News

 Montag, 22. August 2005 

Neue Hamburger Meister
Tanja Hart gibt dem USC das Ja-Wort
Fischer/Holtwick und Günther/Prüsener zur DM
Souveräner Masterssieg für Pohl/Rau auf Fehmarn!
Erstes Wochenende des Florapokals
Zwei Mal Platz fünf für den USC
Olympia in Deutschland: „Langer Atem ist gefragt“
560 Tonnen Sand – Strandgefühl mitten in Parchim

August 2005

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Zum Medien-Überblick

 

 

 

Hamburg - Oststeinbeker SV-News

 Montag, 22. August 2005

    

Neue Hamburger Meister

Katrin Wiese und Gabriele Altrock (Eimsbüttler TV) sowie Stefan Anschütz und Martin Blumenberg (VG WiWa) sind die Hamburger Meister im Beach-Volleyball 2005. Herzlichen Glückwunsch!

 

 

Deutschland - USC Münster-News

 Montag, 22. August 2005

    

 

Tanja Hart gibt dem USC das Ja-Wort

Zuspielerin Tanja Hart wird auch weiterhin für den USC Münster die Bälle verteilen. Die 176-fache Nationalspielerin, die im vergangenen Sommer nach Münster gewechselt war, einigte sich mit dem USC auf ein Engagement für die kommende Saison

Der USC Münster hat eine seiner wichtigsten Personalentscheidungen unter Dach und Fach gebracht. Der Double-Gewinner 2005 einigte sich mit Zuspielerin Tanja Hart über die Zusammenarbeit in der kommenden Saison, so dass die 31-Jährige auch in der Spielzeit 2005/6 im Münsteraner „Volleydrom“ die Bälle verteilen wird. „Ich hatte mit Axel Büring und Jürgen Schulz sehr angenehme Gespräche, so dass ich mir sehr gut vorstellen konnte, zu bleiben“, so Tanja Hart. Und Jürgen Schulz, Sportlicher Leiter des USC, sagte: „Wir haben dafür gekämpft und es nun geschafft. Tanja ist beim USC eine zentrale Figur. Sie ist die beste Zuspielerin in Deutschland und einer der besten in ganz Europa.“

Die gebürtige Marktheidenfelderin war im vergangenen Sommer vom SSV Ulm nach Münster gewechselt und hatte mit ihrem schnellen und variablen Spiel entscheidenden Anteil daran, dass dem USC Pokalsieg und Meisterschaftsgewinn gelangen. Mit genau dieser Spielweise war Tanja Hart über Jahre hinweg auch aus der Nationalmannschaft nicht wegzudenken und führte die deutsche Auswahl zu Erfolgen wie beispielsweise dem dritten Platz bei der EM 2003. Zudem nahm die 176-fache Nationalspielerin bereits an drei Olympischen Spielen - 1996 in Atlanta, 2000 in Sydney und 2004 in Athen - teil. In diesem Jahr allerdings legt sie auf eigenen Wunsch und sehr zum Bedauern von Bundestrainer Hee Wan Lee eine Nationalmannschaftspause ein.

Beim USC will Tanja Hart an die Erfolge der vergangenen Saison anknüpfen: „Ich hoffe, dass wir wieder viele schöne Spiele machen, die Zuschauer begeistern und oben mitspielen können.“ Mit ihrer Zusage ist der USC nun auf der Zuspielposition hervorragend aufgestellt. Schließlich kann Trainer Axel Büring mit Doreen Engel noch auf eine junge Spielmacherin zurückgreifen, die bereits beim Dresdner SC ihr Talent unter Beweis stellte und Erstligaerfahrung sammelte. Von Konkurrenzdenken allerdings ist rein gar nichts zu spüren – im Gegenteil. „Beide haben mir schon gesagt, dass sie sich freuen, miteinander zu spielen“, sagte Schulz und ergänzte: „Eine bessere Lehrmeisterin als Tanja wird Doreen in Europa wohl kaum bekommen.“

Damit nimmt auch der Kader des USC Münster mehr und mehr Konturen an. Acht Spielerinnen stehen bereits unter Vertrag: Andrea Berg besaß noch einen Kontrakt, Tanja Hart verlängerte, Johanna Barg, Anika Brinkmann, Claudia Bimberg sowie Doreen Engel kamen neu nach Münster und die beiden Jugend-Nationalspielerinnen Alisa Kasselmann sowie Lea Hildebrand wurden mit einem Doppelspielrecht für 1. und 2. Liga ausgestattet.

