News

 Donnerstag, 16. November 2006 

CarGo! erwartet Humann Essen zum Revierderby
Hella Jurich gibt ihr Debüt als Libero
SCC: Lehrgeld nach Russland gezahlt
Auswärtswochenende wartet auf MTV München
DVV-Frauen nur um Platz elf gegen Taiwan
DVV-Frauen: Das Küken ohne Nerven
DVV-Frauen: Der Finaltag
Russland und Brasilien im Finale!
Japan – China um Platz fünf
DVV-Frauen: Zum Abschluss ein Sieg
DVV-Männer in Fukuoka angekommen
Viel herumgekommen: Stewart Bernard
Martina Schwarz hat ausgepritscht
Bundestrainer rechnet mit deutschen Frauen ab
Auswahltraining in Berlin - Schule bald in Australien
Moculesu: Keine Schwachstellen, keine Illusionen
USC scheint gewappnet
Schwerin: Chinesen empfangen

November 2006

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Deutschland - CarGo! Bottrop-News

 Donnerstag, 16. November 2006

    

CarGo! erwartet Humann Essen zum Revierderby

Renz Halle, Spielbeginn Sonntag 16.00 Uhr

Nach einer zweijährigen Pause ist es wieder mal so weit - ein Revierderby, wie es die Volleyballfans lieben. Große Erwartungen knüpfen sich an dieses Match, welches in seiner Tradition mit einer besonderen Würze versehen war, wenn die Bundesligavolleyballer aus Bottrop und Essen aufeinandertreffen. In den letzten beiden Jahren  bestand dazu keine Gelegenheit, da die Steelenser jeweils im Oberhaus das Ruhrgebiet präsentiert hatten. Eigentlich hatten sie auch in der letzten Saison den Klassenerhalt geschafft, doch eine besondere Abstiegsregelung in einer Relegationsrunde führte dazu, dass die Neuperttruppe trotz eines guten 9. Platzes wieder in die 2. Liga Nord zurück mußte. Hier wartet seit einiger Zeit das CarGo! Bundesligateam auf die Gelegenheit, mal wieder eines der beliebten Revierderbies auszutragen. In diesem Jahr sind , wie auch zuletzt zuvor, die Essener eindeutige Favoriten, können sie doch nahezu auf den kompletten Kader der Vorjahre zurückgreifen, wohingehend CarGo! Bottrop noch immer in einer Findungsphase spielt.

Nach einem Trainerwechsel unter der Saison steht die Mannschaft mit 4 A-Jugendspielern und einigen routinierten Kräften, die teilweise auch Erstligaerfahrung vorweisen können, auf einem guten vierten Tabellenrang. Lediglich zwei  Punkte trennen die Teams voneinander, sodass das Match durchaus auch von der Tabellenposition Derbycharakter aufweist.

Vor diesem Spiel sieht es erfreulicher weise auch so aus, als wenn sich das Lazarett bei CarGo! langsam lichtet und Szekeres, Schirmeisen und auch Schallow wieder aufgeboten werden können. Da das letzte Wochenende auch noch spielfrei war, konnten Ferdinand Stebner und seine Mitstreiter auch noch Kräfte sammeln, bevor es in den nächsten Wochen gegen die TOP Teams der Liga geht.

Den Auftakt macht dabei das Match gegen den VV Humann Essen - zahlreiche Besucher haben sich angesagt, so hat u.a. auch WVV Präsident Matthias Fell sein Kommen angekündigt und im Vorfeld dieser Begegnung finden sich zahlreiche Jugendmannschaften ein, die sich das hoffentlich spannende Spiel ansehen möchten.

Schon jetzt ist klar, dass während des Matches eine 10 Minutenpause eingelegt wird, in der u.a. eine Dance-Floor Gruppe, The 4 Escape ihr Können präsentieren wird. Die Fans werden sicher auf ihre Kosten kommen, auch wird es wieder eine Tombola geben.

In welcher Formation Essen auflaufen wird, ist derzeit noch nicht bekannt, am letzten Wochenende konnten die Humänner erstmal den WVV Pokal Wettbewerb gewinnen, werden also mit breiter Brust in die Dieter Renz Halle kommen. Klemens Pospiech bietet Sezekeres, Terhoeven, Mols, Stebner, Werzinger, Mimouh, Schallow, Schirmeisen, Wernitz, Walkenhorst, Romund und Lackmann auf.

 

 

Deutschland - USC Münster-News

 Donnerstag, 16. November 2006

    

Hella Jurich gibt ihr Debüt als Libero

Mit 3:2 (27:25, 25:15, 14:25, 19:25, 15:12) bezwang der USC Münster in einem Testspiel den niederländischen Europapokalteilnehmer Plantina Longa Lichtenvoorde. Dabei rückte Beachvolleyballerin Hella Jurich für die verletzte Lisa Thomsen auf die Liberoposition und feierte eine gelungene Premiere

Eine ganze Weile ist es schon her, dass Hella Jurich das letzte Mal den harten Hallenboden spürte. Denn viel lieber ist der Volleyballerin mittlerweile das Spiel auf Sand, bei dem sie sich mit Partnerin Rieke Brink-Abeler Stück für Stück an die Weltspitze herangeschoben hat. Für das Erstligateam des USC Münster aber holte die 25-Jährige noch einmal ihre Hallenschuhe unter dem Bett hervor. Beim Testspiel gegen Plantina Longa Lichtenvoorde sprang sie für Libero Lisa Thomsen in die Bresche, die aufgrund einer Knochenhautentzündung im Schienbein passen musste, und half mit, den niederländischen Europapokalteilnehmer mit 3:2 (27:25, 25:15, 14:25, 19:25, 15:12) zu bezwingen.

„Das hat Spaß gemacht“, freute sich Hella Jurich. „Es war eine gute Premiere.“ Auch USC-Trainer Axel Büring zeigte sich mit der Leistung seines Probe-Liberos einverstanden: „Dafür, dass Hella erst einmal bei uns trainiert hat, war das schon recht ordentlich.“

Aber auch mit der Vorstellung seines übrigen Ensembles konnte der Coach zufrieden sein. Denn das präsentierte sich den etwa 250 Zuschauern in Ostbevern exakt eine Woche vor dem Bundesligaspiel beim Schweriner SC in ordentlicher Form. Insbesondere in Block und Aufschlag spielten die Münsteranerinnen gut und verdienten sich damit gegen die favorisierten Niederländerinnen eine 2:0-Satzführung. Büring nutzte die Gunst der Stunde, um vielfältige Aufstellungen auszuprobieren und nahm dabei auch in Kauf, dass die Gäste die beiden folgenden Abschnitte für sich entschieden. Im fünften Durchgang aber war der USC wieder da, lag beständig – mit bis zu vier Punkten – vorn und sicherte sich schließlich den Spielgewinn.

