News

 Montag, 24. Oktober 2005 

Rote Raben flogen zu hoch
VCO Berlin: Ein Lehrgeld-Klassiker
Ostbek Cowgirls: Spielpause gut genutzt
Evivo: Hart umkämpfter Erfolg beim Oststeinbeker SV
Meister war eine Klasse besser
VfB Friedrichshafen siegt im Spitzenspiel
Bayern Sieger beim regionalen Bundespokal Süd
Olympiasieger dominieren in Brasilien
Dritter Sieg der VCN-Frauen
TV Fischbek an der Spitze
OSV begeistert gegen Düren
Oststeinbeks starker Auftritt gegen Düren
TV Fischbek wieder ein Spitzenteam
WSU kämpft sich ins Endspiel vor
USC: "Nicht begriffen, was passiert"
Emlichheim zu stark für geschwächte USC-Reserve
VVL: Ganz unten statt weit oben
Leipzig: Zwei Stunden lang Dramatik pur
Schwerin: Nervosität und Gegner besiegt
Parchim: Erste Zähler eingefahren
DSC: Die Weste bleibt weiß
VVH träumte einen Satz lang
Zachrich machte den Sack zu
Loncar: „Das war psychologisch ganz wichtig“
Sonneberg: Fast wär’s in die Hose gegangen
Suhl: Sie müssen nur dran glauben
„Sieg und Niederlage“ für „Ladies in Black and Red!“
Cowboys wachsen gegen Düren über sich hinaus

Oktober 2005

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Deutschland - USC Münster-News

 Montag, 24. Oktober 2005

     

Rote Raben flogen zu hoch

Am Sonntagnachmittag reichte es für die Volleyballerinnen vom USC Münster nicht zu einem Sieg über die Roten Raben Vilsbiburg. Mit 0:3 (14:25, 17:25, 15:25) zogen die Münsteranerinnen im Duell des Meisters 2005 gegen den Vizemeister 2005 den Kürzeren

Den Roten Raben Vilsbiburg ist gegen den USC Münster die Revanche für das verlorene Meisterschaftsfinale der vergangenen Saison gelungen. Klar und deutlich verloren die Münsteranerinnen die mit Spannung erwartete Partie mit 0:3 (14:25, 17:25, 15:25). Dementsprechend ernüchternd fiel das Fazit von USC-Trainer Axel Büring aus. „Vilsbiburg war in allen Bereichen deutlich besser“, stellte er fest. „Das betrifft sowohl Strategie, Spielqualität als auch Einstellung.“

In allen drei Abschnitten gelang es dem USC nur zu Beginn, den Niederbayern Paroli zu bieten. Im ersten Satz führte das Team, in dem Tanja Hart im Zuspiel, Johanna Reinink und Alisa Kasselmann im Außenangriff sowie Vesna Citakovic, Andrea Berg und Caroline Wensink in der Mitte begannen, später aber alle Aktricen Spielanteile erhielten, zwar mit 7:5, musste Vilsbiburg dann aber über 8:12, 10:19 und 12:22 auf und davon ziehen lassen. Satz zwei war bis zum 10:10 offen ehe die Roten Raben mit 10:13, 12:17 und 14:22 enteilten. „Wir konnten nur am Anfang mithalten“, konstatierte Büring. „Und im dritten Satz wurde es sogar noch extremer.“ Da nämlich liefen die USClerinnen von Anfang an einem Rückstand hinterher, der sich über 5:11, 12:16 und 13:22 zu einem unüberwindbaren Hindernis auftürmte.

Krankheitsbedingte Probleme – Anika Brinkmann reiste aufgrund einer Grippe erst gar nicht mit nach Vilsbiburg, Caroline Wensink und Johanna Reinink mussten aus dem gleichen Grund in der vergangenen Woche im Training passen – wollte der Coach für die Niederlage nicht als Gründe gelten lassen. „Ich will nicht jammern, denn wir müssen die Situation so nehmen wie sie ist“, so Büring. „Allerdings erwarte ich von den Spielerinnen, dass sie alles versuchen. Und das haben sie nicht durchgängig getan.“

Bereits am nächsten Sonntag (30. Oktober) steht für den USC der nächste Härtetest auf dem Programm. Dann ist der Dresdner SC zu Gast im Volleydome und verspricht Volleyball auf höchstem Bundesliganiveau. Schließlich ist die Mannschaft aus Sachsen nach drei Spieltagen nicht nur ohne Spiel- und Satzverlust, sondern zählt auch zu den heißen Favoriten in der Meisterschaft.

Atika Bouagaa und Axel Büring im Forum auf westline.de

Am Donnerstag (27. Oktober) stellen sich Atika Bouagaa und Axel Büring von 14 bis 15.30 Uhr auf www.westline.de den Fragen der Fans. Das Extraforum ist bereits online, so dass bereits Fragen gestellt werden können. Das Forum finden Sie unter folgender URL: www.westline.de/go/usc.

 

 

Deutschland - Podeswa-News

 Montag, 24. Oktober 2005

     

VCO Berlin: Ein Lehrgeld-Klassiker

Der Gast, der am Sonnabend in der Saefkow-Halle zum Zweitligamatch in der Volleyball-Bundesliga der Frauen erschien, brachte nicht nur den Qualitätsnachweis von fünf Partien ohne Niederlage mit. Nein, der Tabellenführer TSV 1860 Spandau präsentierte gegen Gastgeber Zürich Team VC Olympia Berlin (bislang Vierter mit 6:2 Punkten) vor allem ein Mehrfaches an Erfahrungen. Und so unverdrossen sich die Talente vom VCO auch mühten, am Ende wurde es ein Lehrgeld-Klassiker zu ihren Ungunsten.
3:0 (25:22, 25:21, 25:20) nach rund 80 Minuten gewann Spandau und hatte den Sieg vor allem der Routine seiner Leistungsträgerinnen zu verdanken: angefangen von Ramona Stucki (23) über Ulrike Schlenstedt (32) bis hin zur immer noch auf gutem Niveau agierenden Gabriele Freytag (38). Das Trio, im Verein  mit Zuspielerin Nora Müller (27) und dem angriffstarken Neuzugang aus Aachen, Ilka Semmler (20), wusste haargenau, was zu machen ist, wenn es eng wurde.

Und es war schon eng im ersten Satz für die Gäste, als die 15- bis 17-jährigen Gegnerinnen unbekümmert und voller Elan ihr Spiel spielten. Doch eine 15:11-Führung schmolz wie Butter an der Sonne, weil Spandau nun den Druck mit den Aufgaben erhöhte, aufmerksamer blockte und seinerseits mit viel Routine die Lücken nutzte. Als Co-Trainer Frank Prasser, der Bundestrainer Jens Tietböhl (zur Sichtung beim B-Jugend-Länderpokal in Konstanz) vertrat, Anfang des zweiten Satzes auf Zuspiel für Lisa Riedel die größer gewachsene Lena Möllers (Block !) einwechselte, winkte wiederum ein Satzgewinn. Doch ein 13:9 bzw. 17:15 konnte erneut nicht gehalten werden.

"Schade", meinte Universalspielerin Patricia Grohmann vom ZTVCO, "heute war mehr drin. Aber unsere Absicherung und die Abstimmung auf dem Feld waren nicht optimal, obwohl Annahme und Angriff nicht schlecht waren. Und in den kritischen Augenblicken gegen die im Block und Angriff starken Spandauerinnen waren wir teilweise zu hektisch und kopflos." Die 15-Jährige gehörte neben Sandra Sell, Michaela Sabrowske und Sophia Labs zu den auffälligsten Spielerinnen beim ZTVCO, bei dem aber zuviel Licht und Schatten wechselte.

Gedanken an eventuelle Aufstiegsambitionen wies Spandaus Trainer Jürgen Schier übrigens vorerst strikt zurück. Der Zeitpunkt dazu etwas zu sagen, sei "sportlich verfrüht". Ob die Mannschaft, der Verein oder der Berliner Verband solch eine Absicht unterstützen würden, sei völlig offen. Eine starke Mannschaft hat er auf jeden Fall.

epo.

 

 

Hamburg - Oststeinbeker SV-News

 Montag, 24. Oktober 2005

     

Ostbek Cowgirls: Spielpause gut genutzt

Zum ersten Auswärtsspieltag der Saison musste das OSV Team in die Halle am Hammer Weg anreisen, um dort gegen die VG WiWa und die VG Elmshorn zu bestehen. Das OSV Team erfüllte die selbstgesetzten Erwartungen und besiegte sowohl die Gastgeberinnen von der VG WiWa als auch das Team aus Elmshorn. Die lange Pause nach dem letzten Spieltag hatten aber offensichtlich alle drei Teams gut genutzt.

So bekamen die OSV Damen zunächst ein spannendes Spiel zwischen den Gastgeberinnen und der Regionalligareserve der VGE zu sehen. Erst im Tie Break behielten die Spielerinnen von der VG WiWa die Oberhand und gingen mit gestärktem Selbstbewusstsein in die Begegnung gegen den OSV.

Die Oststeinbekerinnen brauchten nach der langen Wartezeit durch das vorangegangene 5-Satzspiel offensichtlich zunächst eine längere Anlaufphase, um ins Spiel zu finden. Die hochmotivierten Gastgeberinnen kämpften um jeden Ball und so entwickelte sich ein spannendes Verbandsligaspiel. Am Ende des ersten Satzes gaben Abstimmungsprobleme im Annahmeriegel des OSV dann den Ausschlag zugunsten der Gastgeberinnen, die den Satzgewinn lautstark feierten.

Die OSV Damen waren gewarnt und begannen den zweiten Satz dennoch mit häufigen Eigenfehlern und zuwenig Druck im Angriff. Erst in der Mitte des Satzes sorgte zunächst der besser positionierte Block und dann Anne Adolphsen mit sehr starken Aufschlägen dafür, dass aus dem 9:10 Rückstand eine 16:12 Führung wurde. Diese Führung gab das Team nicht mehr ab und gewann den Satz verdient mit 25:21.

Der dritte Satz sah einen ähnlichen Spielverlauf wie der vorangegangene. Die Gastgeberinnen hatten überwiegend die Führung, diesmal sogar bis zu einem Rückstand für den OSV von 17:19. Dann sorgte Sabine Abeln mit starken Aufschlägen dafür, dass Block und Feldabwehr der Oststeinbekerinnen leichtes Spiel hatten und den Rückstand in eine 23:20 Führung verwandeln konnten. Erneut behielten die OSV-lerinnen aufgrund der besseren Schlussphase mit 25:21 die Oberhand.

Auch im vierten Satz waren zunächst die Gastgeberinnen das bestimmende Team. Vor allem mit starker Feldabwehr zeigten sie den OSV Angreiferinnen ihre Grenzen auf. Diese ließen sich aber nicht irritieren und legten beim 17:18 wieder einen Zwischensprint zum 23:21 ein. Zwar gelang den Spielerinnen der VG WiWa diesmal der Ausgleich beim 24:24. Aber das abgeklärter agierende OSV-Team legte nach und Maren Fehrs verwandelte mit dem entscheidenden Block den Satz- und Spielball zum 26:24 eindrucksvoll.

Der Jubel des Teams zeigte deutlich, so ganz sicher war man sich dieses Sieges nicht gewesen und der Druck unbedingt gewinnen zu müssen, wenn das Ziel Aufstieg heißt, war auch nicht an jedem spurlos vorübergegangen.

Nach kurzer Pause ging es in die zweite Runde und die zuvor überraschend stark agierenden Spielerinnen der VGE warteten auf ihre Chance dem OSV ein Bein zu stellen. Nur im ersten Satz agierten die OSV Damen wie zuvor. Ab dem 12:12 machten sie endlich deutlich, welche Möglichkeiten sie bei konzentriertem Spiel haben. Zuspielerin Maja Tomaschunas setzte ihre Angreiferinnen sehr variabel ein und der eigene Block agierte am Netz überlegen. Besonders Mittelblockerin Nicole Wulf setzte sich in der Mitte immer wieder durch und demonstrierte ihre Blockstärke. Auch Miriam Bäsell-Youngman auf der Diagonalposition war für die gegnerischen Block- und Abwehrspielerinnen nicht zu bremsen. Folgerichtig gewannen die Oststeinbekerinnen alle Sätze deutlich und verdient.

Fazit:

Der OSV behällt auch nach 5 Spielen eine weiße Weste und führt die Tabelle verlustpunktfrei an. Allerdings ist diese Tabelle im Moment wenig aussagekräftig, da die Teams bisher unterschiedlich häufig antreten mussten. Die OSV-Damen haben im Vergleich zur letzten Saison allerdings den Vorteil, dass sie auch wenn es eng wird, noch einmal ein bischen zulegen können, um die Spiele für sich zu entscheiden. Besonders die Wechseloptionen des OSV präsentieren sich in dieser Saison als leistungssteigernd und auch als Sicherheit für die 6 auf dem Feld.

Defizite lassen sich allerdings auch ausmachen. Das Team agiert zu selten von Anfang an so dominant, wie es möglich wäre, sondern braucht immer eine längere Anlaufphase im Satzverlauf. Daran wollen Team und Trainer in den nächsten beiden Wochen arbeiten. Denn am 05.11. kommt es in der Lottestraße zum Duell der drei Teams, die vor der Saison als Titelaspiranten gehandelt wurden. Mit dem Regionalligaabsteiger Grün-Weiß-Eimsbüttel und dem Eimsbütteler TV warten die beiden sicherlich angriffsstärksten Teams der Liga auf den OSV und die Zuschauer und Fans aller drei Teams dürfen sich auf einen spannenden Spieltag freuen.

 

 

Deutschland - evivo Düren-News

 Montag, 24. Oktober 2005

     

Evivo: Hart umkämpfter Erfolg beim Oststeinbeker SV

Nach 0:2 Rückstand noch 3:2

Es war wirklich ein hart umkämpfender Sieg. Denn Volleyball-Bundesligist evivo Düren hatte mit den „Ostbek-Cowboys“ mehr Mühe als erwartet, ehe nach insgesamt 101 Minuten der 24:26, 17:25, 25:11,25:18 und 15:10 knappe 3:2 Sieg im Tiebreak gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber sichergestellt wurde.

Nach der „Beinahe-Sensation“ bei Sisley Treviso hatte das Trainergespann Bernd Werscheck/Stefan Hübner aufgrund der anstrengenden englischen Wochen und den Reisestrapazen nach Italien evivos Anfangsformation kräftig durcheinander gewirbelt. Bereits ohne den erkrankten Sven Dick in den Norden Hamburgs gereist, verzichtete Werscheck gänzlich auf den besten Akteur im evivo Team der letzten Wochen den Venezolaner Heriberto Quero. „Quero hat einen aufwändigen Stil zu spielen, deshalb habe ich ihn komplett für die Champions-League-Partie gegen Wien am Mittwoch gegen Wien geschont. Und ein Sven Anton kann immer und überall spielen,“ rechtfertigte Werscheck die Maßnahme.

Neben Routinier Sven Anton bot der Coach auch dem 2. Venezolaner Kenneth Blanca für Holschen im Mittelblock, den Argentinier Mauricio Arua für den leicht angeschlagenen Kröger sowie Björn Arne Alber im Zuspiel für Wiederschein erstmals in einem Spiel von Beginn an auf.

Und vor knapp 1000 Zuschauern, unter Ihnen auch ca. 25 mitgereiste Fans der Moskitos aus Düren, in der Hamburger Wandsbek Halle entwickelte sich von Beginn an ein spannendes ja teilweise dramatisches Spiel. Oststeinbek hielt von Beginn an gut mit, die neue Starting-Six der Dürener musste sich erst finden. Trotzdem konnte sich der deutsche Vizemeister Mitte des ersten Satzes mit 5 Punkten absetzen. Über 16:11 – 21:18 und 23:20 lag evivo in Führung schaffte es aber nicht den Satz für sich zu beenden. Im Gegenteil die Fans der „Ostbeck-Cowboys“ feierten jetzt jeden Punkt des Aufsteigers mit frenetischem Jubel und evivo schwächelte nicht nur in der Annahme. Sven Anton brachte seinem Team zwar mit 24:23 noch den ersten Satzball, doch nach knapp einer halben Stunde ging der Satz mit 26:24 an die Gastgeber.

Der 2. Satz wurde dann eine richtig einseitige Angelegenheit. Zwar führte Düren auch hier  zunächst mit 8:6 und 10:7 doch die Oststeinbeker spielten sich unter dem Jubel Ihrer Fans in einen wahren Spielrausch. Die mitgereisten Moskitos schrieen sich wahrlich die Seele aus dem Leib, doch gegen die vom Veranstalter mit Rasseln ausgerüsteten Fans der Gastgeber hatte man gestern in dieser Phase Spiels keine Chance. Über 12:10, 16:13 und 20:16 sicherten sich die „Ostbek-Cowboys“ auch den 2. Satz verdient mit 25:17, auch wenn der Trainer gegen Ende des Satzes bereits Tom Kröger für Arua und Zuspieler Ilja Wiederschein für Alber ins Spiel brachte.

Ganz Hamburg träumte vor der 10 Minuten Pause von einer Sensation. Coach Bernd Schlesinger „Das war das mit Abstand beste Spiel des OSV, was ich je gesehen habe. Ich hätte nie gedacht, dass meine Mannschaft einen solchen 2. Satz auf einem solchen Niveau hinlegt. Wir haben zwei Sätze über unserem Limit gespielt. Wir haben heute gesehen, das wir die Möglichkeit haben auch die Großen zu ärgern. Was noch fehlt ist die Konstanz und Cleverness über ein ganzes Spiel.“

In der Tat die 10 Minuten Satzpause brachte den Aufsteiger aus dem Rhythmus und den deutschen Vizemeister wieder voll ins Spiel. „Mit der Hereinnahme von Tom Kröger habe ich die Annahme stabilisiert und als Ilja (Wiederschein) die Bälle verteilt hat lief der Motor,“ urteilte Bernd Werscheck in der Pressekonferenz. Evivo übernahm in der Wandsbeker Halle ganz klar das Kommando und sicherte sich mit der fast kompletten Stammsechs die Sätze 3, 4 und 5 schon in beeindruckender Souveränität mit 25:11, 25:18 und im Tiebreak 15:10. Im letzten Satz reifte die Erkenntnis bei den Gastgebern dass der deutsche Vizemeister in Bestbesetzung wohl doch noch eine Nummer zu groß ist. Und auf einmal waren auch die Gashupen von Meike und Heike aus dem Dürener Fanblock wieder laut zu hören. Immerhin hatten die mitgereisten Fans für die lange Anreise immerhin einen spannenden 5 Satz Krimi geboten bekommen mit einem Happy-End für Düren. Nur schade, dass man nicht jede Partie wie ein Drehbuch inszenieren kann.

In der anschließenden Pressekonferenz zollte Dürens Coach Werscheck ein großes Lob an die Leistung des Gastgebers. „Die Art und Weise wie Oststeinbek in den ersten beiden Sätzen agiert hat war schon beängstigend,“ sah der Coach Parallelen zum Treviso-Spiel unter der Woche und Bernd Schlesinger trauerte einer kleinen Siegchance nach „´Nach der Führung wollten wir zu viel, sind verkrampft und zum Schluss ist unsere Annahme völlig eingebrochen.“

Was bleibt sind „wichtige Erkenntnisse“ die Bernd Werscheck aus dieser Partie mit nach Hause nehmen wird. Der sog. „2. Anzug“ sitzt noch nicht so richtig, auch wenn ein gewonnener erster Satz viel Selbstvertrauen gegeben hätte. „Das waren wir selbst schuld, das wir diesen Satz nach einer 23:20 Führung noch aus der Hand gegeben haben. Da passt es noch nicht und daran werden wir arbeiten.“ 

Wie dem auch sei - nüchtern betrachtet liegt evivo Düren nach 4 Spielen und 4 Siegen voll im Soll, wenn nicht sogar darüber wenn man berücksichtigt, dass der Erfolg bei den heimstarken Eltmännern am ersten Spieltag doppelt wiegt. Nach der Niederlage des SCC beim VFB findet sich evivo mit 8:0 Punkten hinter dem deutschen Meister Friedrichshafen wieder auf Platz 2 der Tabelle wieder.

Und diese Woche bietet absolute sportliche Highlights an: Am Mittwoch um 20:15 Uhr steigt in der Arena Kreis Düren das erste Heimspiel der Indesit-Champions-League gegen die Aon Hot Volleys aus Wien mit einem dann ausgeruhten Heriberto Quero in der Starting-Six und einem hoffentlich wieder genesenen Sven Dick. Karten für dieses tolle Europapokal-Spiel gibt es noch in der Vorverkaufsstelle des Dürener TV in der Kämergasse unter der Rufnummer 02421-51290 zu erwerben.

Und am Sonntag um 17:00 Uhr steigt das Spitzenspiel der Volleyball-Bundesliga in der Arena Kreis Düren. Dann treffen der Tabellenführer und deutsche Meister und der Tabellenzweite und Vizemeister aufeinander. Noch nie konnte der evivo Düren gegen den VFB Friedrichshafen gewinnen, zumal das Team um Bundestrainer Stelian Moculesco nach dem 3:0 gegen Berlin in bestechender Form agiert.

Aber Düren fühlt sich wohl in der Rolle des Außenseiters was nicht nur das Treviso Spiel beweißt. Man kann ohne Druck aufspielen und befreit aufspielen. Mal sehen, ob mit Unterstützung der fantastischen Dürener Fans nicht durch eine Sensation möglich ist.

 

 

Deutschland - SCC Berlin-News

 Montag, 24. Oktober 2005

     

Meister war eine Klasse besser

Im Spitzenspiel des 4. Spieltages unterlag der SCC Berlin bei Meister und Pokalsieger VfB Friedrichshafen mit 0:3 (17:25, 30:32, 18:25) und kassierte damit die erste Niederlage der noch jungen Bundesliga-Saison … Die 1.800 Zuschauer sahen eine Partie, bei der nur im zweiten Satz echte Spannung aufkam, ansonsten dominierte der Favorit vom Bodensee das Geschehen …

Die Friedrichshafener erwischten den eindeutig besseren Start. Während die Berliner ungewöhnlich viele Aufschlagfehler produzierten, glänzten die Gastgeber mit ihrem druckvollen Service, der einen geordneten Spielaufbau des SCC-Teams meist schon im Keim erstickte. Die Folge war ein schneller 10:4-Vorsprung für den VfB, den die Männer von Bundestrainer Stelian Moculescu über die Stationen 12:6 und 16:7 bis zum ungefährdeten 25:17-Satzgewinn verteidigten.

Im zweiten Satz kamen die Berliner wesentlich besser ins Spiel. Mit der Hereinnahme von Dirk Westphal konnte die Annahme stabilisiert werden, so dass Zuspieler Jaroslav Skach seine Angreifer nun variabler und effektiver einsetzen konnte. Die Folge war ein offener Schlagabtausch, in dem sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen konnte.Kopf an Kopf ging es bis zum Satzende. Vier Mal hatte der SCC Satzball, vier Mal wehrten die Häfler ab und verwandelten dann ihrerseits den vierten Satzball zum 32:30.

Der dritte Durchgang war wieder eine klare Angelegenheit für den Rekordmeister. Während die Berliner offensichtlich noch den zuvor vergebenen Satzbällen nachtrauerten, übernahm der Gastgeber sofort die Initiative und ging mit mehreren Punkten in Führung. Zwar gaben sich die Schützlinge von SCC-Trainer Michael Warm zu keinem Zeitpunkt auf, letztendlich mussten sie aber die Überlegenheit des Gegners anerkennen, der den Satz mit 25:18 und damit das Match mit 3:0 für sich entschied.

„Wir stehen ganz gut – immer noch an der Tabellenspitze. Auch wenn wir heute keine berauschende Leistung gezeigt haben. Aber die Mannschaft schlägt sich gut. Kompliment“, lautete das zufriedene Fazit von VfB-Trainer Moculescu. Aber auch SCC-Coach Michael Warm zeigte sich nach der Partie nicht unzufrieden: „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass wir hier heute gewinnen könnten. Die Mannschaft hat sich tapfer geschlagen. Wir haben aber auch gesehen, woran wir noch arbeiten müssen. Alles in allem ein verdienter Sieg für Friedrichshafen. Meinen Glückwunsch.“

mk

 

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News

 Montag, 24. Oktober 2005

     

VfB Friedrichshafen siegt im Spitzenspiel

FRIEDRICHSHAFEN - Am vierten Spieltag der vierte Sieg: Im Spitzenspiel der Volleyball-Bundesliga hat der VfB Friedrichshafen am Samstag den SCC Berlin in einer phasenweise spannenden Partie mit 3:0 (25:17, 32:30, 25:18) in die Schranken verwiesen.
Das Spiel war von beiden Trainern als Gradmesser angekündigt worden. Sowohl VfB-Coach Stelian Moculescu als auch sein SCC-Kollege Michael Warm wollten sehen, was ihre Mannschaften drei Wochen nach Saisonstart zu bieten haben. Das Fazit von VfB-Trainer Stelian Moculescu: „Wir stehen ganz gut - immer noch an der Tabellenspitze. Auch wenn wir heute keine berauschende Leistung gezeigt haben. Aber die Mannschaft schlägt sich gut. Kompliment“.

Der erste Satz war eine klare Angelegenheit für die Gastgeber. Immer wieder zwangen sie ihre Gäste zu Eigenfehlern. Wie beim Schnellangriff von Svetozar Ivanov zum 12:6 den Aleksandar Spirovski nur ins Aus zu blocken vermochte. Oder Ashlei Nemer, der mit einem gefühlvollen Lob zum 16:7 die Berliner Abwehr austrickste.

Nach dieser tollen Vorstellung war ein Spannungsabfall beim VfB zu bemerken, der dazu führte, dass sich Fehler einschlichen und der SCC im zweiten Satz bei 11:12 erstmals die Führung übernahm. Aber das Team von Stelian Moculescu berappelte sich wieder. Kopf an Kopf ging es bis zum Satzende. Die 1800 Zuschauer hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen, als es in die Verlängerung ging. Vier Mal hatte der SCC Satzball, vier Mal wehrten die Häfler ab und verwandelten dann ihrerseits den vierten Satzball zum 32:30.
Das war zweifellos der schwerste Durchgang für den VfB Friedrichshafen. Der folgende, der 25:18 endete, sollte der leichteste sein. Während die Häfler weiterhin auf hohem Niveau agierten, bauten die Berliner mehr und mehr ab. Jochen Schöps war mit 18 Punkten bester Spieler.

 

 

Deutschland - DVJ-News

 Montag, 24. Oktober 2005

     

Bayern Sieger beim regionalen Bundespokal Süd

Zwei Tage lang haben die Landesauswahlen der südlichen Bundesländer in Konstanz gute Spiele geboten. Die Sieger des regionalen Bundespokals Süd 2005 stehen fest. In spannenden Endspiel sowohl bei den Mädels wie auch bei den Jungs hat jeweils die Landesauswahl aus Bayern gewonnen.

Im Finale der Mädchen gewann Bayern 2:0 (25:15/36:34) gegen Sachsen, im Finale der Jungs gewann die Bayrische Auswahl 2:0 (25:11/25:18) gegen Nordbaden.

 

 

Deutschland - Yahoo-News

 Montag, 24. Oktober 2005

   http://de.sports.yahoo.com 

Olympiasieger dominieren in Brasilien

Salvador/Brasilien (dpa) - Beim Beach-Volleyballturnier der World Tour im brasilianischen Salvador setzten sich sowohl in der Männer- als auch in der Frauen-Konkurrenz die Olympiasieger durch.

 

 

Norddeutschland - Norderstedter Zeitung

 Montag, 24. Oktober 2005

   www.abendblatt.de 

Dritter Sieg der VCN-Frauen

NORDERSTEDT - Die Regionalliga-Volleyballfrauen des 1. VC Norderstedt haben sich nach dem verpatzten Saisonstart wieder gefangen. Das 3:1 (25:22, 18:25, 25:16, 25:21) gegen den Eimsbütteler TV war der dritte Sieg in Folge - und auch das dritte Spiel in Serie, in dem Trainerin Marina Cukseeva aktiv ins Geschehen eingriff.

Nur ein paar Ballwechsel zu Beginn des ersten Satzes durfte Annalena Broscheit auf der Diagonalposition für die an Grippe erkrankte Anna Peters schmettern. Danach mußte die 17jährige der früheren Erstliga-Angreiferin Cukseeva weichen. Broscheit: "Ein bißchen schade war das schon, wer guckt schon gerne zu?"

Zuspielerin Juliane Lüning blieb immerhin bis Ende des zweiten Satzes auf dem Feld. Für sie kam später Yuen Choi, die das Team aus dem zwischenzeitlichen Leistungstief wieder herausführte.

"Der ETV ist einfach eine unangenehm zu spielende Mannschaft", sagte Annalena Broscheit. Die Gäste präsentierten sich in der Moorbekhalle vor allem als block- und abwehrstark. Immer wieder kam der Ball zurück; die Norderstedterinnen waren so gezwungen, geduldig das Spiel neu aufbauen.

Die VCN-Frauen sind weiterhin erster Verfolger von Spitzenreiter VG Elmshorn und haben selbst noch alle Chancen auf die Meisterschaft. Männer-Coach Andreas Meinken fragte sich nach der 0:3-Heimpleite gegen den Eimsbütteler TV derweil, wo sein Team in der Regionalliga eigentlich hingehört. Nach drei Erfolgen zu Beginn der Saison, waren die Norderstedter diesmal gegen einen allenfalls mittelmäßigen Gegner völlig chancenlos. "Ich hatte nie das Gefühl, daß wir in dieser Partie auch nur einen Satz gewinnen könnten", so der VCN-Trainer.

Auch im dritten Durchgang war Andreas Meinken trotz einer zwischenzeitlichen 18:14-Führung noch nicht von der Qualität seiner Mannschaft überzeugt. "Vielleicht liegt es daran, daß wir gegen den Eimsbütteler TV in den vergangenen Jahren immer verloren haben", so der Coach. Der Kontrahent hatte so den psychologischen Vorteil, als "Angstgegner" der Norderstedter antreten zu können. "Da blockiert bei uns dann etwas", so Meinken, der nichts unversucht ließ, um die mentale Bremse in den Köpfen seiner Spieler zu lösen. Doch sämtliche Auswechslungen blieben ohne Effekt. Bis auf Zuspieler Sebastian Meister, der während der gesamten Partie auf dem Parkett stand, mußte jeder Akteur auf der Bank Platz nehmen.

masch

 

 

Deutschland - Harburger Rundschau

 Montag, 24. Oktober 2005

   www.abendblatt.de 

TV Fischbek an der Spitze

Dritter Sieg in Folge. Erfolgreiches Doppelwochenende: 3:0 gegen Leverkusen und 3:2 gegen den 1. VC Wiesbaden.

Fischbek - "Ich hätte nicht gedacht, daß es gleich so gut läuft", sagte Claudia Lehmann, der bislang letzte Neuzugang der Volleyball-Frauen des TV Fischbek. In allen drei Begegnungen stand die 20jährige von Beginn an auf dem Feld. "Claudia war ein Glücksgriff für uns", bestätigte Trainer Helmut von Soosten. Die frühere Suhlerin hat gehörigen Anteil daran, daß der TV Fischbek mit drei Siegen in die neue Saison gestartet und Tabellenführer ist. Zuerst besiegte der TV Fischbek vor 800 Zuschauern in der Sporthalle Süderelbe am Neumoorstück Bayer Leverkusen mit 3:0 (25:19, 25:23, 25:20). Zwei Tage später gab es ein 3:2 (25:18, 23:25, 25:20, 19:25, 15:12) über den hoch eingeschätzten Konkurrenten 1. VC Wiesbaden.

In allen drei Partien schmetterte die 20jährige Beachvolleyball-Spezialistin Claudia Lehmann auf der Diagonalposition. Zum Saisonauftakt in Suhl noch aus dem Grund, weil Kerstin Ahlke aus Studiengründen gefehlt hatte. Doch Lehmann machte ihre Sache so gut, daß Trainer Helmut von Soosten keinen Grund sah, irgendetwas an der Mannschaft zu ändern.

"Die Halle hat mir schon ein wenig gefehlt", sagte Claudia Lehmann, die den Erfolg sichtlich genießt. Klar ist: Mindestens bis Mai steht sie dem Klub zur Verfügung. Dann beginnt die Vorbereitung auf die nächste Strandsaison mit ihrer neuen Partnerin Julia Sude (Friedrichshafen). "Das hat Vorrang und ist so abgesprochen."

Die Stärke der 1,83 Meter großen Angreiferin ist ihre Ausgeglichenheit. Sie offenbart weder im Angriff noch in der Annahme große Schwächen. Vielmehr bringt Lehmann einen Hauch von Entspanntheit in das Fischbeker Team, der in den vergangenen zwei Jahren durchaus gefehlt hat. "Sie ist ein echter Glücksgriff für uns", sagte der sichtlich zufriedene Fischbeker Trainer.

Das gleiche Attribut verdient Außenangreiferin Joana Nemtanu (16), die offenkundig ziemlich unbekümmert am Netz agiert und Punkte macht. Auch Nationalspielerin Margarethe Kozuch zeigt sich in ihrer bisherigen Schwäche, dem Baggern, deutlich verbessert. Mit den Mittelblockerinnen Christina Benecke und Julia Kaufhold ist der Klub gut besetzt. Daß Elena Keldibekowa de Westreicher die beste Zuspielerin der Liga ist, wenn sie sich wohlfühlt, ist unbestritten. Und Libera Sabine Verwilt-Jungclaus ist seit Jahren eine Bank.

Trainer Helmut von Soosten wirkte nach dem Sieg über Bayer Leverkusen selbst ein wenig ungläubig. "Ich habe bis zum Schluß noch gedacht, das Ganze könne noch kippen", gab er zu. Doch so langsam muß er sich nach drei Erfolgen über Mannschaften, die zu den unmittelbaren Konkurrenten um den Einzug in die Meisterschaftsrunde gehören, an das Siegen aber gewöhnen.

Manfred Schäffer

 

 

Deutschland - Ahrensburger Zeitung

 Montag, 24. Oktober 2005

   www.abendblatt.de 

OSV begeistert gegen Düren

Nur 2:3-Niederlage gegen den Vizemeister. Oststeinbeker verspielen gegen den Champions-League-Teilnehmer eine 2:0-Satzführung.

Oststeinbek - Die Volleyballer des Oststeinbeker SV wußten nicht, ob sie sich freuen oder ärgern sollten. Freuen über die beiden unerwarteten Satzgewinne gegen den deutschen Vizemeister evivo Düren, oder ärgern, weil sie das Heimspiel gegen den Champions-League-Teilnehmer nach einer 2:0-Führung noch mit 2:3 (26:24, 25:17, 11:25, 18:25, 10:15) verloren. Immerhin: Der Erstliga-Aufsteiger aus Stormarn war einer Sensation recht nahe. Doch ganz waren die Volleyball-Gesetze vor 1000 begeisterten Zuschauern in der Sporthalle Wandsbek nicht außer Kraft zu setzen. Der haushohe Favorit mußte allerdings seine gesamte Cleverness aufbieten, um nicht zu straucheln.

Sogar der sonst so nüchtern wirkende Coach Bernd Schlesinger war von der Darbietung seiner Schützlinge angetan: "Das war das beste Spiel einer Oststeinbeker Mannschaft unter meiner Regie", sagte er bewegt und stolz. Und auch sein Kollege Bernd Werschek gab zu, "daß uns die Oststeinbeker im zweiten Satz an die Wand gespielt haben".

Der Gegner hatte zwar mit Zuspieler Björn-Arne Alber, Mittelblocker Kenneth Blanca und Außenangreifer Mauricio Arrua drei Akteure aufgeboten, die in dieser Saison noch nicht zum Einsatz gekommen waren. Und mit dem Venezuelaner Heriberto Quero blieb Dürens bester Angreifer sogar auf der Bank. Für ihn schmetterte Beachvolleyball-Profi Sven Anton. Dennoch hätten die Gäste gemessen an der individuellen Qualität den Klassenneuling klar in die Schranken weisen müssen. Wäre da nicht der unbändige Spaß der "Ostbek Cowboys" am Aufstieg und dem Aufeinandertreffen mit Spielern, die sie früher auch nur aus dem Fernsehen kannten. Das Oststeinbeker Ensemble funktioniert derzeit als echte Einheit, und das wiegt sehr viel auf. Erst als im dritten Satz wieder der Dürener Stamm-Zuspieler Ilja Wiederschein aufs Feld kam, kippte die Waage zugunsten der Gäste.

Zuvor hatten die Oststeinbeker den Ausfall von Diagonalangreifer Christian Proske verkraften müssen, der im ersten Satz beim Spielstand von 8:8 bei einem Rettungsversuch vom leeren Trainerstuhl abgerutscht war und sich eine Sprunggelenks-Verletzung zugezogen hatte. Nicht das einzige Handicap, das Schlesingers Mannen wegsteckten: Immerhin stand mit dem reaktivierten Sebastian Neufeld ein Zuspieler auf dem Feld, der vergangene Woche noch mit der zweiten Vertretung des OSV in der dritten Liga beim 1. VC Norderstedt verloren hatte. "Ich habe erst dreimal mit der Mannschaft zusammen trainiert", sagte der 23jährige. "Um so erstaunlicher diese Leistung."

"Ich bin überwältigt", sagte Manager Rüdiger Barth nach den 102 Spielminuten. Dazu hat er auch allen Grund: Denn in den ersten beiden Heimspielen der Saison verblüfften die "Cowboys" die deutsche Volleyball-Szene. Erst gegen Meister Friedrichshafen mit der südländischen Atmosphäre in der Halle, nun gegen Düren mit einer Leistung, die dem namenlosen Aufsteiger kaum einer zugetraut hätte.

Manfred Schäffer

 

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt

 Montag, 24. Oktober 2005

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Oststeinbeks starker Auftritt gegen Düren

HAMBURG - Beim ersten Heimspiel in der Volleyball-Bundesliga des Aufsteigers Oststeinbeker SV war noch das Publikum der "Star des Abends". 1800 Fans hatten gegen Meister Friedrichshafen die Sporthalle Rüterstraße in einen Partytempel verwandelt. Gegen Vizemeister Düren sorgte diesmal das Team für Furore, riß die 1000 Zuschauer mit und verlor nach zwei sensationellen Auftakt-Sätzen nur mit 2:3 (26:24, 25:17, 11:25, 18:25, 10:15). "Ich begreife nur nicht, warum die Oststeinbeker nicht alle Spiele in Wandsbek austragen", sagte Stefan Hübner, der Hamburger Co-Trainer der Dürener. Bessere Stimmung kann es auch nicht in der zu kleinen und zu flachen Halle des Aufsteigers geben.

Auch wenn Dürens Cheftrainer Bernd Werschek zeitweise seine Zweitbesetzung zuspielen und schmettern ließ, räumte er hinterher ein: "Den ersten Satz haben wir noch verschenkt, im zweiten hat uns Oststeinbek an die Wand gespielt." Erst mit der Hereinnahme des Stamm-Zuspielers Ilja Wiederschein kam der Umschwung. "Das war das beste Spiel einer Oststeinbeker Mannschaft unter meiner Regie", so Trainer Bernd Schlesinger mit Stolz in der Stimme.

Der Coach hatte den erst in dieser Woche reaktivierten Zuspieler Sebastian Neufeld (23) von Beginn an aufgeboten. Respekt war bei ihm nicht zu erkennen wie beim gesamten Team, aus dem Mittelblocker Felix Braun und Außenangreifer Patrick Stellmann herausragten. Bitter: Schon im ersten Satz war Diagonalangreifer Christian Proske bei einem Rettungsversuch über Schlesingers Stuhl gestolpert, mußte mit Verdacht auf Bänderriß ausgewechselt werden.

masch

 

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt

 Montag, 24. Oktober 2005

   www.abendblatt.de 

TV Fischbek wieder ein Spitzenteam

HAMBURG - Die neue Lässigkeit führt die Volleyballerinnen des TV Fischbek in der Bundesliga von Erfolg zu Erfolg. Mit dem 3:2 (25:18, 23:25, 25:20, 19:25, 15:12) über den 1. VC Wiesbaden haben die Hamburgerinnen nicht nur ihren zweiten Tiebreak in dieser Saison gewonnen, sondern auch ihr drittes Saisonspiel. In der Tabelle belegen sie mit 6:0 Punkten überraschend Rang zwei. Am Freitag hatte es in der Halle am Neumoorstück bereits ein 3:0 über Bayer Leverkusen gegeben. "Die Mannschaft hat in den vergangenen beiden Jahren nicht mehr so viel Spaß am Volleyball gehabt wie jetzt", hat Manager Horst Lüders beobachtet.

Offenkundig zahlt sich der Personalwechsel in der Sommerpause aus. Mit Zuspielerin Nicole Fetting (Vilsbiburg) und Außenangreiferin Johanna Barg (Außenangriff) waren zwei unzufriedene Spielerinnen gegangen. Alle Neuzugänge hingegen ordnen sich harmonisch in das Teamgefüge ein.

Bestes Beispiel: Diagonalangreiferin Claudia Lehmann (zuletzt in Feldkirch/Österreich) ist nicht nur auf dem Weg, zur Spaßmacherin zu werden. Die positive Haltung der Beachvolleyball-Spezialistin übertrage sich auf das Geschehen auf dem Feld, sagt Trainer Helmut von Soosten. Die 1,82 Meter große Angreiferin stabilisiere das Team zudem in der zuletzt wackeligen Annahme. Davon profitiert Spielmacherin Elena Keldibekowa, die jetzt das gesamte Bouquet ihrer technischen Möglichkeiten ausspielen kann. Als Volltreffer erwies sich auch die 16jährige Joana Nemtanu (Straubing). "Sie läßt sich auch durch Mißerfolge nicht stoppen", beschreibt von Soosten die mentale Stärken der schlagkräftigen Außenangreiferin.

Die Mannschaft soll nun noch auf zwei Positionen ergänzt werden. Als Kandidatin für die Position der zweiten Zuspielerin ist Adina Hinze (22, zuletzt Schweiz) im Gespräch. Und nach der Absage von Nationalmannschafts-Mittelblockerin Olessia Kulakova (zuletzt Schwerin) könnte die zur Zeit vereinslose Rumänin Anca Bergmann ihr Comeback beim TV Fischbek feiern.

masch

 

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten

 Montag, 24. Oktober 2005

   www.westline.de 

WSU kämpft sich ins Endspiel vor

-wol- Warendorf. Nach einer Stunde und 58 Minuten war die Entscheidung gefallen. Die Volleyballerinnen der Warendorfer SU sind gestern Abend nach einem schwer erkämpften 3:2 (17:25, 17:25, 25:17, 25:23, 15:11)-Erfolg beim Zweitliga-Rivalen Alemannia Aachen ins Finale des Pokals vom Westdeutschen Volleyballverband eingezogen.

 

 

Deutschland - Münstersche Zeitung

 Montag, 24. Oktober 2005

   www.westline.de 

USC: "Nicht begriffen, was passiert"

vilsbiburg - Axel Büring war mehr als nur stocksauer. Das 0:3 des USC Münster gestern in der Neuauflage des Meisterschaftsfinals 2005 beim Vize Rote Raben Vilsbiburg hat den Meistermacher aus Münster regelrecht schockiert.

 

 

Deutschland - Münstersche Zeitung

 Montag, 24. Oktober 2005

   www.westline.de 

Emlichheim zu stark für geschwächte USC-Reserve

Münster - Die Zweite Frauen-Mannschaft des USC Münster musste am Samstag gegen den Erstliga-Absteiger SC Union Emlichheim eine 1:3 (25:18, 18:25, 13:25, 20:25)-Heimniederlage hinnehmen.

 

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung

 Montag, 24. Oktober 2005

   www.lvz-online.de 

VVL: Ganz unten statt weit oben

Markranstädt. Während seine Spieler mit hängenden Köpfen vom Parkett schlichen, haderte Zoran Nikolic mit den Schiedsrichtern. "Wir wurden bei zwei entscheidenden Punkten im Tie-Break benachteiligt."

 

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung

 Montag, 24. Oktober 2005

   www.lvz-online.de 

Leipzig: Zwei Stunden lang Dramatik pur

Markranstädt. War es tatsächlich die willensstärkere Mannschaft, die sich am Ende eines denkwürdigen Volleyball-Derbys glücklich in den Armen lag? Oder hatte nach zwei Stunden erbitterten und fairen Kampfes einfach das glücklichere Team das bessere Ende für sich? Darüber lässt sich ausgiebig streiten.

 

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung

 Montag, 24. Oktober 2005

   www.svz.de 

Schwerin: Nervosität und Gegner besiegt

SSC-Volleyballerinnen gewinnen erstes Saison-Heimspiel gegen Braunschweig 3:0

Schwerin - "Das erste Heimspiel der Saison ist immer etwas Besonderes, man ist angespannt und aufgeregt", sagte SSC-Trainer Tore Aleksandersen nach dem mühevollen 3:0 (24, 16, 24)-Erfolg seiner Volleyballerinnen gestern Nachmittag gegen den USC Braunschweig.

 

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung

 Montag, 24. Oktober 2005

   www.svz.de 

Parchim: Erste Zähler eingefahren

Schwachen Gegner klar beherrscht / In Schlussphase zu viele Fehler

Parchim - Gegen den Zweitligaaufsteiger BTS Neustadt-Bremen zeigten die Parchimer Volleyballerinnen gestern Nachmittag eine ansprechende Leistung und setzten sich klar mit 3:0 Sätzen durch und erkämpften damit die ersten Tabellenpunkte der laufenden Saison.

 

 

Deutschland - Sächsische Zeitung

 Montag, 24. Oktober 2005

   www.sz-online.de 

DSC: Die Weste bleibt weiß

Die Volleyballerinnen des DSC gewinnen beim Köpenicker SC mit 3:0.

Zwei Spiele, zwei Siege, zweimal in drei Sätzen. „Das ist ein guter Start in die Bundesliga“, sagte ein zufriedener Arnd Ludwig. Der Trainer der Volleyballerinnen sah am Freitagabend vor etwa 600 Zuschauern in 67 Minuten ein 3:0 (25:21, 25:17, 25:23) seiner Schützlinge beim Köpenicker SC.

 

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung

 Montag, 24. Oktober 2005

   www.nrz.de 

VVH träumte einen Satz lang

Moers wackelte im ersten Durchgang vor 750 Zuschauern in der Wolfskuhle. Danach siegte Routine.

Allerlei Selbstvertrauen hatten die Humänner von ihrem Überraschungs-Sieg aus Leipzig mitgebracht. Das schmeckte dem Moerser SC gar nicht, der im Bundesliga-Duell der Volleyballer am Samstagabend vor 750 Zuschauern in der gut besetzten Wolfskuhle ganz schön gefordert wurde.

 

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung

 Montag, 24. Oktober 2005

   www.nrz.de 

Zachrich machte den Sack zu

Moerser SC setzte sich letztendlich souverän mit 3:0 bei Humann Essen durch. Nur im ersten Satz war´s eng.

Letztendlich souverän setzte sich Volleyball-Bundesligist Moerser SC am Samstagabend mit 3:0 (29:27, 25:16, 25:15) beim Aufsteiger VV Humann Essen durch und befindet sich mit nun 4:4-Punkten auf Platz sechs im ruhigen Fahrwasser der Tabelle. 

 

 

Deutschland - Freies Wort

 Montag, 24. Oktober 2005

   www.freies-wort.de 

Loncar: „Das war psychologisch ganz wichtig“

Interview mit Natasa Loncar, VfB Suhl

Sie war gestern eine der stärksten Spielerinnen im Trikot des VfB Suhl: Natasa Loncar. Sie teilte sich die Aufgaben im Mittelblock mit Sherri Williams bzw. mit Maja Ilic.

 

 

Deutschland - Freies Wort

 Montag, 24. Oktober 2005

   www.freies-wort.de 

Sonneberg: Fast wär’s in die Hose gegangen

BAD SAULGAU – Der 1. Sonneberger VC 04 kam in der Bad Saulgauer Kronriedhalle mit einem blauen Auge davon. Mit 3:2 siegte der Zweitliga-Spitzenreiter und kämpfte sich dabei nach einem 0:2 zurück in die Partie

 

 

Deutschland - Freies Wort

 Montag, 24. Oktober 2005

   www.freies-wort.de 

Suhl: Sie müssen nur dran glauben

Na also, es geht doch: Im dritten Spiel der neuen Saison gelang dem VfB 91 Suhl der erste Sieg. Mit 3:1 (25:13, 25:12, 23:25, 25:23) schlugen sie gestern den Aufsteiger VC Muldental Grimma.

 

 

Deutschland - Alemannia Aachen-News

 Montag, 24. Oktober 2005

     

„Sieg und Niederlage“ für „Ladies in Black and Red!“

Das Novum der Aachener Volleyballszene endete ein wenig traurig, denn eigentlich hätte es ein Doppelerfolg werden können. Zunächst jedoch fand das wichtigere der beiden Spiele, das Meisterschaftsspiel der Alemannia-Zweitliga-Volleyballerinnen gegen den Aufsteiger von VC Essen-Borbeck statt. Und hier hatten die Aachenerinnen erneut einen schlechten Spielstart gebucht. Auch ein Blitzstart (4:1) vermochte diesmal nicht die gewohnten Nervositäten des ersten Satzes der Aachenerinnen zu verhindern (13:19), so dass dieser Durchgang an die frisch und locker aufspielenden Aufsteigerinnen ging.

Ab Durchgang zwei dann das erwartete Bild: Alemannias Spielerinnen beherrschen Gegnerinnen und Spiel und ziehen dies souverän bis zum Matchball durch. Zu einfach und durchsichtig das Spiel der Gäste: nur Meter-Bälle über die Mitte und immer schwächer werdende Außenangreiferinnen konnten zunehmend vom guten Block der Alemannia  „gepflückt“ werden oder wurden in der Abwehr entschärft. Dagegen erwischte Zuspielerin Audrey Hervel einen guten Tag, was die Verteilung der Pässe anging: Mal der Aussenangriff, mal die Mitte, mal die Diagonalspielerin und zusätzlich auch noch häufig Hinterfeldangriffe, die bedient wurden, so dass sich die Essenerinnen niemals richtig auf das Angriffsspiel einstellen konnten. Und dann die Aufschläge Alemannias: hier könnte man direkt mehrere Spielerinnen nennen, welche Essen Probleme bereiteten, doch eine gilt es herauszuheben: Ruth Flemig! Alleine 20 Punkte wurden bei ihrem Service gemacht, wovon 10 im zweiten Satz  bei einer Aufschlagserie gelangen (!). Nach dem Matchball feierte man mit seinem Traumpublikum, um dann etwas zu regenerieren.

Und nach genau einer Stunde, an gleicher Stelle, dann das Halbfinale im WVV-Pokal gegen den Ligakonkurrenten Warendorfer SU: Ca. 200 Zuschauer waren in der Halle verblieben (die Ligakonkurrenz – mit wenigen Ausnahmen – hat bei einer normalen Zweitligapartie nicht soviel Publikum!) und trieben die Aachenerinnen in den ersten zwei Sätzen in einen Spielrausch. Es schien, als hätte das Match gegen Essen vorher gar nicht statt gefunden. Sogar die normalerweise schwere Anfangsphase sparte man sich diesmal. Logisch deshalb der klare Gewinn der ersten beiden Sätze. Doch dann – ab Durchgang drei – passierten häufig konzentrationsbedingte Fehlerserien, welche sicherlich den Ursprung in nachlassender Kraft hatten.

Doch trotzdem wurde die Partie offen gehalten. Im vierten Satz konnten die Alemannia-Mädels einen 19:15-Vorsprung nicht für einen möglichen Matchgewinn nutzen, un der Tie-Break war bis zum 9:9 noch durchaus offen. Und auch hier brach die Konzentration etwas ein, folglich zieht Warendorf als Gewinner des Halbfinales ins Finale nächsten Sonntag gegen USC Münster II ein.

Alemannias Spielerinnen können trotzdem stolz sein, denn in diesen 9 Sätzen innerhalb von 5 Stunden blitzten immer wieder sehr gute Aktionen auf und alleine das Wissen, an einem normalen Spieltag Warendorf besiegen zu können, macht diesen Doppelspieltag im Nachhinein mehr als positiv! In der Tabelle steht man sogar als Tabellendritter punktgleich (nach Minuspunkten) mit den Führenden Berlin-Spandau und WiWa Hamburg. Was will man mehr?

André Schnitker

 

 

Deutschland - Oststeinbeker SV-News

 Montag, 24. Oktober 2005

     

Cowboys wachsen gegen Düren über sich hinaus

Etwas Großes musste passiert sein, in diesem Match. Bernd Schlesinger, stets anspruchsvoller Trainer der Ostbek Cowboys, hob in der folgenden Pressekonferenz plötzlich an, seine Spieler zu loben, jeden einzelnen namentlich – und hörte gar nicht mehr auf. „Das haben sich die Jungs verdient“, sagte er, als er es bemerkte, „das war das beste Spiel, das je ein Oststeinbeker Team gemacht hat.“ Trotzdem entführte am Ende evivo Düren, der deutsche Vizemeister, mit 3:2 (24:26, 17:25, 25:11, 25:18, 15:10) die Punkte aus der Wandsbeker Sporthalle.

Vor rund 1000 Zuschauern ließ der Champions-League-Teilnehmer zunächst einige seiner Asse draußen, in Sven Anton hatte man dennoch einen Punktegaranten auf dem Feld. Zunächst schienen die ambitionierten Gäste die Hausherren in den Griff zu bekommen, zumal zur Hälfte des ersten Satzes OSV-Hauptangreifer Christian Proske bei einer Rettungsaktion über Schlesingers Stuhl stolperte, umknickte und mit Verdacht auf  Bänderdehnung ausschied. Martin Hofmann kam für ihn, das Oststeinbeker Urgestein. Und mit Hofmann kämpften sich die Cowboys immer mehr in das Match, brachte nahezu jeden Ball wieder zurück, übten selbst ordentlich Druck aus, während Düren überraschende Fehler produzierte.

Auf Seiten der Cowboys hatte Trainer Schlesinger gegenüber des Spiels in Berlin gleich drei Änderungen in der Startformation vorgenommen. Für Jan Buhrmester rückte erwartungsgemäß Stefan Trienen wieder in den Mittelblock, für Björn Domroese und Timo Timpe begannen Patrick Stellmann und Sebastian Neufeld, gerade erst reaktiviert. „Ich wollte einfach frische, unbeschwerte Leute bringen, zuletzt waren wir ein bisschen verkrampft“, sagte Schlesinger. Es sollte sich als Glücksgriff herausstellen. Neufeld zog das Spiel des OSV so geschickt auf, als habe er seit Monaten intensiv mit der Mannschaft trainiert, war stark in Aufschlag und Abwehr, während Stellmann gegen den mächtigen Block der Dürener zweieinhalb Sätze lang mit frappierender Regelmäßigkeit punktete.

Nach dem etwas glücklichen 26:24 im ersten Satz, den Düren trotz Satzballs abgab, drehte der Aufsteiger im zweiten Satz noch mehr auf, die Cowboys agierten nun auf einem Niveau, das man ihnen bislang nicht zugetraut hatte. Alle erwarteten, dass Düren dagegenhielt, doch das Gegenteil geschah. Die Halle stand Kopf, die Zuschauer lagen sich in den Armen, 25:17, kaum zu glauben. „Den zweiten Satz hat sich Oststeinbek wirklich verdient“, sagte Dürens Trainer Bernd Werscheck, „großes Kompliment, die Mannschaft hat da am Limit gespielt. Mit meinem Team aber war ich in dieser Phase natürlich überhaupt nicht zufrieden.“

Zwei Wechsel brachten nach der Zehn-Minuten-Pause den Umschwung zugunsten Dürens: Zunächst kam für Steller Björn-Arne Albers Nationalspieler Ilja Wiederschein, der mit seinen krummharten Auschlägen fleißig punktete, und  in der Annahme der sichere Thomas Kröger für den enttäuschenden Argentinier Mauricio Arrua. Ob die Oststeinbeker, die Sensation vor Augen, plötzlich nervös wurden? Oder ob schlicht die Kraft nicht reichte, das klassische Problem, wenn begabte Amateure auf Vollprofis treffen? Jedenfalls baute der OSV ab, Düren spielte von nun an auf dem erwarteten Niveau. Zwar gelang es ihnen niemals, den Hexenkessel zum Schweigen zu bringen – die Fans feuerten ihre Cowboys selbst beim Stand von 6:16 im dritten Satz frenetisch an -, aber sie gaben sich fortan keinerlei Blöße mehr. „Schade“, sagte Martin Hofmann, „wenn wir nur noch einmal in Schlagweite gekommen wären, wenn es nur noch einmal eng geworden wäre, wäre ich gespannt gewesen, ob die sich retten. Dann wäre hier die Hölle los gewesen.“

Aber Düren behielt kühlen Kopf – und den Ostbek Cowboys blieb als Trost, nach ihrem aufopferungsvollem Kampf wieder Standing Ovations geerntet zu haben. Doch diesmal nicht, wie noch gegen Meister Friedrichshafen, aus Sympathie für einen chancenlosen Verlierer, sondern aus überwältigter Zuneigung zum knapp gescheiterten Underdog. „Ein unglaubliches Publikum“, sagte Kapitän Buhrmester, und Schlesinger gab zu, „so eine Stimmung in meiner Karriere ganz, ganz selten erlebt zu haben.“

OSV-Abteilungschef Jan Schneider saß nach dem zweistündigen Match bleich da, aber lächelnd, endlich ein Bier in der Hand. Erst um 18 Uhr hatten seine Mitstreiter und er in die Halle gekonnt, alles musste in Rekordzeit aufgebaut werden. „Das ist hart an der Grenze des Machbaren“, sagte Schneider. „Aber wir sind stolz auf dieses Team. Und wir dürfen stolz sein auf die Fans. Ich kenne kein Volleyball-Publikum, das so begeistert mitgeht. Einfach geil.“

Nun geht es für den Neuling (Siebter, 2:6 Punkte) kommenden Sonntag zum Schlusslicht VV Leipzig (0:8 Punkte). Nach deren völlig missratenem Saisonstart, die Nerven liegen blank in Sachsen, dürfen die Cowboys auf eine reelle Siegchance lauern. „Ich hoffe, dass die Jungs jetzt begriffen haben, was sie können“, sagte Cowboys-Coach Schlesinger, „und ich hoffe, dass sie wissen, dass wir noch härter arbeiten müssen, um diese Leistung konstant zu bringen. Leipzig ist angeschlagen, aber wir werden wieder am Limit spielen müssen, um daraus Kapital zu schlagen.“

 

 © 1999-2005 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel