News

 Sonntag, 26. November 2006 

Hamburg: Alltag einmal völlig anders
Raben brechen eine schwarze Serie
Volley YoungStars verlieren in Freiburg
DVV-Männer: 0:3 gegen Italien
Favoriten geben sich keine Blöße
VCW besiegt VCO Rhein-Neckar mit 3:0
„Das erste Endspiel vergurkt“

November 2006

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Deutschland - Hamburger Abendblatt-News

 Sonntag, 26. November 2006

   

Hamburg: Alltag einmal völlig anders

Hamburger Derby

Hamburg - Ich bin froh, jetzt wieder Chef sein zu dürfen", sagt Helmut von Soosten , Trainer der Volleyball-Frauen der NA Hamburg. Heute (16 Uhr, Sporthalle Rüterstraße) steigen seine Bundesliga-Spielerinnen mit dem Lokalderby bei Aufsteiger WiWa Hamburg wieder in den Punktspielbetrieb ein, der aufgrund der Weltmeisterschaft in Japan für knapp sieben Wochen unterbrochen worden war.

Dabei steht in Frage, inwieweit dem WM-Teilnehmerinnen Margareta Kozuch (vor dem Duell mit Schwester Katharina) und Christina Benecke die Umstellung von Nationalmannschafts-Auftritten zum Liga-Alltag gelingt. "Ich habe da keine zu großen Befürchtungen", sagt von Soosten, der als Kotrainer von Bundestrainer Giuseppe Guidetti mit in Japan gewesen war und sich ganz in den Dienst der Mannschaft gestellt hatte. In seiner Fehlzeit hatte Mike Schöps, zweiter NAH-Trainer neben von Soosten, die Mannschaft auf den Bundesliga-Neustart vorbereitet.

Allerdings sind ausgerechnet seine beiden stärksten Spielerinnen derzeit nicht mit dem Team eingespielt. Sowohl Kozuch wie Benecke nahmen am Mittwochabend erstmals wieder am Mannschaftstraining teil. "Diese Pause brauchten wir auch", sagt Christina Benecke.

Kraft spendend dürfte sich allerdings die besondere Derby-Situation auswirken. Erstmals wird NDR-Moderator Dirk Böge in der Rüterstraße für Stimmung sorgen. Böge war zuletzt bei den Deutschen Beachvolleyball-Meisterschaften im Einsatz.

masch

 

 

Deutschland - Rote Raben Vilsbiburg-News

 Sonntag, 26. November 2006

   

Raben brechen eine schwarze Serie

Favorit Dresden bei Heimspiel in die Knie gezwungen

1520 Zuschauer klatschten begeistert Applaus, als Martina Georgieva mit einem krachenden Schmetterschlag den Vierten Satz beendete und damit den 3:1-Erfolg der Roten Raben über den haushohen Favoriten Dresdner SC besiegelte. Trotz der Verletzungsmisere der vergangenen Wochen haben es die Roten Raben geschafft, die Gäste mit 25:14/25:22/17:25/25:23 in die Schranken zu weisen und eine kollektive Euphorie bei den Raben-Verantwortlichen und den Fans auszulösen. Dresdens Trainer Arnd Ludwig bescheinigte den Raben nach dem Spiel, dass sie eine „kämpferisch überragende Leistung“ geboten hätten. Raben-Trainer Igor Arbutina war „angesichts der derzeitigen Situation begeistert von seiner Mannschaft und den Fans“. Damit haben es die Raben geschafft, die schwarze Serie zu brechen. Sie konnten in den vergangenen beiden Spielzeiten kein Heimspiel gegen Dresden gewinnen.

Katja Wühler verletzt, Maja Pachale verletzt, Inga Vollbrecht verletzt, Birgit Thumm nicht 100prozentig fit, Libera Zi Xiong kommt nicht mehr nach Vilsbiburg. Also nicht die gerade die besten Voraussetzungen für ein Spiel gegen einen der Favoriten in dieser Saison, den Dresdner SC. Die Gäste haben in ihren Reihen Christiane Fürst, die gerade zur besten Mittelblockerin der WM gewählt worden ist; Kerstin Tzscherlich, die zu den besten Libera der Welt gehört, und Corinna Sschuschke, eine der Senkrechtstarterinnen in der deutschen Nationalmannschaft.

Doch das nützte dem Dresdner Team alles nichts, denn sie wurden von einem Raben-Team erwartet, das bis in die Haarspitzen motiviert war. Sie boten von Anfang an eine überragende kämpferische Leistung, gaben keinen Ball verloren und schafften es auch nach kurzen Durchhängern immer wieder ins Spiel zurück zu finden. Ein Extra-Lob verdienten sich hier die beiden Außenangreiferinnen Regina Burchardt, die gleichzeitig Spielführerin war, und Martina Georgieva, die gleich in ihrem ersten Spiel für die Roten Raben ihre Qualitäten unter Beweis stellte. Dazu kam Lenka Dürr. Das 15-jährige Nesthäkchen der Roten Raben brachte die Dresdner Angreiferinnen mit ihren reaktionsschnellen Abwehraktionen immer wieder zur Verzweiflung. Sie hatte einen ganz großen Tag und spielte, als ob sie nie etwas anders gemacht hätte, als in der ersten Bundesliga Angriffsbälle abzuwehren.

Hoch konzentriert starteten die Raben in den ersten Satz und machten von Anfang an klar, wer in diesem Abend Chef auf dem Parkett ist. Während Dresden auf Mittelblockerin Christian Fürst verzichtete, die gesundheitlich angeschlagen war, setzte Raben-Zuspielerin Ivnna Lamperda Sampaio ihre Angreiferinnen immer wieder geschickt ein und bei der zweiten technischen Auszeit führten die Raben mit 16:12. Anschließend zogen bis auf 21:14 davon und ließen sich auch nicht mehr die Butter vom Brot nehmen, 25:14 hieß es am Ende. Dresdens Trainer Arnd Ludwig meinte, seine Mannschaft habe die kämpferische Leistung der Raben erst im zweiten Satz angenommen. Jetzt war auch Christiane Fürst mit von der Partie und schon lief es für die Gäste besser. Dresdens Trainer brachte zusätzlich die 20-jährige Stephanie Kestner für Heike Beier, die ebenfalls für Schwung im Dresdner Angriff sorgte. Mit 18:14 konnten die Gäste bereits davonziehen, als Raben-Trainer Igor Arbutina eine Auszeit nahm. Offensichtlich fand er die passenden Worte, denn danach kämpften sich die Raben Punkt um Punkt wieder heran und schafften beim 20:20 den Ausgleich. Hier sah Arnd Ludwig auch den Knackpunkt des Spiels, das seine Mannschaft es nicht schaffte, den Vorsprung nach Hause zu schaukeln. Im Gegenteil, auf der Zielgerade wurden sie von den Raben noch überholt, die auch diesen Satz mit 25:22 für sich entscheiden.

Dann lief bei den Roten Raben aber nur noch relativ wenig. Plötzlich zeigten sie Abstimmungsprobleme und die ersten beiden kraftraubenden Sätze forderten ihren Tribut. Punkt für Punkt zogen die Dresdner davon und auch die Einwechselung von Zuspielerin Nadja Jenzewski für Ivnna Lamperda Sampaio konnte den 17:25-Verlust des dritten Satzes nicht aufhalten.

Nun befürchteten Pessimisten schon das Schlimmste, doch im vierten Satz waren die Raben-Spielerinnen wieder hellwach. Angefeuert von einem phantastischen Publikum, das wie ein Mann hinter der Mannschaft stand, konnten sie das Spiel wieder offen gestalten. Bei der ersten technischen Auszeit lagen die Raben mit 8:5 in Führung. Eine Aufschlagserie von Stephanie Kestner brachte allerdings die Dresdner wieder in Front und plötzlich hieß es 14:16 für die Gäste. Aber die Raben bewiesen Moral und Stehvermögen und kämpften sich wieder heran. Bis zum 23:23 wechselte die Führung ständig, doch dann waren die Raben einen Tick aggressiver und Martina Georgieva war es vorbehalten, mit einem Schmetterball gleich den ersten Satzball zu verwandeln und damit den Sieg der Roten Raben unter Dach und Fach zu bringen.

Auch Raben-Manager Klaus-Peter Jung-Kronseder war nach dem Spiel hellauf begeistert. Natürlich über den Sieg, aber vor allem über die Art und Weise, wie er von der Mannschaft erkämpft worden war. So eine kämpferische Raben-Mannschaft habe er noch selten gesehen, so Jung-Kronseder. Ersatz-Spielführerin Regina Burchardt gestand, dass sie „vor dem Spiel schon zittrige Knie“ gehabt hätten. Nach diesem Sieg sei sie total stolz auf die Mannschaft.

Die Zuschauer bekamen nach diesem packenden Bundesligaspiel noch eine Zugabe obendrauf gepackt. Die VR-Bank, als Sponsor dieses Bundesliga-Knüllers, hatte das Artistenehepaar Terisa und Rodolo Reyes engagiert, die Jonglage vom Feinsten boten. Terisa verzauberte das Publikum mit ihren Hula Hoop Reifen, Rodolfo jonglierte kopfüber mit Sternen, Reifen oder einem Balken und trotzte so scheinbar der Physik. Doch nicht nur fürs Auge bekamen die Zuschauer etwas geboten. Bei der Verlosungsaktion winkten attraktive Preise. Vor der Halle wartete zudem der Raben-Fanclub Rabenpower und bewirtete die Besucher mit Glühwein. Der Erlös dieser Aktion kommt der Jugendarbeit des Vereins zugute.

Für die Raben besteht jetzt aber keine Zeit, sich zurück zu lehnen. Bereits am Sonntag müssen sie beim USC Münster antreten. Von dort geht die Fahrt gleich weiter nach Schwerin, wo am Dienstag der amtierende deutsche Meister auf die Raben wartet. Und am Freitag sind dann wieder die Raben-Fans gefordert, wenn der VfB Suhl derzeitiger Tabellenführer um 20 Uhr in die Vilsbiburger Vilstalhalle kommt.

 

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News

 Sonntag, 26. November 2006

   

Volley YoungStars verlieren in Freiburg

FRIEDRICHSHAFEN - Die Burdahalle in Freiburg ist am Samstag kein gutes Pflaster für die Volley YoungStars Friedrichshafen gewesen. Beim Auswärtsspiel bei der FT 1844 Freiburg setzte es eine 0:3-Niederlage (21:25, 16:25, 18:25) für das Häfler Zweitligateam.

Es gibt Tage, da läuft es einfach nicht richtig. Die Volley YoungStars können ein Lied davon singen, denn der vergangene Samstag war so ein Tag. Anstatt an ihre überzeugenden Leistungen der letzten Spiele anzuknüpfen, lief bei den Mannen um Kapitän Sören Schneider nicht viel zusammen. „Unser erstes wirklich schlechtes Spiel“, musste dann auch Trainer Söhnke Hinz nach dem Spiel eingestehen. „Die Mannschaft hat kollektiv einen schlechten Tag gehabt.“

Der erste Satz war noch der beste. Lange Zeit konnten die Häfler den Satz offen gestalten, kamen aber nicht über einen Zwei-Punkte-Vorsprung hinaus. Kurz vor Satzende wurde auf Seiten der Gastgeber Tobias Aichroth eingewechselt, der in der Saison 2004/05 sein freiwilliges soziales Jahr beim VfB Friedrichshafen absolviert hatte. Ausgerechnet ihm „verdanken“ die Häfler den Satzverlust: Mit drei fulminanten Aufschlägen und einem Angriffspunkt brachte er die Gäste auf die Verliererstraße.

Anstatt sich aufzubäumen, die Eigenfehlerquote runterzuschrauben, und ihre Chancen besser zu nutzen, überließen die YoungStars vor 300 Zuschauern weiterhin den Hausherren die Regie auf dem Spielfeld. Fehler im Aufschlag und im Angriff, dazu eine Abwehr, die nicht überzeugen konnte - so waren auch die Sätze zwei und drei schnell gespielt. Bereits nach 64 Minuten, es war das kürzeste Spiel an diesem Samstag, konnten die YoungStars bereits wieder den Rückweg durch den Schwarzwald antreten.

„So etwas kann passieren“, nimmt Söhnke Hinz seine Jungs in Schutz. „Wir müssen das Spiel so schnell wie möglich abhaken und schauen, dass wir unsere Leistung nächstes Wochenende wieder steigern können.“ Werden die YoungStars für die wenig überzeugende Leistung zum Straftraining einberufen? Nein, darauf verzichtet Trainer Hinz. Er kündigt aber eine ausgiebige Videoanalyse an, um die Fehler im nächsten Spiel vermeiden zu können. Das wird am kommenden Sonntag um 16 Uhr gegen Eintracht Wiesbaden in der heimischen Arena Friedrichshafen angepfiffen.

FT 1844 Freiburg - Volley YoungStars Friedrichshafen 3:0 (25:21, 25:16, 25:18)

 

 

Deutschland - DVV-News

 Sonntag, 26. November 2006

   

DVV-Männer: 0:3 gegen Italien

Niederlage zum Start in die Zwischenrunde

Die DVV-Männer haben ihr erstes Zwischenrunden-Spiel in Hiroshima verloren: Gegen Europameister Italien setzte es eine 0:3-Niederlage (23-25, 22-25, 16-25), damit rangiert die deutsche Mannschaft in der Gruppe F mit einer Bilanz von zwei Siegen und zwei Niederlagen weiter auf Platz fünf. Punktbeste deutsche Spieler waren Christian Pampel (14) und Marcus Popp (12). Am 26. November kommt es um 15.00 Uhr Ortszeit (7.00 Uhr deutsche Zeit, live auf arena) zum Duell mit den bislang ungeschlagenen Bulgaren.

In einem von Beginn an auf deutscher Seite von Unsicherheiten geprägten Spiel, konnte die Mannschaft von Stelian Moculescu ihre Fehlerquote nicht reduzieren. Obwohl die Mannschaft immer wieder aufholte und zum Ausgleich kam, gelang es dann nicht, Chancen zu nutzen. Auch ein Spielerwechsel im 3. Durchgang brachte keine Wende. Der herausragende Spieler auf deutscher Seite war Marcus Popp.

Startsechs Deutschland: Tischer-Pampel, Andrae-Popp, Bergmann-Hübner, Libero: Kröger
Startsechs Italien: Vermiglio-Fei, Cisolla-Papi, Mastrangelo-Semenzato, Libero: Corsano

1. Satz
Die deutsche Mannschaft startete mit zwei Fehlern und bescherte den Italienern gleich ein Mini-Break: Pampel vergab den Aufschlag und Tischer verfehlte Hübner mit einem Zuspiel. Dann schlug Popp risikoreich an einem italienischen Dreierblock vorbei ins Aus. Eine Italienische Netzberührung brachte den 1. Punkt für die deutsche Mannschaft zum 1:3. Ein Hübner-Aufschlag, ein Pampel-Ausball sowie zwei Fehler von Bergmann (Punkt 7 in den Block, Punkt 8 Netzberührung) führte die Italiener mit 5:8 in die 1. technische Auszeit. Ein Andrae-Hinterfeld-Angriff sowie ein schöner Popp-Block führte die deutsche Mannschaft auf 7:8 heran. Ein Pampel-Fehler (Aufschlag) sowie zwei Andrae-Fehler (Ausball und Annahme) führten zum 9:13 und zur 1. Auszeit von Trainer Moculescu. Der Vier-Punkte-Abstand blieb bis zur 2. technischen Auszeit erhalten. Ein Andrae-Aufschlagfehler führte zum 12-17 Rückstand. Dann holte die Mannschaft auf 16-18 auf, Trainer Montali nahm die 1. Auszeit. Pampel- und Popp-Angriffe sorgten u.a. dafür, dass das deutsche Team auf 21-21 aufholen konnte. Bei 19-21 war Schöps für Hübner zum Aufschlag gekommen. Ein Schöps-Aufschlagfehler führte zum 21:22, ein Tischer-Aufschlagfehler zum 22-23. Die 2. Auszeit für Deutschland folgte. Andrae sorgte erneut für den Ausgleich bei 23:23. Dann konnte man einen italienischen Angriff nicht bremsen und Pampel sorgte mit einem „leichten“ Fehler (halbfest am Dreierblock vorbei ins Netz) für das Satzende.

2. Satz
Bis 2:2 ausgeglichen, dann führt ein etwas zu tiefes Zuspiel von Tischer auf Popp für einen Popp-Fehler zum 2:4. Hübner kann auf 3:4 verkürzen, Bergmann hält mit dem Punkt zum 4:5 die Deutschen „dran“. Bergmann sorgt auch für das 7:7, nach einem leichten Vorteil für die Italiener bei der 1. technischen Auszeit bringt ein Andrae-Lob den Ausgleich bei 8:8. Ein Hübner-Fehler (Netz) und ein Andrae-Angriffsfehler für erst zum 8-10, dann zum 10-12. Pampel- und Popp-Punkte, sowie ein Fehler der Italiener sorgen erneut für einen Einstand: 13:13. Bei 15:16 kommt die 2. technischer Auszeit. Hübner kann nach Aufschlag von Pampel am Netz zum 16:16 „abstauben“. Ein Aufschlagfehler von Pampel sowie ein direkter Annahmefehler von Andrae („Hammer“ von Fei) sowie ein Angriff von Pampel in einen Papi-Block führen zum 17:20, dann „trifft“ Andrae zum 17:21 einen Linienrichter. Schöps kommt erneut für Hübner zum Aufschlag, verschlägt aber zum 18:22. Tischer verkürzt mit einem direkt geschlagenen Ball zum 19:22, Pampel verkürzt auf 20:23, ein italienischer Fehler führt zum 21:23 und zur Hoffnung, den Satz doch noch drehen zu können. Fei besorgt das 21:24, Pampel kann noch auf 22:24 verkürzen, Fei erneut mit Punkt zum 22:25. Davor war noch Siebeck für Bergmann zum Aufschlag ins Team gekommen.

3. Satz
Über 3:4 und 4:5 kann die deutsche Mannschaft mithalten, dann wird Bergmann mit „übergegriffen“ abgepfiffen – derselbe Spieler verschlägt anschließend einen „Danke-Ball“ aus der italienischen Abwehr zum 4:7. Bergmann holt aber das 5:7 mit einem knallharten Cross-Ball aus der Mitte, ein Annahmefehler wirft die deutsche Mannschaft zur 1. technischen Auszeit auf 5:8 zurück. Ein Missverständnis zwischen Andrae und Kröger führt zum 5:9, Popp kann auf 6:9 verkürzen, Hübner auf 7:10. Ein nicht passendes Tischer-Zuspiel auf Pampel führt zum 8:13, ein Fehler von Pampel zum 8:14. Trainer Moculescu wechselt Dehne für Tischer ein. Ein Hinterfeld-Angriff von Popp sowie ein Rückraum –Angriff von Pampel bringen etwas Entlastung zum 10:14. Bergmann kann mit einem Angriff aus der Mitte den Abstand bei 11:15 halten, ein Dehne-Aufschlagfehler bringt das 11:16 zur 2. technischen Auszeit. Ein Popp-Fehler (aus dem Hinterfeld) und ein Andrae-Fehler (Ausball) bringen das 11:18 und eine Auszeit von Trainer Moculescu. Beim 11:19 kommt Walter für Bergmann. Andrae verkürzt mit zwei erfolgreichen Angriffen auf 13:19. Ein Andrae-Aufschlagfehler bringt das 13:21 und die Einwechslung von Siebeck (für Andrae). Popp sorgt für das 14:21, und ein Aufschlagfehler von Walter bringt erneut einen 8-Punkte-Abstand. Ein Pampel-Aufschlagfehler führt zum 15:23, Fei bringt einen Ball zum 16:24 unter, und ein erneuter Fehler auf deutscher Seite bringt das Spielende.

Fazit
Die deutsche Mannschaft leistete sich zu viele Fehler in unbedrängter Situation (unforced errors). Während die Italiener ruhig und abgeklärt ihr Spiel machten und warteten (die Gleichstände wurden ohne entstehende Hektik hingenommen), gelang es der deutschen Mannschaft nicht, dann – wenn man sich wieder zu einem Gleichstand hoch gekämpft hatte – die Nerven zu bewahren und in Führung zu gehen. Immer wenn sich die Chance bot, kam ein zusätzlicher, „unnötiger“ Fehler und man musste den Italienern wieder hinterherlaufen. Es zeigte sich, dass der amtierende Europameister und der Zweite aus der FIVB-Rankingliste seine Chancen weitaus besser zu nutzen verstand als das deutsche Team, dem man das Bemühen um eine Verbesserung der Lage nicht absprechen konnte, dem aber auch in entscheidenden Situationen vielleicht ein Quäntchen Glück fehlte. Über zwei Sätze hinweg lieferte das deutsche Team – ohne an das Niveau vom Frankreich-Spiel heranzukommen – eine ordentliche Partie. Im 3. Satz war schon in der Mitte des Durchgangs (8:14) bei dem sicheren und präziseren Spiel der Italiener nicht mehr viel zu holen. Wichtig ist jedoch bei der Gesamtbewertung die Einsicht, dass man nicht immer am Limit spielen kann – dies wäre aber nötig, wenn man gegen den amtierenden Weltmeister (Brasilien) und den amtierenden Europameister (Italien) Gewinnchancen erspielen will.

Stimmen

Bundestrainer Stelian Moculescu: „Glückwunsch an die Italiener. Zwei Sätze haben wir gut gespielt und hatten Chancen, die wir aber leider nicht genutzt haben. Dann ist es fast normal, dass im 3. Satz, wenn man dann alles versucht hat und es geht nicht, ein solcher Rückstand entsteht. Man darf nicht vergessen, gegen wen man gespielt hat: Fei ist der Abräumer in der italienischen Liga, so einen Mann zu stoppen, ist nicht einfach. Wir spielen jetzt in dieser Runde gegen die besten Teams der Welt – das ist noch nicht unser Standard.“

Mannschaftsführer Frank Dehne: „Wir haben heute gegen eine sehr starke Mannschaft gespielt. Die Italiener zählen immer noch zu den Top Teams. Es war schwer für mich, einen 6-Punkte-Rückstand bei meiner Einwechslung aufzuholen. Wir haben jetzt von vier Endspielen eines verloren, warum sollen wir da jetzt schon den Kopf hängen lassen!?“

Marcus Popp: „Ich sehe das alles so ein wenig zwiespältig. Ich fand meine Leistung ganz passabel und hatte doch irgendwie zwischendurch das Gefühl, dass wir ohnmächtig waren. Warum passiert so was – ich weiß nicht so recht. Irgendwie konnten wir den nötigen Druck und die nötige Aggression nicht aufbauen. Ich hatte echt vorher gedacht, wir können gewinnen.“

Ralph Bergmann: „Sicher hatten wir hohe Erwartungen an das Spiel, und nachher ist man erst einmal enttäuscht. Aber wir sollten nicht der großen Gefahr unterliegen, uns selbst zu hoch anzusetzen. Die Italiener haben ihren Streifen gespielt, wir sind unter unseren Möglichkeiten geblieben. Ich kann mich nur wiederholen: es ist sehr gefährlich, die Erwartungen zu hoch anzusetzen – wir müssen wieder von Spiel zu Spiel denken.“

Stefan Hübner: „Also – heute kann man streichen. Wir haben zwei Sätze ordentlich gespielt, wenn man das ganze Spiel gewinnen will, müssen alle immer am Limit spielen. Das ist heute nicht gelungen – wir waren vielleicht bei 80%. Wir dürfen hier nicht vergessen, welches unsere Ziele sind. Wir sind noch im Fahrplan. Es gibt solche Tage – abhaken und weiter!“

Trainer Gianpaolo Montali: „Wir sind wirklich happy über diesen Sieg. Wir waren sehr besorgt, als wir die Ergebnisse der Deutschen aus der Vorrunde registriert haben. Wir waren aber sehr gut vorbereitet.“

Mannschaftsführer Samuele Papi: „Ich bin sehr zufrieden mit dem diesem Sieg. Wir haben es uns im 1. Satz ein wenig schwer gemacht, dann waren wir aber am Ende ein wenig glücklich und auch gewarnt. Es gibt jetzt jeden Tag ein schweres Spiel – das war schon mal ein guter Anfang.“

 

 

International - DVV-News

 Sonntag, 26. November 2006

   

Favoriten geben sich keine Blöße

Am ersten Zwischenrunden-Spieltag gaben sich die Favoriten keine Blöße und siegten jeweils deutlich. Lediglich Serbien & Montenegro tat sich beim 3:1 gegen Puerto Rico schwer und konnte zwei Sätze nur knapp gestalten.

Die Zwischenrunden-Gruppe E in Sendai
Polen bleibt auch nach dem sechsten WM-Spiel ohne Satzverlust: Der Geheimfavorit setzte sich gegen Außenseiter Tunesien mit 3:0 durch und übernahm die Tabellenführung in Gruppe E. Der Grund: Serbien & Montenegro tat sich beim 3:1 über Puerto Rico und seinen Super-Star Hector Soto unerwartet schwer, gab einen Satz ab und war am Ende froh, in vier Sätzen gewonnen zu haben. Die dritte europäische Macht in dieser Gruppe, Russland, feierte den deutlichsten Sieg des Tages und ließ Argentinien keine Chance. Gastgeber Japan gab nach dem Satzverlust gegen Kanada richtig Gas und kann sich mit dem Sieg ebenfalls noch Hoffnungen auf das Halbfinale machen.

Die Ergebnisse im Überblick
SCG – PUR 3:1 (25-18, 25-23, 20-25, 25-23)
ARG – RUS 0:3 (18-25, 20-25, 14-25)
JPN – CAN 3:1 (23-25, 25-21, 25-17, 25-22)
POL – TUN 3:0 (25-22, 25-18, 25-23)

Die Zwischenrunden-Gruppe F in Hiroshima
Vier Spiele, zwölf Sätze. Das verdeutlicht, mit welcher Souveränität die Favoriten am ersten Zwischenrunden-Spieltag in Hiroshima zur Sache gingen. Brasilien ließ den USA ebenso wenig eine Chance wie Frankreich der Tschechischen Republik. Und die einzig ungeschlagene Mannschaft im Pool F, Bulgarien, ließ gegen Kuba erkennen, dass es schwer werden wird, sie zu bezwingen. Europameister Italien revanchierte sich gegen die deutsche Mannschaft eindrucksvoll für die Niederlage in der WM-Qualifikation vor eigenem Publikum.

Die Ergebnisse im Überblick
BRA – USA 3:0 (25-19, 25-18, 25-23)
FRA – CZE 3:0 (25-19, 25-23, 25-18)
CUB – BUL 0:3 (22-25, 18-25, 20-25)
GER – ITA 0:3 (23-25, 22-25, 16-25)

 

 

Deutschland - DVL-News

 Sonntag, 26. November 2006

   www.volleyball-bundesliga.de 

VCW besiegt VCO Rhein-Neckar mit 3:0

Arbeitssieg nennt man so etwas wohl. Vor 1.000 Zuschauern besiegte der VC Wiesbaden in der Sporthalle am 2. Ring die jungen Mädels von VCO mit 3:0 (25:18, 25:20, 25:18) und feierte damit im vierten Saisonspiel bereits seinen dritten Sieg und einen gelungenen Start in die zweite Saisonphase.

„Hauptsache gewonnen“, hakte VCW-Coach Luis Ferradas das Match gegen das junge Team von Trainer Dirk Groß schnell ab. „Wir waren nicht locker genug“, sah der Argentinier bei seiner Mannschaft vor allem mentale Probleme.

Erwartungsgemäß verzichtete Ferradas in weiten Teilen des Spieles auf den Einsatz der grippegeschwächten Steffi Lehmann. „Ihr Einsatz in den nächsten Begegnungen ist wichtiger. In der Anfangsformation der Hessen standen stattdessen Tanja Hart als Zuspielerin, Bojana Marjanovic, Julia Osterloh im Mittelblock, Anika Schulz in der Diagonale, Anne Friedrich und Martina Novotna im Außenangriff sowie Maria Isabel Tavares als Libero.

Bis zum 11:11 verlief der erste Durchgang ausgeglichen, konnten die favorisierten Gastgeberinnen nicht entscheidend davonziehen. Erst als Bojana Marjanovic einen Angriffsball erfolgreich zum 16:13 blocken konnte, war der Widerstand der Heidelbergerinnen im ersten Satz gebrochen. Mit einem Einerblock erhöhte Annika Schulz anschließend sogar auf 17:13. 21:15, 24:16 waren die nächsten Zwischenstände, ehe Annika Schulz mit einem knallharten Schmetterball für das 25:18 sorgte.

Auch im zweiten Satz leisteten die Gäste lange Zeit erheblichen Widerstand, gingen sogar mit 9:7 in Führung. Luis Ferradas wechselte in dieser Phase Jessica Gutermann für Martina Novotna ein. Beim Stande von 11:11 war erstmals der Ausgleich geschafft. Ein Schmetterball von Annika Schulz sorgte für das beruhigende 17:14. Beim Stande von 21:19 wechselte Ferradas doch noch Steffi Lehmann ein. Über 22:19 zog der VCW schließlich auf 25:20 davon.

Auch im dritten Satz kam der VCW nur schwer ins Spiel, lag mit 3:5 und 6:7 zurück. Ein Einerblock von Tanja Hart sorgte dann für das 12:10 . Spätestens beim Stande von 18:15 war dann der Bann gebrochen. Bezeichnend, dass die in der Schlussphase immer stärker auftrumpfende Anne Friedrich mit einem Aufschlag-Ass den Schlusspunkt zum 25:20 setzte.

„Die Favoritenrolle anzunehmen, war für uns nicht so einfach“, bilanzierte Luis Ferradas. Für VCW-Manager Achim Exner war ein anderer Aspekt wichtig. „In diesem Jahr sitzt auch unser zweiter Anzug“, freute er sich darüber, dass der Ausfall von Steffi Lehmann gut verkraftet wurde.

6:2 Punkte aus vier Spielen, das kann sich durchaus sehen lassen. Mit WiWa Hamburg wartet nun am kommenden Freitag ein weiterer Aufsteiger, ehe am kommenden Sonntag um 16 Uhr der deutsche Meister Schweriner SC in Wiesbaden aufkreuzt.

Manfred Schelbert

 

 

Deutschland - FAZ.net

 Sonntag, 26. November 2006

   www.faz.net 

„Das erste Endspiel vergurkt“

25. November 2006 - Die deutschen Volleyball-Männer haben zum Auftakt der Weltmeisterschafts-Zwischenrunde die zweite Turnier-Niederlage kassiert. Das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu unterlag am Samstag in Hiroshima dem Weltranglisten-Zweiten und Europameister Italien 0:3 (23:25, 22:25, 16:25).

 

 © 1999-2006 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Magazin von Peter Neese und Dennis Wenzel