News

 Donnerstag, 09. November 2006 

VCO-Mädels auf Tour de France
WVV-Pokalfinale in Gladbeck
ETV-Frauen schlagen Wik mit 3:0
Verbandsliga: ETV-Frauen gewinnen gegen VCN
Russland und Brasilien souverän
Taiwan mit erster Niederlage
Bundesliga: Nur ein Spiel am Wochenende
Moser: "Die Welt geht nicht unter"
Ans Halbfinale denkt niemand mehr
Deutschen Frauen versagen die Nerven
DVV-Frauen gewinnen 3:0 gegen Puerto Rico
Dumler: Mit Ehrgeiz in die Weltklasse
Berg hofft auf Comeback

November 2006

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Deutschland - VCO Rhein-Neckar-News

 Donnerstag, 09. November 2006

    

VCO-Mädels auf Tour de France

Testspiel gegen Topteam ASPTT Mulhouse

Während die DVV-Damen in Japan bei der Weltmeisterschaft für eine Überraschung nach der anderen sorgen, laufen auch bei den Juniorinnen vom VC Olympia Rhein-Neckar die Vorbereitung für den nächsten Bundesligaauftritt am 24. November gegen den VC Wiesbaden auf Hochtouren. Im Gegensatz zu vielen Bundesligisten, die eine kleinere Pause einlegen, will Bundestrainer Dirk Groß so gut wie möglich im Rhythmus bleiben.

So standen in den vergangenen Wochen zwei Trainingsspiele gegen die Herren vom Oberliga-Spitzenreiter TSG Rohrbach und die Damen von Zweitligist MTV Stuttgart auf dem Programm. Der Ausgang der Spiele war für Groß zunächst zweitrangig. Vielmehr sollte analysiert werden, in welchen Bereichen noch die Defizite liegen. Mit Saskia Leonhardt, Chantal Laboureur, Nora Kaufmann und Luise Mauersberger kamen besonders die Spielerinnen zum Zuge, die in der Bundesliga bisher weniger Einsatzzeiten erhielten. Letztere machte ihr Sache dabei laut Groß besonders gut. Im Spiel gegen die Herren konnten die jungen Damen einen der fünf gespielten Sätzen für sich verbuchen. Der Auftritt beim ehemaligen Bundestrainer Rudi Sonnenbichler in der Schwabenmetropole endete mit 3:2 für die Nachwuchs-Talente.

Eine echte Bewährungsprobe wartet in dieser Woche. Denn der VCO tritt am Donnerstagabend im Elsass gegen das französische Topteam ASPTT Mulhouse an. Die Mannschaft von Trainerin Magail Magali beendete die vergangene Saison in Frankreichs höchster Spielklasse auf dem fünften Tabellenplatz und will sich in dieser Spielzeit für den europäischen Wettbewerb qualifizieren. Mit der 1,91m großen Natalia Nikulina lauert die größte Gefahr auf der gegnerischen Diagonalposition. Daneben stehen mit Mittelblockerin Coralie Larnack und Zuspielerin Amelie Faesch zwei aktuelle französische Nationalspielerinnen in der Stammformation. Auf der Außenposition spielt die deutsche Galina Knaus, die bereits für den TV Creglingen und den SSV Ulm in der Bundesliga schmetterte.

„Wir kennen natürlich einige Spielerinnen aus den Nationalmannschaften. Vom Team insgesamt haben wir jedoch wenig Informationen. Es ist aber eine sehr gute Gelegenheit gegen eine solche Mannschaft weitere, internationale Erfahrungen zu sammeln“, Bundestrainer Groß über die Vorbereitungen. Zumal er in erster Linie den Blick auf seine eigenen Spielerinnen richtet. Sandra Sell, Denise Hanke und Nora Kaufmann sind momentan noch angeschlagen, sollen aber wieder rechtzeitig fit sein. „Wir wollen in unserem Lernprozess den nächsten Schritt machen und die Schrauben finden, an denen es noch klemmt.“bleibt Groß auch für dieses Spiel seinem Motto treu.

 

 

Deutschland - Alemannia Aachen-News

 Donnerstag, 09. November 2006

    

WVV-Pokalfinale in Gladbeck

Alemannia Aachen trifft auf den TuS Iserlohn

Zwar bestreiten die Zweitligavolleyballerinnen von Alemannia Aachen bis zum 25. November (Auswärtsspiel bei Aufsteiger Köpenick) kein Meisterschaftsspiel mehr, am Wochenende haben sie aber keineswegs spielfrei. Auf dem Programm steht am Sonntag um 14 Uhr das WVV-Pokalfinale in Gladbeck gegen den momentanen Tabellenführer (12:0 Punkte, 18:6 Sätze) der Regionalliga West, TuS Iserlohn. Im Anschluss an das Damenfinale steigt das Herrenfinale zwischen 1. FC Windeck (RL) und VV Humann Essen (2. Bundesliga).

Am Sonntag treffen also zwei bisher in dieser Saison noch ungeschlagene Mannschaften aufeinander. Zwar geht Aachen als momentan noch unbesiegter Tabellenführer der 2. Bundesliga Nord als Favorit ins Rennen, aber Vorsicht ist geboten. Denn schließlich beendete Iserlohn die letzte Saison bereits als Tabellenerster der Regionalliga und wäre demnach eigentlich in die 2. Bundesliga Nord aufgestiegen. Aber der Vorstand machte einen Strich durch die Rechnung und verweigerte seinen Damen aus finanziellen Gründen den Aufstieg.

Im Vergleich zur letzten Saison haben sich die Iserlohnerinnen sogar noch einmal personell verstärkt: neben Spielertrainerin Teee Williams (sie spielte in der Oberliga-Saison 1998/99 für Alemannia Aachen, ist ehemalige US-Nationalspielerin und Olympiateilnehmerin sowie Deutsche Meisterin im Beachvolleyball 2003) geht auch Ex-Nationalspielerin Judith Siebert (geb. Sylvester) nach ihrer Babypause für Iserlohn ans Netz. Zudem stehen mit Carola Brinkmann, Sandra Scholz, Christine Bäker, Michaela Graß, Sarah Remter, Uta Ferling, Monika Rohde und Yana Müller viele ehemalige Zweitligaspielerinnen und Beachspielerinnen im Kader.