 

 

Deutschland - Nokia Beach Cup-News

 Montag, 22. August 2005

    

Fischer/Holtwick und Günther/Prüsener zur DM

Sie haben ihre letzte Chance genutzt: Jan Günther und Sebastian Prüsener machten beim Nokia Beach Cup in Frankfurt ihre Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand perfekt. Vor dem Halbfinale fehlten dem sympathischen Berliner Duo noch fünf Punkte für das Saisonfinale Anfang September an der Ostsee. Kein Problem, dachten sich die Publikumslieblinge und bezwangen das favorisierte kubanische Nationalteam Juan Miguel Rossell Milanes/Wilfredo Villar Casazayas in zwei Sätzen.

„Weltklasse! Ich als Bayer war bislang ja höchstens im Urlaub an der See“, freute sich Sebastian Prüsener über seine erste Teilnahme an der „Deutschen“. Damit nicht genug: Im Finale siegten die Überflieger des Wochenendes dann gegen die Essener Stephan Kern und Martin Plöntzke 23:25, 21:15, 15:7. 

Spannend ging es auf der Zeil auch bei den Damen zu. Zwar mussten sich Katrin Holtwick und Frederike bereits am Samstagabend im Finale den Siegerinnen der Nokia Beach Cup Turniere Köln und Wangerooge, Milagros Victoria Crespo Valle/Imara Esteves Ribalta, in zwei Sätzen beugen. Doch eben dieser zweite Rang reichte dem Berliner Jugend-Nationalteam für den Start bei den Deutschen Meisterschaften.

Im Spiel um Platz 3 setzten sich die Essener Youngsters Joanna Domagala und Stefanie Hüttermann gegen Melanie Gernert und Juliane Plepp (HSV Cottbus) in zwei Sätzen durch. Bei den Herren wurden Christoph und Philipp Lintner kampflos Dritte, da das kubanische Nationalteam verletzungsbedingt passen musste.

Toller Erfolg auch für das ProSieben Kino Open. Am Samstagabend verfolgten 1.500 Zuschauer Will Smith in „Hitch – Der Date Doktor“. Passende Dating-Tipps für laue Spätsommernächte kostenlos inklusive. Der Nokia Beach Cup geht nach 12 bundesweiten Turnieren nun in die Winterpause. Alle Beteiligten freuen sich auf die Saison 2006!

 

 

Deutschland - Comtent-News

 Montag, 22. August 2005

    

Souveräner Masterssieg für Pohl/Rau auf Fehmarn!

Dieckmann/Scheuerpflug holen dritten Turniersieg in Folge!

Fehmarn, 21. August 2005. Die Zurich Masters auf Fehmarn waren für Stephanie Pohl/Okka Rau (beide Hamburg) eine äußerst gelungene Generalrobe für die Deutschen Meisterschaften. Sie setzten sich im topbesetzten Teilnehmerfeld eindrucksvoll ohne Satzverlust durch und gewannen zum ersten Mal das Zurich Masters auf der Ostseeinsel. Im Finale schlugen sie das an zwei gesetzte Nationalduo Susanne Lahme/Danja Müsch (beide Berlin). Der erste Satz verlief sehr ausgeglichen und Pohl/Rau mussten einen Satzball abwehren, bevor sie selbst ihren zweiten Satzball verwandeln konnten (23:21). Der zweite Satz war dann eine deutliche Angelegenheit für Pohl/Rau, die sich einen Vorsprung von bis zu 12 Punkten erspielten und gleich den ersten Matchball zum 21:9 verwandelten.

