News

 Montag, 09. April 2007 

HVbV: Schwung in die Jugendarbeit
NA.Hamburg: Schmerzhafte Niederlage
Platz sieben ist Münster nicht mehr zu nehmen
SCC Berlin kämpft sich ins Halbfinale
Haching kämpft um den Einzug ins Halbfinale
Rote Raben unterlagen Suhl mit 1:3

April 2007

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Hamburg - Smash Online-News

 Dienstag, 20. März 2007

   

HVbV: Schwung in die Jugendarbeit

Der Einladung zum Jugendverbandstag am 11. April hat der Jugendreferent des Hamburger Volleyball-Verbandes Andreas Wurche einen Appell angefügt, die Jugendarbeit im Verband wieder auf eine breitere Basis zu stellen. Auf dem Jugendverbandstag sollen diese Ziele näher erläutert werden.

Insbesondere geht es dabei um eine verstärkte Kooperation mit Schulen und projektorientierte Mitarbeit im Verband. "Schön wäre es, wenn wir viele neue Gesichter auf dem Jugendverbandstag sehen würden. Auch Vereine, die keine Jugendabteilung besitzen, sollten kommen", erklärt Wurche Die Zahl der Vereinsvertreter ist nicht auf eine Person beschränkt, es können auch Vertreter oder weitere interessierte Personen mitgebracht werden. Auch wenn man zu dem Termin verhindert ist, sollte auf jeden Fall ein Ansprechpartner für die Volleyballjugend im Verein angegeben werden.

"Auf dem Jugendverbandstag werden wir Vorschläge machen, wie Schulen und Vereine gleichermaßen von Kooperationen profitieren können", kündigt Wurche an und erinnert gleichzeitig daran, möglichst viele SchülerInnen und Studierende zur Trainerausbildung anzumelden. Nur mit vielen neuen Trainern können viele neue Jugendliche trainiert werden.

Der Jugendverbandstag des HVbV findet statt am 

Mittwoch, dem 11. April, um 18.00 Uhr 
im Haus des Sports (Olympiasaal)

 

 

Deutschland - NA.Hamburg-News

 Montag, 09. April 2007

   

NA.Hamburg: Schmerzhafte Niederlage

„Uns fehlte der Mut zum Risiko“

Hamburg, den 8.4.2007. Die NA.Hamburg Volleyball-Damen konnten ihren ersten „Satzball“ im Hinblick auf den begehrten Europacup-Platz nicht verwandeln und unterlagen dem direkten Konkurrenten aus Wiesbaden mit 1:3. Für die Mannschaft von Trainer Helmut von Soosten war es nicht nur die dritte Play-off-Niederlage im vierten Spiel, sondern auch ein herber Rückschlag im Kampf um die Bronzemedaille. „Jetzt müssen wir eine Mannschaft von ganz oben schlagen, um doch noch Dritter zu werden. Uns fehlte heute ein wenig der Mut zum Risiko. Außerdem haben unsere Leistungsträger nicht das gezeigt, wozu sie eigentlich im Stande sind“, äußerte sich von Soosten direkt nach der Partie. 

Zur Freude der 620 Zuschauer in der AreNA Süderelbe erwischten die Gastgeberinnen den besseren Start und setzten den direkten Konkurrenten früh unter Druck. Einem Aufschlag-Ass von Kerstin Ahlke folgte ein Lehrbuch reifer Block von Kapitän Christina Benecke, der den NA-Damen die erste klare Führung (7:4) bescherte. Doch Wiesbaden zeigte sich unbeeindruckt und konnte mit dem 9:9-Ausgleich gegenhalten. Beide Teams gingen im ersten Durchgang ein hohes Tempo mit viel Kampfbereitschaft und großem Einsatzwillen. Ein „Deckenball“  von Sabine Verwilt-Junclaus und ein gefühlvoller Lob von Außenangreiferin Anne Friedrich bescherte den Gästen einen Drei-Punkte-Vorsprung (16:19). Doch zwei Abwehrfehler von Wiesbaden und das zweite Ass von Ahlke brachten den verdienten 19:19-Ausgleich. In den Schlussminuten waren es Hamburgs Nationalspielerinnen, die ihr Team zum Satzgewinn führten. Benecke verwandelte ihren Aufschlag  und Kollegin Margareta Kozuch schmetterte die erneute Führung zum 22:20. Zwar verkürzten die auffälligen Gäste-Angreiferinnen Martina Novotna und Annika Schulz auf 22:23, doch Nicole Fetting präsentierte sich hellwach und markierte reaktionsschnell das 24:23. Nach 26 Minuten war es erneut Diagonalangreiferin „Maggi“ Kozuch, die den ersten Satzball verdient zum 25:23 versenkte.

Auch nach dem Wechsel begannen die von Soosten-Schützlinge stark und erarbeiteten sich eine 8:6-Führung. Doch der Konkurrent aus Hessen gab sich nicht so schnell geschlagen, steigerte sich im Offensivspiel und punktete immer wieder über die kaum zu stoppenden Novotna und Sabrina Roß. Die Folge: Wiesbaden ging mit 16:11 in Führung. NA-Trainer von Soosten reagierte und wechselte Imke Wedekind für Danubia Costa Caldara und Ioana Nemtanu für Dominice Steffen ein. Mit Erfolg! Die Hanseatinnen gaben noch einmal alles und holten den 13:21-Rückstand Punkt um Punkt auf.  Hoffnung schöpften die Fischbek-Fans, als Ahlke per Schmetterball auf 23:24 verkürzte. Doch Sabrina Roß antwortete prompt und beendete die Aufholjagd der „Kupfer-Girls“ zum gewinnbringenden 23:25-Satzausgleich. 

In Durchgang drei wechselte das Trainergespann von Soosten/Schöps erneut und brachte beim Stand von 6:9 wieder Diagonalangreiferin Steffen für Nemtanu und Wedekind für Ahlke. Zwar konnte NA.Hamburg erneut auf 8:11 und 10:12 verkürzen, doch die Hanseatinnen verloren in der Mitte des dritten Satzes den Faden und produzierten zu viele Fehler. Ohne großen Aufwand zogen die Hessinnen auf 20:15 und 24:17 davon.  Der Tabellendritte agierte konzentrierter und ließ sich die 2:1-Satzführung (25:17) nicht mehr nehmen.

Hochkonzentriert und von den 620 Zuschauern lautstark unterstützt, versuchten Kozuch & Co. die Niederlage noch abzuwenden und einen fünften Satz zu erzwingen. Wiesbaden wurde jetzt nervös und leistete sich im Angriff ungewohnt leichte Fehler. Mit 9:7, 13:9 und 15:11 steuerte der Tabellenvierte Richtung Satzausgleich. Mit spektakulären Abwehraktionen und einem variantenreichen Offensivspiel verkürzte die Mannschaft um Nationalspielerin Tanja Hart aber auf 18:19. Unnötige Fehler im Angriff bescherten den Hessinnen sogar die zwischenzeitliche 21:23-Führung. Zwar konnte Kozuch noch einmal auf 22:23 verkürzen, doch Sabrina Roß stellte den alten Abstand zum 22:24 wieder her. Ein Angriffsfehler von Wiesbaden brachte die NA-Damen erneut heran, doch Maggi Kozuchs Aufschlag landet knapp im Aus und beschert dem VC Wiesbaden den verdienten 1:3-Auswärtssieg. 

„Wir mussten heute ohne Steffi Lehmann auskommen, die sich im Training verletzt hat. Dafür hat sich die Mannschaft glänzend präsentiert, immer gekämpft und immer an den Sieg geglaubt. Ich denke, es ist noch nichts entschieden. Wir haben noch fünf Spiele und es kann noch jede Menge passieren“, so VCW-Trainer Luis Emilio Ferradas.

 „Im zweiten Satz waren wir nicht konzentriert genug und haben zu viele Fehler in der Annahme gemacht. Vielleicht waren wir doch zu nervös. Natürlich wird der dritte Platz jetzt schwer, doch wir packen das noch“, äußerte sich Maggi Kozuch kämpferisch.

NA.Hamburg -  1. VC Wiesbaden 1:3 (25:23; 23:25; 23:25)                         

 

 

Deutschland - USC Münster-News

 Montag, 09. April 2007

   

Platz sieben ist Münster nicht mehr zu nehmen

Am Ostersonntag feierten die Volleyballerinnen vom USC Münster den dritten Sieg in den Play-downs. Beim Tabellenletzten WiWa Hamburg gewannen sie mit 3:0 (25:21, 25:20, 25:11) und sind damit bereits zwei Spieltage vor Saisonschluss vom siebten Rang nicht mehr zu verdrängen

In den Play-downs der Volleyball-Bundesliga ist der USC Münster weiterhin das Maß der Dinge. Am drittletzten Spieltag der Saison setzten sich die Münsteranerinnen beim Auswärtsspiel gegen WiWa Hamburg ohne Probleme glatt mit 3:0 (25:21, 25:20, 25:11) durch. Da zugleich der Köpenicker SC nur 3:2 gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen gewann, ist ihnen der siebte Rang und damit gleichzeitig der erste Platz der Trostrunde auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen. „Ich bin zufrieden, dass wir das so früh geschafft haben“, sagte USC-Trainer Axel Büring. „Bis auf das Spiel gegen Leverkusen haben wir in den Play-downs überzeugt und alles 3:0 gewonnen.“

Wie schon eine Woche zuvor in eigener Halle beim 3:0 über WiWa ließ der USC auch während der 70-minütigen Partie in Hamburg keine Zweifel aufkommen, wer das Spielfeld als Sieger verlassen würde. Mit Doreen Engel im Zuspiel, Tatjana Zautys auf der Diagonalen, Johanna Barg und Anika Brinkmann im Außenangriff, Lea Hildebrand und Jil Döhnert in der Mitte sowie Lisa Thomsen auf der Liberoposition sahen sich die Münsteranerinnen im ersten Satz allerdings einem guten Servicespiel der Hanseatinnen ausgesetzt. „WiWa hatte gefährliche lange Aufschläge“, so Büring. Mit jedem Punkt aber agierten die Unabhängigen in der Annahme stabiler, übten zudem mit ihren Aufschlägen immer größeren Druck auf ihre Kontrahenten aus und fanden so immer besser in die Begegnung.

Büring brachte Teresa Mersmann für Kurzeinsätze und gab im dritten Satz Claudia Bimberg für Jil Döhnert eine Einsatzchance. Dank des gelungenen Service aber boten sich der 1,90 Meter langen Mittelblockerin kaum Möglichkeiten, überhaupt aktiv ins Geschehen einzugreifen. Als sich auf Seiten Hamburgs Außenangreiferin Katharina Kozuch bei einer Abwehraktion an der Schulter verletzte, war die Gegenwehr endgültig gebrochen. „Das hat WiWa aus dem Konzept gebracht“, so Büring. „Aber wir haben in dieser Situation auch nicht nachgelassen.“ Ein Sonderlob hatte der Coach für Doreen Engel, aber auch für Johanna Barg und Tatjana Zautys parat: „Sie haben schwere Situationen sehr gut gelöst.“

Obwohl Platz sieben nun feststeht, dürften die Münsteranerinnen motiviert in die beiden ausstehenden Saisonspiele in Leverkusen (15. April) sowie zuhause gegen Köpenick (22. April) gehen. „Wir hören jetzt garantiert nicht auf zu spielen“, versicherte Büring und nannte auch gleich die Gründe. „Die Niederlagen  gegen Leverkusen ärgern uns – dafür wollen wir uns revanchieren. Und gegen Köpenick wollen wir unseren Fans, aber auch uns, einen schönen Saisonabschluss bescheren.“

 

 

Deutschland - SCC Berlin-News

 Montag, 09. April 2007

   

SCC Berlin kämpft sich ins Halbfinale

In einem hart umkämpften und emotional geführten Spiel besiegte der SCC BERLIN am gestrigen Abend die SG Eltmann mit 3:2 (22:25, 25:20, 24:26, 25:21, 15:13) und zog damit ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft ein. Hier treffen die Hauptstädter nun wie schon in den vergangenen beiden Spieljahren auf Evivo Düren.

Nach dem klaren 3:0 Erfolg im Hinspiel wollte das SCC-Team auch in Eltmann seiner Favoritenstellung gerecht werden und ein mögliches Entscheidungsspiel unbedingt vermeiden. Doch auch die Gastgeber zeigten sich hoch motiviert, bedeutete eine erneute Niederlage doch das abrupte Saisonende für die Franken. Auf diese Weise entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit zahlreichen langen und attraktiven Ballwechseln, in dem sich – anders als im Hinspiel – beide Mannschaften auf Augenhöhe befanden. Die Eltmänner waren im Vergleich zum vergangenen Mittwoch kaum wieder zu erkennen und zeigten sich insbesondere in Annahme, Abwehr und Block deutlich verbessert. Die Berliner hingegen ließen nur phasenweise ihr wahres Leistungsvermögen erkennen und mussten sich den vorzeitigen Halbfinaleinzug regelrecht erkämpfen.

Beide Satzführungen der Gastgeber konnten die Berliner dank ihres enormen Kampfgeistes ausgleichen und damit den alles entscheidenden Tie-break erzwingen. Hier erwischte der SCC zunächst den besseren Start, spielte sich eine 2-Punkte-Führung heraus und schien diese bis zum Satzende verteidigen zu können. Doch bei 13:13 gelang den von zirka 900 Zuschauern frenetisch angefeuerten Gastgebern der Ausgleich und der Lärmpegel in der Georg-Schäfer-Sporthalle stieg bis an die Schmerzgrenze. Nach einer Auszeit von SCC-Coach Michael Warm bewahrten die Hauptstädter im „Hexenkessel“ von Eltmann jedoch einen kühlen Kopf, machten die beiden nächsten Punkte und ließen anschließend ihrem Jubel freien Lauf.

Mit diesem Arbeitssieg gelang Berlins Volleyball-Team Nr. 1 nicht nur der Einzug in das Play-off-Halbfinale, sondern auch die wichtige Qualifikation für den Europapokal 2007/08. In welchem der drei internationalen Wettbewerbe (Challenge Cup, CEV-Cup oder Champions League) der SCC in der nächsten Saison vertreten sein wird, entscheidet sich erst in den kommenden Wochen. „Das lassen wir auf uns zukommen. Jetzt freuen wir uns erst einmal, dass wir die Hauptstadt auch in der nächsten Saison wieder auf dem internationalen Parkett vertreten dürfen“, so SCC-Manager Kaweh Niroomand.

Was das bevorstehende Play-off-Halbfinale betrifft, wollte Niroomand keine Prognose abgeben. „Wir sind in den letzten beiden Spieljahren jeweils im Halbfinale an Düren gescheitert und haben auch in dieser Saison beide Spiele gegen die Rheinländer verloren. Das allein verdeutlicht, wie schwer diese Aufgabe ist.“

Die Termine der "Best of three"-Serie lauten:

Hinspiel am 14. April (Samstag) um 19.30 Uhr in Düren
Rückspiel am 18. April (Mittwoch) um 19.00 Uhr in Berlin
mögliches Entscheidungsspiel am 21. April (Samstag) um 19.30 Uhr in Düren.

 

 

Deutschland - DVL-News

 Montag, 09. April 2007

   www.volleyball-bundesliga.de 

Haching kämpft um den Einzug ins Halbfinale

Am letzten Mittwoch waren es noch die Jungs vom TSV Unterhaching, die nach einem packenden Fünf-Satz-Krimi feiern durften. An diesem Wochenende lief es leider umgekehrt. Mit 1:3 (25:21, 19:25, 23:25, 19:25) mussten sich die Hachinger in Wuppertal in einem erneut sehr knappen Match geschlagen geben, und so kommt es nun zum Entscheidungsspiel in Unterhaching.

Konnten die Schützlinge von Coach Mihai Paduretu im Hinspiel noch in einer packenden Aufholjagd einen 0:2-Satzrückstand aufholen und schließlich noch im Tie-Break gewinnen, so lief es diesmal genau umgekehrt. Das Werksteam von Bayer war nervös. Anfangs war der erste Durchgang noch ausgeglichen, bis es die Hachinger schließlich schafften, sich beim Stande von 12:11 abzusetzen. Ben Ibata machte den nächsten wichtigen Punkt und leitete so den Satzgewinn ein.

Eigentlich hatten die, Gäste aus dem Süden Münchens nun den psychologischen Vorteil auf ihrer Seite. Sie schickten sich an, Wuppertal in deren eigener Halle, wo in der Saison schon der SCC Berlin und Friedrichshafen gescheitert waren, zu bezwingen. Doch gerade das war wohl das Problem. Es war wohl zu einfach gegangen. Wie so oft beim Volleyball, schlichen sich nun die Fehler ins Spiel der Hachinger ein. Und auf der anderen Seite machte der dänische Diagonalangreifer, der mit seinen gerade mal 22 Jahren schon 55 Länderspiele für sein Nationalteam bestritten hat, war mit seinen starken Angriffen allem der Grund, warum Wuppertal zurück ins Spiel fand. Der zweite Durchgang ging damit deutlich an die Hausherren. Im dritten Satz gab es ein erneutes Kopf-an-Kopf-Rennen, dass sich vor allem in einem indirekten Duell von Michi Mayer und Peter Lyck niederschlug. Beide machten eine herausragende Partie, doch wieder konnte sich Wuppertal am Ende entscheidend absetzen. Lyck schenkte zwar einen Satzball bei 24:22 her, doch Unterhachings Patrick Steuerwald verschlug den folgenden Aufschlag, der sein Team noch einmal zurück ins Spiel hätte bringen können.

Das Gleichgewicht hatte sich verschoben. Nun lastete der Druck auf den Gästen, die nun ihrerseits hätten reagieren müssen. Doch es darf nicht vergessen werden, dass man sich hier auf fremden Boden befand. Von den etwa 600 Zuschauern in der Bayer-Sporthalle Halle wollten nur wenige dem Ausscheiden ihrer Mannschaft beiwohnen. Und so holten sich die Gastgeber auch den vierten Satz und erzwangen so ein Entscheidungsspiel.

Am Dienstag wird sich jedoch nicht nur der Verlierer aus dem Rennen um die Deutsche Meisterschaft verabschieden. Es geht um viel mehr. Dem Sieger wird nicht nur der Einzug ins Halbfinale, sondern vor allem auch die Teilnahme am internationalen Wettbewerb beschert sein. Und Mihai Paduretu hat immer wieder betont, wie wichtig das für den Verein ist.

Einen entscheidenden Vorteil haben er und seine Jungs jedoch. Die Partie findet in der Generali Sportarena, also im Hachinger "Wohnzimmer" statt. Hier konnte man das Werksteam von Bayer in dieser Saison schon zwei Mal bezwingen, und nicht nur weil aller guten Dinge drei sind, will man dem Team aus Wuppertal zeigen dass es in Unterhaching einfach nicht gewinnen kann.
Spielbeginn am Dienstag in der Generali Sportarena ist um 19.00 Uhr!!

Hannah Ziegler

 

 

Deutschland - DVL-News

 Montag, 09. April 2007

   www.volleyball-bundesliga.de 

Rote Raben unterlagen Suhl mit 1:3

Vier Spiele - Vier Niederlagen

Die Roten Raben haben es leider nicht geschafft. Sie verloren auch das vierte Spiel in der Finalrunde. Mit 1:3 (25:22/12:25/21:25/22:25) unterlagen in einem spannenden Spiel dem Tabellennachbar VfB Suhl. Damit haben sie wohl ihre Chance, noch auf den fünften Platz zu kommen, verspielt. Dabei erlebten die 610 Zuschauer allerdings eine Raben-Mannschaft, die sich bemühte, den misslungenen Auftritt gegen den Schweriner SC vergessen zu machen. Dennoch haben sie es wieder nicht geschafft, ihre Nerven in Griff zu bekommen. „Wir haben uns selbst um die Früchte unserer Arbeit gebracht“, meinte Spielführerin Katja Wühler frustriert nach dem Spiel.

Beide Teams starteten engagiert in den ersten Satz. Man merkte allen Spielerinnen an, dass sie sich nicht kampflos ergeben wollten. Allerdings stand die Begegnung spielerisch auf keinem sehr hohen Niveau. Suhls Trainer Han Abing meinte nach dem Spiel elegant: „Die Begegnung war vor allen Dingen spannend.“ Raben-Trainer Igor Arbutina vertraute in der Startaufstellung auf Katja Wühler, Regina Burchardt, Maja Pachale, Norisha Campbell, Tsvetelina Zarkova und Ivnna Lacerda Sampaio. Wie schon beim Spiel in Wiesbaden schlüpfte Außenangreiferin Martina Georgieva in die Rolle der Libera, da die etatmäßig Libera Lenka Dürr nach wie vor in Sachen EM-Qualifikation mit der Jugend-Nationalmannschaft unterwegs war. Verbissen kämpften beide Mannschaften um jeden Punkt und keine schaffte es, sich abzusetzen. Meist lag der VfB Suhl mit zwei Punkten in Führung, doch die Raben kämpften sich wieder heran. Beim 16:16 gingen die Gastgeberinnen nach einem Ass von Katja Wühler erstmals in Führung, die sie dann auch bis zum Schluss nicht mehr abgaben. Katja Wühler, neben Regina Burchardt die erfolgreichste Raben-Angreiferin, „würgte“ den Ball irgendwie zum 25:22 übers Netz.

Wer glaubte, die Roten Raben wurden durch diesen Erfolg an Sicherheit gewinnen, sah sich getäuscht. Statt dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken, schienen die Raben den Faden verloren zu haben. Eine Aufschlagserie von Natasa Loncar ließ Suhls Vorsprung auf 2:10 anwachsen. Die Gäste ließen sich durch Auszeiten von Raben-Trainer Igor Arbutina beim 2:6 und 3:12 nicht aus dem Konzept bringen. Auch die Einwechselung von Tea Lealamanua für Tsvetelina Zarkova (8:18) oder Nadja Jenzewski für Ivnna Lacerda Sampaio (8:19) brachten keine Wende im Spiel und Suhl gewann den zweiten Satz locker mit 12:25.

Im dritten Satz hatten sich die Raben dann wieder einigermaßen gefangen und hielten mit den Gästen mit, wobei dieser Satz auf beiden Seiten nicht gerade durch spielerische Glanzpunkte auffiel. In der Schlussphase waren die Gäste aus Suhl aber einen Tick erfolgreicher und konnten sich beim 19:23 erstmals mit vier Punkten absetzen. Die Raben schafften zwar noch zwei Punkte, doch dann machten die Gäste mit 21:25 den Sack – sprich dritten Satz – zu.

Jetzt standen die Roten Raben natürlich wieder enorm unter Druck, weil sie diesen Satz unbedingt gewinnen mussten, wenn sie zumindest einen Tie Break erreichen wollten. So war der vierte Satz zu Beginn recht spannend, da sich beide Mannschaften ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Bei der zweiten technischen Auszeit lag Suhl aber bereits mit 10:16 in Führung. Das Schiedsrichtergespann sorgte mit umstrittenen Entscheidungen dafür, dass die Raben aus dem Tritt gebracht wurden. Doch die Vilsbiburgerinnen ließen sich nicht beirren und kämpften sich auf 20:22 heran. Sie schafften sogar den umjubelten 22:22-Ausgleich. Dann ließen sie aber wieder ihre Nerven im Stich und der VfB Suhl machte abgeklärt drei Punkte hintereinander zum Satz- und Spielgewinn.

Raben-Spielführerin Katja Wühler bestätigte, dass sie immer ihre Nervosität in den entscheidenden Momenten nicht in den Griff bekamen. Suhls Trainer Han Abing und seine Mittelblockerin Sherri Willliams waren sich einig, dass die erfolgreiche Blockarbeit der Schlüssel zum Erfolg gegen Vilsbiburg gewesen seien. Damit, so Abing, haben sie die Vilsbiburger Angriffe immer besser in den Griff bekommen. Nicht zu beneiden war Raben-Trainer Igor Arbutina. Er meinte, es sei schwer „etwas Nettes zu sagen, wenn man immer verliert“. Allerdings sieht er, dass die Mannschaft sich in keinen Schritten vorwärts bewegt und von Spiel zu Spiel besser wird. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es auch einmal für einen Sieg reichen wird.

Harald Schwarz

 © 1999-2007 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Magazin von Peter Neese und Dennis Wenzel