News

 Samstag, 18. November 2006 

Münster erhält Prädikat DVV-Stützpunkt
Ostbek Pirates beim SC Concordia
Popp glücklich vor Debüt
DVV-Männer starten mit 3:1 gegen Australien
Stiller Beobachter – Detlev Schönberg scoutet
Reservist ja - Bankdrücker nein
Kubanischer Volleyballer positiv getestet
Favoriten-Pleiten zum Auftakt der WM
Die Heimkehr des Alpha-Tieres
Im Osten geht die Sonne auf
USC: Reserve spielt die Fans warm
Christian Hesse mit Handbruch
Suhl: Training in Dresden, dann große Spiele
Sonneberg: Positiv-Konto angestrebt

November 2006

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Zum Medien-Überblick

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Deutschland - USC Münster-News

 Samstag, 18. November 2006

    

Münster erhält Prädikat DVV-Stützpunkt

Vom Deutschen Volleyball-Verband (DVV) wurde Münster zum Nachwuchs-Stützpunkt des DVV ernannt. Für den USC Münster ist dies ein weiterer Mosaikstein des Nachwuchskonzepts, das seit Sommer umgesetzt wird

Exakt zehn Jahre ist es her, als Lutz Endlich, Generalsekretär des Deutschen Volleyballverbandes (DVV), Jürgen Schulz vom USC Münster ein wichtige Tafel überreichte. „Bundesstützpunkt Volleyball“ stand darauf – sie war der Grundstein für die Münsteraner Nachwuchsförderung, die Spielerinnen wie Angelina Grün oder Judith Flemig hervorbrachte. 2004 jedoch wurde Münster der Status eines Bundesstützpunkts aberkannt – zumindest vorerst. Denn Endlich überreichte Schulz am Mittwochnachmittag erneut eine wegweisende Tafel und ernannte Münster zum Stützpunkt des DVV.

Mit diesem Konstrukt erhält die Westfalenmetropole zwar noch nicht den Status Bundesstützpunkt zurück, hat aber gute Aussichten, das 2008 zu schaffen, wenn die Stützpunkte neu benannt werden. „Durch die Vergabe des Titels erkennen wir schon jetzt die Arbeit an, die hier geleistet wird“, sagte Endlich. „In zwei Jahren müssen wir dann überlegen und entscheiden, welche Bundesstützpunkte wir wollen.“

Für den USC bedeutet das Prädikat DVV-Stützpunkt nicht nur eine Anerkennung des Nachwuchskonzeptes, das seit Sommer diesen Jahres in Kooperation mit dem Pascal-Gymnasium als Sportbetonter Schule sowie fünf Partnervereinen in die Praxis umgesetzt wird. Vielmehr ist es ein weiterer Mosaikstein, um Nachwuchsförderung auf höchstem Niveau betreiben zu können. „Dieses Konzept wird dazu führen, dass zukünftig die besten Spielerinnen im Alter von 14 bis 16 Jahren aus Nordrhein-Westfalen in Münster trainieren“, freute sich Schulz. „Das verspricht einen Imagegewinn für den Nachwuchs-Leistungssport in Münster. Es werden alle profitieren – die Spielerinnen, die Vereine, die Stadt und natürlich auch wir.“

Auch dem Präsidenten des Westdeutschen Volleyball-Verbandes (WVV) Matthias Fell, der das Konstrukt DVV-Stützpunkt ins Leben rief, stand die Freude förmlich ins Gesicht geschrieben. „Wir wollen eine optimale Nachwuchsförderung“, sagte er. „In Münster kann uns das gelingen. Hier werden wir unsere Talente im weiblichen Bereich zukünftig konzentrieren.“

Der Anfang ist gemacht. Bereits seit Anfang dieser Saison sind mit Sina Fuchs und Rebecca Schäperklaus zwei Nachwuchsspielerinnen vom SC Union Lüdinghausen dank Doppelspielrecht auch für das Oberligateam des USC Münster am Ball. Schon bald sollen es noch mehr werden. „Derzeit werden mit perspektivreichen Spielerinnen und deren Eltern Gespräche geführt“, sagte WVV-Verbandstrainer Wolfgang Schütz, der den neuen DVV-Stützpunkt nicht nur ideell, sondern auch praktisch unterstützt. „Das Ziel ist es, sie zu überzeugen, nach Münster zu kommen. Wir brauchen hier so viele Talente wie möglich.“

 

 

Norddeutschland - Oststeinbeker SV-News

 Samstag, 18. November 2006

    

Ostbek Pirates beim SC Concordia

Nach drei freien Wochenenden in der Liga steht für die OSV-Pirates am Samstag das zweite Auswärtsspiel an.