Damit haben Pohl/Rau in der Saison 2005 noch kein Spiel gegen ein anderes deutsches Team verloren. „Die Erholungspause hat uns gut getan und wir sind super in Form. Wir gehen jetzt topfit und sehr motiviert in die nächsten Turniere“, sagte Stephanie Pohl nach dem Finalsieg. Partnerin Okka ergänzte: „Es war ein tolles Turnier und wir hoffen diese Form in den nächsten zwei Wochen halten zu können. Nach 2002 wollen wir in diesem Jahr wieder den deutschen Meistertitel holen.“ 

Im Halbfinale gelang Pohl/Rau die Revanche für die Finalniederlage gegen die Kubanerinnen, Dalixia Fernandez Grasset/Tamara Larrea Peraza, beim Zurich Masters in St. Peter-Ording. Mit einem souveränen Zweisatzsieg (21:17, 21:14) zogen Pohl/Rau in das Finale ein. Im zweiten Satz des Halbfinales verletzte sich Fernandez Grasset beim Stand von 16:10. Sie konnte das Match zwar noch beenden, musste dann aber das kleine Finale absagen. So wurden Sara Goller und Laura Ludwig kampflos Dritte, nachdem Sie im Halbfinale gegen Lahme/Müsche in drei umkämpften Sätzen verloren hatten.

Die Deutschen Meister Christoph Dieckmann/Andreas Scheuerpflug (beide Berlin) gewannen nach den internationalen Erfolgen in Klagenfurt und Luzern ihr drittes Turnier in Folge. Im Finale besiegten sie David Klemperer und Eric Koreng (Hildesheim/Markranstädt). Nachdem Dieckmann/Scheuerpflug im ersten Satz eine frühe Führung vor allen Dingen durch die guten Blocks von Christoph Dieckmann zum Satzgewinn (21:19) nutzten, mussten sie im zweiten Satz lange einem Rückstand hinterherlaufen. Bis zu sechs Punkte (6:12) lagen die Deutschen Meister zurück und kämpften sich dennoch wieder heran, um den Satz (21:18) und damit das Finale für sich zu entscheiden. „Es ist unglaublich was für einen Lauf wir gerade haben und auch noch einen solchen Rückstand wieder aufholen können. An diese Siege kann man sich gewöhnen. So kann es weitergehen“, sagte Christoph Dieckmann. Andreas Scheuerpflug blickte zwei Wochen voraus: „Es ist wohl meine letzte Chance auf den DM-Titel, aber der Kampf um den Titel wird sehr schwer werden.“

Im Halbfinale besiegten Dieckmann Scheuerpflug die Kubaner, Francisco Alvarez Cutino/Oney Ramirez Bernal, in einem Dreisatzkrimi mit 20:22, 21:11, 18:16 So trafen im kleinen Finale die WMDritten, Julius Brink/Kjell Schneider auf die WM-Fünften aus Kuba. In ihrem dritten Spiel des Tages schienen die Kubaner müde sein. Aber es wurde ein unterhaltsames Spiel für die Zuschauer und es reichte für Brink/Schneider zum lockeren Zweisatzsieg (21:14, 21,17).

 

 

Norddeutschland - VG Elmshorn-News

 Montag, 22. August 2005

    

Erstes Wochenende des Florapokals

Der 25. Florapokal 2005 hat den ersten Teil hinter sich. 7 Herrenteams von der Bezirksliga bis hin zur Landesliga waren vertreten, ebenso wie 13 Damenteams bis zur Verbandsliga. Bei den Herren spielte jeder gegen jeden, bei den Damen gab es eine Vorrunde in Gruppen sowie eine Endrunde.

So fanden an zwei Tagen mehr als 50 Spiele in 6 Hallen statt (KGSE). Alle Teams hatten großen Spaß und konnten viele taktische Varianten ausprobieren

Zur Party am Samstag fanden sich bei besten Wetter knapp 30 Volleyballer und ebenso viele Footballer (Fighting Pirates) ein. Es wurde gegrillt und bis halb drei ein etwas längeres ChillOut gefeiert. Einige suchten anschliessend noch den Weg ins Lights.