„Über weite Strecken bin ich sehr zufrieden“, sagte Büring. „Wir wollten offensiv, mutig und emotional spielen. Das ist uns gelungen.“ Ins Detail gehend stellte er zudem fest: „In Abschlaghöhe und Handlungsgeschwindigkeit haben wir uns verbessert. Das macht Mut.“ Auch Lichtenvoordes Trainer Matthias Eichinger zollte dem USC Lob: „Münster hat heute gut gespielt. Und, wenn Atika aus Japan zurück ist, wird es noch mal besser.“

 

 

Deutschland - SCC Berlin-News

 Donnerstag, 16. November 2006

    

SCC: Lehrgeld nach Russland gezahlt

Beim Testspiel zwischen dem SCC BERLIN und Lokomotiv Nowosibirsk hat die Sömmeringhalle eine der besten Begegnungen der neuen Saison gesehen. Dass die etwa 300 Zuschauer trotz der 0:3 (19:25; 21:25; 21:25) Niederlage ihres Teams zufrieden waren, lag sowohl daran, dass die Hauptstädter im zweiten Spiel nach der kurzen WM-Pause bereits ganz gut aufgelegt waren und ihre Haut so teuer als möglich verkauften, als auch daran, dass der russische Superligist zeigte, mit welchen Ambitionen er in die Saison starten will.

Nachdem bereits in der letzten Saison nahezu alle russischen Top-Spieler aus dem Ausland wieder zurück nach Russland wechselten und einige Westeuropäer mitbrachten, wartet die Superliga in der neuen Saison mit etlichen internationalen Top-Stars auf und scheint so langsam der italienischen Lega A Uno den Rang abzulaufen.

Der Klassenunterschied war dann auch über das gesamte Spiel zu spüren. Der SCC um Kapitän Jaro Skach konnte zwar phasenweise brillieren, zeigte tolle Ballwechsel und hohen Einsatz, doch stets konnte der Gast aus Novosibirsk in engen Situationen etwas zulegen, während der eine oder andere Youngster des SCC gerade dann einen „unforced error“ einstreute.

„Mit diesen Fehlern müssen wir leider noch eine Zeit lang leben. Volleyball ist ein Spiel, in dem Erfahrung, Stabilität und Routine eine sehr große Rolle spielen“, so Coach Michael Warm. Und daran mangelt es der neuen SCC-Truppe noch. „Doch genau dafür sind diese harten Spiele gegen solch eine Mannschaft ungeheuer wichtig und bringen unser Team voran. Eigentlich müssten wir alle zwei Wochen eine solche Spielserie durchführen, um unser enormes Potential, das in der Mannschaft steckt, auch Schritt für Schritt abzurufen!“ beschrieb der SCC-Coach die Situation und führte weiter aus: „Mich freut, dass Frank Bachmann nach seinem genialen Spiel in Leipzig die Pause gut überstanden hat und immer stabiler wird. Auch Dirk Westphal, der erstmals in dieser Saison in der „Starting Six“ stand sowie Jovan Vukanovic (ab dem 3.Satz für den deutlich verbesserten Falko Steinke) haben heute ein Top-Spiel gezeigt.“

Am Donnerstag findet innerhalb des Trainings ein weiteres Testspiel gegen das russische Spitzenteam statt. „Ich wünsche der Mannschaft, dass wir es zumindest in einem Satz schaffen, konsequent bis zum Ende durchzuziehen. Das wäre eine tolle Belohnung für die geduldige und harte Arbeit der letzten Wochen“, hofft Warm zumindest auf ein kleines Erfolgserlebnis für seine Schützlinge.

mw

 

 

Süddeutschland - MTV München-News

 Donnerstag, 16. November 2006

    

Auswärtswochenende wartet auf MTV München

(tg) Gleich zweimal auswärts müssen die Regionalliga Volleyballer des MTV München am kommenden Wochenende antreten. Am Samstag spielt man beim ASV Dachau, einen Tag später gastiert man beim TSV Nittenau.

Schlag auf Schlag geht es im Moment für den MTV München in der Regionalliga. Nachdem man sich in der letzten Woche die Bronzemedaille und einiges an Selbstbewußtsein beim Bayerischen Pokalfinale sichern konnte, muss man an diesem Wochenende gleich zweimal auswärts antreten. Dafür entspannt sich mittlerweile wieder ein wenig die Personalsituation. Man muss zwar samstags noch aus beruflichen Gründen auf die Diagonalspieler Simon Osterhold und Martin Otterbach verzichten, dafür kann man am Sonntag bis auf den Langzeitverletzten Libero Dennis Walter, der wieder von Hannes Buchner vertreten wird, aus dem Vollen schöpfen.

Gegner am kommenden Samstag ist der ASV Dachau. Die Dachauer stehen im Moment mit 0-12 Punkten auf dem letzten Platz der Tabelle der Regionalliga, doch zu unterschätzen ist der Gegner keineswegs. Der ASV hat sich sich in den vergangenen Wochen mit zwei Spielern verstärkt und konnte schon am letzten Spieltag gegen den TSV Deggendorf eine deutliche Leistungssteigerung erkennen lassen. Auch weiß man nie, wer beim ASV Dachau auf dem Spielfeld steht. Einige ehemalige Erstligaspieler, die ihre Karriere in der Bundesliga-Reserve ausklingen lassen, stehen im Kader, bei denen man nie sicher sein kann, wie viele wirklich zu den Spieltagen zur Verfügung stehen.  Darum erwartet auch MTV-Trainer eine couragierte Leistung von seiner Mannschaft: „Die Einstellung muss gerade auch gegen den Tabellenletzten stimmen. Wenn wir das Spielen was wir Können wird Dachau kein Stolperstein für uns werden.“

Einen Tag später gastiert man beim TSV Nittenau. Der Aufsteiger, der zu Saisonbeginn als einer der Abstiegskandidaten gehandelt wurde, ist mit 6-8 Punkten in die Saison gestartet und rangiert im Mittelfeld der Tabelle. Die Niederlagen setzte es bis jetzt nur gegen die Spitzenteams der Liga. Die Niederbayern um Spielertrainer Stephan Eckert können auf einen homogenen Kader aus jungen und erfahrenen Spielern zurückgreifen. „Nittenau hat zwei Schlüsselspieler in der Mannschaft. Wenn wir die Beiden kontrollieren können, bin ich sicher, dass wir mit zwei Punkten wieder nach Hause fahren können.“, schätzt MTV-Trainer die Chancen ein. Bleibt abzuwarten, wie die Mannschaft um MTV-Kapitän Hannes Buchner die Strapazen der doppelten Auswärtsbelastung an diesem Wochenende verkraftet.

Mit zwei Siegen in den Spielen am Wochenende könnte der MTV München die Tabellenführung in der Regionalliga übernehmen, da der momentane Spitzenreiter DJK Würmtal spielfrei ist. Dies wäre auf Grund der Tatsache natürlich äußertst wichtig, da man mit dem großen psychologischen Vorteil als Tabellenführer Anfang Dezember in die beiden Spitzenpartien gegen die Würmtaler gehen könnte.