„Unbedingt gewinnen“, das ist die Vorgabe des Pirates-Trainers Bernd Schlesinger vor dem Spiel gegen SC Concordia, das ganz wichtig für den OSV ist. Immerhin haben die Pirates in letzter Zeit nicht gerade überzeugt und stehen nach drei Siegen zu Saisonbeginn mit 6:4 Punkten nur noch auf Rang fünf. Das Spiel gegen Concordia kann sicher als richtungsweisend angesehen werden, dem OSV blüht bei einer Niederlage ein böser Mittelfeldkater oder, im Falle eines Sieges, der Wiederaufstieg in die Spitzengruppe.

Concordia hat erst einmal gewonnen und steht auf dem vorletzen Platz. Das aber ausgerechnet gegen Adelby, wo die kleine Negativserie der Pirates begann. Ein weiterer Grund also, die erfahrene Mannschaft des SC Concordia am Wochenende zu besiegen.

Zuspieler Jan Mayfarth wird am Wochenende fehlen, was bedeutet, dass der junge Valentin Begemann das ganze Spiel zum Einsatz kommt. Ansonsten kann Bernd Schlesinger auf den gesamten Kader zurückgreifen.

SC Concordia – OSV Pirates (Samstag, 15 Uhr, Sporthalle Münzkoppel)

 

 

Deutschland - Freie Presse

 Samstag, 18. November 2006

   www.freiepresse.de 

Popp glücklich vor Debüt

Volleyball-WM: Gebürtiger Chemnitzer im Aufgebot der deutschen Herrenauswahl

Fukuoka. Bei der Volleyball-WM der Männer, die heute (bis 3. Dezember) in Japan beginnt, spielt nach zwölf Jahren Abstinenz erstmals wieder ein deutsches Team mit. Der erste Gegner heißt Australien. Zum Aufgebot gehört mit Marcus Popp ein gebürtiger Chemnitzer. Mit dem 25-Jährigen, der aktuell in der italienischen Profiliga aktiv ist, sprach Mathias Vogel.

 

 

Deutschland - DVV-News

 Samstag, 18. November 2006

    

DVV-Männer starten mit 3:1 gegen Australien

Im Auftaktspiel gegen die australische Nationalmannschaft kam das DVV-Aufgebot nach schwachem Start und 0:1 Satzrückstand in den Folgesätzen besser ins Spiel und konnte sich – zum Schluss wieder mit Mühe – über einen letztendlich doch verdienten 3:1 Sieg (20:25, 25:22:21, 30:28) freuen. Bundestrainer Moculescu zeigte sich erleichtert: „Wir können besser – aber heute ging es nur um einen Sieg!“

Startsechs Deutschland: Tischer-Schöps, Andrae Popp, Hübner-Walter, Libero: Kröger
Startsechs Australien: Alderman-Carroll, Hardy-Yudin, Howard-Campbell, Libero: DeSalvo