TuS Iserlohn qualifizierte sich als amtierender Bezirkspokalsieger Westfalen Süd für den WVV-Pokal, schlug im Viertelfinale den Verbandsligisten VBC Paderborn und im Halbfinale den Regionalligisten und Finalausrichter TV Gladbeck (3:1). Die Aachenerinnen besiegten auf ihrem Weg ins Finale im Viertelfinale des WVV-Pokals den Oberligisten SSF Fortuna Bonn (3:0) und im Halbfinale Ligakonkurrent 1. VC Essen-Borbeck (3:1).

Der Sieger des Endspiels empfängt in der Qualifikation zum Achtelfinale des DVV-Pokals am 26. November zu Hause den Regionalpokalsieger Nordost (evtl. Zweitligist 1. VC Parchim). Sollte auch diese Hürde genommen werden, winkt am 10. Dezember ein Heimspiel gegen den Erstligisten USC Münster.

Dieses Ziel vor Augen, wollen beide Mannschaften am Sonntag unbedingt das Finale für sich entscheiden. Die „Ladies in black“ wollen ihre unglaubliche Siegesserie von 9 Siegen in Folge (7 Mal Meisterschaft und 2 Mal Pokal) fortsetzen und nach 2004 zum zweiten Mal den WVV-Pokal (damals im Endspiel gegen USC Münster II) gewinnen, Iserlohn will dem ungeschlagenen Tabellenführer der 2. Bundesliga Nord natürlich ein Bein stellen. Vorher müssen die Iserlohnerinnen aber am Samstag noch in Aachen gegen die 2. Damenmannschaft der Alemannia um Meisterschaftspunkte in der Regionalliga spielen (16.30 Uhr Bergische Gasse).

Bina Rollersbroich

 

 

Norddeutschland - Eimsbüttler TV-News

 Donnerstag, 09. November 2006

    

ETV-Frauen schlagen Wik mit 3:0

Nach 2 Wochen Herbstpause traten die Regionalliga-Damen des ETV mit gemischten Gefühlen zum Heimspiel gegen das Aufsteigerteam des Wiker SV an. Kurz zuvor musste die langjährige Stammspielerin Tina Wagner das unfreiwillige Ende Ihrer Volleyballsaison aus gesundheitlichen Gründen bekannt geben. Zusätzlich konnte das ETV-Team dem schon vom Vorbereitungsturnier bekannten Gegner mit nur 10 Mann gegenübertreten, jedoch mit dem Willen und Ehrgeiz, den Sieg vom Turnier zu wiederholen.

Im ersten Satz lagen die Wikerinnen bis zum Stand von 12:11 vorn, als Anna Maria Danch mit einer Aufschlagserie den ETV bis zum 17:12 in Führung brachte. Als Highlight wurde dann dem doch leicht verärgerten Trainer der Gäste bei 22:18 die gelbe Karte gezeigt, worauf die ETV-Damen nicht mehr aufzuhalten waren und den Satz mit 25:20 für sich entschieden.

Stark und entschlossen starteten die Gastgeberinnen in den 2. Satz und führten rasch mit 11:3. Doch dann ließ die Konzentration bei Annahme und Abwehr nach und die Eimsbüttlerinnen ließen Wik bis auf 15:12 aufholen. Kurz wachgerüttelt durch eine Auszeit ließ die gute Annahme wieder ein schnelles Spiel über die Mitte zu und der Satz ging mit 25:18 wieder an den ETV.

Im 3. Satz machten die Wiker Damen es den Gastgeberinnen einfach. Durch zahlreiche verschlagene Aufgaben führte der ETV schnell 7:2 und war nun einfach nicht mehr aufzuhalten. Konstante Aufschlagserien setzen die Wiker Annahme stark unter Druck und mit einer wirklich tollen Teamleistung gewann der ETV auch diesen Satz verdient mit einem deutlichen 25:14.

Dieser Erfolg wurde anschließend zusammen mit Tina und dem Geburtstagskind Simone nach guter alter ETV-Tradition noch gebührend gefeiert.

Nach Pause am kommenden Wochenende steht mit dem Schweriner SC ein weiterer Aufsteiger auf dem Spielplan, zu dem die Eimsbüttler Damen mit dem nötigen Respekt aber auch mit einer starken spielerischen Leistung im Rücken antreten werden.

Hey Skol!

 

 

Hamburg - Eimsbüttler TV-News

 Donnerstag, 09. November 2006

    

Verbandsliga: ETV-Frauen gewinnen gegen VCN

Nach einer ungewöhnlich langen Spielpause von sechs Wochen schickte der Spielplan dieses Mal das Verbandsligateam des ETV nur für ein Spiel nach Oststeinbek, das dort allerdings nicht gegen die Gastgeberinnen absolviert werden musste, sondern gegen den 1. VC Norderstedt. Nachdem sich die "Cowgirls" in fünf mühevollen Sätzen gegen den Aufsteiger aus Geesthacht durchsetzten, wurde endlich das Spiel gegen Norderstedt angepfiffen. Der Gegner aus Norderstedt wurde dabei schon im Vorwege sehr Ernst genommen, schließlich ging in der vergangenen Saison gleich das erste Punktspiel gegen eben diese Mannschaft verloren.

Der erste Satz zeigte aber von Beginn an eine gute, sehr komplette Leistung der ETV-lerinnen, in denen die Trainingselemente der letzten Wochen erfolgreich umgesetzt wurden. Mit starken Aufschlägen wurde der Gegner unter Druck gesetzt und aus einer soliden Annahme um Libera Chiara Cerulli konnte ein gutes Angriffsspiel aufgezogen werden. Zudem packte der Doppelblock von Birte Quast und Meike Utzig mehrmals zu und sorgte für eine klare Führung. Umso unerklärlicher ist es, dass das Spiel dann einen völligen Einbruch erfuhr. Nach einer deutlichen 21:16 Führung schlichen sich in allen Mannschaftsteilen Fehler ein, dennoch konnte der 1. Satz letztlich noch sicher gewonnen werden.