Tom Gailer

 

 

Deutschland - DVV-News

 Donnerstag, 16. November 2006

    

DVV-Frauen nur um Platz elf gegen Taiwan

1:3 gegen Türkei

Die DVV-Frauen spielen bei der WM in Japan nur um Platz elf: Die deutsche Mannschaft unterlag der Türkei nach einer enttäuschenden Leistung mit 1:3 (25-23, 16-25, 20-25, 25-27), lediglich Spielführerin Angelina Grün erreichte Normalform. Am 16. November endet das Turnier nun mit der Partie gegen Taiwan (13.00 Uhr Ortszeit). Angelina Grün war mit 28 Punkten beste Punktesammlerin, keine weitere deutsche Spielerin punktete zweistellig. Auf türkischer Seite waren Neslihan Demel (28) und Aysun Osbek (17) am erfolgreichsten.

Nach dem knappen Verpassen der Spiele um die Plätze fünf bis acht wollten die deutschen Spielerinnen nun den wichtigen neunten Rang erzielen: Der Aufstieg in die Förderstufe I, eine Prämie sowie wichtige Weltranglistenpunkte waren Anreiz genug. Von Beginn an entwickelte sich ein Duell der beiden besten Punktesammlerinnen der WM: Angelina Grün auf deutscher und Neslihan Demir auf türkischer Seite schossen eine Salve nach der anderen ab. Der Unterschied: Neslihan bekam Unterstützung von ihren Mitspielerinnen, noch drei weitere Angreiferinnen punkteten zweistellig, Grün war allein auf weiter Flur. Dennoch konnte die deutsche Mannschaft den ersten Satz gewinnen, danach ging es aber bergab: Die Annahme unpräzise, das Zuspiel unkonstant und im Angriff zu wenig Druck. Nur Grün hielt die Deutschen im Spiel und erzwang fast noch den fünften Satz, doch es sollte an diesem Tag verdientermaßen nicht sein.

Spielbericht

Bundestrainer Giovanni Guidetti begann mit Kathleen Weiß im Zuspiel, Birgit Thumm auf der Diagonalen, Angelina Grün und Atika Bouagaa auf den Annahmepositionen, Corina Ssuschke und Christiane Fürst im Mittelblock sowie Kerstin Tzscherlich als Libero. Die Türkei trat an mit Ozlem Ozcelik, Aysun Ozbek, Elif Agca, Neslihan Demir, Natalia Haninkoglu, Esra Gumus und Gulden Kayalar.

1. Satz
Im Prestige-Duell beider Teams, in diesem Sommer hatte man sich in der WM-Vorbereitung drei mal gegenüber gestanden (zwei deutsche Siege), erwischten die Türkinnen den besseren Start: Neslihan Demir machte den ersten Punkt und sorgte mit knallharten Aufschlägen für Verwirrung in der deutschen Annahme. Gut, dass Grün einen guten Start hinlegte und ihre drei ersten Angriffe verwandelte (5-7). Als Neslihan aus dem Rückraum verwandelte, jubelten die etwa 30 lautstarken türkischen Fans, und es ging mit 5-8 in die technische Auszeit. Als Bouagaa mit ihrem Lob scheiterte, wurde der Gegenangriff erneut verwertet (6-10), Thumm verkürzte per Einbeiner, Fürst per Block (8-10). Ein Aufschlag von Fürst erzwang den Anschlusspunkt, Thumm vergab danach die Chance zum Ausgleich, als sie am Block scheiterte (10-11). Als der deutschen Mannschaft ein Netzfehler unterlief, nahm Guidetti seine erste Auszeit (10-13). Als Grün erstmals einen gegnerischen Einbeiner im Block entschärfte, verwandelte Ssuschke die Punktchance. Die deutsche Spielführerin erhöhte anschließend per Block und Angriff das deutsche Punktekonto – die Führung war da (14-13). Als Grün einen nächsten Angriff im zweiten Anlauf verwertete, ging es mit 16-14 in die zweite technische Auszeit – die DVV-Frauen waren jetzt im Spiel drin. Als Fürst am türkischen Doppelblock scheiterte, war der Ausgleich wieder da (17-17), ein Netzkanten-Ass von Agca brachte die türkische Führung zurück (17-18). Als Neslihan einen gefühlvollen Lob platzierte, hieß es 18-20, und Guidetti nahm seine zweite Auszeit. Grün hielt die Mannschaft im Spiel und verkürzte auf 20-21, als der türkische Angriffsstar ihren Ball ins aus jagte, war der Ausgleich wieder da (21-21) – Auszeit Türkei. Und Neslihan verzog auch ihren nächsten Ball (22-21), Grün hielt die Führung per Angriff an den Block, Tanja Hart und Margareta Kozuch (für Weiß und Thumm) kamen (23-22). Ein weiterer türkischer Angriffsfehler bedeutete Satzbälle Deutschland (24-23), den ersten wehrten die Türkinnen noch ab, den zweiten schenkt Gumus der deutschen Mannschaft per Fehlaufschlag (25-23).

2. Satz
Beide Teams begannen mit ihren Startformationen, die Türkei erwischte nach Angriffspunkt Neslihan und Ass Agca erneut den besseren Start (0-2). Thumm, Grün und Ssuschke sorgten jeweils für den Anschluss (3-4), der Ausgleich sollte jedoch zunächst nicht gelingen. Als Bouagaa ihren Lob neben die Linie legte, hieß es bereits wieder 4-7, Grün verkürzte aus dem Rückraum (5-7), doch wie im ersten Satz ging es mit drei Punkten Rückstand in die erste technische Auszeit. Bouagaa verpasste auch ihren nächsten Angriff, und als noch ein Punkt an die Türkei ging, kam Hart für Weiß zum Zuspiel (5-10). Bouagaa machte dann zwar den sechsten Punkt, scheiterte aber kurze Zeit später am türkischen Doppelblock – Auszeit GER (6-12). Die deutsche Annahme klappte nun überhaupt nicht mehr, kaum ein Ball fand Zuspielerin Hart, Kozuch kam für Thumm (7-14). Als Kozuch ihren Ball neben die Linie setzte, war der Rückstand auf acht Punkte angewachsen (8-16). Viel zu viele Fehler auf der deutschen Seite, die es den Türkinnen in dieser Phase sehr leicht machen. Die deutschen Angriffe schlugen nun überall ein, nur nicht im gegnerischen Feld. Cathrin Schlüter kam für Ssuschke (8-19), doch auch die scheitert gleich mit ihrem ersten Angriff am Block (9-20). Grün macht den zehnten Punkt, aber das ist nur noch Ergebniskosmetik. Jetzt gilt es, wieder ein wenig Fahrt für den nächsten Satz aufzunehmen. Das scheint zu gelingen: Nach guter Abwehr von Tzscherlich schlägt Bouagaa den Block an, Neslihan verzieht (14-23). Fürst blockt den ersten Satzball ab, (15-24) und Cornelia Dumler kommt zum Aufschlag für Bouagaa. Grün verkürzt ebenfalls per Block, doch dann macht Neslihan dem ganzen ein Ende – 16-25, ein schwacher Satz der DVV-Frauen.

3. Satz
Guidetti beorderte wieder die Stammformation aufs Parkett, lediglich Dumler (für Bouagaa) war neu. Und die deutschen Spielerinnen waren nun wieder präsenter auf dem Feld, so wollten sie sich nicht noch ein mal vorführen lassen. Grün glich per Diagonalangriff aus (3-3), doch ein Aufschlag-Hammer von Neslihan bereitete den ersten Zwei-Punkte-Rückstand vor (3-5). Weiß machte mit schöner Finte den Anschluss (5-6), ein Netzfehler der DVV-Frauen sorgte dann jedoch wieder für das aus diesem Spiel bekannte 5-8. Grün, in starker Form, hielt ihre Mannschaft per Rückraumangriff im Spiel, ein Fehler von Neslihan sorgte für den Anschluss (8-9). Zwei starke Aufschläge von Dumler sorgten für Trouble auf türkischer Seite und die Führung (11-10), Thumm vergab danach den nächsten Punktball. Kurze Zeit später kam Christina Benecke für Ssuschke, doch auch dieser Wechsel brachte Neslihan am Aufschlag nicht aus dem Rhythmus. Die Türkei machte Punkt um Punkt, und es hieß 12-16 bei der zweiten technischen Auszeit. Ein Übergreifen einer türkischen Blockspielerin sowie ein Angriff von Benecke ließen die DVV-Frauen verkürzen (14-16), beim 15-17 kamen Hart und Kozuch zum bewährten Doppelwechsel. Doch Haninkoglu setzte sich gegen den deutschen Dreierblock durch und sorgte so wieder für den Vier-Punkte-Rückstand (15-19) – Auszeit Guidetti. Als Kozuch am Einerblock der gebürtigen Russin scheiterte, und auch Dumler im Zweierblock ihren Meister fand, hieß es bereits 16-22. Kozuch versenkte ihren nächsten Angriff, Thumm kam zurück für Hart (17-22). Weiß kehrte einen Zähler ebenfalls zurück, Thumm punktete per Einbeiner, Neslihan verzog – Auszeit TUR (19-23). Auch der nächste Punkt ging nach einem Fehler der Gegner an die deutsche Mannschaft, doch zwei Neslihan-Angriffe sorgten für das 20-25 und 1:2 nach Sätzen.

4. Satz
Guidetti stellte nun völlig um: Hart übernahm das Zuspiel, Grün ging auf die Diagonale, Bouagaa und Dumler gingen in die Annahme, Fürst und Benecke standen im Mittelblock. Grün, nun auf ihrer Position wie im Verein, sorgte per Block und Angriff zwei mal für den Ausgleich (2-2), doch die Türkei machte die nächsten zwei Zähler. Ein weiterer Grün-Kracher sorgte für den Anschluss, einen Aufschlag der Spielführerin verwertete Benecke (4-4). Endlich waren die deutschen Spielerinnen besser im Spiel: Fürst glich erneut aus, Dumler machte das 8-7. Grün sorgte per Block und Lob für zwei weitere Zähler, das sah schon besser aus, die Türkei nahm eine Auszeit (10-7). Die deutsche Mannschaft hielt den Vorsprung, Fürst verwandelte – mit etwas Glück – zum 13-10. Als Benecke mit ihrem Angriff nicht durchkommt, heißt es nur noch 13-12, Grün sorgt mit Lob für das 14-12. Als Bouagaa ein direkter Annahmefehler unterläuft, steht es 15-15, Thumm kommt für die Münsteranerin aufs Feld, und Grün macht das 16-15. Beim 17-17 heißt es wieder Gleichstand, weil Dumler einen Ball ins aus legt, einen Punkt später nimmt Guidetti eine Auszeit, seine Mannschaft hatte ein Ass kassiert (17-18). Das wirkte: Dumler punktete per Angriff und Block, Neslihan scheiterte an der Netzkante (20-18) – Auszeit TUR. Der Vorsprung war schnell wieder weg, als Hart unpräzise passte und Thumm eine Annahme über das Netz schob (20-20), Bouagaa kehrte zurück. Grün schlug über den Block und holt die Führung zurück und nutzt auch die anschließende Punktchance gnadenlos (22-20). Anschließend scheitert die deutsche Spielführerin zwei mal am Block (22-22), Guidetti nimmt eine Auszeit. Bouagaas Angriff, klar im Feld wird ausgegeben, anschließend macht sie es besser (23-23), doch Neslihan sorgt für den ersten Matchball (23-24). Grün – wer sonst – wehrt ab, Neslihan holt den zweiten Matchball (24-25). Haninkoglu scheitert mit der Punktchance aus dem Rückraum, abermaliger Ausgleich (25-25) und danach dritter Matchball, den Neslihan per Netzroller verwertet (25-27). Eine insgesamt schwache Leistung der deutschen Mannschaft, die nun nur um Platz 11 gegen Taiwan spielt.

Stimmen zum Spiel

Giovanni Guidetti: „Wir haben das schlechteste Spiel gemacht, seit dem ich Trainer dieser Mannschaft bin. Nur Angelina wollte gewinnen, die anderen nicht. Aber alleine können wir nicht gewinnen. Ich werde mit den Spielerinnen sprechen, das geht so nicht. Auch wenn ich die Enttäuschung über das Nichterreichen der Plätze fünf bis acht verstehe, wir sind bei einer WM. Die Türkei war froh, hier zu sein, wir nicht. Wenn wir nicht mit der Leidenschaft von Sapporo spielen, sieht unser Spiel so aus.“

Angelina Grün: „Wir sind natürlich nicht zufrieden, wir wollten gewinnen, aber das gesamte Match haben wir schwach gespielt. Morgen gegen Taiwan wollen wir es besser machen und Platz elf erreichen.“

Christina Benecke: „Rückblickend hat das Niederlande-Spiel alles kaputt gemacht. Seit dem ist die Spielfreude nicht mehr da. Die Erwartungen sind danach zu hoch geschraubt worden.“

Kathleen Weiß: „Wir haben es nicht geschafft, es zu verdrängen, nur um Platz neun bis zwölf zu spielen.“

Cornelia Dumler: „Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Ich fühle mich beschissen.“

Neslihan Demir: „Ich habe nicht an das Duell mit Grün gedacht, wir wollten als Mannschaft gewinnen. Es ist ein Teamsport, und ich alleine kann nichts machen. Wenn ich den Preis als punktbeste Spielerin gewinne, ist er nicht für mich, sondern Auszeichung für die Mannschaft.“

 

 

Deutschland - DVV-News

 Donnerstag, 16. November 2006

    

DVV-Frauen: Das Küken ohne Nerven

Margareta Kozuch verblüfft durch ihre Unbekümmertheit

In fast jedem Satz bei dieser WM kam sie zum Einsatz und trug mit Kaltschnäuzigkeit und Unbekümmertheit dazu bei, dass die DVV-Frauen die Finalrunde erreichten. Die Rede ist nicht von einem „alten Hasen“, sondern von Margareta „Maggi“ Kozuch (20 Jahre, NA.Hamburg), dem „Küken“ der Mannschaft die in Japan ihre erste WM erlebt.

Wie bei einigen ihrer Mitspielerinnen auch war der Weg von Kozuch ebenfalls vorgezeichnet: Mutter Maria und Vater Miroslaw (in Japan als begeisterter Zuschauer dabei) spielten beide in der polnischen zweiten Liga Volleyball, auch die beiden älteren Schwestern begeisterten sich früh für den Sport über das hohe Netz. Doch „Maggi“ konnte sich zunächst gar nicht dafür erwärmen, „ich wollte eher was mit Ballett oder Badminton machen“, sagt sie. Bis irgendwann eine Freundin ankam und sagte, dass eine neue Mannschaft aufgemacht worden sei. „Ich bin hingegangen, ohne mich zu fragen, ob das Sinn macht. Nach und nach bin ich immer weiter reingewachsen“, der TuS Berne hatte ein neues Mitglied.

Dann ging alles ziemlich schnell: Sie wechselte zum CVJM Hamburg (unter ihrem jetzigen Trainer und DVV-Co-Trainer Helmut von Soosten), spielte dort zunächst in der Verbandsliga, ehe sie in der Zweitligamannschaft an der Seite von Schwester Katharina zum Einsatz kam. Der große Nachbar Fischbek (jetzt NA.Hamburg) wurde natürlich aufmerksam auf das Talent, und Kozuch wechselte 2003 zum Erstligisten. Zuvor war sie bereits in die Jugend- und Juniorinnen-Nationalmannschaft berufen worden, wo sie als Höhepunkt einen fünften (Jugend-EM 2003) und siebten Platz (Juniorinnen-EM 2004) belegte. Und Juniorinnen-Bundestrainer Jens Tietböhl hätte die talentierte Kozuch liebend gerne für das Projekt „Juniorinnen in der Volleyball-Bundesliga“ in Berlin gewonnen, doch „es gefiel mir gut in Hamburg, ich wollte die Schule beenden und bei meiner Familie bleiben“, so Kozuch. Es ging auch so! Kozuch etablierte sich im Erstligateam und spielte beim Pokalfinale 2004 in Schwerin bärenstark auf. Das registrierte auch Bundestrainer Hee Wan Lee, der Kozuch 2005 das erste Mal in das Nationalteam berief. Die frühere Mittelblockerin war inzwischen auf Außenangriff/Diagonal umgeschult worden und feierte bei internationalen Turnieren in Courmayeur und Montreux ihre „Feuertaufe“. Dies erwies sich als goldrichtig, denn im Juni 2005 war Kozuch eine der entscheidenden Spielerinnen bei der WM-Qualifikation in Dresden. Die damals 18-Jährige hämmerte unbekümmert auf die Bälle, „obwohl ich so nervös war. Es war, als ob ein Film ablief, ich fühlte mich irgendwie benebelt.“ Als der Spuk vorbei war, standen die DVV-Frauen als Sieger des Turniers (gegen Serbien & Montenegro, Polen und Griechenland) fest…

Nachdem sie die EM 2005 aufgrund des Abiturs nicht mitmachte, kehrte sie 2006 unter Neu-Bundestrainer Giovanni Guidetti in den Kreis zurück. Auch der Italiener ist von den Fähigkeiten der jungen Hamburgerin angetan: „Ich habe noch nie eine so junge Spielerin gesehen, die mit so einer Einstellung, so einem Willen arbeitet. Sie will sich in jeder Sekunde verbessern und bei ihren mentalen, physischen und technischen Fähigkeiten hat sie das Zeug dazu, eine sehr gute Spielerin zu werden.“ Wo sie diese Fähigkeiten noch hinbringen, steht nicht fest, einem Wechsel ins Ausland ist Kozuch aber nicht abgeneigt: „Derzeit beschäftige ich mich nicht damit, aber man muss gucken, was das Beste ist, wo ich mich verbessern kann.“ Anfragen gab es bereits zu genüge: „Ich hatte zuletzt drei Anfragen aus Polen, und ich habe lange überlegt. Ich war mir aber nicht sicher, was mich da erwartet vom Umfeld, auch wenn ich gerne in der Nähe meiner Oma (Danzig) gewesen wäre.“

Das Ausland muss sich also noch etwas gedulden, die (wenigen) Fans und Fachleute bei der WM in Japan konnten sich jetzt schon vom großen Potenzial Kozuchs überzeugen. Sie selbst war schon froh, im WM-Kader zu stehen: „Es ist eine große Ehre für mich, dass ich dabei bin und eine große Ehre, in dieser Mannschaft gespielt zu haben. Das möchte ich nicht missen. Es waren sechs harte Monate, aber es gab auch viele schöne Momente“, so Kozuch und fügt zum bisherigen Abschneiden hinzu: „Wir hatten eine super Vorrunde, und in der zweiten Runde lief es nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Das ist Sport, es sollte wohl so sein, wie es ist.“ Mit ihre Rolle als „Edeljoker“, Kozuch kommt in der Regel am Ende der Sätze per Doppelwechsel gemeinsam mit Tanja Hart aufs Feld, kommt die 20-Jährige gut klar: „Es heißt immer Top oder Flop. Ich versuche der Mannschaft zum Sieg zu verhelfen und denke nicht groß nach, wenn ich reinkomme. Den Punkt will ich immer machen.“

Diese Abgebrühtheit, ihr ansteckendes Lachen sowie das attraktive Erscheinungsbild ist auch Sportvermarkter Werner Köster bereits aufgefallen. Der ehemalige Manager von Schwimm-Star Franziska van Almsick hatte Kozuch bei einem TV-Auftritt von HH1 gesehen und war begeistert. „Es gab Treffen, der Kontakt wurde enger. Wir haben jetzt zwei, drei Foto-Shootings gemacht, aber noch keine konkreten Vorstellungen, wie es dann weiter geht“, meint Kozuch. Den Kontakt mit der großen, weiten Welt des Sports hat sie auch schon anderswo gemacht. Bei der Wahl zu Hamburgs Sportlern des Jahres 2005 lag sie in der Gunst ganz vorne und fand sich neben den Fußballgrößen Rafael van der Vaart und den HSV-Cracks wieder. „Die waren aber nicht so groß“, lacht „Maggi“ und gibt zu, „dass ich gezittert habe, als mein Name aufgerufen wurde.“

Meist zittern eher die Gegner vor den raffinierten Schlägen von Kozuch, demnächst gibt es ein pikantes Duell mit Schwester Katharina, die bei Aufsteiger WiWa Hamburg am Netz steht: „Wir haben in der 2. Liga zusammen gespielt. Es ist nicht wie bei Brüdern, die sich dann erst recht eine rein pfeifen wollen, sie ist auch eine sehr gute Freundin für mich. Ich kann nicht so aktiv gegen meine Schwester spielen“, steht „Kusia“ oder „Kuscha“, so ihre weiteren Spitznamen vor einem echten Dilemma.

Vielleicht kommt aber auch alles ganz anders und Kozuch fängt im Ballwechsel (so bei einem WM-Training) plötzlich herzhaft an zu lachen. „Ich bin einfach eine fröhliche Natur. Lachen ist gesund, und wenn ich lache, fühle ich mich befreit“, lautet ihr Gute Laune-Konzept. Dies hilft ihr manchmal auch über ihre gesundheitlichen Probleme hinweg, denn trotz ihres jungen Alters hat Kozuch bereits Probleme mit ihrer Schlagschulter, „die ich mit speziellem Krafttraining für die Schulter in den Griff bekomme.“

Wenn sie das in den Griff bekommt, steht ihr eine große Zukunft bevor, glaubt auch Spielführerin Angelina Grün, die mit Kozuch ein Zimmer teilt: „Sie ist eine absolute Froh-Natur, wir lachen viel. Sie hat eine große Zukunft vor sich, ich wünsche ihr Gesundheit, das braucht sie, um ganz nach oben zu kommen, den Ehrgeiz und das Talent hat sie dazu.“

Und Physiotherapeut Patrick „Pecke“ Rißler hat – wie immer – das letzte Wort: „Sie ist unser Küken und ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Ihr Lachen ist sehr auffällig, oft sieht man sie nicht und hört sie nur.“

 

 

Deutschland - DVV-News

 Donnerstag, 16. November 2006

    

DVV-Frauen: Der Finaltag

Die FIVB und das japanische Organisationskomitee gaben nun den definitiven Spielplan für den finalen Tag der Frauen-WM bekannt. Das Kuriose und wohl Einzigartige: Das Finale zwischen Brasilien und Russland beendet nicht die WM, danach findet noch die Partie zwischen Gastgeber Japan und China um Platz fünf statt…

Die DVV-Frauen spielen um 13.00 Uhr Ortszeit gegen Taiwan um Platz elf.

Spielplan am 16. November
Spiel um Platz 11/12: GER – TPE um 13.00 Uhr im Osaka Prefektural Gymnasium
Spiel um Platz 9/10: USA – TUR um 15.00 Uhr im Osaka Prefektural Gymnasium
Spiel um Platz 7/8: NED – CUB um 17.00 Uhr im Osaka Prefektural Gymnasium
Spiel um Platz 5/6: JPN – CHN um 18.00 Uhr im Osaka Municipal Central Gymnasium
Spiel um Platz 3/4: ITA – SCG um 12.00 Uhr im Osaka Municipal Central Gymnasium
FINALE: BRA – RUS um 14.30 Uhr im Osaka Municipal Central Gymnasium

Smash-Info: Das deutsche Spiel wird von Arena tv im Anschluß an das WM-Finale (6.30 Uhr) übertragen, Sendetermin ist 9 Uhr MEZ.

 

 

International - DVV-News

 Donnerstag, 16. November 2006

    

Russland und Brasilien im Finale!

Die beiden WM-Favoriten stehen im Finale der WM 2006 in Japan: Brasilien setzte sich im ersten Halbfinale gegen das Überraschungsteam Serbien & Montenegro mit 3:1 (25-17, 25-14, 21-25, 25-20) durch, kurz danach sorgte Russland dafür, dass es einen neuen Weltmeister geben wird. Die Russinnen bezwangen Titelverteidiger Italien mit 3:0 (25-19, 25-16, 25-20).

BRA – SCG: Bis zum 8-4 im dritten Satz verlief alles so, wie es die Experten – wie auch Bundestrainer Giovanni Guidetti – erwartet hatten. Brasilien war den Europäern weit überlegen, die teilweise auch in Ehrfurcht erstarrten. Die brasilianische Block- und Feldabwehr war an jedem Angriff Serbien & Montenegros dran, die eigenen Angriffe - von Zuspielerin Fofao glänzend inszeniert – fanden keine Gegenwehr. Alles lief (zu leicht), plötzlich kam der große Außenseiter besser ins Spiel, weil die Brasilianerinnen nachließen. Vor allem Anja Spasojevic war es, die ihre Mitspielerinnen mitriss und die Wende im dritten Satz herbeiführte. Im vierten Durchgang sah es zu Beginn gar nach einem erneuten Satzgewinn des Außenseiters aus, der mit 10-6 in Führung ging. Dann erinnerten sich die Brasilianerinnen jedoch wieder an ihre Tugenden, feierten jeden Punktgewinn mit einem Jubelkreis und sicherten sich – auch bedingt durch einige Eigenfehler Serbien & Montenegros – den vierten Satz und das Match. Punktbeste Spielerinnen waren Sheilla (20) und Jelena Nikolic (17).

RUS – ITA: Hoch motiviert gingen die Italienerinnen in die Partie, schließlich hatten sie nach der WM-Auftaktniederlage gegen Serbien & Montenegro acht Siege in Folge gefeiert. Doch auf einen Gegner wie Russland waren sie bis dahin nicht getroffen, zumal dort wieder Super-Star Lioubov Sokolova zur Verfügung stand und mit dickem Oberschenkelverband auflief. Bis zum 12-12 im ersten Satz konnten die Italienerinnen mit ihren fünf Weltmeistern von 2002 mithalten, dann legten die russischen Riesen einen Zahn zu und gingen 16-13 in Führung. Als nach einem Aufstellungsfehler – gepfiffen von DVV-Mann Frank Leuthäusser –der Ausgleich gelang, schöpften die Italienerinnen nochmals Hoffnung, doch dann punkteten die Russinnen konsequent mit ihrem Block und Angriff. Gamova schlug gleich mehrfach über den Block, Sokolova zeigte ihr ganzes Repertoire und der Block um 2,02 Meter Mittelblockerin Merkulova packte mehrfach zu. Die Italienerinnen waren merklich beeindruckt und wurden auch im zweiten Satz kalt erwischt. Vor allem mit den Aufschlägen von Godina, der besten Aufschlägerin der WM, kam der italienische Annahmeriegel überhaupt nicht klar. Über 8-3 und 16-9 wurde auch der zweite Satz klar gewonnen, der dritte verlief etwas länger ausgeglichen, ehe die körperliche Überlegenheit erneut den Ausschlag gab und für das Traum-Finale Brasilien – Russland sorgte. Punktbeste Spielerinnen waren Lioubov Sokolova (21) und Elisa Togut (14).

 

 

International - DVV-News

 Donnerstag, 16. November 2006

    

Japan – China um Platz fünf

Türkei – USA um Platz neun

In den weiteren Überkreuzpartien des Tages setzten sich mit China (gegen Kuba) und den USA (gegen Taiwan) die Teams der Zwischenrundegruppe in Osaka durch. Gastgeber Japan bezwang vor knapp 10.000 Zuschauern in Osaka die Niederlande nach hartem Kampf mit 3:1.

CHN – CUB: Im Duell der beiden Weltklasse-Teams setzte sich die Technik gegen die Athletik durch. Die Chinesinnen gewannen eine hart umkämpfte Partie gegen die „Haudraufs“ aus der Karibik mit 3:1 (26-24, 25-21, 26-28, 25-20) und spielen nun um Platz fünf. Punktbeste Spielerinnen waren Wang Yimei (22) und Nancy Carillo (22).

JPN – NED: Knapp 10.000 Zuschauer waren aus dem Häuschen, als ihre Mannschaft die favorisierten Niederländerinnen mit 3:1 (25-21, 25-27, 25-21, 25-21) niederrang. Die Abwehr der Japanerinnen war an nahezu jedem Angriff dran, zudem machte die nur 1,70 Meter große Takahashi im Angriff, was sie wollte. Punktbeste Spielerinnen waren Miyuki Takahashi (26) und Chaine Staelens (20)

USA – TPE: Die körperlich kleinste Mannschaft der WM, Taiwan, war gegen die groß gewachsenen US-Girls ohne Chance. Die USA sicherte sich mit einem nie gefährdeten 3:0 (25-15, 25-20, 25-21) das Spiel um Platz neun. Punktbeste Spielerinnen waren Nancy Metcalf (USA) und Lin Ching I (11).

 

 

Deutschland - DVV-News

 Donnerstag, 16. November 2006

    

DVV-Frauen: Zum Abschluss ein Sieg

DVV-Frauen belegen Platz elf

Die DVV-Frauen haben die WM in Japan mit Platz elf beendet: Das Platzierungsspiel gewann die Mannschaft von Bundestrainer Giovanni Guidetti deutlich mit 3:0 (25-15, 25-19, 25-15) gegen Taiwan. Punktbeste Spielerinnen waren Angelina Grün (25) und Cornelia Dumler (12) sowie Nai Han Kou (9) auf Seiten Taiwans. Grün kann noch hoffen, punktbeste Spielerin der WM zu werden, wenn Neslihan Demir nicht mehr als 18 Punkte gegen die USA macht.

Nach dem Spiel fuhr die Mannschaft sofort in die andere Halle, um das Finale Russland – Brasilien zu sehen. Der Rückflug ist am 17. November und geht über Tokio und Mailand nach Frankfurt. Um 22.00 Uhr deutsche Zeit soll Ankunft sein.

 

 

Deutschland - DVV-News

 Donnerstag, 16. November 2006

    

DVV-Männer in Fukuoka angekommen

Die DVV Männer sind am Mittwochmittag in Fukuoka (1,3 Millionen Einwohner) angekommen. Die in Südjapan gelegene Stadt an der Küste des Japanischen Meeres ist der Austragungsort der Vorrundengruppe B. Heute Abend bittet Trainer Stelian Moculescu zum 1. Training in der WM-Halle.

Am frühen Morgen (5.50 Uhr wecken, pünktlich um 6.00 Bus zum Flughafen) erfolgte der Transfer vom NEC-Sportzentrum in Tokio zum Flughafen Haneda, von dem aus vornehmlich Inlandflüge starten. Mit 20 Minuten Verspätung (9.55 Uhr) hob die Boeing 777/300 ab – Touchdown in Fukuoka war um 11.26 Uhr. Dort wurde die deutsche Delegation von zwei Betreuerinnen empfangen. Nach dem Transfer zum Hotel wurde zunächst zu Mittag gegessen, dann erfolgte die Zimmereinteilung. Die Mannschaft ist im 17. Stockwerk des 32 Stockwerke umfassenden Komplexes untergebracht.

Die deutsche Mannschaft ist im JAL Resort Sea Hawk Hotel untergebracht – das Haus, mit einer atemberaubenden Architektur, ist neu und liegt direkt am Stadtstrand der Küstenstadt. Fukuoka ist eine der wenigen Großstädte auf der Welt, die über einen Stadtstrand praktisch in der Stadtmitte verfügen. Der Transfer vom Hotel zur Halle dauert etwa 10 Minuten per Bus.

Am späten Nachmittag 17.00 Uhr wird Chef de Mission Hartmut Giebels mit Trainer Stelian Moculescu und Mannschaftsarzt Dr. Dieter Heinold zunächst die nötigen Formalitäten der „preliminary inquiry“ erledigen. Um 18.15 Uhr erfolgt die Abfahrt zum Training.

Die Mannschaft ist wohlauf – bislang blieben alle Spieler von Verletzungen verschont. Nach der Trainingsarbeit im NEC-Sportzentrum sowie den beiden Trainingsspielen folgen nun noch die letzten vier Trainingseinheiten, bevor das Turnier am 17.11.2006 um 18.00 Uhr mit dem Spiel gegen Australien für die deutsche Mannschaft beginnt.

Für Frank Dehne, Stefan Hübner und Mark Siebeck ist Fukuoka ein „déjà vu“ – das Trio kennt Fukuoka von der Universiade im Jahre 1995, wo man in einem Feld von 32 Mannschaften mit der damaligen Studentenmannschaft den 17. Platz belegen konnte.

 

 

Deutschland - DVV-News

 Donnerstag, 16. November 2006

    

Viel herumgekommen: Stewart Bernard

Der neue Co-Trainer bei den Männern

„Eigentlich sollte ich nur bei einem Vorbereitungslehrgang für die EM-Quali helfen,“ so Stewart Bernard, der Co-Trainer von Bundestrainer Stelian Moculescu bei der Japan-Mission. Daraus ergab sich dann die Assistenz beim legendären Qualifikationsspiel gegen die Tschechische Republik in Leipzig und daraus dann die Frage vom Bundestrainer, ob er nicht mit nach Japan wolle. Eine reizvolle Aufgabe für den Bundesjugendtrainer aus den Niederlanden, der seit drei Jahren das Volleyballinternat Frankfurt hauptamtlich leitet – aber durchaus auch internationale Erfahrungen aufweist.

Es ist bereits der 2. WM-Einsatz für Bernard (41 J.), der zuvor als Assistent von Bondscoach Bert Goedkoop die WM 2002 in Argentinien mit der holländischen Nationalmannschaft mitmachte. Die Teilnahme an einer Europameisterschaft, einem World Cup und zwei World League Spielzeiten – alles Events mit „Oranje“ - zeugen von der großen internationalen Erfahrung des Holländers, der sich zuvor auch in der Ehrendivision des NeVoBo Meriten verdiente.

Nun versucht Moculescu´s Assistent „meine Erfahrungen im Rahmen des Trainingsprogrammes“ weiterzugeben. Bernard sieht ein gutes Niveau im deutschen Team und will helfen, die „Grenzen noch ein wenig weiter zu schieben“ und bei jedem einzelnen die Möglichkeiten auszureizen. In Absprache mit dem Bundestrainer übernimmt er Trainingsteile oder spezielle Aufgaben. Die Akzeptanz ist groß beim Team – nicht nur Frank Dehne fordert ihn beim Training während der Trinkpause auf, doch noch mal ein paar Bälle auf seine Abwehr zu schlagen. „Viel es nicht, keine Revolution, aber immer wieder Kleinigkeiten, die helfen können. Man kann im Volleyball immer verbessern: zuerst kommt die Einstellung, dann die Verbesserung der Bewegungsabläufe und dann die Präzision – darauf läuft doch alles hinaus,“ so Bernard, der nach der WM wieder seinen Platz im Internat besetzen wird. Dort ist er noch für ein Jahr unter Vertrag. Bei Spielen liegen die Aufgaben des Co-Trainers vornehmlich in der Beobachtung von Teilbereichen des Gegners: so versucht er die Annahme zu analysieren oder die Hauptschlagrichtungen bestimmter Spieler und - führt seine Beobachtungen dann zusammen mit den Daten vom online-scouting. Die Ergebnisse werden schnellstmöglich an den Cheftrainer weiter gegeben.

Interessant, wie er als Ausländer die deutsche Volleyball-Kultur sieht: „Körperlich, physisch stark. Die Größe stimmt auch. Die Nationalmannschaft hat sich auch im taktischen Bereich gut entwickelt.“

Nur wenige Tage vor Beginn der WM sieht Bernard durchaus Chancen für das deutsche Team. Bei Australien, Kuba und Griechenland sieht er eine „fifty-fifty“ Chance. Bernard: „Wichtig ist der Glaube an das eigene Können.“ Und: „Das Turnier ist lang. In der Vorrunde sind fünf Spiele zu absolvieren – die Erfahrung für ein solches Programm fehlt unseren Spielern. Diese lange Belastung gibt es nur bei Olympischen Turnieren, Welt- oder Europameisterschaften oder beim World Cup – für einige in unserer Mannschaft eine neue Erfahrung. Das wird sicher hart.“

 

 

Deutschland - Norderstedter Zeitung

 Donnerstag, 16. November 2006

   www.abendblatt.de 

Martina Schwarz hat ausgepritscht

Die routinierte Zuspielerin des 1. VC Norderstedt beendet ihre aktive Zeit mit einem Sieg.

Norderstedt - Es war ein unspektakuläres Ende einer 39 Jahre andauernden Volleyball-Karriere. "Es hat einfach keinen Sinn mehr, ich höre jetzt mit dem aktiven Volleyball auf", sagte Martina Schwarz nach dem 3:2 (25:14, 13:25, 25:21, 20:25, 19:17)-Sieg der Zweitliga-Frauen des 1. VC Norderstedt über den Drittliga-Vertreter VC Stralsund.

Immerhin: Die heute 46-Jährige hört mit dem Titel einer Nordpokal-Gewinnerin auf, auch wenn die Olympia-Silbermedaillen-Gewinnerin von 1980 und Europameisterin von 1983 (unter ihrem Mädchennamen Schmidt) und zweifache deutsche Beachvolleyball-Meisterin (zusammen mit Beate Paetow) ganz andere Erfolge in ihrer langen Karriere aufweisen kann.

"Mir tun einfach die Schulter und die Knie zu sehr weh", sagt die gelernte Zuspielerin, die gegen die Stralsunderinnen als Libera aufgelaufen war. "Da musste ich zwar nicht hochspringen, aber am Ende der Partie war doch das Knie wieder dick", beschreibt sie.

Nun will sich Martina Schwarz ganz auf ihre Zweitkarriere als Co-Trainerin der VCN-Frauen konzentrieren. "Vielleicht hilft das auch mehr", hofft sie. Denn bislang war sie bei den Übungseinheiten doch mehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie mit Tipps und Hilfestellungen parat stand.

Die werden die Norderstedterinnen jetzt gut gebrauchen können. Denn am 25. und 26. November steht das Qualifikationspiel zur ersten Hauptrunde im DVV-Pokal auf dem Programm. Gastgeber der Partie wird Zweitliga-Konkurrent SCU Emlichheim sein. Der Sieger dieser Partie empfängt dann den Deutschen Meister und Pokalsieger Schweriner SC.

Für Martina Schwarz wäre dies ein würdiger Rahmen für eine Verabschiedung. Schließlich hat sie lange Jahre für Schwerin zugespielt, war 2005 mit den Seniorinnen II des Vereins noch einmal Deutsche Meisterin geworden.

Manfred Schäffer

 

 

Deutschland - Spiegel.de

 Donnerstag, 16. November 2006

   www.spiegel.de 

Bundestrainer rechnet mit deutschen Frauen ab

Ausmisten nach dem Absturz: Die peinliche Niederlage der deutschen Volleyball-Frauen im WM-Platzierungsspiel gegen die Türkei wird laut Bundestrainer Guidetti Folgen haben. Der frustrierte Coach will Spielerinnen aussortieren und sich nach Alternativen umsehen.

 

 

Deutschland - Elmshorner Nachrichten

 Donnerstag, 16. November 2006

   www.en-online.de 

Auswahltraining in Berlin - Schule bald in Australien

Der Elmshorner Malte Gier besucht einen Sichtungslehrgang des Deutschen Volleyball-Verbands in Berlin. Nächstes Jahr verbringt der 15-Jährige ein halbes Jahr an einer Schule für Volleyball in Australien.

 

 

Deutschland - Dresdner Neuste Nachrichten

 Donnerstag, 16. November 2006

   www.dnn-online.de 

Moculesu: Keine Schwachstellen, keine Illusionen

Fukuoka. Die Volleyball-Weltmeisterschaft der Frauen in Japan geht heute zu Ende, schon morgen starten die Männer ihren Titelkampf. Die Herren des Deutschen Volleyball-Verbandes wollen in Fukuoka nach zwölfjähriger WM-Abstinenz zeigen, was sie seitdem dazugelernt haben.

 

 

Deutschland - Münstersche Zeitung

 Donnerstag, 16. November 2006

   www.westline.de 

USC scheint gewappnet

Ostbevern - Der USC Münster hat sich exakt eine Woche vor dem Re-Start des Bundesligaspielbetriebs beim Meister SchwerinerSC in guter Verfassung präsentiert und in der Ostbeveraner Beverhalle das niederländische Topteam von Longa 59 Lichtenvoorde mit 3:2 bezwungen.

 

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung

 Donnerstag, 16. November 2006

   www.westline.de 

Schwerin: Chinesen empfangen

Damen-Volleyball-Team aus Tianjin zu Gast im Landtag

Schwerin (mark) - Am Dienstagabend begrüßte Landtags-Vizepräsident Andreas Bluhm eine Delegation der Volleyball-Teams des SSC und der Chinesen aus Tianjin im Schweriner Schloss.

 

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