1. Satz: Das deutsche Team startete nervös: Walter gleich mit Aufschlagfehler und nach schlechtem Zuspiel von Tischer wurde Schöps zweimal vom australischen Block gebremst: 2:6 Rückstand war die Folge. Ein Dreierblock von Tischer/Andrae/Hübner sowie ein Einerblock von Andrae brachte die deutsche Mannschaft auf 4:6 heran, ein Tischer-Aufschlagfehler brachte die 1. technische Auszeit bei 5:8. Bei 6:10 (wieder ein schwaches Zuspiel auf Schöps, der mit einem Fehler abschloss) brachte bei diesem Spielstand die Einwechslung von Dehne. Ein schöner Hübner/Schöps Block sowie zwei druckvolle Aufschläge von Schöps führten von 7:11 auf 10:11, bei 11:12 kam es nach einem Dehne-Block zum 12:12 Gleichstand. Bei 14:14 führte ein Dehne-Fehler sowie ein Angriff von Walter gegen einen Einerblock zum 14:16 Rückstand. Bei 15:18 sah sich Trainer Moculescu genötigt die erste Auszeit zu nehmen, bei 17:21 folgte die zweite Auszeit. Siebeck kam bei 18:21 kurz für Walter zum Aufschlag, blieb ohne Erfolg und musste zurück. Ein Fehler von Hardy und ein Punkt von Popp brachten bei 20:22 noch einmal Hoffnung und eine Auszeit von Australien. Zwei weitere Schöps-Fehler führten schließlich zum australischen Satzgewinn.

2. Satz: Tischer begann wieder in der Regie. Nach 2:2 konnte sich die deutsche Mannschaft mit zwei schönen Schöps-Angriffen sowie einem Hübner/Tischer-Block auf 6:2 absetzen und erweiterte mit einem Fehler der Australier und einem Hübner-Aufschlag auf 8:3. Bei 10:3 die erste Auszeit für Australien. Die deutsche Mannschaft blieb nun dominant, wurde im Block zunehmend sicherer. Auch im Angriff gelang mehr (Schöps!). Nach einer 14:7 und 16:10 Führung schlichen sich wieder Fehler ein. Zudem bekam der deutsche Block den australischen Linkshänder Carroll nicht unter Kontrolle. Nach einer 18:11 Führung kam bei 18:14 Bergmann für Walter auf´s Feld. Mehrere Fehler der Australier führte zu einer 23:17 Führung – Ruhe kam aber nicht ins Spiel. Nach einem Hübner-Fehler (selten!) stand es plötzlich nur noch 23:21, ein „Zitterschlag“ von Schöps sowie ein schöner Popp-Angriff von der Pos. 4 brachten schließlich den Satzerfolg bei 25:22.

3. Satz: Das Spiel gewann nun an Qualität, blieb über 2:2 und 4:4 bis 7:7 ausgeglichen. Ein scharfer „linker Haken“ von Tischer nach perfekter Annahme brachte das 8:7. Bei 10:8 konnte sich die Mannschaft dann über 12:9 (Tischer-Aufschlag!) und 16:10 (Popp von der Pos. 4) absetzen. Über 18:12 und 20:13 (Auszeit Australien) kam es über einen wunderschönen Hübner „Schuss-über-die Mitte“ zum 21:14. Ein kraftvoller Angriff von Andrae brachte das 22:14, zwei Schöps-Fehler aber wiederum einen Zwischenstand von 22:18, bei dem Trainer Moculescu eine Auszeit beantragte. Bei 23:20 profitierte die deutsche Mannschaft von einer fehlerhaften Linienrichterentscheidung: ein Ausball wurde „in“ gegeben: damit 24:20. Ein Hübner Angriff aus der Mitte führte zum Satzgewinn mit 25:21.

4. Satz: Bis zur 1. technischen Auszeit konnte sich die deutsche Mannschaft einen 8:5 Vorsprung sichern. Der 3-Punkte-Absand blieb bis zum Stande von 10:7, dann führten zwei Schöps-Fehler zum 10:9 und einer der seltenen Hübner-Fehler (Ball ins Aus) zum 10:10 Gleichstand. Die Partie wurde nun verbissen – nach langem Ballwechsel konnte Popp von der Pos. 4 zum 11:10 punkten, Hardy (Ex-Düren) glich aus. Bei 12:12 brachte ein Angriff von Popp erneut eine Mini-Führung. Nach 16:13 brachte ein Bergmann-Block einen 4-Punkte-Abstand, der bis 21:17 gehalten werden konnte. Dann schlichen sich erneut Fehler ein: zwei Patzer von Andrae brachten das 21:20, ein Hübner-Angriff durch Mitte und ein „Mörderblock“ von Bergmann noch einmal einen Zweipunkte-Abstand bei 23:21. Ein kurzer Topspin-Aufschlag der Australier mit Folgen sowie ein „Schöps-Hammer“ in Hardy´s Block brachten den Ausgleich. Bei 24:23, 26:25, 27:26 und 28:27 kam die Deutsche Mannschaft zu Siegbällen. Ein völlig verunglücktes Zuspiel des bei 24:25 (!) eingewechselten Dehne auf Andrae führte zum 28:28. Dann sorgten ein Popp-Angriff von der Pos. 4 sowie ein Fehler der Australier (Ball ins Aus) für das Spielende.

Fazit: Die alte Weisheit, dass Eröffnungsspiele selten gut sind, kam auch bei dieser Partie zum Tragen. Die deutsche Mannschaft startete ängstlich, vorsichtig, zögernd und fand nie ins Spiel. Zuspieler Tischer hatte einen ganz schlechten Start erwischt und Diagonalspieler Schöps mit in den Abgrund gezogen – er kam jedoch im zweiten Satz wesentlich besser ins Spiel. Die Annahme blieb im deutschen Spiel passabel, allerdings war die Ausbeute im Angriff wegen der zu großen Vorsicht nicht hoch genug. Diagonalspieler Carroll (Linkshänder) blieb während des ganzen Spiels ein Problem für die deutsche Abwehr. Bemängelt werden muss auch die zum Teil fehlende Konzentration und Einstellung in der Ballsicherung – bei erkennbar halbfesten Angriffen der Netzspieler darf ein Ball nicht auf den Boden fallen. Die Spielerwechsel von Moculescu (Dehne und Tischer, Walter und Bergmann) halfen – vor allem Bergmann sorgte mit einer Reihe von guten Blockaktionen immer wieder für Entlastung. Gelobt werden muss die Einstellung der Mannschaft insgesamt: von außen kamen immer wieder aufmunternde Rufe und auf dem Feld gaben die Spieler nie auf. Der Versuch, sich von dem Druck dieses Eröffnungsspieles zu befreien, gelang nur teilweise. Die Mannschaft hat schon weit besser gespielt, hat aber wohl in Anbetracht der Ausgangslage (alle Spieler sind Debutanten bei einer WM) sich mental nicht richtig befreien können.

Stimmen zum Spiel:

Bundestrainer Moculescu: „Das war ein schweres erstes Spiel und von unserer Seite wahrlich kein gutes Spiel. Dennoch ein Kompliment an meine Mannschaft, die nicht aufgegeben hat und sich durchgebissen hat. Es ist mir jetzt in diesem Augenblick ganz egal, ob wir schlecht gespielt haben: lieber schlecht gespielt und gewonnen, als gut gespielt und verloren. Details gibt´s in der Mannschaftsbesprechung und auf eine Einzelkritik möchte ich jetzt verzichten; wir haben alle gesehen, dass wir Schwierigkeiten hatten. Der Beginn war schrecklich. Dann wurden wir besser, Hübner und Bergmann haben Ruhe ins Spiel gebracht, aber trotz unseres Vorsprunges konnten wir uns nie ganz befreien.“

Stefan Hübner: „Da war eine Menge Nervösität im Spiel und der Gegner war eigentlich ganz gut. Es fehlte bei uns etwas an der Abstimmung – wir sind nie richtig ins Spiel gekommen. Aber letztendlich haben wir uns zusammengerauft, obwohl jeder so seine Problemchen hatte. Einen Schönheitspreis hätten wir heute nicht verdient.“

Jochen Schöps: „Wir waren doch sehr nervös und haben einfach keinen Rhythmus gefunden. Wir mussten versuchen über einzelne gute Aktionen ins Spiel zu kommen und uns an positiven Punkten hochzuziehen. Es war doch über weite Strecken ein gutes und spannendes Spiel von beiden Seiten.“

Trainer Russel Borgeaud, Australien: „Die deutsche Mannschaft hat sich im 2. und 3. Satz deutlich gesteigert und uns erneut gezeigt, dass wir in einem starken Pool spielen. Man kann hier gut spielen und trotzdem verlieren. Meine relativ junge Mannschaft konnte das Niveau nicht halten, obwohl wir doch gute Chancen hatten.“

Morgen spielt die deutsche Nationalmannschaft um 18.00 Uhr (Ortszeit) gegen Kuba.

 

 

Deutschland - DVV-News

 Samstag, 18. November 2006

    

Stiller Beobachter – Detlev Schönberg scoutet in Japan

Am liebsten sitzt Detlev Schönberg, Scout der deutschen Nationalmannschaft in Japan, etwas weiter weg vom Feld. Nicht, weil er keine Interesse am Spielgeschehen hätte, sondern weil ein etwas überhöhter Sitz eine bessere Sicht auf die Aktionen der Spieler erlaubt. Und die optimale Sicht ist die Voraussetzung für eine optimale Erfassung der Daten zum Nutzen von Trainer und Mannschaft.

ass Schönberg (45 J.) es nicht so nah am Spielfeld mag, liegt wohl auch daran, dass er ein eher ruhiger und zurückhaltender Mensch ist, der ohne viel Aufhebens sein Spionagegeschäft betreibt und „standesgemäß“ gerne im Hintergrund arbeitet. Die WM in Japan ist sein erster Großeinsatz. In Deutschland betreut er in dieser Saison Bayer Wuppertal, davor war er eine Saison für Eltmann tätig, davor fast 10 Jahre für Mendig. Für die Nationalmannschaft hatte er anlässlich der EM in Deutschland seinen ersten Einsatz als 3. Scout – gut eingeführt von Dr. Bernd Zimmermann aus Leipzig, der seit Jahren mit dem Auskundschaften von gegnerischen Mannschaften befasst ist. Nach der EM war er gelegentlich für die CEV in der European League tätig.

Der Referent für Leistungssport beim LSB Rheinland-Pfalz hatte immer schon ein Faible für die Datensammelei. „Schon bei meiner Trainer B und Trainer A Ausbildung war das mein Schwerpunkt,“ so Schönberg, der auch lange Jahre als Trainer beim VBC Morbach arbeitete. Dort führt er eine Schülerinnen-Mannschaft von ganz unten bis in die Oberliga. „Das war eigentlich bislang die wertvollste sportliche Erfahrung,“ Schönberg weiter. Auch damals befasste er sich schon mit der Spielanalyse und hat seither die feste Überzeugung, dass Analyse des Gegners erst dann was bringt, wenn die gesammelten Daten auch didaktisch genutzt werden.

Schönberg: „Es geht eigentlich darum, den Spielern – gemessen an ihren Fähigkeiten – eine Taktik an die Hand zu geben, mit der sie umgehen können.“ Nach Schönberg braucht man dann auch den Mut, die Taktik durchzuhalten. Immer wieder passiert es, dass eine Prognose nicht sofort greift und eher eine Irritation erzeugt. Immer wieder aber stellt er auch fest, dass bei profunden Datenerhebungen sich Vorschläge doch die Realitäten beeinflussen.

Schönberg, der selbst Volleyball bis zur Oberliga und Handball bis zur Regionalliga spielte, sieht beim Volleyballspiel große Ähnlichkeiten mit dem Schachspiel: die Figuren auf dem Feld können nur ganz bestimmte Sachen machen und können auf ganz bestimmte Vorgänge nur in einer ganz bestimmten Weise optimal reagieren. „Ich sehe das häufig beim Spiel, vor allem bei hochklassigen Spielen, wie sich ganz bestimmte logische Muster ergeben,“ meint Schönberg. Die Erfassung der Daten und die Interpretation derselben ist aber nur die eine Seite der Medaille. Zubereitung, transparente Vermittlung und verstehen der Information derselben ist von entscheidender Bedeutung – und leider extrem zeitaufwändig. Scouts sind bekannt dafür, dass sie Nachtschichten einlegen müssen, um das neueste Material, didaktisch aufbereitet (Sequenzen für die Video-Sizungen schneiden etc.) zu präsentieren. Schon in der Vorbereitung in Japan ward Schönberg einige Male nicht bei den Mahlzeiten gesehen und sein Zimmernachbar, Co-Trainer Stewart Bernard tut ihm leid: „Ich brauche bei meiner Arbeit Licht und es gibt auch schon mal Arbeitsgeräusche – das ist schlecht für die Nachtruhe des Zimmergenossen.“

In Fukuoka musste Schönberg noch kurzfristig umdisponieren und eine Extraschicht einlegen, als sich herausstellte, dass der Australier Daniel Howard doch noch im Team war – lange hatte sich das Gerücht gehalten, dass derselbe verletzt sei. Stewart Bernard dürfte wieder eine unruhige Nacht vor sich haben."

 

 

Deutschland - DVL-News

 Samstag, 18. November 2006

   www.volleyball-bundesliga.de 

Reservist ja - Bankdrücker nein

Der Fall der Fälle ist nicht eingetreten: Statt bei der WM ab 17. November mit der deutschen Nationalmannschaft sein Bestes zu geben, trainiert der 19-jährige Thilo Späth in Berlin mit dem Zurich Team VC Olympia. Sein Schicksal teilten die beiden offiziellen Reservisten Ilja Wiederschein (Zuspiel/Düren) und Georg Wiebel (Mittelblock/Maaseik). Der Flieger, der am Freitag Richtung Asien abhob, startete ohne dieses Trio.

Wenn der Stammlibero Thomas Kröger (Wien) ausfällt, "dann springst du ein", so lautet die Absprache des Bundestrainers Stelian Moculescu mit dem jungen Mann. Und so nutzte Späth die vom VCO-Trainer Manfred Steinbeißer verordnete zweiwöchige Trainingspause ("die Burschen haben seit Juni fast ohne Pause durchtrainiert oder Wettkämpfe absolviert "), um sich bei seinem Stammverein VfB Friedrichshafen fit zu halten. Und natürlich einen Abstecher heim zu seinem Elternhaus im Schwarzwald zu unternehmen.

Auf ein Malheur des acht Jahre älteren Kröger hatte Späth schon aus Prinzip nicht gehofft:"Weil die WM wohl noch etwas zu früh für mich käme". Nach zwei Jahren 2. Liga im VfB-Talenteam und ersten Einsätzen in der 1. Liga in der Vorsaison wurde er erst im Mai als Sparringspartner zur Nationalmannschaft geholt. Da Frank Bachmann (nun SCC) sich wegen seines Studiums trotz mehr als 40 Länderspielen nicht mit der Rolle als zweiter Mann hinter Till Lieber (Düren) begnügen wollte. Dann erklärte Lieber unerwartet aus "privaten Gründen" seinen Verzicht. Thomas Kröger musste wegen Kniebeschwerden absagen und so kam der Junior Späth ("Mein Hauptziel ist die Teilnahme an der Junioren-WM 2007") in der Europaliga und bei Tests in 13 Länderspielen zum Zuge. Er habe "seine Sache gut gemacht" (Moculescu), aber nachdem der routiniertere Kröger einsatzfähig war, blieben Späth neben Lehrgängen die Auftritte mit dem VCO in der ersten Bundesliga.

Dessen Mannschaft hat bisher vier Sätze, aber noch kein Spiel gewonnen. "Hier war noch kein Spiel, in dem ich mit mir richtig zufrieden war - ganz im Gegensatz zu meinen Leistungen in der Nationalmannschaft", sagt der junge Mann, der aus Kappelrodeck (dort mit 12 bereits in der Landesliga) mit 17 ins Internat nach Friedrichshafen wechselte. Eine Erfahrung, die Jochen Schöps und Robert Kromm (einst VCO Olympia und nun Stammkräfte im Nationalteam) gleichfalls machten: Weil die Verantwortung im Juniorenteam größer ist, Fehler der Mitspieler anstecken und man als Leistungsträger mehr Bälle nimmt als erforderlich.

Bei der WM erwartet der 1,87 m große Späth, der zwischenzeitlich in seiner Karriere auch als Außenangreifer schmetterte, "dass die Mannschaft die Vorrunde übersteht und einen einstellige Platzierung erreicht. Vielleicht ist sogar mehr möglich - wie die Frauen jetzt bewiesen haben".

In der Großstadt Berlin hat er sich bestens eingelebt: "Da kann man eine Menge unternehmen. Zumal hier zwei Kumpels aus meinem Heimatort leben. Nach dem Abitur bin ich seit Herbst in einer Sportförderkompanie und habe etwas mehr Zeit als meine Mannschaftskollegen vom Sportgymnasium." Vom Grundwehrdienst im Oktober/November wurde Späth wegen der WM-Vorbereitung zurückgestellt. Kein Vorteil für die Karrierepläne. Denn diese Pflicht wartet nun im Januar/Februar. Doch das ist die Zeit, in der die Verträge für die nächste Bundesliga-Spielzeit gemacht werden. "Wenn ich dann schlecht aussehe, habe ich schlechte Karten." Ein Traum wäre es, zum VfB nach Friedrichshafen zurückkehren zu können: "Dort ist Deutschland weit der beste Trainer, die beste Mannschaft, das beste Umfeld. Außerdem lebt dort meine Freundin." Die Chancen der Rückkehr seien momentan gering, denn beim VfB blockiert momentan der 25-jährige Tscheche Jiri Polansky den Libero-Posten. Und Bankdrücker möchte er natürlich nicht spielen, "dann lieber Libero anderswo in der 1. Liga".

epo

 

 

International - Yahoo-News

 Samstag, 18. November 2006

   http://de.sports.yahoo.com 

Kubanischer Volleyballer positiv getestet

Die kubanische Volleyball-Nationalmannschaft muss während der Weltmeisterschaft in Japan auf seinen Blockspieler Portuondo Juantorena verzichten.

 

 

International - Yahoo-News

 Samstag, 18. November 2006

   http://de.sports.yahoo.com 

Favoriten-Pleiten zum Auftakt der WM

Fukuoka (dpa) - Die glatte 0:3-Niederlage von Vizeweltmeister Russland gegen Serbien-Montenegro war die große Überraschung des ersten Tages bei der Volleyball-Weltmeisterschaft der Männer in Japan.

 

 

Deutschland - FAZ.net

 Samstag, 18. November 2006

   www.faz.net 

Die Heimkehr des Alpha-Tieres

17. November 2006 - Stelian Moculescu wußte, was ihm da entgangen war. „Stefan Hübner“, sagte der Volleyball-Bundestrainer, „ist ein Alpha-Tier. Einer, der die Mannschaft führt, der sie mitreißt.“

 

 

Deutschland - Sportlive.at

 Samstag, 18. November 2006

   www.sportlive.at 

Im Osten geht die Sonne auf

Es ist ein nur allzu logischer Vorgang. Japan und China träumen vom großen Sport, dieser wiederum benötigt Geld, um groß zu sein. Also geht zusammen, was ideal zusammenpasst.

 

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten

 Samstag, 18. November 2006

   www.westline.de 

USC: Reserve spielt die Fans warm

-ag- Münster. Christoph Kesselmeier ist gerne bereit, sich und sein Team zu opfern. Bei uns können sich die Zuschauer schon einmal einstimmen und warm klatschen, ...

 

 

Deutschland - Main-Spitze

 Samstag, 18. November 2006

   www.main-spitze.de 

Christian Hesse mit Handbruch

Libero fehlt der TG Rüsselsheim drei Monate

maj. RÜSSELSHEIM Momentan müssen die Volleyball-Herren der TG Rüsselsheim einen Nackenschlag nach dem nächsten hinnehmen. Zunächst verloren die Jungs von Trainer Christian Metzger ...

 

 

Deutschland - Freies Wort

 Samstag, 18. November 2006

   www.freies-wort.de 

Suhl: Training in Dresden, dann große Spiele

In einer Woche geht’s wieder los

Der USC Münster hatte Spaß beim Trainingslager auf dem Darß, der Schweriner SC hielt sich bei einem Turnier in Brasilien und mit Spielen gegen die chinesische Top-Mannschaft Tianjin fit – die Gestaltung der mehrwöchigen WM-Pause ist unterschiedlich ...

 

 

Deutschland - Freies Wort

 Samstag, 18. November 2006

   www.freies-wort.de 

Sonneberg: Positiv-Konto angestrebt

SONNEBERG – Nach dem sensationellen 3:2-Sieg beim Staffelfavoriten Rüsselsheim hat Südthüringens Volleyball-Zweitligist 1. Sonneberger VC 04 morgen ab 19.30 Uhr zu Hause gegen ...

 

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