Die Platzierungen:

HERREN

1.VGE 3
2.VGE 4
3. MTV Tostedt (niedersachsen)
4. 1.VC Horst (Mixed –Horst und Kiel)
5. VGE 5
6. VGE 7
8. Großhansdorf (Hamburg)

DAMEN

VGE 3 
SVNA (Hamburg) 
VGE 2 
TV Meckelfeld (Niedersachsen) 
Glinde (HH)
 
ScaLa 1 (Ex-VCNAL Norderstedt)
 
VGE 4 
Pinneberg 1 
CVJM 5 (HH)
ScaLa 2
 
SV Rissen 3
 
VGE 5 
Pinnerberg 2

Am nächsten Wochenende werden 15 Herrenteams und 12 Damenteams (alle Verbandsliga + Regionalliga) erwartet. Die VG Elmshorn hofft auf eine große Feier!

 

 

Deutschland - USC Münster-News

 Montag, 22. August 2005

    

Zwei Mal Platz fünf für den USC

Mit zwei fünften Rängen kehren die beiden Beach-Teams des USC Münster Rieke Brink-Abeler und Hella Jurich sowie Julia Krumbeck und Ester Volicerova vom Masters in Burg auf Fehmarn zurück. Trotzdem verpassten Krumbeck/Volicerova damit voraussichtlich die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in Timmendorfer Strand

Unterschiedlicher konnten die Voraussetzungen der beiden Beach-Duos des USC Münster vor dem letzten Masters in dieser Saison kaum sein: Während Rieke Brink-Abeler und Hella Jurich in Burg auf Fehmarn auf Position drei gesetzt waren, mussten sich Julia Krumbeck und Ester Volicerova erst durch die Mühlen der Qualifikation kämpfen. Das allerdings gelang ihnen mit Bravour: Zunächst gewannen sie gegen das Nachwuchsteam Ruth Flemig und Ilka Semmler mit 2:0 (15:10, 15:12), anschließend setzten sie sich ebenfalls mit 2:0 (15:10, 15:11) gegen Maria Wendisch und Luise Brandt durch.

Im Hauptfeld ging der Siegeszug weiter. Beim 2:1-Erfolg (21:19, 14:21, 15:9) über das Nationalteam Helke Claasen und Antje Röder gelang Krumbeck/Volicerova ein Überraschungscoup, mit dem wohl niemand gerechnet hatte. Im Münsteraner Duell mussten sie sich zwar anschließend Brink-Abeler Jurich mit 0:2 (18:21, 23:25) geschlagen geben, siegten dann aber mit 2:0 (21:18, 21:16) über Judith Deister und Claudia Lehmann sowie mit 2:0 (21:17, 21:19) über die U23-Europameisterinnen Anja Günther und Jana Köhler. Im Viertelfinale kam dann beim 0:2 (18:21, 18:21) gegen Sara Goller und Laura Ludwig das Aus, das dem USC-Duo gleichzeitig den fünften Platz und 32 Ranglistenpunkte bescherte. Die aber sind voraussichtlich zu wenig, um noch an der Deutschen Meisterschaft am 3. und 4. September in Timmendorfer Strand teilnehmen zu dürfen. Für das Highlight sind nur die besten zwölf Teams startberechtigt, Krumbeck/Volicerova aber rangieren auf Platz 13.

Das Ticket nach Timmendorfer Strand dagegen hatten Brink-Abeler/Jurich bereits vor dem Turnier auf Fehmarn sicher. Vielmehr dienten ihnen die Begegnungen auf der Ostseeinsel als letzte nationale Standortbestimmung vor den Titelkämpfen. Und die fiel trotz Rang fünf und dem Ausscheiden im Viertelfinale positiv aus. Schließlich mussten sich die Münsteranerinnen nach dem Sieg über Krumbeck/Volicerova nur dem deutschen Nationalteam Susanne Lahme und Danja Müsch mit 0:2 (19:21, 15:21) sowie eine Runde später den kubanischen WM-Vierten Dalixia Fernandez Grasset und Tamara Larrea Peraza mit 0:2 (13:21, 15:21) geschlagen geben.

 

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt

 Montag, 22. August 2005

   www.abendblatt.de 

Olympia in Deutschland: „Langer Atem ist gefragt“

Sportgespräch: Deutschlands Aussichten auf Olympische Spiele. NOK-Mitglied Roland Baar über den Sinn einer Bewerbung, Hamburgs Chancen und Reformen im deutschen Sport.

ABENDBLATT: Herr Baar, warum sollte sich Deutschland nach den schlechten Erfahrungen mit Berlin und Leipzig wieder für Olympische Spiele bewerben? 
ROLAND BAAR: Olympische Spiele sind nicht nur das größte Sportfest der Welt, sie sind in geopolitisch schwierigen Zeiten ein völkerverbindendes, positiv besetztes Ereignis geworden. Sie vermitteln Ideale wie Solidarität und Fairplay und gehen Probleme wie Doping an. Die Spiele 2004 in Athen haben mehr als vier Milliarden Menschen verfolgt. Ein besseres Forum zur Präsentation einer Nation gibt es nicht. Wir Deutschen sollten uns auch deshalb bewerben, weil wir eine traditionelle und erfolgreiche Sportnation sind und der aktiv Sport treibende Anteil der Bevölkerung höher ist als in fast allen anderen Ländern. Außerdem ist es einfach zu lange her, daß die Spiele in Deutschland stattfanden.

ABENDBLATT: Ist der organisierte deutsche Sport überhaupt in der Verfassung, sich aussichtsreich um Olympia zu bewerben? 
BAAR: Natürlich. Die Förderung der olympischen Bewegung ist eine der Hauptaufgaben des Nationalen Olympischen Komitees (NOK). Dazu zählt für mich die Ausrichtung Olympischer Spiele. Der deutsche Sport muß dies als eines seiner grundsätzlichen Ziele verstehen. Für künftige Bewerbungen wird die Struktur der deutschen Sportlandschaft entscheidend sein. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Verhandlungen zwischen dem NOK und dem Deutschen Sportbund über die Fusion gestalten.

ABENDBLATT: Was wird die neue Organisation charakterisieren: die Bündelung der Kräfte oder die Zersplitterung der Eitelkeiten? 
BAAR: Oberstes Ziel ist für mich die Einigung im deutschen Sport, denn daran hat es in den letzten Jahren gemangelt. Es eröffnet sich die Chance, die Schlagkraft zu erhöhen. Unsere Sportler verdienen es, daß die Weichen für die Spiele 2008 in Peking schnell und richtig gestellt werden.

ABENDBLATT: Was fordern Sie? 
BAAR: Vielleicht wäre eine stärkere Konzentration aller Ressourcen auf eindeutige Medaillenchancen angemessen. Kernsportarten wie Schwimmen und Leichtathletik werden dabei vermutlich immer gewisse Ausnahmen erleben, weil sie eine zentrale olympische Rolle spielen. Wenn wir im Medaillenspiegel nicht weiter absinken wollen, müssen effektivere Prozesse im Leistungssport umgesetzt werden. Das ist in erster Linie Aufgabe der Verbände, kann aber nur in Kooperation mit der Dachorganisation realisiert werden.

ABENDBLATT: Wie schwierig etwas zu bewegen ist, zeigt das Thema Olympiabewerbung. Die einen wollen Winter-, andere Sommerspiele, eine dritte Gruppe keine Kandidatur, weil mit London Europa den Zuschlag für 2012 erhalten hat. 
BAAR: Das NOK hat zunächst für 2012 erklärt, daß es sich bewerben will. Für mich hat diese Entscheidung noch immer Bestand.

ABENDBLATT: Für welche Spiele: Sommer 2016, Winter 2018 oder erst 2020? 
BAAR: Wenn wir Olympia wirklich wollen, müssen wir schon heute damit anfangen, unsere Kandidatur vorzubereiten.

ABENDBLATT: Für 2016? 
BAAR: Ja! Taktieren wäre die falsche Strategie. Ein klares Bekenntnis, daß Deutschland Olympische Spiele will, ist das richtige Signal. Häufig wird argumentiert, daß nach 2012 die Spiele 2016 nicht erneut in Europa ausgetragen werden. Es existiert aber beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) keine Regel, die ausschließt, daß Spiele zweimal hintereinander auf demselben Kontinent stattfinden dürfen. Das IOC wird sich für den Standort entscheiden, welcher den größten Nutzen bringt, kommerziell wie ideell. Die Erfahrung zeigt zudem, daß eine Bewerbung nicht ausreichen wird. Langer Atem ist gefragt. Und: Bei der Kandidatur für 2016 werden europäische Städte dabeisein. Warum also keine deutsche Metropole? Fehlt uns der Mut, den andere haben?

ABENDBLATT: Sie waren acht Jahre lang IOC-Athletenvertreter und fünf Jahre lang IOC-Mitglied. Würde im IOC eine deutsche Kandidatur begrüßt?
BAAR: Aus Gesprächen weiß ich, daß eine gute Bewerbung auf großes Interesse stoßen würde. Vielleicht wird sie auch erwartet.

ABENDBLATT: Leipzigs vorzeitig gescheiterte Kampagne für 2012 ließe das Gegenteil vermuten. 
BAAR: Fünf Kandidaten haben 2004 vom IOC den Status einer Candidate-City für 2012 erhalten. Leipzig wurde Sechster. Daß unser Kandidat so knapp gescheitert ist, war bereits eine Verbeugung vor dem deutschen Sport. Leipzig ist eine schöne Stadt mit tollen Bürgern, aber für Olympia einfach zu klein. Das war bekannt - und dementsprechend fatal.

ABENDBLATT: Um so erstaunlicher bleibt die Entscheidung des NOK für Leipzig. 
BAAR: Leipzig hat in bestimmten Bereichen ausgezeichnet gearbeitet, und dazu zählte die eigene Werbung. Danach gab es eine Verselbständigung. Es brach eine Welle los, die nicht mehr zu stoppen war. Der politische Einfluß hat ein Übriges getan. Dem NOK wurde gezeigt: Leipzig will! Die anderen Städte sind zurückhaltender aufgetreten.

ABENDBLATT: Hamburg, hieß es, sei bei den Entscheidern arrogant angekommen. 
BAAR: Zurückhaltung gehörte meinem Wissen nach zur Strategie, wurde allerdings als mangelndes Interesse oder Arroganz ausgelegt. Aber Menschen wollen überzeugt werden. Hamburg hätte wohl offensiver werben sollen. Daß die Stadt das anerkannt beste Konzept präsentiert hat, war nicht ausreichend. Man wollte sich nicht aufdrängen, hat dabei aber auch verpaßt, im Dialog Chancen zu vermitteln und Schwächen zu verbessern.

ABENDBLATT: Soll sich Deutschland um Sommer-, Winterspiele oder um beide bewerben? 
BAAR: Zunächst hat NOK-Präsident Klaus Steinbach nach der Entscheidung für London 2016 festgestellt, daß nur Metropolen eine Chance haben. München, Berlin und Hamburg haben Interesse bekundet, sie bieten wohl als einzige deutsche Städte diese Voraussetzungen. Die Ausrichtung von Sommerspielen erfordert eine gewisse Größe des Landes. Das sind die Lehren des IOC nicht nur aus den Spielen in Athen 2004. Griechenland war mit elf Millionen Einwohnern am Limit seiner finanziellen und logistischen Möglichkeiten. Deutschland wäre daher ein natürlicher Kandidat für Sommerspiele. Ich gehe so weit, daß Deutschland vermutlich geringe Chancen hätte, Winterspiele auszurichten. Man kann meiner Einschätzung nach davon ausgehen, daß Winterspiele künftig eher an kleinere Länder vergeben werden, die nicht in der Lage wären, Sommerspiele zu veranstalten. Schließlich ist Universalismus eine der zentralen Säulen des Olympismus.

ABENDBLATT: Bleibt die Frage: Berlin oder Hamburg? 
BAAR: Das NOK-Präsidium hat eine Kommission gebildet, die sich mit dieser Frage und anderen Themen zur Olympiabewerbung beschäftigen wird. Es ist nicht möglich, der noch nicht begonnenen Arbeit dieses Gremiums vorzugreifen. Hamburg und Berlin sind sehr gute Kandidaten.

ABENDBLATT: Sie galten bei der Kampagne für 2012 als Befürworter Hamburgs. Was spräche auch in Zukunft für Hamburg? 
BAAR: Hamburg bietet ein Konzept, das fasziniert und dabei ohne Risiko ist. Der Ansatz der Spiele im Stadtzentrum ist ausgezeichnet. Spiele am Wasser und in der City, wie Hamburg sie weiter plant, hat es bisher nicht gegeben. Hamburg erfüllt alle formellen Kriterien und ist auch wirtschaftlich stark genug. Und schließlich stehen die Hamburger begeistert hinter der Bewerbung.

ABENDBLATT: Sie haben einmal gesagt, als Ruderer hätte es für Sie nur Sinn gemacht, Rennen zu bestreiten, die man gewinnen kann.
BAAR: Mit der richtigen Vorbereitung und dem richtigen Team hat Deutschland Siegchancen. Hamburg kann das richtige Boot sein.

ABENDBLATT: Und Berlin? 
BAAR: Selbstverständlich auch. Aber auf eine vergleichende Bewertung werde ich mich nicht einlassen. Nach dem deutlichen Scheitern der Bewerbungen für 2000 mit Berlin und für 2012 mit Leipzig muß die neue Bewerbung auf eine internationale Durchsetzungsfähigkeit hin ausgerichtet sein, basierend auf Fakten, ohne Sentimentalitäten und politische Einflußnahme. Man darf nicht leichtfertig vorentscheiden. Ich vertraue auf die Kompetenz der Auswahlkommission des NOK.

ABENDBLATT: Verhält sich Hamburg nicht erneut übertrieben zurückhaltend? Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit trommelt bereits international, wie zuletzt bei der Leichtathletik-WM in Helsinki, für Olympia in seiner Stadt. 
BAAR: Von der ersten Bewerbungsphase bis zu den Spielen werden alle Aktivitäten von NOK und Stadt partnerschaftlich getragen. Wenn das NOK öffentliche Zurückhaltung will und dies durch eine Auswahlkommission ausdrückt, sollte sich die Bewerberstadt dem anschließen. Man kann nur den Rat geben, sich nicht in einen Konflikt hineinziehen zu lassen.

ABENDBLATT: Werden Sie sich für Hamburg einsetzen? 
BAAR: Wenn man die Stadt und das Olympiakonzept kennt, kann man gar nicht anders. Die Frage nach dem Wie läßt sich derzeit nicht beantworten. Es stehen viele Aufgaben an, die spezifische Kenntnisse erfordern und ein Engagement möglich machen.

ABENDBLATT: Der DFB hat vorgemacht, wie man sich um ein Weltereignis wie die WM 2006 bewirbt. Mit einer Galionsfigur wie Franz Beckenbauer vorneweg, dahinter ein Macher wie Fedor Radman und die Deutschland AG im Schlepptau. Dagegen wirkten die jüngsten Anstrengungen des NOK beinahe dilettantisch. 
BAAR: Leipzig ist ein schlechtes Beispiel, weil die Sache von vornherein verloren war. Für die neue Bewerbung ist die Frage des Gesichts viel zu früh.

ABENDBLATT: Woher rührt Ihr Antrieb, sich derart stark für eine Olympiabewerbung einzusetzen? 
BAAR: Für besondere Dinge ergeben sich im Leben wenige Chancen. Mit ihnen muß man sorgsam umgehen. Ich habe Olympia aus der Sicht des Zuschauers, des Athleten und des IOC-Mitglieds erlebt. Es fehlt die der Organisation. Die Spiele sind unvergleichlich. Wenn sich die Chance ergibt und wenn ich vom Konzept überzeugt bin, werde ich mit ganzem Herzen mithelfen, die Spiele nach Deutschland zu holen.

Rainer Grünberg

 

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung

 Montag, 22. August 2005

   www.svz.de 

560 Tonnen Sand – ein Strandgefühl mitten in Parchim

Beachvolleyball-Turnier soll jährlich feste Größe werden

Parchim - 560 Tonnen Sand, ein Festzelt, bunte Sonnenschirme, Eisbar und jede Menge fröhlicher Menschen verbreiteten am Wochenende echtes Strandgefühl auf dem Gelände der Regimentsvorstadt hinter dem Haus der Jugend.

 © 1999-2005 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel