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Mo, 25.09. - So, 01.10.2006 Aus Copyright-Gründen darf zu Berichten von Zeitungen, die ihr Einverständnis zur direkten Wiedergabe nicht erteilt haben, nur ein Link gesetzt werden. Sollte ein Link nicht mehr funktionieren, kann auf individuelle Nachfrage unter Angabe von Datum und Titel der Bericht aus dem Privat-Archiv angefordert werden.
NA.Hamburg:
Stärkerer Wille brachte Erfolg Fünfsatz-Krimi
gegen VC Wiesbaden Hamburg,
den 29.9.2006. In einer an Dramatik nicht zu überbietenden Freitagabend-Partie,
feierte NA.Hamburg gemeinsam mit ihren 600 Fans den ersten Heimsieg in der Arena
Süderelbe. „Das war heute ganz wichtig. Wir wollten auf keinen Fall mit drei
Niederlagen in die WM-Pause gehen. Jetzt hoffen wir auf den nächsten Sieg in
Leverkusen“, gab Diagonalspielerin Freitag,
29.09.2006, 20.00 Uhr, AreNA Süderelbe Zwei
Richtungsweisende Blocks der defensiv starken Nach
dem Wechsel kam der Fischbeker Angriffsmotor etwas ins stocken. Die Gäste aus
Wiesbaden, insbesondere Steffi Lehmann und Anika Schulz, hielten ihre Mannschaft
weiterhin im Rennen und ließen NA.Hamburg nicht davon ziehen. Im Gegenteil. Die
Hessinnen schafften die Wende und konnten zum ersten Mal mit 15:19 in Führung
gehen. Die Hanseatinnen variierten
ihr Angriffspiel und wehrten sich gegen den drohenden Satzverlust. Doch VC
Wiesbaden hielt jeglichen Druck Stand, so dass
sie mit 20:25 auf 1:1-Sätze ausglichen. Auch
in Durchgang drei waren die Wiesbadenerinnen wesentlich besser auf die
Offensivvarianten der Norddeutschen eingestellt. Mit „Arriba,
Arriba“-Anfeuerungsrufen trieb der argentinische Gäste-Trainer Ferradas seine
Mädels zum hart umkämpften 25:27und damit der 1:2-Führung an.
In Durchgang vier war es die engagiert spielende Außenangreiferin
„Maggi“ Kozuch, die an ihre überzeugende Leistung von Durchgang eins anknüpfte
und immer wieder Lücken im gegnerischen Feld fand.
Bis zum Ende des vierten Satzes mussten die 600 Zuschauer zittern, ehe
sie nach 29 Minuten erlöst wurden. Trotz eines Matchballs für die Gäste
blieb die Mannschaft
von Kapitän
Rote
Raben in allen Belangen überlegen Aufsteiger
WiWa Hamburg bekommt Volleyballdemonstration Eine
Volleyballdemonstration bekamen sichtlich überforderten Spielerinnen von WiWa
Hamburg von den Roten Raben geboten, als sie am Freitag Abend in der
Vilsbiburger Vilstalhalle antraten. Mit einem deutlichen 0:3 im Gepäck mussten
sie die Heimreise wieder antreten. Der Vizemeister war den Gästen aus Hamburg
in allen Belangen überlegen und spulte sein Programm vor etwa 790 Zuschauern in
nur 64 Minuten souverän ab. Dann hatten sie die Sätze mit 25:17, 25:11 und
25:13 unter Dach und Fach. Damit haben die Roten Raben die ersten drei Spiele in
der Saison 2006/2007 siegreich absolviert und gehen jetzt in die WM-Pause. Obwohl
oder gerade weil sie den Gegner nicht kannten, waren die Roten Raben von Beginn
an hoch konzentriert. Katja Wühler & Co. zeigten dem Hamburger Aufsteiger
von Beginn an, wer in der Vilstalhalle das Sagen hat. Dabei spielte Maja Pachale
diese Mal in der Startformation und Birgit Thumm rückte auf die
Mittelblock-Position. Mit dieser Variante konnte Raben-Trainer Michi Merten den
bedauerlichen Ausfall von Inga Vollbrecht gut kompensieren. Die Mittelblockerin
hatte sich im Training eine Bänderverletzung zugezogen und wird am kommenden
Mittwoch operiert werden müssen. Wann sie wieder eingesetzt werden kann, ist
noch nicht sicher. Doch auch ohne die 19-jährige Berlinerin hatten die Raben
das Team von WiWa Hamburg stets im Griff. Diese produzierten eine Reihe von
Eigenfehlern und hatten ihre Probleme bei den Angaben. Gleich reihenweise
segelten sie ins Aus. Die Roten Raben spielten dagegen ihr Spiel unbeeindruckt
zu Ende und Maja Pachale setzte mit einem krachenden Schmetterball den
Schlusspunkt unter den ersten Satz. Die
Überlegenheit des Vizemeisters wurde im zweiten Satz noch deutlicher. Beim 6:1
und beim 10:2 nahm WiWa-Trainerin Marina Cukseeva ihre beiden Auszeiten, konnte
damit aber den Rhythmus der Gastgeberinnen in keiner Weise stören. Die Raben
agierten hoch konzentriert und gestatteten sich, trotz des deutlichen Vorsprungs
keine Schwäche. So konnte sich Trainer Michi Merten beim Stand von 23:10 den
Luxus leisten, Zuspielerin Ivnna Lacerda Sampaio auszuwechseln und die
Jugendspielerin Mona Kressl zu bringen. Auch ohne Zuspielerin brachten die Raben
den zweiten Satz locker mit 25:11 nach Hause. Der
dritte Satz war ein Spiegelbild der ersten beiden. Die Raben agierten souverän
und abgeklärt, ohne dass WiWa Hamburg die technischen Möglichkeiten hatte, dem
Vizemeister Paroli zu bieten. Dazu waren sie in der Angabe zu unsicher, im Block
zu instabil und bei ihren Angriffen zu durchsichtig. Auch in diesem Satz brachte
Michi Merten in der Schlussphase wieder Mona Kressl für Ivnna Lacerda Sampaio.
Diese bedankte sich gleich mit einem Punkt für die Einwechslung und Regina
Burchardt war es dann, die mit dem Punkt zum 25:13 das Spiel beendete. Bei
der anschließenden Pressekonferenz meinte Jetzt
gehen die Roten Raben erst einmal in die WM-Pause, bis sie am 24. November einen
der Meisterschaftsfavoriten, den
Dresdner SC, um 20 Uhr in der Vilsbiburger Vilstalhalle erwarten. Keine Pause
hat dagegen Nationalspielerin Birgit Thumm, die sich in Kürze wieder auf den
Weg zur Nationalmannschaft macht. Natürlich möchte sie mit allen Kräften
mithelfen, dass das deutsche Nationalteam bei der Weltmeisterschaft vom 31.
Oktober bis 16. November in Japan mit einem vernünftigen Ergebnis abschneidet. Für die Zuschauer wurde es auch nach dem schnellen Spiel der Roten Raben noch einmal unterhaltsam. Der „Weinkurier“, der sonst die Sponsoren in der VIP-Lounge mit leckeren Weinen versorgt, hatte dieses Mal auch den Tanzsportverein Rocking Dance Company Dingolfing mitgebracht. Die drei Showtanzgruppen „Rocking Heartbeat“, „Rocking Skylights“ und „Rockig Flashkicks“ zeigten eine bunte Mischung aus Rock'n'Roll, Boogie Woogie und Showtanz, die die Zuschauer mit reichlich Applaus bedachten.
OSV-Spieler
wollen intensiver trainieren OSTSTEINBEK
- Der Frust nach der Niederlage bei Aufsteiger SVF Neustadt-Glewe musste raus.
Und so setzten sich die Volleyball-Männer des Oststeinbeker SV ohne Trainer
Joachim Müller zusammen. "Unser Training muss besser werden", sagte
Mannschaftsführer Björn Domroese als Fazit der Zusammenkunft. Gegen den SSF
Bonn, Gast an diesem Sonnabend (20 Uhr) in der Walter-Ruckert-Halle, darf es
nicht noch eine Pleite gegen einen Aufsteiger geben. Als
Kritik am Coach will Domroese seine Worte aber nicht verstanden wissen.
"Wir, die Spieler, müssen intensiver im Training arbeiten", erläutert
er. Trainer Die
Niederlage in Neustadt sei aber kein Beinbruch, so Domroese: "Das ist zwar
ärgerlich, aber die Liga ist ausgeglichen. Meister wird man dieses Jahr auch
mit sechs oder acht Minuspunkten." masch
Harburg:
Bundesliga-Stars sagen spontan zu Sportgala:
Fußball-Altherrenauswahl lädt nach Harburg ein. Im Dezember stellen sich
Volleyball- und Handball-Damen gemeinsam in den Dienst der guten Sache. Harburg
- Das hat es noch nie gegeben: Die Top-Sportlerinnen aus dem Süden Hamburgs präsentieren
sich gemeinsam bei einer Veranstaltung. Für den guten Zweck treten die
Bundesliga-Handballerinnen des Buxtehuder SV und die
Bundesliga-Volleyballerinnen von NA.Hamburg (vormals TV Fischbek) bei einer
Sportgala in Harburg an, die am 28. und 29. Dezember in der Sporthalle
Kerschensteinerstraße stattfinden wird. Zum
ersten Mal lädt die Harburger Fußball-Altherren-Auswahl, die sich im Jahre
2001 gegründet und der Deutschen Muskelschwundhilfe verschrieben hat, zu diesem
Sportereignis ein. "Bisher haben wir Spenden gesammelt bei unserem
Sommerfest sowie den Turnieren im Beachsoccer und im Hallenfußball", sagte
Peter Feder vom Spendenausschuss der Auswahl. Die Organisatoren um Peter Feder
bedauern aber, dass nur etwa 800 Zuschauer gleichzeitig bei der fast 24 Stunden
dauernden Sportgala in die "Kersche" dürfen. Neben
den Topspielen der Buxtehuder Handballfrauen gegen einen internationalen Gegner
(im Gespräch ist das Team Esbjerg aus Dänemark) und der Volleyballdamen von
NA.Hamburg gegen eine mit Erstligaspielerinnen gespickte Hamburger
Polizei-Auswahl sind weitere Highlights geplant. So wird es ein Kicker-Turnier
nach den Regeln des Deutschen Tischfußballbundes und die zweite Harburger
Meisterschaft im Torwandschießen geben. Außerdem im Programm sind ein Spiel
der Regionalliga-A-Mädchen der SG Wilhelmsburg und des Buxtehuder SV, ein
Musikfrühschoppen und ein nicht ernst gemeinter Wettbewerb verschiedener
Harburger Altherren-Teams um das Fußballsportabzeichen. Besonders
freute sich Peter Feder über die spontane Zusage der Bundesliga-Prominzenz.
Handball-Nationalspielerin Stefanie Melbeck (Buxtehuder SV) sowie Matthias Lorenz
"Wir werden jeden Satz feiern" 31.08.2006 – Ende der achtziger Jahre war Hamburg Volleyballhochburg - der Männer. Der HSV gehörte zu den Topklubs in Europa, wurde dreimal in Serie Deutscher Meister. Wenig später ging es bergab. Im Gegensatz dazu hat sich die Hansestadt nun zur ersten Adresse für hochklassiges Damen-Volleyball entwickelt. Mit WiWa Hamburg hat nach dem TV Fischbek ein weiterer Verein den Sprung ins Oberhaus geschafft.
WiWa
Hamburg: Mit Vollgas in die Bundesliga Erstmals treten die Volleyballerinnen von WiWa Hamburg am Freitag in der 1. Bundesliga auswärts an – Gegnerinnen sind die Vorjahreszweiten Rote Raben Vilsbiburg. Die Bayern stehen trotz des eingeleiteten Umbruchs bereits wieder an der Tabellenspitze. „Wir können unbekümmert aufspielen und wollen auch ohne die Unterstützung unseres Wandsbeker Publikums hochklassigen Volleyball zuspielen“, gibt Trainerin Marina Cukseeva die Marschroute vor. Erstmals mit im Team:
Veronik Olszewska auf der Diagonalposition. Nachdem das 18-jährige Talent beim
fulminanten Heimspiel-Debüt gegen Schwerin nicht mitwirken durfte, hat die DVL
nun die Spielgenehmigung erteilt. Nicht mit unterwegs sind Susanne Qualmann
wegen universitärer sowie Andrea Gerbig und Silke Niemeyer wegen beruflicher
Verpflichtungen und Anca Bergmann. Im Anschluss reist das Team in Hamburgs
Partnerstadt Dresden für das Punktspiel am Sonntag um 16.00 Uhr. Inklusive nächtlicher
Rückfahrt aus Dresden sind die Wandsbekerinnen dann fast 70 Stunden unterwegs
gewesen. Nach so langer Busfahrt ist es eine gute Nachricht, dass das Auswärtsspiel
gegen den USC Münster vom nächsten Freitag (6.10). auf den 8.12. verlegt wurde
– eine erneute Busreise entfällt. Das Heimspiel gegen den VfB Suhl ist somit
das letzte Spiel vor der langen Bundesliga-Pause bis Ende November. Mit der
Unterstützung des Publikums will WiWa Hamburg wieder begeisterndes Volleyball
in der Sporthalle Wandsbek zeigen. Dauerkarten für die gesamte Saison sind
telefonisch unter 040.685482 oder elektronisch unter karten@wiwa-hamburg.de
zu bestellen und kosten 70 Euro – inklusive aller Heimspiele in den Play-Offs
und im DVV-Pokal.
„Dieses
Jahr ist jede Menge Pfeffer drin“ Erstes
Heimspiel für NA.Hamburg Hamburg,
den 28.9.2006. Die Mannschaft von NA.Trainer Helmut von Soosten konnte am
vergangenen Sonntag viel Selbstvertrauen tanken. Gegen die italienischen Gäste
von Euromac Mix Casale Monferrato gewannen die Hamburgerinnen vier Sätze in
Folge (25:11; 25:21; 25:19; 25:13) und feierten mit über 800 Fans in der AreNA
Süderelbe die Saisoneröffnung. „Dieses Testspiel war eine kleine
Standortbestimmung für uns im internationalen Volleyball. Wir haben viel
experimentiert und einige neue Spielzüge ausprobiert. Monferrato kann aber
deutlich besser spielen und stand sich selbst im Wege. Interessant wird es, wenn
wir mehr Widerstand kriegen“, blickt von Soosten dem kommenden Wochenende
gespannt entgegen. NA.Hamburg
Volleyball – 1. VC Wiesbaden Mit großer
Gegenwehr müssen die Fischbekerinnen schon am Freitag in ihrem ersten
Pflichtspiel in eigener Halle rechnen. Der überraschend stark gestartete VC
Wiesbaden wird für die NA.Hamburg-Damen der erste Heimspielgegner der neuen
Saison. Keine leichte Aufgabe für den Vorjahres-Sechsten, da Wiesbaden schon früh
seinen Rhythmus gefunden hat und seine beiden ersten Partien deutlich gewinnen
konnte. Gegen 1.320 Zuschauer
behielten die Hessinnen die Nerven und besiegten den USC Münster in dessen
Halle mit 3:0. Nur zwei Tage später erfolgte der nächste Triumph, indem der
VfB Suhl ebenfalls glatt mit 3:0 aus der Halle gefegt wurde. Ein Grund
dafür ist mit Sicherheit die Verpflichtung von Nationalspielerin Tanja
Hart. „In dieser Saison schlägt Wiesbaden härter auf, der Block ist besser
postiert und ihr Angriffsspiel ist flexibler. Hinzukommt, dass sie mit Tanja
Hardt die erste Zuspielerin der deutschen Nationalmannschaft stellen. Dennoch
schätze ich Wiesbaden ähnlich stark ein wie uns. Ich denke wir liegen auf
Augenhöhe, daher wird es eine enge Partie“, prognostiziert von Soosten. TSV
Bayer 04 Leverkusen – NA.Hamburg Volleyball Im Gegensatz zum VC Wiesbaden verlief der Saisonstart von Bayer 04 alles andere als optimal. Mit zwei Niederlagen gegen Dresden (0:3) und Münster (2:3) befindet sich die Mannschaft von Headcoach Alberto Salomini schon zu Beginn der Saison in der unteren Tabellenhälfte. Für NA.Trainer Helmut von Soosten keine Überraschung: „Leverkusen hat drei neue Spielerinnen aus Braunschweig und zwei aus China. Die Chinesinnen sind erst seit zwei Wochen da und noch nicht eingespielt. Darin sehe ich unsere Chance. Im Allgemeinen haben sich viele Mannschaften personell verstärkt, so dass der Ausländeranteil deutlich höher geworden ist. Neun Mannschaften werden im diesem Jahr um die vier Meisterrunden-Plätze spielen. Das ist jede Menge Pfeffer drin.“
Cowboys
wollen sich gegen Bonn rehabilitieren Es
war ein schwarzer Tag für die Ostbek Cowboys, dieser 23. September. Die
1:3-Niederlage bei Aufsteiger Neustadt-Glewe kam unerwartet und schmerzt noch
immer gewaltig. Nun hat das Team von Joachim Müller die Chance auf
Wiedergutmachung. Im zweiten Heimspiel der neuen Saison trifft der OSV am Samstag, 20 Uhr, in der Walter-Ruckert-Sporthalle auf Fortuna Bonn (um 17 Uhr treffen die Pirates auf Elmshorn). Gewiss kein Selbstgänger, schließlich hat der Aufsteiger Bonn im ersten Spiel der Saison den favorisierten Erstliga-Absteiger Essen mit 3:0 aus der Halle gefegt. Doch vor eigenem Publikum fällt es den Cowboys naturgemäß nicht sonderlich schwer, ins Rollen zu kommen. „Jetzt kann und muss das Team zeigen, dass es Charakter hat“, sagte Manager Rüdiger Barth. Die schweren Spiele im Oktober unter anderem gegen Essen und Hildesheim werden den Weg der Mannschaft weisen. Und der soll schließlich wieder nach oben in die erste Liga führen. Dazu ist eine gute Ausgangsposition durch den zweiten Heimerfolg fast schon Pflicht. Trainer Müller ist vor dem dritten Spieltag optimistisch: „Wir haben sehr gut trainiert diese Woche und bei der Mannschaftssitzung am Montag die Unzulänglichkeiten des vergangenen Wochenendes analysiert. Die Gründe für die Niederlage waren hausgemacht. Die eigenen Fehler werden wir am Wochenende abstellen.“ Aufpassen muss der OSV, bei dem alle Spieler einsatzbereit sind, auf den Bonner Diagonalspieler und Hauptangreifer Christoph Schwenk und die beiden Mittelblocker. Hallensprecher wird am Samstag erstmals in dieser Saison Yared Dibaba sein, der das OSV-Publikum schon im vergangenen Jahr auf Touren brachte und sonst bei den Beachvolleyball-Masters und beim WM-Fanfest in Hamburg als Einheizer fungierte. Im Restaurant Fairways auf der Golfrange steigt nach dem Spiel wieder die traditionelle After-Game-Party mit Spielern und Fans als gemeinsamer Ausklang des hoffentlich erfolgreichen Volleyballabends.
NA.Hamburg:
Vor WM-Pause punkten FISCHBEK
- Die vier Sätze gegen den italienischen Zweitliga-Klub Monferrato zur Saisoneröffnung
waren eine gute Sache", sagte Christina Benecke, Mannschaftsführerin der
Volleyball-Frauen der NA.Hamburg. Zwar treten die Fischbekerinnen erst heute
Abend in der AreNA Süderelbe (20 Uhr, Neumoorstück) gegen den 1. VC Wiesbaden
zum ersten Heimspiel in der Bundesliga an, "aber die erste Aufregung vor
der Saisonpremiere sind wir los", so die Mittelblockerin. Dabei
wird das NA-Team auch alle Konzentration für das Spiel gegen die Hessinnen benötigen.
Denn der Tabellensiebte des Vorjahres ist mit zwei Siegen ohne Satzverlust
optimal gestartet. Darunter war auch ein 3:0 über Fischbek-Bezwinger VfB Suhl.
"Unser gutes Training in der Woche stimmt mich optimistisch", sagte
Christina Benecke. Am
Sonntag geht es außerdem zu Bayer Leverkusen. "Mindestens eins der beiden
Spiele werden wir gewinnen, möglich sind auch zwei Siege", so Christina
Benecke. Schließlich wolle das Team in die nach dem Wochenende beginnende
WM-Pause möglich ohne Belastung gehen, dazu sind Pluspunkte unbedingt
notwendig. Die
Wiesbadenerinnen haben sich auf einer Position wesentlich verbessert.
Nationalmannschafts-Zuspielerin Tanja Hart zieht die Fäden des Aufbauspiels.
Die Stärken und Schwächen Harts kennt Benecke aus dem Nationalteam aber sehr
genau. masch
Beim
SC Potsdam ist der VCN Außenseiter NORDERSTEDT
- Wir sind in fast jedem Spiel Außenseiter", sagt Thomas Broscheit,
Trainer und Manager der Volleyball-Frauen von Zweitliga-Aufsteiger 1. VC
Norderstedt. Das gelte natürlich auch für den Auftritt beim SC Potsdam am
morgigen Sonnabend (16 Uhr). "Daran ändert auch unsere gute Vorstellung
beim 2:3 gegen Vizemeister SCU Emlichheim nichts", so Broscheit. Obwohl:
Die Erkenntnis ist da, auch einen der Topklubs an den Rand einer Niederlage
bringen zu können - oder vielleicht sogar noch mehr. Das Selbstvertrauen ist
gestärkt. Positiv ist auch, dass alle Spielerinnen mit nach Potsdam werden
reisen können. Änderungen
in der Aufstellung sind hingegen wenig wahrscheinlich. So setzt Thomas Broscheit
weiterhin auf das Zuspiel von Juliane Lüning. Allerdings auch, weil Routinier
Martina Schwarz immer noch Probleme mit ihrem operierten Knie hat und nicht voll
einsatzfähig ist. masch
HAMBURG
- Dieser Modus ist nur blöde", sagt Christina Benecke, Mannschaftsführerin
der Volleyball-Frauen der NA.Hamburg. Am Wochenende hat der Süderelbe-Klub sein
erstes Saisonspiel beim 2:3 in Suhl bestritten. Nun folgen heute (20 Uhr,
Neumoorstück) das erste Heimspiel gegen den 1. VC Wiesbaden und am Sonntag der
Auswärtsvergleich bei Bayer Leverkusen. Danach geht der Bundesligaspielbetrieb
in eine siebenwöchige WM-Pause. "Die
Deutschen sind die einzigen WM-Teilnehmer, soweit mir bekannt, die so etwas
machen", erklärt Nationalspielerin Benecke. Alle anderen starten erst nach
der WM in Japan (31. Oktober bis 16. November) ihre nationalen Meisterschaften.
Am Dienstag reist Benecke mit Diagonalangreiferin Margareta Kozuch nach
Heidelberg zum Abschlusslehrgang der Nationalmannschaft. "Wir sind trotzdem
voll auf den Verein konzentriert", verspricht sie. Aufsteiger
WiWa Hamburg kann heute im Auswärtsspiel bei den Roten Raben Vilsbiburg auf
Talent Veronik Olszewska (18) zurückgreifen. Die Deutsche Volleyball-Liga
stufte die in Hamburg aufgewachsene Polin als Volleyball-Deutsche ein. Der Klub
spart somit etwa 2000 Euro Freigabegebühren. masch
ETV-Frauen:
Erfolgreich im ersten Saison-Heimspiel ETV gewinnt 3:2
gegen Absteiger Neustadt-Glewe Nach fast zweistündigem
Kampf waren Freude und Erschöpfung gleichermaßen groß. Die Frauen des ETV
besiegten in einem spannenden Fünfsatz-Match das Team aus Neustadt-Glewe. Dabei
hatte es nach dem ersten Satz so einfach ausgesehen. Der ETV spielte von Anfang
an konzentriert und druckvoll, während die Gäste müde und fast lustlos
wirkten, so dass der Durchgang mit 25:20 überraschend klar an die ETV-Damen
ging. Zu Beginn des zweiten
Satzes führten drei unnötige Fehler der Gastgeberinnen dazu, dass das Team aus
Neustadt-Glewe Aufwind bekam und besser ins Spiel fand. Der ETV dagegen verlor
den Faden und in der Folge den Satz mit 19:25. Auch im dritten Satz agierten die
Gastgeberinnen anfangs mutlos und besonders in der Annahme schlecht. Das Spiel
belebte sich erst durch die Einwechselung dreier neuer Spielerinnen. Aus einer
Aufschlagserie kämpfte sich das Team von einem 17:23 Rückstand noch auf 23:23
heran. Der Satz ging dann zwar trotzdem an die gegnerische Mannschaft, aber die
Gastgeberinnen hatten sich wieder ins Spiel gebracht. Das zeigte sich im vierten
Durchgang, der mit guten Annahmen und schönen Angriffen über die Mitte mit
25:21 auf deren Konto ging. Den anschließenden
Tiebreak begannen die ETV-Frauen auf der Sonnenseite – was in diesem Fall
allerdings bedeutete, dass die Aufschläge direkt aus der Sonne kamen und die
Annahme deutlich beeinträchtigt war. Mit großem Kampf in teilweise sehr langen
Ballwechseln verlief der Satz bis zum Seitenwechsel ausgeglichen. Beim
Spielstand von 10:9 für die Gastgeberinnen hatte Trainer Ulrich Kahl dann eine
geniale Eingebung. Er wechselte May- Britt Förster zum Aufschlag ein und diese
avancierte mit einer perfekten Serie kurzer Aufschläge gegen die in die Sonne
guckenden machtlosen Neustädter Annahmespielerinnen, zur Matchwinnerin. Nach dieser Anstrengung dürfen sich die ETV-Damen nächstes Wochenende ausruhen, um dann am 7. Oktober in alter Frische und mit dem Selbstbewusstsein des ersten gewonnen Fünfsatz-Spiels im Gepäck die längste Fahrt der Saison nach Stralsund anzutreten.
USC:
Heimspiel gegen WiWa wird verlegt Das
Bundesligaheimspiel des USC Münster gegen WiWa Hamburg findet nicht am
kommenden Freitag (6. Oktober) statt. Die Partie wurde auf die Zeit nach der
WM-Pause verschoben. Ein genauer Termin steht jedoch noch nicht fest.
OSV:
Gipfeltreffen in der Verbandsliga Am
vergangenen Samstag trafen sich drei Topteams (CVJM 1, OSV 1, ETV 2) der
Hamburger Verbandsliga der Frauen zum gemeinsamen Spieltag in der Sporthalle an
der Zeisigstraße. Der Spieltag wurde für alle Beteiligten zu einem echten Härtetest,
denn in insgesamt 15 Sätzen schenkten sich die gegnerischen Teams nichts und
boten den Zuschauern 3 kampfbetonte Partien. Die
OSV Damen mussten im ersten Spiel des Tages gegen den ETV 2 antreten. Diese
Mannschaft ist neu formiert in die Saison gegangen und besteht im Wesentlichen
aus RL erfahrenen Spielerinnen, die um einige Talente ergänzt wurden und auch
ein neues Trainergespann bekam. Beide
Teams lieferten sich knapp 2 Stunden einen offenen Schlagabtausch, den die OSV
Damen geführt von Zuspielerin Maja Tomaschunas dann im Tie-Break letztendlich
verdient und mit 15:10 auch klar für sich entscheiden konnten. Danach
durften die Oststeinbekerinnen den ebenfalls knapp zweistündigen Wettstreit
zwischen der CVJM 1 und dem ETV beobachten, bei dem der ETV im Tie-Break mit
einem Netzroller das bessere Ende für sich hatte. Wer geglaubt hatte, die
Spielerinnen der CVJM gingen nun niedergeschlagen ins Spiel gegen den OSV, sah
sich spätestens im zweiten Satz eines Besseren belehrt. Nach
gewonnenem erstem Satz versäumten es die Oststeinbekerinnen nachzusetzen und
ließen die Gastgeberinnen vor allem durch Eigenfehler immer besser ins Spiel
kommen. Mit 13:25 wurden die OSV Damen deutlich für das Unterschätzen des
Gegners bestraft. Die beiden Folgesätze wurden bestimmt vom engagierten
Kampfgeist beider Teams in der Feldabwehr. Beide gewannen je einen Satz und so
musste zum dritten Mal an diesem Tag der Tie-Break entscheiden. Wie
schon im Spiel gegen den ETV dominierten die OSV Damen nun wieder den Gegner.
Neuzugang Inga Hansmann blieb es vorbehalten den Match Point des Tages mit einem
Aufschlag-Ass zu verwandeln. Das
OSV Team dürfte nach nun schon drei gewonnenen Tie-Breaks ausreichend
Selbstvertrauen für die kommenden Begegnungen gesammelt haben. An der Konstanz
muss das Team aber weiterhin intensiv arbeiten, denn die hohe Eigenfehlerquote
bringt die Oststeinbekerinnen zu oft in Schwierigkeiten.
WiWa:
Begeisterung trotz 0:3 gegen Schwerin „Wir
spielen gegen Schwerin auf Sieg!“, hatte Trainerin Marina Cukseeva
selbstbewusst vor dem Anpfiff verkündet und die Spielerinnen von WiWa Hamburg
setzten den Schweriner SC von Beginn an mächtig unter Druck. Ungeordnet und
hilflos wirkten die Aktionen der Double-Gewinnerinnen aus Mecklenburg teilweise.
Das Wandsbeker Publikum tobte und berauschte sich am unermüdlichen und
erfolgreichen Einsatz der Aufsteigerinnen. Die Fans standen während der
Schlussphase des spannenden ersten Satzes auf den Sitzen, doch den
Schwerinerinnen gelang es zwei Satzbälle für WiWa Hamburg abzuwehren – mit
28:30 gewannen schließlich die Gäste den ersten Durchgang. Sichtbar über das
spektakulär aufspielende Team von WiWa Hamburg überrascht, zeigte der
Schweriner SC - ohne die verletzte Sylvia Roll - in den folgenden beiden Sätzen
den jungen Hamburgerinnen ihre Grenzen: Mit beeindruckender Athletik und Präzision
knallten die Schmetterbälle in die Hälfte von WiWa Hamburg. Mit 15:25 und
12:25 gingen die beiden weiteren Durchgänge mit dem gebührenden Abstand an die
Titelverteidigerinnen. „Das
Team von WiWa Hamburg gefällt mir. Es macht Spaß den jungen Spielerinnen
zuzusehen – ich bin begeistert über diese tolle Leistung“, kommentierte der
Staatsrat der Behörde für Bildung und Sport Andreas Ernst nach Spielende.
Ebenso enthusiastisch reagierte auch Krista Sager, Hamburger
Bundestagsabgeordnete und Mitglied im WiWa-Förderkreis: „Schwerin war am Ende
deutlich überlegen, aber mich freut, dass unser Team kämpft. Da macht das
Zuschauen wirklich Spaß!“ „Wenn es den Spielerinnen gelingt die Leidenschaft des ersten Satzes über drei Sätze zu halten, werden wir mehr Spiele gewinnen, als viele zur Zeit erwarten.“, legt sich Trainerin Marina Cukseeva fest. Am nächsten Wochenende stehen zwei Auswärtsspiele an – bei den Roten Raben aus Vilsbiburg und dem Dresdner SC.
ETV-Männer:
Heimspielpremiere geglückt! Am Samstag konnte der
Eimsbütteler TV im ersten Saisonheimspiel der Regionalligasaison 2006/2007
einen ungefährdeten 3:0 Sieg gegen den Lokalrivalen VG WiWa Hamburg erzielen.
In einem Spiel in dem die ganz großen Überraschungen ausblieben, konnten die Gäste
im ersten Satz hoch motiviert und mit großem Engagement gut mithalten, mussten
sich aber am Ende doch mit 25:20
geschlagen geben. Auch im zweiten Satz
sollte sich die schnellere und variablere Spielweise der Hausherren, die sich
bereits im ersten Satzes bewährte, wieder durchsetzten. Immer wieder konnte der
ETV durch die Mitte und über die Rückraumangriffe punkten und gewann so diesen
Satz ungefährdet mit 25: 19. Im dritten Satz gab es
bei den Eimsbüttelern nach einigen Spielerwechseln kurzfristig eine gewisse
Unruhe, die aber nach einer kurzen Findungsphase und einer erfolgreichen
Aufschlagserie von Martin Hagen schnell beseitigt werden konnte. Der ETV fand
seinen gewünschten Spielfluss und gewann auch den dritten Satz mit 25:18 klar. Insgesamt konnten die
Eimsbütteler einen nie ernsthaft gefährdeten 3:0 Sieg feiern, in dem elf
Spieler eingesetzt worden sind. Dies zeigt, dass die Mannschaft trotz der
Abwesenheit von Christian Bartram und Rasmus Mumme eine große Leistungsdichte
aufweisen kann. So schön die Zahlen auch aussehen, bleibt unter’m Strich ein
Pflichtsieg, der durchaus noch einige Schwächen offenbarte. Coach Henning Wulff
wird sich in den folgenden Trainingseinheiten vermutlich die
Leistungsschwankungen in der Angabe und der Annahme bzw. die Disziplin auf dem
Feld noch mal ganz genau anschauen... In der Tabelle findet
sich der Eimsbütteler TV hinter Norderstedt und vor den beiden Kieler
Mannschaften Adler und Kronshagen auf Platz 2 wieder. Eine Konstellation die in
den letzten Jahren häufig so ähnlich anzutreffen war und für die kommende
Saison eine Menge Spannung erhoffen lässt. Das nächste Spiel wird in zwei Wochen auswärts gegen die bestens bekannte zweite Mannschaft vom Oststeinbeker SV stattfinden. Am 28. Oktober können wir Euch dann endlich wieder in der Gustav-Falke-Straße willkommen heißen, wenn wir gegen den SC Concordia das nächste Hamburgduell veranstalten dürfen.
VGE:
Weite Reise endet enttäuschend Elmshorner
Niederlage in Stralsund. Nur zu siebt angetreten, fehlte es den
Regionalliga-Frauen der VGE beim 1:3 an Wechselmöglichkeiten. Elmshorn
- "Außer Spesen nichts gewesen" heißt es des öfteren, wenn jemand
viel investiert und rein gar nichts erreicht hat. So mussten denn auch die
Regionalliga-Volleyballerinnen der VG Elmshorn höchst unzufrieden die rund 340
Kilometer lange Rückfahrt aus Stralsund antreten, wo sie dem dortigen 1. VC
binnen 97 Minuten mit 1:3 unterlegen waren. Einziger
"Trost": Angesichts der Minimalbesetzung von sieben Spielerinnen und
Trainer Marc Hasselmeyer reichte ein Kleinbus für die Tour, sodass sich die
Auslagen in Grenzen hielten. In der Diesterweg-Halle leistete zunächst nur
Zuspielerin Britta Schümann dem Coach auf der Bank Gesellschaft, während Katja
Saß, Carina Parnow, Katharina Culaw, Kirsten Greve, Sarah Hoppe und Anja
Svensson aufs Parkett mussten. Schon
der Verlauf des ersten Satzes ließ Böses ahnen: Zwar kämpften sich die Gäste
von 20:24 noch einmal heran, zogen aber doch mit 28:30 den kürzeren. Auch der
zweite Durchgang ging verloren (22:25), und nur im relativ klar mit 25:19
gewonnenen dritten, nunmehr mit Britta Schümann als Stellerin, ließen die
Elmshornerinnen ihr Können aufblitzen. Zur
Wende reichte es aber nicht mehr: Mit schwindender Kraft ließ auch die
Konzentration bei den Gästen nach, so dass die Stralsunderinnen den vierten
Satz (20:25 aus Elmshorner Sicht) und damit auch das Match für sich entscheiden
konnten. "Uns fehlten einfach die Wechselalternativen", klagte
VGE-Mannschaftsführerin Katja Saß. Von
der Niederlage erholen können sich die Elmshornerinnen nun zwei Wochen lang,
denn die nächste Regionalliga-Begegnung steht erst am Sonnabend, 7. Oktober,
bei der Bundesliga-Reserve von NA. Hamburg auf dem Spielplan. Frank Will
Verdientes
1:3 in Neustadt-Glewe Damit
hatten die wenigsten im Lager des Oststeinbeker SV gerechnet: Bei
Zweitliga-Aufsteiger TSV Neustadt-Glewe setzte es für die Ostbek Cowboys eine
peinliche 1:3-Niederlage (20:25, 26:28, 25:20, 23:25). Am Ende tanzten und
sangen die euphorisierten Hausherren, während die Cowboys entgeistert zu Boden
sanken. Das
Spiel verlief nach dem klassischen Muster, wie ein Favorit einen vermeintlichen
Underdog systematisch aufbaut. Obwohl rund 20 OSV-Fans die Halle beherrschten,
begannen die Gäste leidenschaftslos, in der Abwehr pomadig, im Aufschlag ohne
Rhythmus. Zwar bot Neustadt-Glewe mehrere zweitligaerfahrene Spieler auf, die
sich athletisch absolut auf der Höhe zeigten, aber offenbar wartete der OSV vor
allem auf Fehler der Gastgeber. Die jedoch kamen nicht, bis zum Ende nicht, und
als die Cowboys aufwachten, merkten, dass sie Druck entwickeln mussten, war es
zu spät, Neustadt-Glewe hatte es sich im Spiel gemütlich gemacht. „Das sind
ja keine grünen Jungs“, sagte OSV-Manager Rüdiger Barth, „die konnten
ihren Stiefel runter spielen, auch weil wir überhaupt keine Power in den
Aufschlag reingelegt haben.“ Im
ersten Satz gab der OSV nach verhaltenem Beginn bei 15:15 gleich fünf Punkte in
Serie ab, im zweiten Satz hielt man wenigstens bis zum Schluss dagegen,
verpasste aber mehrere Punktballsituationen. Der Gewinn des dritten Satzes
weckte noch einmal die Hoffnungen, im vierten aber bewiesen wieder die
Hausherren die besseren Nerven. OSV-Trainer Joachim Müller wechselte zwar in
Zuspiel und Annahme, am mangelnden Spielfluss aber änderte sich wenig. Von
einem potentiellen Niveauunterschied war zu keiner Phase etwas zu sehen. „Ich
hätte nicht gedacht, dass unsere Mannschaft so schwach spielen kann“, sagte
Barth, „wir hatten nicht nur keine Aggressivität, sondern auch keine
Feldabwehr, kein Mittel gegen die permanenten Lobs und keinen Hinterfeldangriff.
Dazu kamen pro Satz zwischen gefühlten acht und zehn direkten Angriffsfehlern.
Ein grausames Spiel.“ Wenn nicht Patrick Stellmann und Björn Domroese über
außen einen soliden Tag erwischt hätten, dazu Chris Ahlfeldt in der Mitte ein
paar Blockpunkte beigesteuert, ein Debakel wäre unausweichlich gewesen. „Darüber werden wir sehr offen reden", sagte Barth, „unser Team muss sich noch finden, das ist keine Frage, dafür müssen aber alle bereit sein, für andere mit zu arbeiten. Als Mannschaft haben wir heute nicht funktioniert, das müssen wir uns eingestehen.“ Der frühe Dämpfer in der Saison tue weh, sagte Barth, „er ist ein Schock, er ist aber auch eine Chance. Wir müssen die richtigen Schlüsse ziehen - die Jungs brauchen für diese Liga eine andere Haltung, sonst haben wir gegen stärkere Mannschaften als Neustadt-Glewe nicht den Hauch einer Chance. Zugleich bin ich trotzdem weiter überzeugt, dass wir jedes Team dieser Liga schlagen können. Aber wir müssen uns dramatisch steigern.“ Kommenden Samstag gegen Fortuna Bonn bereits ist die Gelegenheit zur Revanche, die Cowboys stehen nun bereits unter Druck, um nicht frühzeitig im Aufstiegskampf zurückgeworfen zu werden.
WiWa-Damen
unterliegen Schwerin 0:3 HAMBURG
- Um vier Uhr morgens war die Nacht zu Ende. "Ich konnte einfach nicht mehr
schlafen", berichtete Sandra Landvoigt (29), Mittelblockerin des
Volleyball-Erstligaaufsteigers WiWa Hamburg. Zu aufgeregt war die gebürtige
Zwickauerin vor der Bundesliga-Premiere mit ihrem Team gegen den deutschen
Meister und Pokalsieger Schweriner SC. Dass ihr Team in der Sporthalle Rüterstraße
beim 0:3 (28:30, 15:25, 12:25) im ersten Durchgang sogar zwei Satzbälle hatte,
hätte sich die 1,91 Meter große frühere Junioren-Nationalspielerin kaum träumen
lassen. "Das
war einfach irre, dafür lohnt sich der ganze Aufwand", sagte sie nach den
77 Spielminuten. Das frühe Ende der Nachtruhe mit anschließendem Lesen,
Fernsehgucken und Wohnungputzen hatte Landvoigt keineswegs daran gehindert, mit
zehn Zählern zweitbeste Punktesammlerin hinter der Schwerinerin Julia Retzlaff
(11) zu werden. "WiWa
hat mit viel Mut und Energie gespielt, wir fanden hingegen nicht in den
Rhythmus", stellte Schwerins Coach Tore Aleksandersen fest. Mit zunehmender
Spieldauer aber setzte sich die bessere Spielkultur der Mecklenburgerinnen
durch, die ohne ihren an der Hand verletzten Superstar Sylvia Roll angetreten
waren. "Wir haben einen Schritt weiter in unserer Entwicklung
gemacht", sagte WiWa-Trainer Marina Cukseeva. "Es war nur schade, dass
NA.Hamburg zur selben Zeit seine Saisoneröffnung gefeiert hat", meinte
Klaus Widegreen, Präsident des Hamburger Volleyball-Verbandes, angesichts von
nur 350 Zuschauern. Allerdings
hatte der Sponsor der Süderelbe-Frauen, die Norddeutsche Affinerie (NA), und
nicht der Klub zum Empfang mit Freundschaftsspiel gegen den italienischen
Zweitligaklub Euromac Mix Casale Monferrato gebeten. "Wir haben WiWa kaum
Zuschauer weggenommen", glaubt NA-Coach Helmut von Soosten. Gut die Hälfte
der 800 Zuschauer waren Mitarbeiter der Kupferhütte, dazu waren aus dem
Sponsorenkreis und Vereinsumfeld ungefähr 250 Gäste gekommen. Alle
vier Sätze gewannen die Fischbekerinnen klar. Sportlich war es für Helmut von
Soosten nach der 2:3-Niederlage im Punktspielauftakt beim Angstgegner VfB Suhl
eine gute Gelegenheit, sein umgestelltes Team weiter einzuspielen. Margareta
Kozuch zum Beispiel schmettert nun wie im Nationalteam auf der Diagonalposition,
tauschte vereinsintern mit Kerstin Ahlke die Arbeitsstelle am Netz. Dazu rückte
Imke Wedekind von außen in den Mittelblock. masch
NA.Hamburg
ist noch nicht eingespielt FISCHBEK
- Wir brauchen noch ein paar Spiele, um uns zu finden", sagte Trainer
Helmut von Soosten von den Volleyball-Frauen der NA.Hamburg. Dazu gehörte auch
der 4:0-Erfolg (25:11, 25:21,25:19, 25:13) im Testspiel gegen den italienischen
Zweitliga-Klub Euromac Mix Casale Monferrato bei der offiziellen Saisoneröffnung
in der Arena Süderelbe, zu der rund 800 Ehrengäste und Zuschauer kamen. Die
Norddeutsche Affinerie hatte eingeladen, um die mit Fahnenmasten und Schriftuzug
optisch umgestaltete Sportstätte zu bewundern. Das
2:3 (29:27, 27:29, 17:25, 22:25, 12:15) zum Saisonauftakt beim VfB Suhl
offenbarte die noch vorhandenen Schwächen. "Suhl ist besser
eingespielt", sagte der Trainer, "vorher hätte ich nicht gedacht,
dass wir dort zwei Sätze gewinnen." Suhl musste keine Spielerinnen für
die WM-Vorbereitung der Nationalmannschaft abstellen, anders als NA.Hamburg, die
lange auf Christina Benecke und Margareta Kozuch verzichten mussten. Außerdem
gibt es ein neues Spielkonzept. So lässt er Außenangreiferin Imke Wedekind im
Mittelblock auflaufen. "Imke hatte sich lange dagegen gesträubt, scheint
jetzt Gefallen zu finden", so der Trainer. Mit ihrer Länge von 1,97 Meter
ist die frühere Jugend-Nationalspielerin prädestiniert für die Position.
"Sie hat in Suhl starke Ansätze gezeigt", sagte von Soosten. Neu
ist auch, dass Margareta Kozuch wie im Nationalteam nicht mehr auf Annahme/Außen
eingesetzt wird, sondern als Diagonalangreiferin. Kozuchs Position übernahm
Kerstin Ahlke, die sich mit Dominice Steffen abwechselte. Das neue System muss
auch mit den Zuspielerinnen Nicole Fetting und Adina Hinze abgestimmt werden.
"Wenn unserer Auftritt in Suhl eine Standortbestimmung war, dann ist Suhl
Meisterschaftsfavorit, wir liegen im guten Mittelfeld", sagte der Trainer. masch
2:3-Niederlage
gegen SCU Emlichheim. Das Team von Trainer Thomas Broscheit zwingt den
Zweitliga-Meisterschaftsfavoriten in den Tiebreak. In dieser Form dürfte der
erste Sieg in der 2. Bundesliga bald fällig sein. Norderstedt
- Im ersten Augenblick herrschte die pure Enttäuschung. Dabei hatten die
Volleyballfrauen des 1. VC Norderstedt in einem packenden Match lange für
Furore gesorgt: Im ersten Zweitliga-Heimspiel der Geschichte des Klubs
schrammten die Gastgeberinnen in der Moorbekhalle nur ganz knapp an einer
Sensation vorbei. Das Team von Trainer Thomas Broscheit unterlag dem
Meisterschaftsfavoriten SCU Emlichheim nach zwischenzeitlicher Aufholjagd und
großem Kampf knapp mit 2:3 (19:25, 15:25, 25:14, 25:22, 9:15) Sätzen. "Wir
haben mit dieser Leistung gezeigt, dass wir in die 2. Bundesliga gehören",
stellte Libera Christina Flemming nach dem Spiel fest, "wir haben den
Gegner in den Sätzen drei und vier im Griff gehabt." Schon
bei der 0:3-Auftaktniederlage bei der zweiten Vertretung des Köpenicker SC sei
die Mannschaft nach holprigem Start im dritten Satz immer besser geworden, so
die Abwehr-Chefin. Auffallend
bei der vom Liga-Konkurrenten SC Potsdam gekommenen 21-Jährigen: Sie sorgt auf
dem Feld bei den sonst eher stillen Norderstedterinnen permanent für Stimmung.
"So wie die Zuspielerin vorne am Netz der Boss ist, bin ich verantwortlich
für die Abwehr", beschreibt sie ihre Aufgabe. Und dazu gehöre nach ihrer
Auffassung halt auch das Anfeuern und Aufmuntern der Mitspielerinnen. Immerhin:
Der Funke sprang sogar zu den gut 80 Zuschauern auf der Tribüne der
Moorbekhalle über. Sie feuerten den Aufsteiger auch nach Fehlern weiter
rhythmisch an. Dies war wohl auch einer der Gründe dafür, dass die VCN-Crew im
vierten Satz dem großen Druck der Emlichheimerinnen standhielt und sogar noch
den Tiebreak erzwang. Im Entscheidungssatz fehlte dem Aufsteiger dann allerdings
die nötige Erfahrung, um den Favoriten vom Sockel zu stoßen. Neben
der quirligen Christina Flemming trumpften vor allem Routinier Katrin Rehfeldt
und Mittelblockerin Annalena Broscheit in den letzten drei Sätzen groß auf.
Insbesondere die 41 Jahre junge Rehfeldt war in Aufschlag, Angriff und Annahme
nicht wegzudenken. "Noch
fehlt uns die Konstanz", weiß Trainer Thomas Broscheit. Doch nach dieser
Leistung dürfte eine weitere Krisensitzung wie nach der Auftaktpleite in Köpenick
nicht erforderlich sein. Tatsächlich
haben die Norderstedterinnen mit der gelungenen Zweitliga-Premiere vor
heimischem Publikum nachhaltig Werbung für ihren Sport gemacht. Spielen sie
immer mit so viel Hingabe wie in den letzten drei Sätzen, dürfte der erste
Sieg in der 2. Bundesliga schon bald fällig sein. Und
dann sollten auch die Zuschauerzahlen steigen. Christina Flemming macht sich
diesbezüglich keine Sorgen. Ihre Einschätzung: "Das wird schon werden . .
. " Manfred
Schäffer
Oststeinbeks
Volleyballer blamieren sich beim Aufsteiger OSTSTEINBEK
- Was für eine Blamage: Die Volleyballer des Oststeinbeker SV unterlagen bei
Zweitbundesliga-Aufsteiger SVF Neustadt-Glewe sensationell mit 1:3 (19:25,
25:27, 25:20, 23:25). "Ich bin enttäuscht. Keiner meiner Spieler hat zur
Normalform gefunden", sagte Trainer Joachim Müller. Manager Rüdiger Barth
bezeichnete das Ergebnis gar als "Schock". Es
stellt sich die Frage nach den Ursachen für die schwache Leistung des
ambitionierten Erstliga-Absteigers. Immerhin hatte Müller wie angekündigt
keine Rücksicht auf die Partie genommen, das kräfteraubende
Vorbereitungstraining weiter fortgesetzt. "Ich glaube nicht, dass dies eine
Rolle gespielt hat", sagte der Trainer. "Dann hätte die Mannschaft in
den ersten beiden Sätzen gut gespielt und erst später abgebaut. Es war aber
eher umgekehrt", so Müller. "Alle
haben den Gegner offenbar unterschätzt", vermutete Barth. Die "Ostbek
Cowboys" hätten auf die Fehler des Kontrahenten gewartet. Nur: Die kamen
nicht. "Das sind ja keine grünen Jungs, die konnten ihren Stiefel
runterspielen", so Barth. Müller
hatte die Mannschaft, die eine Woche zuvor mit einem glatten 3:0 gegen den SV
Warnemünde in die Saison gestartet war, nur auf einer Position verändert.
Statt Sebastian Neufeld begann Timo Timpe im Zuspiel. Doch schon nach dem ersten
Satz wechselte der Trainer seinen Stamm-Spielmacher Neufeld wieder ein. Dies
brachte nur wenig Besserung. Auch der zweimalige Wechsel auf der
Annahme-Position zwischen Patrick Stellmann und Fridolin Lippens gab kaum neue
Impulse. "Womöglich
müssen sich einige der Spieler erst an die Zweite Liga gewöhnen", meint
der Trainer ohne Sarkasmus. Auch in der Zweitklassigkeit würde guter Volleyball
gespielt, das müssten offenkundig alle Beteiligten realisieren. "Ich hätte
nicht gedacht, dass wir zu so einer schwachen Leistung fähig sind", so
Barth. Im
Raum steht die Frage, wie gravierend die Niederlage gegen einen der
"Underdogs" einzuschätzen ist? "Das ist noch kein
Beinbruch", versichert Müller. Allerdings streiten sich voraussichtlich fünf
Teams am Ende der Saison um den Titel. Da können gerade derartige Punktverluste
von entscheidender Bedeutung sein. masch
Zwei
Pflichtsiege des Meisters SSC-Volleyballerinnen
gewinnen gegen VC Olympia und WiWa Hamburg Schwerin (Von Martina Kasprzak) - Mit zwei Pflichtsiegen starteten die Volleyballerinnen des Schweriner SC in die neue Bundesliga-Saison. Nach dem 3:0 (20, 22, 18) gegen VCO Rhein-Neckar am Freitagabend ließ der deutsche Meister und Pokalsieger gestern am späten Nachmittag einen 3:0 (28, 15, 12)-Erfolg beim zweiten Aufsteiger WiWa Hamburg folgen.
Volleyball-Damen
im Norden: Bundesliga-Start "Wir sind gekommen, um zu bleiben", prangt es dem Homepage-Besucher der VG WiWa Hamburg, Aufsteiger in die Volleyball-Bundesliga der Frauen, trotzig entgegen. Es ist der Titel eines Liedes der Musikband "Wir sind Helden". Heroisches haben auch die WiWa-Volleyballerinnen in ihrer neuen sportlichen Umgebung vor.
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