Leider zog sich das zerfahrene Spiel des Satzendes im zweiten Satz fort, kaum ein Aufschlag landete noch im gegnerischen Feld, die eigene Annahme machte Zuspielerin Imme Rieger einen vernünftigen Spielaufbau unmöglich und so lief man früh einem großen Rückstand hinterher. Auch nach einigen Auswechselungen zeigte sich in diesem Satz keine Verbesserung und so ging dieser völlig verdient an Norderstedt.

Dann änderte sich das Bild aber plötzlich wieder völlig, aus guten Annahmen heraus wurde besonders Mittelblockerin Katja Wiedemann immer wieder schnell eingesetzt und konnte für den ETV punkten. Wie im Training geübt, wurde auch wieder gefährlich aufgeschlagen und die gut spielenden Norderstedterinnen konnten auf Abstand gehalten werden. Der dritte Durchgang ging so an den ETV.

Aber wer nun gedacht hatte, das Spiel wird jetzt sicher nach Hause gebracht, sah sich getäuscht. Zum einen lag es an einem gut spielenden, sehr kompakten Gegner und zum anderen an der eigenen schwankenden Leistung, so dass die ETV-lerinnen wieder ins Hintertreffen gerieten. Beim Zwischenstand von 12:18 nahm das Trainergespann eine Auszeit und forderte bei spätestens dem 21. Punkt den Ausgleich. Mit dieser Ansage im Kopf gingen die Spielerinnen zurück auf das Feld und Alexandra Müller begann aufzuschlagen. Erst beim Stande von 18:19 durfte Norderstedt das Aufschlagsrecht wieder übernehmen. Die Damen aus Eimsbüttel spielten wieder so, als ob es den Beginn dieses Satzes nicht gegeben hätte und jede Einwechslung brachte den gewünschten Effekt. Besonders Lea Rohde fand über Aussen immer wieder eine Lücke im Block und platzierte gute Angriffe im gegnerischen Feld. Sie war es dann auch, die nervenstark durch einen guten Aufschlag für den ersten Matchball sorgte. Die ETV-lerinnen ließen sich auch nicht lange bitten und verwandelten diesen zum 3:1 Spielgewinn. Auch sehr zur Beruhigung der 2. Liga Männer aus Oststeinbek, deren Spieltag gegen Giesen wegen des Damenspiels drohte, weiter nach hinten zu rutschen.

Am nächsten Wochenende wartet dann wieder ein Doppelspieltag und führt die ETV-Damen nach Rissen. Dort warten der Regionalliga-Absteiger Rissen und der Verbandsliga-Aufsteiger aus Geesthacht auf die Damen aus Eimsbüttel. Deren Fazit dieses Spieltags sein dürfte, dass die eigene Leistung stark genug ist, um sich auch in aussichtlosen Phasen wieder heranzukämpfen. Allerdings wären sicherlich nicht nur die Trainer deutlich entspannter, wenn die ETV- Damen die gezeigten guten Leistungen über ein ganzes Spiel hinweg durchhalten würden.

 

 

Deutschland - DVV-News

 Donnerstag, 09. November 2006

    

Russland und Brasilien souverän

China bezwingt USA

Vier Teams in der Gruppe F stehen nach dem ersten Spieltag mit 2:2-Siegen auf den Plätzen drei bis sechs. Aufgrund des besten Ballpunkte-Quotienten ist Deutschland auf Platz drei. So sollte es auch nach der Zwischenrunde aussehen.

RUS – PUR 3:0 (25-16, 25-10, 25-20): Halbfinal-Kandidat Russland bleibt auch nach dem ersten Zwischenrundenspiel unbesiegt: Gegen Puerto Rico gaben sich die Spielerinnen von Trainer Giovanni Caprara keine Blöße und siegten locker mit 3:0 (25-16, 25-10, 25-20). Dabei taten die Russinnen nicht mehr als nötig, doch der Gegner präsentierte sich zu schwach und dürfte es in dieser Verfassung schwer haben, überhaupt noch ein Erfolgserlebnis zu feiern. Russland war in allen Bereichen überlegen und entzauberte auch die beste Angreiferin Puerto Ricos, Spielführerin Aurea Cruz, ein ums andere Mal per Block. Am erfolgreichsten waren Ekaterina Gamova (15) und Elena Godina (13) bei Russland sowie Aurea Cruz (7) für Puerto Rico.

AZE – BRA 0-3 (19-25, 21-25, 23-25): Auch Brasilien hat eindrucksvoll seine Halbfinal-Ambitionen unterstrichen: Beim Sieg über Aserbaidschan ließen die Schützlinge von Trainer Jose Guimaraes nie einen Zweifel aufkommen, wer als Sieger das Feld verlässt. Dabei erlaubte sich Brasilien erneut den Luxus, die erste Zuspielerin Fofao nur sporadisch einzusetzen, sie laborierte die gesamte Vorrunde über an einer Bauchmuskelverletzung. Selbst im dritten Satz, als Aserbaidschan zum 23-23 ausgleichen konnte, blieben die heißblütigen Südamerikanerinnen eiskalt: Sheilla holte den Matchball, der gegnerische Angriffsstar Natalya Mammadova verhalf den Brasilianerinnen mit einem Angriffsfehler zum perfekten Start in die Zwischenrunde. Punktbeste Spielerinnen waren Jaqueline (17) und Sheilla (15) sowie Natalya Mammadova (19).

CHN – USA 3:1 (20-25, 25-23, 25-22, 25-17): Chinas Abhängigkeit von Star-Zuspielerin Kun Feng zeigte sich im ersten Satz: Die Spielführerin der Chinesin präsentierte sich in einer schwachen Form, wirkte verunsichert und agierte unpräzise. So war es ihren Angreiferinnen nicht möglich, die physisch enorm starken Blockspielerinnen der USA zu passieren. Nach dem Satzverlust wechselte Trainer Chen Zhonghe mit Nina Song seine zweite Zuspielerin ein – schon lief es besser. China gewann den zweiten Satz und war nun deutlich besser im Spiel. Vor allem „China-Bomber“ Yimei Wang war von den US-Girls nicht zu stoppen und steuerte 23 Punkte bei, Hao Yang machte 16. Bei den Amerikanerinnen waren Nancy Metcalf (20) und Katherine Wilkins (15) am erfolgreichsten.

 

 

Deutschland - DVV-News

 Donnerstag, 09. November 2006

    

Taiwan mit erster Niederlage

Serbien & Montenegro macht großen Schritt Richtung Halbfinale

Dass, was viele Experten im Vorfeld prophezeit hatten, ist am ersten Tag der Zwischenrunde in Nagoya eingetreten: Die Teams aus Pool D sind den Mannschaften aus Pool A überlegen – die Siege gingen an Serbien & Montenegro, Italien, Türkei und Kuba, allesamt aus Pool D.

SCG – KOR 0:3 (23-25, 19-25, 22-25): Serbien & Montenegro behält auch weiterhin seine „weiße Weste“ und steuert mit großen Schritten auf das Halbfinale zu. Gegen Südkorea meisterte die Mannschaft um Spielführerin Vesna Citakovic (letzte Saison noch USC Münster) auch die erste asiatische Mannschaft, weitere Gegner dieses „etwas anderen“ Spielstils sind noch Japan und Taiwan. Zudem trifft die Mannschaft noch auf Europameister Polen. Die körperliche Überlegenheit von Serbien & Montenegro gab den Ausschlag für den zu Null-Sieg. Zudem agierten die Europäerinnen sehr abgeklärt und ließen sich von anfänglichen Rückständen nicht aus der Ruhe bringen. Ivana Djerisilo (14) und Nikolic (13) waren die punktbesten Spielerinnen bei der Mannschaft, die nach 1978 erst zum zweiten Mal an einer Frauen-WM teilnimmt. Beim Verlierer punkteten Youn-Joo Hwang (12) und Yeon-Koung Kim (11) am besten.

POL – ITA 0:3 (19-25, 22-25, 13-25): Titelverteidiger Italien hat einen wichtigen Schritt in Richtung WM-Halbfinale gemacht: Im Duell gegen Europameister Polen behielten die Italienerinnen deutlich die Oberhand, der letzte Satz geriet zur Demonstration. Die Polen, in der Vorrunde mit enttäuschenden Leistungen und nur einem Sieg in der Zwischenrunde, konnten die ersten beiden Sätze bis Mitte des Satzes ausgeglichen gestalten. Dann setzte sich die Erfahrung und Klasse von Elisa Togut, Francesca Piccinini und Paola Paggi durch. Diese drei Spielerinnen waren es auch, die mit jeweils 10 Punkten den größen Beitrag zur aktuellen 3:1-Bilanz Italiens beitrugen. Maria Liktoras (10) war erfolgreichste Polin.

TPE – TUR 1:3 (17-25, 16-25, 25-21, 17-25): Die bisherige Turnierüberraschung Taiwan musste im ersten Zwischenrundenspiel gegen die Türkei erkennen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Die ungeschlagenen Taiwanesinnen kassierten ihre erste Niederlage, die zudem recht deutlich ausfiel. Gegen die Angriffspower der türkischen Hauptangreiferinnen Neslihan Demir (22) und Natalia Haninkoglu (18) war der Sieger der Vorrundengruppe A nicht gewachsen. Chin I Lin (16) und Nai Han Kou (13) konnten die Niederlage auch nicht verhindern.

JPN – CUB 1:3 (25-22, 23-25, 22-25, 22-25): Auch über 7.500 Zuschauer halfen Gastgeber Japan nicht zum erhofften Sieg über Kuba. Damit haben sich die Medaillenträume der Japanerinnen wohl verflüchtigt. Nach gutem Start und 1:0-Satzführung schien noch alles für die körperlich deutlich unterlegenen Asiatinnen zu laufen, doch dann kam das dynamische Angriffsspiel der Karibik-Asse ins Rollen. Vor allem mit ihren Außenangreiferinnen Rosir Calderon (20) und Yumilka Ruiz (19) punktete der zweifache Olympiasieger beständig. Dem hatten die Japanerinnen – trotz hartnäckiger Abwehrarbeit – nicht genug entgegen zu setzen und unterlagen knapp in vier Sätzen. Miyuki Takahashi (15) und Saori Kimura (11) punkteten für den Gastgeber am meisten.

 

 

Deutschland - DVV-News

 Donnerstag, 09. November 2006

    

Bundesliga: Nur ein Spiel am Wochenende

Das Duell zwischen der SG Eschenbacher Eltmann und dem VC Leipzig ist am Wochenende das einzige Spiel in Deutschlands höchster Spielklasse. Für die beiden punktgleichen Teams ist diese Begegnung richtungweisend. Denn nur der Sieger darf sich zum erweiterten Verfolgerkreis zählen.

Nach vier Siegen in Serie musste der VC Leipzig vergangenes Wochenende nach dramatischem Spielverlauf wieder eine Niederlage hinnehmen. Man verlor vor heimischem Publikum knapp mit 2:3 gegen den SCC Berlin.

Ganz anders sieht das bei der SG Eschenbacher Eltmann. Mit dem 3:2 Erfolg über Unterhaching überraschte die Mannschaft von Trainer Milan Maric, nach zuvor drei Niederlagen am Stück, nicht nur den Gegner aus Bayern. Jetzt möchte man den Aufwärtstrend in eigener Halle unbedingt fortsetzen.

Der Spieltag im Überblick
11.11.2006 (19:30) SG Eschenbacher Eltmann - VC Leipzig

 

 

Deutschland - Yahoo-News

 Donnerstag, 09. November 2006

   http://de.sports.yahoo.com 

Moser: "Die Welt geht nicht unter"

Im aktuellen Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) äußert sich Götz Moser, WM-Delegationschef und Vizepräsident des Deutschen Volleyball-Verbandes, zur Niederlage der deutschen Volleyballerinnen, der verpatzten Chance für den "Volleyball in Deutschland" und der neuen Zielvorgabe bei der WM in Japan.

 

 

Deutschland - Süddeutsche Zeitung

 Donnerstag, 09. November 2006

   www.sueddeutsche.de 

Ans Halbfinale denkt niemand mehr

Deutsche Volleyballerinnen vergeben bereits gegen die Niederlande eine WM-Medaille

11:5 im fünften Satz geführt, dann Matchball und doch verloren - bei Deutschlands Volleyballerinnen flossen nach dem verlorenen Spiel gegen die Niederlande Tränen.

 

 

Deutschland - Die Welt

 Donnerstag, 09. November 2006

   www.welt.de 

Deutschen Frauen versagen die Nerven

Nach dem 2:3 gegen die Niederlande flossen Tränen, denn die Medaillenchance ist nun wohl verspielt. Ausgerechnet im wohl wichtigsten WM-Match bot das DVV-Team seine schwächste Turnierleistung.

 

 

Deutschland - DVV-News

 Donnerstag, 09. November 2006

    

DVV-Frauen gewinnen 3:0 gegen Puerto Rico

Die deutschen Frauen haben mit einem glanzlosen, aber wichtigen 3:0-Sieg (25-23, 25-22, 25-22) gegen Puerto Rico den ersten Sieg in der Zwischenrunde in Osaka gelandet und weisen nun eine Bilanz von 3:2-Siegen auf. Mit dem Sieg wurde der dritte Platz in der Achter-Gruppe F gefestigt, die deutliche Verbesserung des Ballpunkte-Quotienten wurde jedoch verpasst. Nach einem Tag Pause folgen nun noch die Partien gegen WM-Favorit Brasilien (11. November um 14.00 Uhr Ortszeit, 6.00 Uhr deutsche Zeit, live bei arena) und die USA (12. November um 14.00 Uhr Ortszeit, 6.00 Uhr deutsche Zeit, live bei arena). Punktbeste Spielerinnen waren Angelina Grün, Birgit Thumm und Christiane Fürst (je 14), auf Seiten Puerto Ricos punkteten Karina Ocasio (16) sowie Aurea Cruz (10) am besten.

Die DVV-Frauen wollten nach dem schweren Spiel gegen die Niederlande wieder in die Erfolgsspur zurück finden und Selbstvertrauen für die beiden abschließenden Zwischenrundenspiele gegen Brasilien und die USA tanken. Da schien Puerto Rico, Tabellenschlusslicht ohne jeglichen Sieg, gerade recht. Der Erfolg wurde eingefahren, doch ob der knappe Sieg für ein größeres Selbstvertrauen sorgt, muss sich zeigen: Die deutsche Mannschaft konnte nie ihre Unsicherheit ablegen und überzeugend auftreten. Selbst ein 16-10 im ersten Satz änderte daran nichts. Puerto Rico, der deutschen Mannschaft technisch weit unterlegen, agierte stark in Block- und Feldabwehr und mit viel Herz. Da die deutsche Annahme zu oft an der Dreimeter-Linie hängen blieb, war es den deutschen Zuspielerinnen Kathleen Weiß und Tanja Hart zu selten möglich, mit ihrem schnellen Passspiel ihre Angreiferinnen gut zu „Schuss“ kommen zu lassen. Positiv: Jeweils zum Satzende zogen die deutschen Spielerinnen an und punkteten konsequent. Ein Sonderlob verdiente sich Spielführerin Angelina Grün, die mit einem grippalen Infekt durchspielte.

Spielbericht

Bundestrainer Giovanni Guidetti begann mit Kathleen Weiß im Zuspiel, Birgit Thumm auf der Diagonalen, Angelina Grün und Atika Bouagaa auf den Annahmepositionen, Corina Ssuschke und Christiane Fürst im Mittelblock sowie Kerstin Tzscherlich als Libero.
Juan Carlos Nunez, Trainer von Puerto Rico, trat mit Tatiana Encarnacion, Aurea Cruz, Karina Ocasio, Glorimar Ortega, Jetzabel Del Valle, Sheila Ocasio und Yarleen Santiago an.

1. Satz
Ein überlegt gespielter Lob von Thumm und ein Ass von Bouagaa verschafften der deutschen Mannschaft einen guten Start in den ersten Satz (3-1). Doch eine etwas zu hohe Annahme von Tzscherlich sorgte für den Ausgleich der Puerto Ricanerinnen, doch „Frau Zuverlässig“, Birgit Thumm, holte die Führung zurück (5-4). Grün per „Dunking“ und Ssuschke per Einbeiner bauten die Führung aus (7-4). Ssuschke mit einem Lob schickte beide Teams in die erste technische Auszeit (8-5). Ein Angriffs- und Netzfehler der Gegnerinnen – erzwungen durch gute Aktionen von Grün – veranlassten Puerto Ricos jungen Trainer Nunez zu einer Auszeit (10-5). Beim 12-6 unterliefen der deutschen Mannschaft zwei Flüchtigkeitsfehler (Dankeball Grün, Annahme Thumm) – Guidetti nahm sofort eine Auszeit, schließlich geht es um jeden Punkt (12-9). Trotz der Führung strahlten die deutschen Spielerinnen in dieser Phase keine große Sicherheit aus, aber Bouagaa per Angriff und Fürst per Block erhöhten auf 15-10. Als der deutsche Dreierblock (Thumm) auch noch erfolgreich zupackte, ging es mit sechs Punkten Führung in die zweite technische Auszeit (16-10). Doch drei Punkte in Folge der Gegner ließen Guidetti erbost „No“ schreien, zumal der letzte Punkt erneut durch eine deutsche Netzberührung resultierte. Die blass aussehende Grün durchbrach den Bann mit einem Angriffspunkt und steuerte gleich noch einen Einerblock hinterher (18-13). Doch erneut sorgten Unkonzentriertheiten für zwei Zähler Puerto Ricos – Thumm scheiterte bei einem „Kreuz“ am Dreierblock. Margareta Kozuch kam für Weiß, Tanja Hart einen Punkt später für Thumm (19-16). Als Kozuch verzog, war der Vorsprung auf nur noch zwei Zähler zusammen geschmolzen, gut dass Ocasio den folgenden Aufschlag hinter die Grundlinie setzte (20-17). Bouagaa hielt den Vorsprung, Kozuch setzte einen drauf (22-18). Auch die vier Punkte gaben keine Sicherheit: Die technisch deutlich unterlegenen Puerto Ricanerinnen verkürzten erneut (22-20) - Auszeit GER. Als Fürst am Einerblock scheiterte, kamen Weiß und Thumm zurück (22-21), die Dresdner Mittelblockerin Fürst machte das wichtige 23-21. Bouagaa nutzte die Punktchance und brachte Satzbälle (24-21), Weiß verzog ihren Aufschlag. Als Grün übertrat, war auch der zweite Satzball vergeben (24-23), doch Fürst erlöste die Mannschaft per Zwei-Meter-Schuss (25-23). Das war unnötig knapp und trägt nicht zur Steigerung des Selbstvertrauens bei.

2. Satz
Fürst steuerte die ersten beiden deutschen Punkt bei, doch leider waren auch nicht die Gegnerinnen untätig und machten drei Zähler (2-3). Grün sorgte mit einem Knaller über den Block für ein Ausrufezeichen (4-4), jetzt heißt es aufwachen und Rhythmus finden. Bouagaa glich erneut aus, indem sie den Block anschlug (6-6), aber erst als Ocasio ihren Hinterfeldangriff ins aus setzte, ging die deutsche Mannschaf in Führung (7-6). Als Bouagaa den Block per Lob touchierte, hieß es 8-7, doch die deutschen Spielerinnen wirkten verkrampft und verunsichert. Guidetti mahnte sie in der Auszeit zur Ruhe. Erneut war es die Münsteranerin Bouagaa, die per Lob punktete, nachdem sie zuvor allerdings am Block gescheitert war (9-9). Fürst sorgte per Ass endlich wieder für Druck auf die Annahme und die Führung (11-10), doch zwei Punkte von Ocasio (angriff und Aufschlag) machten daraus wieder einen Rückstand (11-12). Als Encarnacion den deutschen Block anschlug, hieß es 12-14, nach einem erneuten Ball an den Block von Weiß ging es mit 13-16 in die zweite technische Auszeit. Ein Punkt durch Tzscherlich (!), ihre Annahme tropfte ins gegnerische Feld, sowie ein Angriff von Bouagaa brachten Besserung (15-16), doch als Fürst eine Annahme übers Netz tropfen ließ, war der Drei-Punkte-Rückstand wieder da (15-18) – Auszeit Guidetti, in dem der Italiener kurze und laute Worte fand. Thumm aus dem Hinterfeld und Fürst im dritten Anlauf ließen die deutsche Mannschaft erneut auf einen Punkt verkürzen (17-18) – Auszeit PUR. Thumm per Angriff und Grün per Dreierblock machten endlich den Ausgleich (19-19), Bouagaa holte per Lob aus dem Hinterfeld die erste Führung seit langer Zeit (20-19) – Auszeit PUR. Nach einem technischen Fehler der Puerto Ricanerinnen ist der Zwei-Punkte-Vorsprung da (21-19), aber die Gegner lassen nicht locker und verkürzen durch Ocasio (22-21). Endlich punktet auch Ssuschke per Einbeiner wieder (23-21), bislang ist die Dresdnerin noch überhaupt nicht im Spiel. Als Thumm ein Ass serviert, heißt es Satzbälle (24-21), doch Cruz wehrt stark ab (24-22), Hart kommt für Thumm. Und die erfahrene Zuspielerin bedient Grün, die keine Kompromisse macht und den Ball knallhart die Linie entlang versenkt (25-22). Da hat die deutsche Mannschaft am Ende noch mal die Kurve gekriegt.

3. Satz
Thumm sorgte mit zwei Angriffen für das 2-0, der deutsche Dreierblock mit Bouagaa machte das 3-1, ein technischer Fehler Puerto Ricos das 4-1. Puerto Rico war wieder dran, als Thumm und Fürst am Block scheiterten (4-4). Grün macht im zweiten Versuch den fünften Zähler, Hochachtung vor der Leistung der deutschen Spielführerin. Fürst gelingt erneut ein Aufschlag-Winner (6-4), anschließend jedoch das gleiche Bild: Puerto Rico gleicht nach Block gegen Ssuschke aus (6-6). Doch zum Glück spielt Grün, die die nächsten beiden Punkte beisteuert (8-6). Bouagaa verpasst zunächst eine Punktchance, zieht dann aber schön die Linie entlang (10-8). Doch es läuft immer noch nicht, das deutsche Spiel will – trotz der 2:0-Führung – nicht ins Rollen kommen. Ein Aufschlagfehler von Weiß sowie ein Einerblock gegen Bouagaa bringen den Ausgleich (11-11). Fürst holt die erneute Führung, die Mittelblockerin macht auch den nächsten Punkt nach einem druckvollen Bouagaa-Aufschlag (13-11). Der Vorsprung ist wieder hin, als Grün verzieht (13-13), Thumm macht das 15-14 per Einbeiner, der Doppelblock Puerto Ricos gleicht wieder aus (15-15) und legt noch einen drauf (15-16). Zwei Angriffsfehler der Gegnerinnen sowie Grün aus dem Hinterfeld machen daraus ein 18-16 – Auszeit PUR. Jetzt muss doch etwas Sicherheit in das deutsche Spiel Einzug halten. Bouagaa schlägt geschickt den Block an, Ssuschke erhöht per Aufschlagpunkt (20-17) – Auszeit PUR. Als Bouagaa longline verzieht, ist es wieder eng (20-19), Guidetti nimmt sofort eine Auszeit. Bouagaa punktet per Block, Thumm verwertet nach starkem Aufschlag von Weiß (22-19). Bouagaa hält mit Geschick den Vorsprung, sie drückt den Ball an den Block, von wo er ins aus segelt (23-20). Als Fürst per Einbeiner punktet, gibt es Matchbälle (24-21), doch Grün zappelt beim ersten im Netz (24-22). Thumm vollendet per geschicktem Lob zum 25-22 – 3:0, das ist das wichtigste nach diesem mühsamen Spiel.

Stimmen zum Spiel

Giovanni Guidetti: „Es war kein leichtes Spiel für uns, weil erstens Puerto Rico guten Volleyball mit guter Block- und Feldabwehr gespielt hat. Und zweitens, weil wir gestern ein schweres Match hatten. Es war gut, dass wir im zweiten Satz ein 13-16 umgebogen haben und 3:0 gewonnen haben. Das gibt uns wieder Selbstvertrauen. Wir haben getan, was wir tun mussten. Nach dem Spiel gestern war die Sicherheit weg und man hat gemerkt, dass wir eine junge Mannschaft haben, und drei Spielerinnen in der Stammformation stehen, die noch nie ein solches Turnier gespielt haben. Es ist gut, dass die Spielerinnen einen Ruhetag haben, da werden wir trainieren. Die Spielerinnen benötigen Training, weil wir gut gegen Brasilien spielen wollen. Ich will das Team in den nächsten zwei Spielen so spielen sehen wie in Sapporo: Aggressiv, motiviert und selbstbewusst, da ist mir auch egal, ob wir gegen Brasilien gewinnen oder verlieren. Die USA müssen wir schlagen.“

Tanja Hart: „Keine Ahnung, was los ist. Vielleicht ist es der Druck, den wir uns selber machen. Ich glaube, wir sind nach diesen drei Wochen und immer gleichen Rhythmus mental und körperlich müde. Wir sollten heute Abend vielleicht mal etwas anderes machen, Wir lassen uns etwas einfallen.“

Kerstin Tzscherlich: „Wahrscheinlich haben uns die zwei Tage Pause nicht gut getan. Dennoch sind wir glücklich, dieses Pflichtspiel 3:0 gewonnen zu haben. Puerto Rico war ein unangenehmer Gegner, der viele Bälle irgendwie noch rüber geditscht hat. Wir haben Angst, Fehler zu machen und zittern bei jeder Ballberührung."

Birgit Thumm: „Gewonnen, ist gewonnen, das ist das wichtigste. Es muss aber besser werden, und es ist gut, dass wir einen Tag Pause haben. Wir hatten gestern ein schweres Fünfsatz-Spiel. Momentan ist es bei uns im Schneeballsystem: Wir machen einen ersten Fehler und der wächst von Aktion zu Aktion immer weiter an. Ein Sieg muss noch her.“

Juan Carlos Nunez (Trainer PUR): „Am Ende der Sätze haben wir unser Niveau nicht halten können. Deswegen haben wir 0:3 verloren.“

 

 

Deutschland - DVV-News

 Donnerstag, 09. November 2006

    

Dumler: Mit Ehrgeiz in die Weltklasse

Cornelia Dumler liefert bei der WM starke Leistungen ab

Sie ist sehr ehrgeizig, technisch ausgereift und bereits seit 2002 in der Frauen-Nationalmannschaft: Cornelia „Conny“ Dumler (24 Jahre, Tecnomec Forli/ITA) hat sich bei ihrer ersten WM von Spiel zu Spiel gesteigert und machte in den Partien gegen Aserbaidschan und China ganz wichtige Punkte. In beiden Spielen war sie hinter Top-Scorerin Angelina Grün zweitbeste deutsche Punktesammlerin.

Den ersten ernsthaften Kontakt mit der Sportart Volleyball hatte Dumler als Zehnjährige in ihrem Heimatort Ansbach. Ihre Eltern Barbara und Karl-Heinz, beide Volleyballer und noch aktive Trainer, nahmen die Tochter mit zum Training des TSV Ansbach – der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Zuvor hatte sich Dumler im Turnen (deswegen vielleicht auch manchmal die Turnähnliche Handhaltung nach Angriff?!) und in der Leichtathletik versucht. Im beschaulichen Ansbach durchlief „Conny“ die Jugend, spielte nebenher in der Bayern-Auswahl, und war mit einem Doppelspielrecht für die Regionalliga (Nürnberg) ausgestattet. Dann kam der Schritt, der sportlich die Weichen stellte und persönlich eine große Zäsur bedeutete: Vom beschaulichen mittelfränkischen 40.000 Einwohner Städtchen nach Berlin. Der Grund: Dumler wurde mit ihren Kolleginnen der Juniorinnen-Nationalmannschaft in der Hauptstadt konzentriert beim VC Olympia Berlin. 

Das hieß, mit 16 Jahren das Elternhaus verlassen, die Schule wechseln, auf eigene Füße stellen: „Die Zeit war nicht so einfach. Aber meine Eltern haben mir zugeredet, dass ich diese Chance nicht verpassen dürfe. Meine Eltern waren und sind mein großer Rückhalt. Berlin war sportlich sehr wichtig für mich“, meint Dumler. Dumler und ihre Kolleginnen leisteten Pionierarbeit - das Projekt in Berlin hatte sportpolitische Dimensionen, denn im dritten Jahr spielte die Juniorinnen-Nationalmannschaft in der 1. Bundesliga mit. Der Erfolg des in Deutschlands sportlicher Landschaft einmaligen Projektes – die DVV-Juniorinnen gewannen in der Saison 2000/01 vier Partien in der Eliteliga – hat sich bis heute ausgewirkt: Neben Dumler steht mit Atika Bouagaa eine weitere Spielerin im WM-Kader, mit Kathy Radzuweit und Regina Burchardt zwei weitere im Kader der Frauen-Nationalmannschaft, die damals dabei waren.

Der nächste Schritt war klar: Spielerinnen wie die technisch versierte Dumler waren begehrt bei den Bundesliga-Klubs. Die Spielführerin der Juniorinnen-Nationalmannschaft hatte mehrere Angebote, entschied sich aber für Karbach: „Bereits als ich nach Berlin ging, fragte Karbach nach, was ich in drei Jahren machen würde“, erinnert sich Dumler lachend. Zwar ging der Verein nach nur einem Dumler-Jahr insolvent, aber für die Ansbacherin war das Jahr dennoch wertvoll: „Ich hatte Glück und habe im Stamm gespielt, weil die als gut eingestufte Chinesin nicht die Erwartungen erfüllte und nach nur einem Monat nach Hause geschickt wurde.“ Nach Karbach folgte die Station Münster und die bisher erfolgreichste Klub-Zeit Dumlers. Im zweiten Jahr beim USC (2003/04) gelang das Double aus Pokal und Meisterschaft, „weil wir ein cooles Team beisammen hatten“, meint Dumler. Beim Double-Sieger standen mit Dumler, Bouagaa und den Niederländerinnen van Tienen, den Staelens-Schwestern und Wensink gleich sechs aktuelle WM-Teilnehmerinnen… Trotz des Erfolges ging Dumler weiter auf Wanderschaft und landete bei Leverkusen. In der Bayer-Stadt entwickelte sich die 24-Jährige zur Führungsspielerin, wurde drittbeste Punktesammlerin der Liga und erreichte mit ihrem Klub das deutsche Pokalfiale und das Finale des europäischen Top Teams Cup.

Ihre starken Leistungen im Verein sowie guten Auftritte beim Grand Prix in Asien (dort gewann sie an einem Wochenende insgesamt 6.000 US Dollar als beste Punktesammlerin und beste Aufschlägerin!) verhalfen Dumler zum ersten Kontrakt im Ausland: „Dadurch, dass ich in dem Jahr viel in der Nationalmannschaft gespielt habe, wurde ich für Italien interessant. Nach Rücksprache mit Alberto Salomoni (Spielbeobachter der DVV-Frauen, Anm. d. Red.) entschied ich mich für Guido Caccamo als Manager, der mir riet, aus mehreren Angeboten das von Forli anzunehmen.“ Und sie bereut ihre Entscheidung nicht und wird auch im nächsten Jahr für den italienischen Erstligisten am Netz stehen: „Die Zeit hat mir gefallen, auch weil das Umfeld des Vereins gut ist. Sportlich lief es für mich gut, auch wenn wir am Ende die Play-offs verpasst haben“, so Dumler. Der positive Nebeneffekt hinsichtlich des neuen Bundestrainers: „Ich kann mich jetzt ganz gut auf italienisch verständigen. Wenn Giovanni aber loslegt wie ein Wasserfall, wird es schwierig für mich zu folgen.“

Dass Dumler bei der WM für Deutschland aufschlägt, schmettert und baggert, war so klar nicht und ist auch ein großer Verdienst von Guidetti: „Unter Hee Wan Lee war ich Aufschlagspezialistin. Damit hatte ich zwar eine Aufgabe, aber wenn es so weiter gegangen wäre, hätte ich mir überlegt, ob ich weitermache.“ Ihr international gefürchteter Sprung-Flatteraufschlag sorgt für Punkte und Verwirrung auf der gegnerischen Annahmeseite: „Juniorinnen-Trainer Jens Tietböhl hat den 1998 bei der Jugen-Olympiade bei einer Brasilianerin gesehen und mir gesagt, das müsste ich auch machen. Seit dem mache ich diese Art des Aufschlags, ich war eine der Ersten in Deutschland.“ Neu-Bundestrainer Giovanni Guidetti sieht jedoch nicht nur den ersten Ball als Stärke, sondern lobt vor allem die Ausdauer, den Ehrgeiz und Willen Dumlers: „Sie hat in diesem Jahr das ganze Programm mitgemacht, und sie ist immer beim Training dabei, um sich zu verbessern und Dinge zu lernen. Dieser Wille erlaubt ihr, auf hohem internationalen Niveau zu spielen.“

Die WM in Japan ist die erste für Dumler und hat jetzt schon bleibende Eindrücke hinterlassen: „Es ist noch mal etwas anderes und hat einen höheren Stellenwert als eine Europameisterschaft, die ich schon zwei mal erlebt habe. Da es zudem gut bei uns läuft, macht es richtig Spaß. Enttäuscht bin ich aber über die Zuschauerzahlen, da hatte ich von den Erzählungen von 1998 mehr erwartet“, so Dumler. In Japan bleibt das Ziel, unter die ersten acht zu kommen, dann streben Dumler & Co die Olympischen Spiele in Peking an – für Dumler wären es nach Athen die zweiten Spiele. In italien möchte sie sich weiter etablieren „und am besten diese Saison schon in die Play-offs kommen“.

Nach ihrem Abitur hatte Dumler zunächst ein Studium (Grundschullehramt) begonnen, seit einem Jahr führt sie ein Fernstudium beim IST im Bereich Sport- und Touristikmanagement durch. Wenn sie mal nicht mit Volleyball unterwegs ist, „bin ich am liebsten weit weg von Deutschland irgendwo am Meer.“

Und was sagen die Kolleginnen über Dumler? Zimmergenossin Kerstin Tzscherlich (seit 2004 mit Dumler auf dem Zimmer): „Sie telefoniert sehr laut, als ob sie die mehrere 1000 Kilometer nicht über Leitung, sondern direkt verbal überbrückt. Da gehe ich schon mal ins Bad.“ Atika Bouagaa, seit der Jugend-Nationalmannschaft mit Dumler bekannt und auch außerhalb des Volleyball-Karrées eine gute Freundin, meint: „Wenn sie sich konzentriert, beispielsweise ein Buch liest oder vor dem Computer sitzt, dann steht ihr Mund offen und sie ist nicht ansprechbar.“ Und Frauen-Kenner, Physiotherapeut Patrick „Pecke“ Rissler ergänzt: „Sie ist stets gut gelaunt, immer nett und freundlich. Sie ist aber auch eine harte Arbeiterin, die eine sehr gute Physis hat.“

 

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten

 Donnerstag, 09. November 2006

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Berg hofft auf Comeback

Münster. An der Tür von Andrea Berg klingelt es in diesen Tagen ungewöhnlich früh. Weil die Spiele der Volleyball-Weltmeisterschaft der Frauen in Japan nur im Bezahlfernsehen zu empfangen sind, und die Spielführerin des USC Münster über einen entsprechenden Anschluss verfügt, hat sie momentan schon in den Morgenstunden Gäste. 

 

 © 1999-2006 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Magazin von Peter Neese und Dennis Wenzel