News

 Mittwoch, 10. Mai 2006 

JtfO: Talk mit Westphal und Steuerwald
TVR: EnBW Regional AG als Hauptsponsor
Christian Pampel gleicht mit Piräus aus
Sieben DVV-Frauen-Duos in Modena
Matysik und Koreng bilden neues Team
Kalifornisches Flair mitten im Ruhrpott
Zu wenig Teilnehmer - Turniere im Alten Land gefährdet
Gut wären zehn Prozent der Opernzuschüsse

Mai 2006

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Deutschland - Jugend trainiert für Olympia-News

 Mittwoch, 10. Mai 2006

   

JtfO: Talk mit Westphal und Steuerwald

63 Gold-, Silber- und Bronzemedaillen in sechs Sportarten und 21 Wettkampfklassen wurden beim 71. JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA-Bundesfinale in Berlin vergeben. Eine ganze Woche lang waren zumindest Teile der Hauptstadt fest in den Händen von 3.500 Schülerinnen und Schülern und ihren betreuenden Lehrkräften. Das Frühjahrsfinale hat für viel Bewegung in der Stadt gesorgt - in den Sporthallen und dank des sonnigen Frühlingswetters auch in den Straßen und auf den Plätzen der Stadt. Wer in diesem Jahr zu den glücklichen Bundessiegermannschaften gehört und welche Überraschungssieger es gab, alle Spielergebnisse und die Platzierungen 4-16 finden sich auf den Seiten des offiziellen Ergebnisdienstes: http://www.sport-pol-online.de/jtfo/jtfo_spring/index.php 

Zum Auftakt der Volleyballvorrunde fand auf dem Spielfeld Nummer 1 das JTFO-Pressegespräch mit zwei Bundesligaspielern des SCC Berlin statt. "Mit Herz und Freude hart trainieren" lautete der Rat von Volleyballprofi Dirk Westphal an alle, die einmal in seine Fußstapfen treten möchten - in der Volleyballbundesliga und in der Nationalmannschaft. Ein paar Mal durfte er sich das Trikot mit dem Adler schon überstreifen und das motiviert natürlich besonders.

Nicht nur die Eltern und der Trainer, sondern eben auch die Schule müsse in den Anfangsjahren hinter den Talenten stehen. Die Meinung vertrat Patrick Steuerwald, der vor drei Jahren mit dem Graf-Zeppelin-Gymnasium gegen das Coubertin-Gymnasium und seinen heutigen Teamkollegen Dirk Westphal im Endspiel des JTFO-Bundesfinales vor 3000 Leuten im Velodrom verloren hat. "Ganz wichtig sind die Freistellungen für die Lehrgänge", sagte er beim JTFO-Talk. Auch Dirk Westphal erinnerte sich noch ziemlich genau an das JTFO-Finale und das Gänsehautfeeling im Velodrom. "JTFO bedeutete für mich große Wettkämpfe gegen große und starke Gegner. Das Niveau ist schon anspruchsvoll und der Wettbewerb hat mich eine Stufe vorangebracht in meiner Entwicklung."

Auch der Vorsitzende der Kommission JTFO, Dietmar Hiersemann, der DVV-Vizepräsident Götz Moser und JTFO-Turnpatin Yvonne Musik ließen es sich nicht nehmen, ihre Statements zum Wettbewerb und Antworten auf die Frage "Ist JTFO ein Sprungbrett zu Olympia ? " zu geben.

Gepritscht, gebaggert und geschmettert wurde natürlich auch - mit folgenden Endergebnissen:

Berlin ist im Volleyballnachwuchsbereich nach wie vor eine Bank: In allen vier Wettkampfklassen haben sich die Berliner Schulteams bis ins Endspiel bzw. ins Spiel um Platz drei gespielt. Für drei Siege und eine Niederlage wurden sie mit Gold-, Silber- und Bronzemedaillen belohnt.

Die Goldmedaillen gab es für die Jungen (WK III) und die Mädchen (WK II) des Coubertin-Gymnasiums, die sich in ihren Endspielen gegen das Sportgymnasium Dresden und das Helmholtz-Gymnasium Heidelberg durchsetzen konnten.

In der Wettkampfklasse II der Jungen mussten sich die Coubertin-Schüler in einem hart umkämpften Endspiel gegen das Landschulheim Kempfenhausen, Berg beim Stand von 1:2 im vierten Satz mit 31:33 Punkten geschlagen geben.

Im kleinen Finale der Wettkampfklasse III der Mädchen gelang der Flatow-Oberschule Berlin gegen die Realschule Emlichheim aus Niedersachsen ein 2-Satz-Erfolg. Im Endspiel standen sich das Sportgymnasium Schwerin und das Einstein-Gymnasium Angermünde gegenüber. Die Mädchen aus Mecklenburg-Vorpommern ließen in beiden Sätzen nichts anbrennen und gewannen mit 25:17 und 25:15 verdient die Goldmedaillen.

WK III Jungen:
1. Coubertin Gymnasium Berlin
2. Sportgymnasium Dresden (Sachsen)
3. Carl-Humann-Gymnasium Essen (NRW)

WK II Jungen:
1. Landschulheim Kempfenhausen, Berg (Bayern)
2. Coubertin Gymnasium Berlin
3. Sportgymnasium Dresden (Sachsen)

WK III Mädchen:
1.  Sportgymnasium Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern)
2.  Einstein Gymnasium Angermünde (Brandenburg)
3. Flatow-Oberschule Berlin

WK II Mädchen:
1.  Coubertin-Gymnasium Berlin
2.  Helmholtz-Gymnasium Heidelberg (Baden-Württemberg)
3.  Sportgymnasium Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern)

Alle Volleyballergebnisse: http://www.sport-pol-online.de/jtfo/jtfo_spring/volleyball/

Abschlussparty mit Siegerehrung und Showprogramm in der Max-Schmeling-Halle

Die Finalwoche in Berlin endete mit der großen Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle, die zum dritten Mal von Christian Keller moderiert wurde. Der JTFO-Botschafter und Weltklasseschwimmer begrüßte neben den "frisch gebackenen Bundessiegerteams" und den 3.500 Sporttalenten und ihren betreuenden Lehrkräften auch zahlreiche Ehrengäste aus Sport und Politik sowie die Vertreter/-innen der Sponsoren des Bundeswettbewerbs der Schulen von Karstadt Sport, Kellogg's, Deutsche Bahn, McDonald's, Eurosport, Molten und AWI. Dr. Hans-Bernhard Beus, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern überreichte nach dem Winterfinale nun schon zum zweiten Mal die Medaillen und Pokale, u.a. gemeinsam mit dem mehrfachen Olympiasieger im Canadier, Andreas Dittmer, dem Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen im Handball, Klaus-Dieter Petersen, und dem ALBA-Coach und mehrfachen deutschen Pokalsieger im Basketball, Henrik Rödl.

Die Eurosport-Videoclips sowie Fotos vom Bundesfinale gibt's unter www.jtfo.net. Eine Filmdokumentation über das Frühjahrsfinale wird voraussichtlich Ende Juni auf DVD erscheinen, die gegen eine Schutzgebühr von 5 € zzgl. Portokosten bei der JTFO-Geschäftsstelle bestellt werden kann (E-Mail: geschaeftsstelle.deutsche-schulsportstiftung@im.nrw.de); bitte Versandadresse nicht vergessen.

 

 

Deutschland - TV Rottenburg-News

 Mittwoch, 10. Mai 2006

   

TVR: EnBW Regional AG als Hauptsponsor

Nach einer sehr erfolgreichen Saison in der 2. Volleyball Bundesliga und einer riesigen Euphorie in Rottenburg und dem ganzen Umland ist es dem TV Rottenburg (TVR) nun gelungen, einen neuen Hauptsponsor zu gewinnen. Mit der EnBW Regional AG präsentiert der TVR einen renommierten Konzern aus Baden-Württemberg. Diese Partnerschaft ist, neben der außergewöhnlichen Unterstützung durch das Publikum mit 1350 verkauften Dauerkarten, ein enorm wichtiger Bestandteil, um die Erstligasaison verantwortlich planen zu können.

TVR-Manager Papenheim dazu: “Es freut uns sehr, mit einem Partner diesen Formats eine Partnerschaft eingehen zu können. Die Verhandlungen waren zu jeder Zeit fair, ergebnisorientiert und vertrauensvoll.“ Die EnBW Regional AG erhält ein ganzes Paket von Werbepräsenzen, wobei das Logo auf der Trikotvorderseite das Augenfälligste ist.

Beide Partner haben eine klare Ausrichtung auf Baden-Württemberg. Der TVR hat den größten Teil seines Teams mit Athleten aus dem Ländle besetzt. Die EnBW Regional AG, eine Tochter der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, ist Netzbetreiber in Baden-Württemberg und auch aus dieser Funktion heraus eng mit den Kommunen im Land verbunden. Sie ist fest mit dem Land verwurzelt und übernimmt Verantwortung für die Region. Aus Rottenburger Sicht ist sie ein leuchtendes Vorbild, die mit ihrem breit angelegten Engagement den Spitzensport und diverse Veranstaltungen in Baden-Württemberg überhaupt erst ermöglicht.

 

 

International - DVV-News

 Mittwoch, 10. Mai 2006

   

Christian Pampel gleicht mit Piräus aus

Ziemlich überraschend konnte Christian Pampel mit seinem Interims-Verein Piräus in der Halbfinalserie gegen Top-Favorit Thessaloniki ausgleichen: Piräus siegte am gestrigen Montag Abend mit 3:2 (34:32 22:25 25:22 19:25 15:7), sodass am Donnerstag, 11. Mai, in Thessaloniki die Entscheidung fällt.

Pampel spielte erneut stark und steuerte 19 Zähler zum Sieg bei. Thessaloniki, Zweiter der Champions League Spielzeiten 2004/05 und 2005/06, hatte in der Serie bereits mit 2:0-Spielen geführt.

Die Finalserie, die eigentlich schon starten sollte, ist um eine Woche nach hinten verschoben worden und startet so erst am kommeden Sonntag.

 

 

Deutschland - DVV-News

 Mittwoch, 10. Mai 2006

   

Sieben DVV-Frauen-Duos beim Saisonauftakt in Modena

Nachdem die nationale smart beach tour am vergangenen Wochenende in Bonn sonnig in die Saison 2006 gestartet ist, beginnt in dieser Woche auch die internationale Swatch FIVB World Tour. Vom 10. bis 14. Mai baggern die weltbesten Frauen-Duos in Modena/Italien um den ersten Turniersieg. Die Männer starten zwei Wochen später in Shanghai/China in die World Tour.

In Modena sind sieben DVV-Duos dabei, wobei allerdings lediglich Stephanie Pohl/Okka Rau (beide Hamburger SV) und Rieke Brink-Abeler/Hella Jurich (beide USC Münster) für das am 11. Mai beginnende Hauptfeld gesetzt sind. Die Teams Geeske Banck/Susanne Lahme (FT Adler Kiel/VC Olympia Berlin), Helke Claasen/Antje Röder (beide VC Olympia Berlin), Sara Goller/Laura Ludwig (beide Hertha BSC), Michaela Eckl/Mireya Kaup (beide TSV Sonthofen) und Anja Günther/Jana Köhler (beide VC Olympia Berlin) sind allesamt in der Qualifikation und müssen zunächst am 9. Mai in deutsch-deutschen Duellen gegeneinander antreten, bis zwei Teams übrig bleiben. Diese treten dann in der Qualifikation am 10. Mai an.

Demnach geht es von Beginn an zur Sache. Während fünf Teams unverändert in die Saison gehen, startet Susanne Lahme gezwungenermaßen einen Neuanfang: Ihre Partnerin Danja Müsch beendete nach der vergangenen Saison ihre Karriere und Lahme fand in der 25-jährigen Geeske Banck eine neue Partnerin. Ganz verzichten kann und muss Lahme auf Müsch aber nicht. Die dreifache Olympia-Teilnehmerin ist Trainerin von Banck/Lahme.

Banck/Lahme rutschen ins Hauptfeld

Glück für das neuformierte DVV-Nationalduo Geeske Banck/Susanne Lahme (FT Adler Kiel/VC Olympia Berlin): Aufgrund der Absage eines kubanischen Teams rutschte das deutsche Duo als Nummer eins der Nachrücker in das Hauptfeld des ersten Turniers der World Tour in Modena/Italien.

 

 

Deutschland - Seaside Beach Club-News

 Mittwoch, 10. Mai 2006

   

Matysik und Koreng bilden neues Team

Essen, 09.05.06. Der Beachvolleyball - Nationalspieler und zweimalige Europameister, Markus Dieckmann, muss aufgrund von Rückenproblemen auf unbestimmte Zeit pausieren. Nach dem bereits sein Partner Jonas Reckermann die erste Saisonhälfte passen musste, erwischte es im April auch Markus Dieckmann selbst.

Für Eric Koreng, der an der Seite von Markus Dieckmann als Interimspartner für Jonas Reckermann angreifen wollte, ein bitterer Schlag. „Das ist bitter. Ich hatte mich sehr auf die World Tour an der Seite von Markus gefreut, von dem ich natürlich noch viel hätte lernen können. Im Trainingslager in Brasilien haben wir uns intensiv vorbereitet und wirklich gut zu einander gefunden“ so der sympathische Leipziger, der inzwischen für den Seaside Beach Club Essen e.V. spielt.

„Vor Verletzungen werden wir leider alle nicht verschont und so gilt es nach vorn zu schauen. Nach intensiven Gesprächen mit Markus Dieckmann sowie Kay Matysik habe ich mich für die Zusammenarbeit mit Kay Matysik entschieden, mit dem ich in dieser Saison sowohl die FIVB World Tour, die CEV-Serie wie auch die Beach Cup Serie spielen werde“, so Eric Koreng. Kay Matysik konnte im Jahr 2005 mit seinem Partner Marcus Popp das Masters in Essen und Dresden sowie das Challenger Turnier in Cagliari gewinnen. Außerdem belegte er Platz drei bei der Deutschen Meisterschaft am Timmendorfer Strand. In diesem Jahr startete Kay Matysik nicht weniger erfolgreich. Mit seinem Partner Niklas Rademacher belegte bereits Platz zwei bei den Indoor Classics und konnte am letzten Wochenende die smart beach tour in Bonn gewinnen. Kay Matysik ist also mehr als eine Notlösung. 

Ganz im Gegenteil, beide Athleten brennen auf die gemeinsame Saison und haben hohe Erwartungen. Kay Matysik: „Beim Beach Cup in Leipzig, unserem ersten gemeinsamen Turnier, wollen wir natürlich in Erics Heimatstadt unserer Favoritenrolle gerecht werden und den Titel holen. Danach geht es nach Alanya, wo wir im Hauptfeld stehen. Unser Ziel ist es, das interne Duell mit Kröger-Hübner um den Status und die Förderung als Nationalteam vier für uns zu entscheiden, so der Berliner Kay Matysik. Und Eric Koreng fügt hinzu:„ International wollen wir Erfahrung sammeln  und uns im Hauptfeld der FIVB World Tour etablieren, wogegen wir national schon am Ende der Saison einen Platz auf dem Treppchen am Timmendorfer Strand anstreben. Kay hat dies ja schließlich 2005 bereits erfolgreich vorgemacht“.

Wer die beiden sympathischen Sunnyboys live erleben will, der sollte am kommenden Wochenende nach Leipzig kommen. Dort sind die beiden an Position eins gesetzt.

Michael Werzinger

 

 

Deutschland - Sportsandevents-News

 Mittwoch, 10. Mai 2006

   

Kalifornisches Flair mitten im Ruhrpott

smart beach tour Essen 2006

Pünktlich zur smart beach tour in Essen verwandelt sich der Kennedyplatz vom 19. bis 21. Mai in ein riesiges Sport- und Partyareal. Bereits zum zehnten Mal in Folge ist der beliebte Treffpunkt in der City Austragungsort eines offiziellen Ranglistenturniers des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV).

Das fachkundige und  begeisterungsfähige Publikum kann sich auf eine Topp-Besetzung freuen. Marvin Polte und Thorsten Schoen, Überraschungs-Vierte der Beach-WM 2005 in Berlin, führen die Meldeliste des 16er Männerfeldes an. Dicht auf ihren Fersen lauern die Zweitplatzierten der smart beach tour Bonn, Florian Huth und Stefan Uhmann. Auf die Unterstützung der heimischen Fans hoffen die Lokalmatadoren Stephan Kern und Martin Plöntzke vom VV Humann Essen.

Bei den Frauen sind Joana Domagala und Stefanie Hüttermann vom VC Essen-Borbeck für das am Samstag startende Hauptfeld gesetzt. Als Toppfavoriten starten allerdings die beiden DVV-Nationalteams Geeske Banck/Susanne Lahme (Kiel/Berlin) und Anja Günther/Jana Köhler (Berlin). Am Freitagmittag beginnen die Qualifikationsspiele auf den drei Courts. Jeweils 10 Teams kämpfen bei den Frauen und Männern um die 4 freien Hauptfeldplätze.

 

 

Norddeutschland - Harburger Rundschau

 Mittwoch, 10. Mai 2006

   www.abendblatt.de 

Zu wenig Teilnehmer - Turniere im Alten Land gefährdet

Konkurrenzveranstaltung des Landesverbandes sorgt für Unruhe

JORK - Für die Ausrichtung seiner Beachvolleyball-Turniere hat Rolf Schmitt vom TuS Jork stets viel Lob bekommen. Und so freute er sich auf den siebten Durchgang in diesem Jahr, zumal es wieder Punkte für die deutsche Rangliste geben sollte. Jetzt ist das Turnier für Männer und Frauen auf vier Plätzen hinter dem Schulzentrum am 3./4. Juni in Frage gestellt.

"Uns fehlen vor allem bei den Männern die Anmeldungen", sagte Schmitt. Eine Mitschuld habe der Niedersächsische Volleyball-Verband (NVV), der zeitgleich das Top-Ten-Turnier in Norderney ausrichtet. "Eigentlich wollte ich unser Turnier schon absagen", so Schmitt. Doch die NVV-Verantwortlichen hätten ihn überredet, es noch einmal zu versuchen. Dabei scheint das Frauenturnier weniger gefährdet. Die Besonderheit in Jork: Während in Norderney das Hauptfeld in zwei Tagen Sieger und Plazierte ausspielt, wird im Alten Land nur einen Tag gebaggert.

Von den 32 Starterplätzen bei den Frauen sind 16 vergeben, bei den Männern erst acht. "Wenn wir bis zum 22. Mai nicht für beide Turniere jeweils 20 Starter registrieren, sage ich ab", kündigt Rolf Schmitt an. Hintergrund: Die Preisgelder von insgesamt 1500 Euro werden komplett aus den Startgebühren refinanziert. Einen Sponsor konnte Schmitt nicht finden, auch wenn sich einige lokale Unternehmer mit kostenlosem Obst für die Aktiven engagieren. Das Risiko für die Abteilung sei einfach zu groß.

masch

 

 

Hamburg - Hamburger Abendblatt

 Mittwoch, 10. Mai 2006

   www.abendblatt.de 

Gut wären zehn Prozent der Opernzuschüsse

Breitensport: Udo Bandow fordert Umdenken. Der Chef des HSV-Aufsichtsrats will die Basis stärken, "sonst wird Hamburg keine Sportstadt".

Hamburg - Udo Bandow (74) ist seit 1996 ehrenamtlicher Aufsichtsratsvorsitzender des HSV. Den Präsidenten der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg beschäftigt aber nicht nur die Entwicklung des Profifußballs. Bandow, unter anderem als Leichtathlet bei der LG Alster Nord noch jede Woche aktiv, liegt auch der Breitensport am Herzen. Und vor allem Hamburg als Sportstadt.

"Der gesellschaftliche Stellenwert des Sports in der Stadt wächst, der Sport hat in Hamburg aber immer noch nicht den Rang, der ihm aufgrund seiner Bedeutung für die Gesundheit, für das soziale Miteinander, die Integration, die lokale Wirtschaft und das Standortmarketing zusteht", sagt Bandow. In einem Gespräch mit dem Abendblatt fordert Bandow nun einen Masterplan für den Hamburger Sport. "Mir fehlt die administrative und personelle Koordination vieler Bereiche, besonders im Sportstättenbau und bei der Kooperation Schule/Verein. Vieles war in der Vergangenheit dem Prinzip Zufall überlassen. Das muß sich ändern. Gerade durch die Ganztagsschulen, die ich aus Gründen der Chancengleichheit sehr begrüße, werden die Jugendlichen künftig weniger Zeit haben, Sport im Verein zu treiben." Warum, fragt Bandow, können die Klubs nicht in enger Zusammenarbeit mit den Schulen und im pädagogischen Austausch mit den Sportlehrern den Sportunterricht zu einem erheblichen Teil übernehmen ?

Die Ernennung von Andreas Ernst zum Sportstaatsrat in der Bildungs- und Sportbehörde sei jetzt ein Schritt in die richtige Richtung. Ernst ist das erste Regierungsmitglied eines Bundeslandes, das ausschließlich für den Sport zuständig ist. "Das werte ich als Signal", sagt Bandow.

Der Sport, so Bandow, werde von drei Säulen getragen: dem Leistungssport, den Veranstaltungen und der Basis. "Die sportlichen Erfolge des HSV, im Hockey und im Handball, die Tennis- und Reitturniere, Events wie der Marathon, die Cyclassics und der Triathlon, der Bau einer neuen Leichtathletik-Trainingshalle und verschiedener neuer Leistungszentren am Olympiastützpunkt reichen jedoch nicht für den Begriff Sportstadt aus." Hierfür müsse auch in der Breite gearbeitet werden. Die in Hamburg laufenden Überlegungen, Sportstätten und Turnhallen an die Vereine zu übertragen, sei "hundertprozentig richtig". Die Staatsquote müsse auf allen Ebenen verringert, "public zu private" werden. Weil die Vereine diese umfangreichen Aufgaben nicht ohne nachhaltige Zuschüsse leisten können, habe die Stadt mehr - statt wie zuletzt geplant weniger - Gelder für den Breitensport aufzuwenden.

Woher diese kommen könnten, darüber hat sich Bandow bereits Gedanken gemacht: "Die Staatsoper erhält jährlich von der Stadt Zuschüsse von rund 40 Millionen Euro. Würden nur zehn Prozent davon dem Sport zufließen, wäre ein Teil der Problematik des Breitensports gelöst." Bandow ist kein Kulturfeind, im Gegenteil, er besucht regelmäßig Aufführungen der Staatsoper. "Beim HSV kostet die teuerste Karte um 400 Euro, in der Oper nur 110. Auch wenn die Kosten beim HSV für Geschäftsleute zum größten Teil abzugsfähig von der Steuer sind, ist der Unterschied zur Oper zu groß. Ich persönlich möchte meinen Opernbesuch in dieser Preisklasse nicht von anderen Steuerzahlern subventioniert haben." Wer 110 Euro für eine Opernkarte ausgebe, sei grundsätzlich bereit, das Doppelte zu zahlen. "Natürlich sollen Karten weiter bezuschußt werden, damit die Oper für jeden Hamburger erschwinglich bleibt. Für die besseren Plätze sehe ich diese Notwendigkeit jedoch nicht."

Bandows Fazit: "Wenn wir es als Stadt nicht schaffen, die Basis des Sports dauerhaft zu stärken, ist es schwer vorstellbar, daß wieder einmal Olympiasieger und Weltmeister aus Hamburg kommen." Jeder sportliche Erfolg sei nicht nur beste Werbung für die Stadt, "er steht auch für die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit seiner Bewohner". Und diese Kriterien werden im weltweiten Wettbewerb der Standorte immer wichtiger.

Alexander Laux

 © 1999-2006 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Magazin von Peter Neese und Dennis Wenzel