einem Aufsteigerduell auf den Eckernförder MTV. In der Regionalliga Nord geht es so eng zu, wie in kaum einer anderen Spielklasse. In der Tabelle trennen den Dritten und den Vorletzten ganze zwei Punkte. Die Fortschrittler rangieren mit ausgeglichener Bilanz (10:10) als Fünfter derzeit in der goldenen Mitte. Im Falle einer Niederlage könnte das schnell anders aussehen.

Doch das Team geht die Aufgabe optimistisch an. Wolfgang Dunkel ist in der glücklichen Lage, voraussichtlich auf alle Spieler zurückgreifen zu können. In der Hinrunde kassierte man in eigener Halle eine 1:3-Niederlage, hatte dabei insbesondere mit den Eckernförder Schnellangriffen durch die Mitte große Probleme. Darauf gilt es sich entsprechend einzustellen. Für den Neustädter Trainer kommt es außerdem entscheidend darauf an, dass "die Mannschaft gleich wieder zu der Lockerheit, dem Einsatz und dem Teamgeist findet, die sie über weite Strecken der ersten Habserie ausgezeichnet haben."

Thomas Willmann

 

Deutschland - Westdeutsche Zeitung 

Freitag. 16. Januar 2004

Der "Fluch" der Bayer-Halle

Der SV Bayer erwartet am Sonntag den Tabellendritten Düren.

Wuppertal. Gegen den Lieblingsgegner evivo Düren wollen die Bundesliga-Volleyballer des SV Bayer am Sonntag (15.30 Uhr, Bayer-Halle) letzte Zweifel am Erreichen des ersten Saisonziels ausräumen. Mit einem Erfolg gegen den Tabellendritten will der SV Bayer als Fünfter der Liga mindestens Platz sechs sichern. Der berechtigt zum Start in der Top-Ligarunde. Nach der fatalen Heimniederlage gegen Humann Essen schien das Minimal-Ziel schon gefährdet, doch der Erfolg zum Jahresende gegen Unterhaching hat das Team von Trainer Mark Lebedew wieder in die Spur gebracht.

Vorteilhaft für die Wuppertaler, dass der ärgste Konkurrent um Platz sechs, VV Leipzig, am Wochenende gegen den Tabellenführer SCC Berlin antreten muss.

Die Mannschaft von Trainer Bernd Werscheck will dagegen endlich den ersten Sieg in der Bayer-Halle landen. Auf Dürener Seite spricht man vom "Wuppertaler Fluch", der überwunden werden soll. Die Voraussetzungen stehen dafür nicht schlecht, denn objektiv betrachtet geht Düren als Tabellendritter favorisiert in die Begegnung. Einer 2:3-Blamage gegen den Zweitligisten Moers folgte ein klarer Sieg im Testspiel gegen den belgischen Erstligisten St. Vith.

In drei Testspielen gab es für den SV Bayer einen Doppelerfolg gegen Mendig und einen Sieg gegen Essen. "Wir trainieren seit dem 2. Januar wieder volle Kanne und sind im Moment gut drauf", beschreibt Mark Lebedew die Stimmung. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Leszek Kurowski, der über Knieprobleme klagt. Trainingsschwerpunkte lagen auf der Annahme und dem Zuspiel.

Ein besonderes Augenmerk des Bayer-Blocks in Düren gilt dem starken Diagonalspieler Heriberto Quero. "Wir müssen Düren mit starken Aufschlägen unter Druck setzen und die Chancen noch besser ausnutzen, als zuletzt gegen Unterhaching", fordert Mark Lebedew.

 

Deutschland - Münstersche Zeitung 

Freitag. 16. Januar 2004

USC: Dieses Muster hatte Wert

Münster - Hier und da war es noch etwas holperig, doch insgesamt darf der USC Münster mit dem Test gegen den niederländischen Ehrendivisionär Longa´59 Lichtenvoorde sehr zufrieden sein.

Mit 3:0 gewannen Axel Bürings Volleyballerinnen den Vergleich mit dem Europapokalgegner vom vergangenen Oktober, lediglich den vierten Durchgang " wohl eher als "Lustsatz" zu bezeichnen " gab das USC-Ensemble ab.

Nach dem 25:23, 25:20, 32:30 (plus 21:25) war für Büring besonders wichtig zu sehen, dass Hella Jurich, die nun die Rolle der kreuzbandverletzten Kim Staelens als Zuspielerin übernehmen muss, eine sehr ansprechende Leistung bot. Sicherlich noch nicht auf dem Staelens´schen Niveau, doch schon sehr ordentlich. "Mit Hellas Leistung bin ich sehr zufrieden", lobte der Coach, der knapp 70 Stunden vor dem ersten Bundesliga-Auftritt 2004 (daheim gegen den Liga-Dritten Suhl) noch andere Lichtblicke erkannte.

Beispielsweise Blockerin Antje Röder, die im letzten Jahr lange der Musik hinterher gelaufen war. Büring brachte die Ex-Berlinerin gegen Longa von Beginn an, die 25-Jährige bedankte sich mit einer feinen Leistung.

Neben Jurich und Röder liefen gestern Abend am Berg Fidel vor 150 Zuschauern die wieder genesene Andrea Berg, Chaïne Stealens, Atika Bouagaa und Kapitänin Johanna Reinink sowie Libera Janneke van Tienen zum ersten Set auf. Nationalspielerin Conny Dumler fehlte auf Grund eines Trauerfalls in der Familie.

Schon im ersten Abschnitt entwickelten sich einige schöne Ballwechsel. Der USC hatte gegen das Longa-Team um die Oranje-Nationalspielerinnen Elles Leferink und Kitty Sanders die Partie fest im Griff.

Die Gäste kamen etwas heran, als Büring Jurich vom Feld nahm und die junge Sandra Aßmann ins Spiel nahm, die ja auch nächste Woche beim Europapokal in Sofia ran muss, da Jurich international nicht gemeldet ist. Am Ende war es Johanna Reinink, die ebenfalls einen guten Eindruck hinterließ, die den Satz mit einem Smash beendete.

Im zweiten Durchgang begann dann Teee Williams für Chaïne Stealens, die trotz stark bandagierten Knies stellenweise ihr Können aufblitzen ließ. Gäste-Coach Adrian Ferulik brachte nun seine Stamm-Zuspielerin Kristel van Aken, und nun ging es insgesamt schon etwas enger zu. Der USC machte den entscheidenden Sprung von 19:18 auf 23:18, Atika Bouagaa klatschte den Ball dann zum 25:20 ins Feld. Es war ihre letzte Aktion, die Nationalspielerin bekam ihre wohlverdiente Pause.

Im dritten Set holte der USC klare Rückstände auf, und am Ende war es Reinink, die in der Satzverlängerung die entscheidenden Punkte sammelte. Alles in allem war der Vergleich mit den Niederländerinnen für Büring somit ein durchaus brauchbarer Test.

Lutz Hackmann

 

Deutschland - Freies Wort 

Freitag. 16. Januar 2004

SSC: Richtungsweisend !

SONNEBERG – Eine durchaus richtungsweisende Partie steht für den 1. Sonneberger SC 04 morgen ab 19.30 Uhr in der SBBS-Halle von Steinbach an: Gegen den TV Rottenburg (Württemberg) gilt es für die Mannen um Kapitän Enrico Herbert erstens, sich für die indiskutable 0:3-Auftaktniederlage vom Hinspiel zu revanchieren, zumal diese Partie seinerzeit deutlich vom Streit um den damaligen Trainer Ufuk Akalin überschattet war. Zweitens muss der 1. SSC 04 aber auch, nach zwei 1:3-Auswärtsniederlagen in Folge (Delitzsch, Dachau), mal wieder zwei Punkte einfahren, ansonsten droht ein Abrutschen ins ungewöhnlich dichte Tabellenmittelfeld.

Denn der TV Rottenburg, Aufsteiger aus der Regionalliga Süd, liegt derzeit punktgleich und nur um einen Satz schlechter hinter den Sonnebergern. Es ist eine eingespielte Mannschaft ohne herausragende Spitzenkönner, die statt dessen durch Homogenität und vor allem schnelle Aktionen besticht. Mit Heimsiegen über Friedrichshafen II (3:0) und Lohhof (3:1) verabschiedete sie sich am 7. Dezember in eine ungewöhnlich lange Punktspielpause – mal sehen, ob das für die Gastgeber, die ja schon in die Rückrunde eingestiegen sind, ein Vorteil werden kann. Dazu müsste aber der 1. SSC 04, bei dem jetzt wieder jeder Akteur den vollen Trainingsumfang bestreitet, die Lehren aus der 1:3-Niederlage von Dachau ziehen – nämlich sich deutlich in Sachen Feldabwehr und Annahme verbessern!

(red)

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel