News

 Montag, 18. Juni 2007 

Röhrs/Timpe siegen in Schwarzenbek
Fell für zwei weitere Jahre als Präsident gewählt
Siegreiches K.u.K.-Regiment
DVV-Männer unterliegen Spanien 0:3
Hamburg: Klemperer/Koreng verlieren Finale
Hamburg: Pohl/Rau verlieren Finale
Holtwick/Semmler: Führung in Europa-Rangliste
Kaczmarek/Krug warden Vierte
Sara Goller: “Wir waren so dicht dran!”
Deutsche Duos abgeschmettert
Zustimmung zur neuen Sportförderung

Juni 2007
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Zum Medien-Überblick

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Hamburg - Smash Online-News

 Montag, 18. Juni 2007

   

Röhrs/Timpe siegen in Schwarzenbek

Tanja Röhrs vom Zweitliga-Aufsteiger NA.Hamburg II hat gemeinsam mit Timo Timpe, Zuspieler der (mittlerweile) Hamburg Cowboys, das DuoMixed-Turnier des TSV Schwarzenbek am gestrigen Sonntag gewonnen. Im Finale schlugen sie Yvonne Staack und Arnim Storck (PSV Eutin/HTBU) in zwei Sätzen.

Schlüsselspiel war aber das Halbfinale gegen den Ranglistendritten Stefan Imke (Eimsbütteler TV), der diesmal mit Vereinskameradin Klaudia Standhardt antrat und schon zwei der bisherigen vier DuoMixed-Turniere dieser Saison gewinnen konnte. Röhrs/Timpe konnten eine Gewitterpause besser nutzen, um ihren Rhythmus wieder zu finden und wandelten so einen Rückstand im dritten Satz noch in einen knappen Sieg.

Das Spiel um Platz 3 entschieden dann Stefan Imke und Klaudia Standhardt gegen Andre und Genia Nowak vom TSV Stelle für sich. Alexandra Schuda von NA Hamburg, die gemeinsam mit Hendrik Pfeifer vom VC Norderstedt antrat, belegte einen guten 5. Rang. Bestes Team der Gastgeber waren Susann Buchert und Axel Müller auf Platz 7.

 

 

Deutschland - Westdeutscher VV-News

 Montag, 18. Juni 2007

   

Fell für zwei weitere Jahre als Präsident gewählt

Verbandstag des Westdeutschen Volleyball-Verbandes (WVV) 2007 in Gladbeck

Gladbeck - Matthias Fell wird die Geschicke des Westdeutschen Volleyball-Verbandes für zwei weitere Jahre  lenken. Auf dem ordentlichen Verbandstag des WVV am Sonntag in Gladbeck wurde der 67-jährige Münsteraner vom Plenum einstimmig als Präsident des mitgliederstärksten Landesverbandes im Deutschen Volleyball-Verband wiedergewählt. „Es ist bereits meine siebte Wahl seit 1995“, bedankte sich Fell bei den Delegierten, „ihr Vertrauen wird mir eine Verpflichtung sein!“

Bei aller Konstanz im WVV-Vorstand - auch die zur Wiederwahl stehenden Funktionsträger und Mitstreiter Fells wurden in Gladbeck einstimmig in ihren Ämtern bestätigt - wird auch eine „Neue“ für frischen Wind sorgen: Ex-Nationalspielerin Judith Flemig wurde mit allen 315 Stimmen der Abgeordneten als Nachfolgerin von Andrea Wilbertz als dritte Vizepräsidentin des WVV gewählt. „Ich habe mit zehn Jahren im WVV mit dem Volleyball angefangen, bin später auch beim USC Münster und bei Bayer 04 Leverkusen in diesem Verband geblieben. Jetzt kann ich etwas zurückgeben, einen Teil meiner Erfahrungen einbringen“, freute sich die 28-Jährige Juristin aus Hellenthal (Kreis Euskirchen). „Ich will versuchen, junge Sportler in eine Position zu bringen, wie ich sie vorgefunden und davon profitiert habe.“

Hohe Prominenz hatte sich am Sonntagmittag im Gladbecker Tagungshotel van der Valk zum Verbandstag eingefunden. Allen voran Walter Schneeloch, Chef des nordrhein-westfälischen Landessportbundes, der die gute Zusammenarbeit zwischen LSB und WVV hervor hob. „Uns allen geht es um die Qualitätsverbesserung im organisierten Sport, wir kämpfen gemeinsam für innovative, zukunftsorientierte und erfolgreiche Konzepte“, so Schneeloch. Auch Werner Graf von Moltke, Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes, bezeichnete in seiner Begrüßungsrede den WVV unter der Fell-Ägide als „federführend unter den Landesverbänden. Gerade auch wenn es um ein gesundes Nachwuchskonzept geht. In den letzten Jahren  sind immer mehr junge deutsche Akteure in den Bundesligen angekommen. Das ist der richtige Weg.“  Kritik richtete von Moltke an die Adresse des Fernsehens. „Wenn es um Sendezeiten geht, trifft man bei denen immer auf eine Mauer“, so der Graf. „Ich möchte ja gar nicht, dass beispielsweise weniger Handball gesendet wird. Doch auch der Volleyball bietet erfolgreichen Sport, volle Hallen, prächtige Stimmung und perfekte Organisation. Wir wollen nur fair behandelt werden!“

DVV-Ehrenpräsident Roland  Mader nahm dem WVV in seiner Begrüßungsrede eine Sorge. „Ich genieße, eure Arbeit anschauen zu dürfen“, sagte der Dürener und übernahm im gleichen Atemzug das vakante Sponsoring für den Jugendförderpreis des WVV.

Insgesamt verlief der Verbandstag außerordentlich harmonisch. Die Kasse des WVV ist kerngesund, der Etatplan konnte praktisch unverändert fürs kommende Geschäftsjahr übernommen werden. Zudem genießt das Präsidium das vollste Vertrauen seiner Delegierten: Alle zur Wahl stehenden Amtsträger wurden einstimmig für weitere zwei Jahre gewählt. Das gilt für die beiden Vize-Präsidenten Hans Schlecht (Sundern) und Ricardo Jabben (Bochum) genauso wie für Spielwart Fritz Hacke (Königswinter), Sportwart Hubert Rammel (Ennepetal), Schiedsrichterwart Dr. André Jungen (Oberhausen), Lehrwart Martin Barthel (Sundern) und Breiten- und Freizeitsportwart Wolf Haase (Nottuln). Dem Münsteraner Michael Wollschläger, der sich aufgrund seines Engagements bei der Deutschen Volleyballjugend (DVJ)  nicht mehr zur Wahl stellte, folgt als Beachwart Martin Vollenbruch (Bottrop), bisher Bezirksspielwart Westfalen Nord. Fritz Hacke wurde von den Delegierten für sein 35-jähriges Engagement im WVV-Präsidium zum Ehrenmitglied ernannt.

 

 

International - EuroBeach-News

 Montag, 18. Juni 2007

   

Siegreiches K.u.K.-Regiment

Die Österreicher Nik Berger und Robert Nowotny gewinnen beim German Masters der NESTEA European Championship Tour ihren ersten gemeinsamen Titel – Geburtstagsgeschenke für De Kogel-Kadijk/Mooren (NED)

Hamburg, 17. Juni 2007: Österreicher schwelgen gern in höchsten Tönen, wenn es um ihr K.u.K-Regiment geht. Die königlich-kaiserlichen Zeiten sind zwar längst vorbei, doch die Erinnerung lebt weiter. Nik Berger und Robert Nowotny haben im Finale des German Masters der NESTEA European Championship Tour auf dem Hamburger Rathausmarkt ein wenig königlich-kaiserlichen Glanz verbreitet. Die beiden Wiener ließen eine kleine deutsche K.u.K.-Abordnung abblitzen, in dem sie gegen die Kieler David Klemperer und Eric Koreng das Endspiel mit 2:0 (31:29, 21:14) gewannen. Es war die erste Finalteilnahme der beiden 33-jährigen Routiniers, die für ihre Glanzleistung 8.500 Euro plus 600 Ranglistenpunkte kassierten. Die in Kiel lebenden deutschen Profis dürfen sich dagegen über die Führung im smart European Ranking freuen. Die am Saisonende ranglistenbesten Teams in Europa bekommen nämlich von Tourpartner smart jeweils einen smart fortwo geschenkt.

„Es brennt in jedem Muskel, eigentlich bin ich klinisch tot”, sagte ein sichtlich erschöpfter Robert Nowotny. Vor dem Turnier wäre er froh gewesen, Platz neun zu erreichen. Nun stehen sie ganz oben, „weil ich einen Siegertyp an meiner Seite habe.” Der rang nicht weniger nach Luft und beschrieb, das Finale wie im Traum erlebt zu haben: „Ich hab mich wie in einem Tunnel gefühlt, durch den ich durch muss.” Nik Bergers Name steht bereits in der Ewigenliste als Europameister 2003, nun darf er sich auch Sieger des German Masters 2007 nennen.

Platz drei sicherten sich die Holländer Emiel Boersma und Bram Ronnes durch ein 2:0 (21:16, 27:25) gegen die Deutschen Thomas Kaczmarek und Daniel Krug. Boersma/Ronnes erhalten 4.500 Euro Preisgeld und 480 Punkte, Kaczmarek/Krug 3.250 Euro und 360 Punkte.

Zuvor hatten die Zuschauer auf den randvoll gefüllten Tribünen ein packendes Frauen-Finale erlebt, bei dem eine stolze Serie ihr Ende fand. Die Vorjahressiegerinnen Okka Rau und Stephanie Pohl standen zum sechsten Mal in einem Endspiel der NESTEA European Championship Tour, fünf Mal konnten sie gewinnen. Doch trotz Heimvorteils der Deutschen hatten die Holländerinnen Rebekka Kadijk und Merel Mooren das bessere Ende in der Hand. Kadijk/Mooren holten sich durch einen 2:1-Sieg (21:19, 30:32, 15:12) ihre erste Goldmedaille bei der ranghöchsten europäischen Turnierserie. Zu Silber hatte es bei der EM 2006 gereicht und fast wären sie wieder als Zweite vom Feld gegangen. Im zweiten Satz hatten Kadijk/Mooren vier Matchbälle nicht nutzen können, Pohl/Rau verwandelten dagegen ihren achten Satzball zum Satzgleichstand. „Da habe ich schon gedacht, okay, dann wird es eben wieder nur Silber”, sagte Rebekka Kadijk. Doch auch im letzten Durchgang zeigten die Holländerinnen das präzisere Spiel und kamen weiterhin mit den Windverhältnissen besser zurecht. Den Matchball verwandelte Merel Mooren mit einem Aufschlag-Ass. „Wir können froh sein, uns bis dahin durch geschummelt zu haben”, sagte Okka Rau. „Die beiden haben hier verdient gewonnen.” Für Rebekka de Kogel-Kadijk waren die 8.500 Euro Preisgeld und 600 Ranglistenpunkte ein nachträgliches Präsent, denn am Tag zuvor konnte sie ihren 28. Geburtstag feiern.

Katrin Holtwick und Ilka Semmler hatten zuvor das Spiel um Platz drei gewonnen. Sie schlugen die Belgierinnen  Liesbeth Moura und Liesbet Simurina (Belgien) mit 2:0 (21:16, 21:14) und erhalten dafür 4.500 Euro Preisgeld sowie 480 Ranglistenpunkte. Holtwick/Semmler konnten damit nicht nur ihren Sieg vor zwei Wochen beim Russian Masters bestätigen, sondern auch die Führung im CEV European Ranging erobern. Wie Klemperer/Koreng dürfen Holtwick/Semmler beim nächsten Turnier das black shirt tragen, an dem die Ranglistenersten zu erkennen sind.

Resultate

Finale Frauen:
De Kogel-Kadijk/Mooren (NED) – Pohl/Rau (GER) –2:1 (21:19, 30:32, 15:12)

Spiel um Platz drei:

Holtwick/Semmler (GER) – Mouha/Simurina (BEL) 2:0 (21:16, 21:14)

Finale Männer:
Berger/Nowotny (AUT) ­– Klemperer/Koreng (GER) 2:0 (31:29, 21:15)

Spiel um Platz drei:

Boersma/Ronnes (NED) – Kaczmarek/Krug (GER) 2:0 (21:16, 27:25)

 

 

Deutschland - DVV-News

 Montag, 18. Juni 2007

   

DVV-Männer unterliegen Spanien 0:3

Nach einem starken Spiel in Zwickau, Ernüchterung in Dessau: Die deutsche Mannschaft unterlag in ihrem zweiten Heimspiel gegen die Spanier vor 2.850 Zuschauern nach mit 0:3 (22-25, 15-25, 22-25) und gab damit die Tabellenführung an die Niederländer ab, die zweimal die Belgier 3:0 bezwangen. Beide Teams liegen nun punktgleich an der Tabellenspitze (5:3-Siege) und sind nur durch das Satzverhältnis getrennt. In Dessau punkteten Jochen Schöps (11) und Stefan Hübner (8) bei Deutschland sowie Guillermo Falasca (19) bei Spanien am besten. Vor der Partie wurde Kapitän Frank Dehne für sein 250. Länderspiel – bereits in Spanien absolviert – geehrt.

Die DVV-Auswahl begann mit Zuspieler Simon Tischer, Diagonalangreifer Jochen Schöps, den Außenangreifern Björn Andrae und Eugen Bakumovski, den Mittelblockern Stefan Hübner und Max Günthör sowie Libero Thilo Späth.
Spaniens Cheftrainer Andrea Anastasi schickte Miguel Falasca, Guillermo Falasca, José Subiela, Israel Rodriguez, José Molto, Enrique de la Fuente und José Lobato ins Rennen und vertraute damit den gleichen Spielern wie tags zuvor.

Der Rahmen war stimmungsvoll, die Erwartungen nach dem Sieg in Zwickau groß: Doch die deutsche Mannschaft kam im zweiten Heimspiel gegen die Spanier nie ins Spiel, während sich die Spanier um mindestens eine Klasse besser präsentierten als am Vortag. Im Prinzip boten beide Teams ein Spiegelbild der ersten Partie, nur mit getauschten Rollen. In Dessau schlugen die Spanier besser auf, nahmen besser an und agierten sicherer. Auf deutscher Seite klappte nicht viel, auch der Zuspielwechsel – Kapitän Frank Dehne kam für Simon Tischer – brachte keine Besserung auf Seiten der Gastgeber. Auf spanischer Seite harmonierte vor allem das Bruder-Duo Falasca, Zuspieler Miguel bediente Diagonalspieler Guillermo, den die deutsche Mannschaft nicht in den Griff bekam. Und da auch die anderen spanischen Spieler auf hohem Niveau agierten, war der Sieg der Gäste vollkommen verdient. Auch die Statistik sprach mit 11 Blockpunkten (gegen 6 deutsche), 9 Assen (gegen 5 deutsche) und einer Angriffserfolgsquote von 54% (gegen 39% bei Deutschland) klar für Spanien.

Ausführlicher Spielbericht

1. Satz
Die deutsche Mannschaft begann erneut furios: Max Günthör blockte sogleich die ersten zwei Bälle und sorgte somit für das 2-0. Als auch Mittelblocker-Kollege Stefan Hübner erfolgreich zupackte (gegen Subiela) schraubte die DVV-Auswahl den Vorsprung auf 6-3, ehe die Spanier durch einen Block gegen Eugen Bakumovski den Anschluss schafften (6-5). Ein erfolgreicher Angriff von Hübner über die Mitte ließ beide Teams mit 8-6 in die erste technische Auszeit gehen. Die deutsche Mannschaft variierte dabei im Aufschlag erneut mit Härte und Taktik, die Spanier präsentierten sich aber aufmerksamer als am Vortag in Zwickau (13-10). Als Bakumovski am Dreierblock scheiterte, hatten die Iberer den Anschluss geschafft, Simon Tischer machte mit seiner linken „Klebe“ das 14-12. Als Guillermo Falasca mit einem Sprungaufschlag Libero Thilo Späth abschoss, war der Ausgleich da (14-14), ein Block gegen Andrae ließ die Gäste das erste Mal in Führung gehen (15-16). Nach einem weiteren Zähler für die Spanier wechselte Bundestrainer Stelian Moculescu seine Zuspieler – Frank Dehne kam für Tischer, doch den nächsten Punkt erzielten erneut die Gäste (15-18). Ein Angriff von Andrae sowie ein erfolgreicher Abschluss von Schöps sorgten dann für den deutschen Anschluss und die erste spanische Auszeit (17-18). Ein „Monsterblock“ von Günthör hielt die deutsche Auswahl weiter im Spiel (18-19), der in dieser mittleren Phase des Satzes aber zu viele Fehler (Aufschlag und Angriff) unterliefen. Schöps schlug seinen Angriff über den Block, Christian Pampel kam zum Aufschlag für Günthör (19-21). Dieser servierte stark, doch die Spanier machten den Punkt mit sehenswertem Schnellangriff. Dann punkteten Andrae und Schöps aus dem Rückraum, aber auch die Spanier hielten ihren Angriff aus der Annahme. Beim Stand von 21-23 kam Marcus Popp für Bakumovski zum Aufschlag – der Service segelte aber um Zentimeter hinter die Grundlinie. Moculescu nahm nochmals eine Auszeit (21-24). Den ersten vergaben die Spanier noch, der zweite wurde ihnen per Fehlaufschlag von Hübner geschenkt (22-25).

2. Satz
Die Spanier erwischten einen Blitzstart in den zweiten Durchgang, in den beide Teams mit den Startformationen (bis auf Dehne für Tischer) des ersten Satzes gingen: Zuspieler Miguel Falasca servierte zwei Aufschlag-Winner (gegen Bakumovski und Späth) – Deutschland lag 2-5 hinten. Im deutschen Spiel war der „Wurm“ drin, die Elemente, die am gestrigen Tag so hervorragend funktionierten, klappten nicht: Im Aufschlag hatte die deutsche Mannschaft zu diesem Zeitpunkt bereits neun Fehler (bei 0 Asse) produziert, am Vortag waren es insgesamt zehn Asse und zwölf Fehler im gesamten Spiel! Nach einem weiteren Punkt für die Spanier wechselte Moculescu den glücklosen Bakumovski aus, Popp kam aufs Feld (3-9). Doch während Falasca weiter die Aufschläge traf, lief bei den Deutschen nicht viel: Schöps an die Antenne, Andrae trat beim Rückraumangriff über (5-14). Als das spanische Brudergespann Falasca erneut gut harmonierte, ging es mit einem deutlichen 6-16 in die zweite technische Auszeit. Jetzt punkteten die Gastgeber endlich aus der Annahme (Schöps aus dem Rückraum) und Dehne gelang unter dem Jubel der Zuschauer das erste Ass (10-17). Doch die Spanier konterten in Form von Guillermo Falasca, der ebenfalls unerreichbar servierte und Moculescu zur zweiten Auszeit zwang (11-20). Doch das Einwirken des Bundestrainers wirkte sich in diesem zweiten Satz nicht positiv aus, die Spanier gaben weiter den Ton an und gewannen den Satz auch in dieser Höhe verdient (15-25).

3. Satz
Moculescu beließ Popp für Bakumovski auf dem Feld, Hallensprecher Sven Rautenberg erinnerte Mannschaft und Zuschauer an das Wochenende in Spanien, als die deutsche Mannschaft zweimal 0:2-Satzrückstände in Siege drehte. Ein Ass von Hübner eröffnete den Satz, doch die nächsten drei Zähler machten die Spanier (1-3). Als Andrae einen Angriff ins Netz und danach eine Annahme an die Decke baggerte, nahm Moculescu früh seine erste Auszeit (1-5). Das Können der deutschen Spieler flackerte immer wieder auf (Popp aus dem Rückrau, Schöps von der zwei), aber die Konstanz vom Vortag war dem Spiel abhanden gekommen. Dagegen spielten die Spanier sehr solide und konstant, Guillermo Falasca war vom deutschen Block nicht zu stoppen (4-8). Als die deutsche Mannschaft den längsten Ballwechsel des Spiels durch einen Hinterfeld-Knaller von Schöps beendete, wachte die Halle auf (6-8). Dehne verwertete im Anschluss einen Ball, der direkt auf die Netzkante kam – nur noch ein Punkt Rückstand (7-8). Beim Ausgleich half dann kräftig die Zurich-Netzkante mit, der Service von Popp landete direkt hinter dem Netz auf spanischer Seite (9-9). Plötzlich war mehr Feuer im deutschen Spiel, jeder Punkt wurde lautstark bejubelt, Günthör besorgte per Block die Führung (11-10). Die deutsche Mannschaft hielt die Führung, bis de la Fuente über die Außenposition durch den Block und Hübner ins Netz schlug (14-16). Nun war es der erhoffte Schlagabtausch, beide Teams agierten auf gutem Niveau und lieferten sich gute Ballwechsel (16-17). Robert Kromm kam für Andrae, um den Block zu verstärken, aber Hübner umging dies, indem er ein Ass platzierte (18-18) – Auszeit Spanien. Nach der Auszeit vergab Hübner seinen Aufschlag, Kromm blieb auf dem Feld, Dehne verzog weit, Popp versenkte erneut aus dem Rückraum (20-20). Als de la Fuente gegen Schöps im Block erfolgreich war, nahm Moculescu sofort eine Auszeit (20-22), der MVP der Champions League machte es danach besser und verkürzte (21-22). Als Falasca abermals einen unerreichbaren Aufschlag platzierte, hatten die Gäste Matchbälle (21-24), Andrae kam noch mal für Kromm. Und der verkürzte mit einem gefühlvollen Roller aus dem Rückraum, doch der zweite Matchball saß dann: Popp schlug seinen Angriff in den Block von Zuspieler Falasca.

Stimmen zum Spiel

Stelian Moculescu: „Die Spanier sind ein stolzes Volk und waren nach drei Niederlagen gegen uns sehr motiviert. Wir haben heute in den Bereichen Aufschlag und Annahme wesentlich schlechter gespielt als gestern, die Spanier deutlich besser. Es war ein Spiegelbild von gestern.“

Andrea Anastasi (Trainer Spanien): „Es war das gleiche Spiel wie gestern – nur umgekehrt. Wir haben sehr gut gespielt, Deutschland nicht. Gestern hatte es Deutschland leicht, heute wir.“

Frank Dehne: „Wir waren in Aufschlag-Annahme gestern wesentlich sicherer, sodass auch Simon leichteres Spiel hatte. In der Annahme begann Unruhe und die breitete sich aus. Vielleicht hatten wir nach dem gestrigen Spiel nicht die notwendige Spannung, die erforderlich ist.“

Björn Andrae: „Ich habe mich heute schlecht gefühlt und nie ins Spiel gefunden. Irgendwie fehlte mir die Kraft, um mich da raus zu ziehen. Ich habe dem Team heute nicht geholfen, danach haben alle so gespielt wie ich. Wir haben schlecht aufgeschlagen, schwach angegriffen – die Abstimmung fehlte. Und Spanien hat gut gespielt.

 

 

Deutschland - DVV-News

 Montag, 18. Juni 2007

   

Hamburg: Klemperer/Koreng verlieren Finale

David Klemperer/Eric Koreng haben beim GERMAN MASTERS in Hamburg den zweiten Platz belegt: Bei Hamburger Regenwetter setzte es im Finale eine 0:2-Niederlage (29-31, 14-21) gegen die Österreicher Berger/Nowotny. Damit belegte Klemperer wie im Vorjahr den zweiten Platz, damals noch an der Seite von Kjell Schneider. Für Platz zwei erhielt das DVV-Duo 540 Ranglistenpunkte und 8.150 Euro Preisgeld. Trotz der Niederlage übernahmen Klemperer/Koreng die Führung in der Europa-Rangliste.

Der erste Satz war dabei nichts für schwache Nerven. Nachdem Klemperer/Koreng den seit 8-10 bestehenden Zwei-Punkte-Rückstand rechtzeitig vor Satzende in ein 20-19 umwandelten, wechselte die Führung hin und her. Berger/Nowotny vergaben fünf Satzbälle, Klemperer/Koreng vier. Dann unterlief Koreng ein unsauberes Zuspiel – der Satz hatte ein unwürdiges Ende gefunden und war weg aus deutscher Sicht.

Dieses Negativ-Erlebnis und –Ergebnis wirkte sich eindeutig auf das Spiel von Klemperer/Koreng aus: Der Start in den zweiten Satz missriet völlig (2-7), und auch in der Folgezeit war der Spielfluss beim deutschen Duo völlig ins Stocken geraten. Die routinierten Österreicher spulten ihr Pensum ab und feierten einen verdienten Turniersieg. Gleichzeitig revanchierten sie sich für die im Turnierverlauf erlittene 1:2-Niederlage gegen Klemperer/Koreng.

 

 

Deutschland - DVV-News

 Montag, 18. Juni 2007

   

Hamburg: Pohl/Rau verlieren Finale

Stephanie Pohl/Okka Rau haben ihren Titel aus dem vergangenen Jahr beim GERMAN MASTERS in Hamburg nicht verteidigen können: In einem dramatischen Finale unterlag das DVV-Duo den Niederländerinnen Kadijk/Mooren mit 1:2 (19-21, 32-30, 12-15) und kassierte dafür 540 Ranglistenpunkte und 8.150 Euro. Die Siegerinnen erhielten 600 Ranglistenpunkte und 10.050 Euro. Die aktuelle europäische Rangliste führen nach dem Turnier in Hamburg mit Katrin Holtwick/Ilka Semmler (1200 Punkte) und Helke Claasen/Antje Röder (1140 Punkte) zwei DVV-Duos an.

Die Zuschauer in Hamburg sahen eine packende Final-Partie zweier gleichwertiger Mannschaften. Nachdem der erste Satz knapp zugunsten der Niederländerinnen ausgegangen war, deutete im zweiten Satz beim 19-16 für Pohl/Rau alles auf den Satzausgleich hin. Dann glichen Kadijk/Mooren aber zum 19-19 aus und der Krimi begann: Das deutsche Duo hatte sechs Satzbälle, die Niederländerinnen vier Matchbälle – alle blieben ungenutzt bzw. wurden nervenstark abgewehrt. Zur Freude der Zuschauer war es dann Pohl, die gegen Kadijk den siebten Satzball per Block verwertete.

Auch der entscheidende Satz verlief ausgeglichen. Bis zum 8-8 schenkten sich beide Teams nichts, dann gelang den Niederländerinnen ein Mini-Break. Dieses reichte aus, da beide Teams im Angriff aus der Annahme sehr sicher agierten. Per Ass verwandelte Mooren den ersten Matchball.

 

 

Deutschland - DVV-News

 Montag, 18. Juni 2007

   

Holtwick/Semmler: Führung in Europa-Rangliste

Katrin Holtwick/Ilka Semmler haben beim GERMAN MASTERS in Hamburg den hervorragenden dritten Platz belegt. Im Spiel um Platz drei besiegte das deutsche Duo die Belgierinnen Mouha/Simurina mit 2:0 (21-19, 21-14). Für Platz drei gab es 480 Ranglistenpunkte und 5.850 Euro. Damit übernahmen Holtwick/Semmler die Führung in der Europa-Rangliste – am Ende der Saison erhalten die Ranglisten-Ersten zwei smarts.

Nachdem Holtwick/Semmler bereits den ersten Satz dominiert hatten, überfiel Semmler plötzlich eine „Schwächephase“: Sie bekam einfach keinen Ball mehr auf den Boden und konnte sich am Ende bei ihrer Partnerin bedanken, die mit einer Blitzreaktion den vierten Satzball verwertete. Der zweite Durchgang war frühzeitig entschieden: Über 4:0 und 8:2 setzten sich das deutsche Duo ab und gab diesen komfortablen Vorsprung nicht mehr ab.

Holtwick/Semmler haben bei der European Beach Tour nunmehr die Plätze 17 (St. Pölten), 1 (Moskau) und 3 (Hamburg) belegt.

 

 

Deutschland - DVV-News

 Montag, 18. Juni 2007

   

Kaczmarek/Krug warden Vierte

Thomas Kaczmarek/Daniel Krug haben das GERMAN MASTERS auf dem hervorragenden vierten Platz beendet. Im Spiel um Platz drei unterlag das deutsche Überraschungs-Duo den Niederländern Boersma/Ronnes mit 0:2 (15-21, 25-27). Für Platz vier gab es 420 Europapunkte sowie 4.250 Euro. Die Leistung von Kaczmarek/Krug ist umso bemerkenswerter, da sich das Duo zuvor auch in der Qualifikation beweisen musste und dort drei Spiele absolvierte.

Auch im Spiel gegen die World Tour erfahrenen Niederländer hatte das deutsche Duo – angefeuert vom Hamburger Publikum – seine Chancen. Nachdem der erste Satz deutlich an Boersma/Ronnes ging, entwickelte sich im zweiten Satz eine packende Partie. Dabei konnte das deutsche Duo zwei Satzbälle nicht verwerten, aber drei Matchbälle abwehren. Als Kaczmarek seinen Angriff in den Block setzte, war das Spiel beendet.

 

 

Deutschland - DVV-News

 Montag, 18. Juni 2007

   

Sara Goller: “Wir waren so dicht dran!”

Im ersten Moment überwog bei Sara Goller die Enttäuschung: „Im Moment bin ich schon noch enttäuscht, weil es so greifbar war, und wir ein paar Fehler gemacht haben, die nicht hätten sein müssen. Das ist so schade! Es war so knapp, und wir waren so dicht dran. Sowohl den zweiten als auch den dritten Satz hätten wir gut für uns entscheiden können. Wir haben in jeder Phase gut mitgespielt und hatten im dritten auch schon 4:1 geführt, aber den Vorsprung leider nicht bis zum Ende halten können.“

Was war passiert? Das junge DVV-Duo hatte (erwartungsgemäß) das Finale bei der World Tour in Espinho gegen die Weltranglisten-1. von 2005 und 2006 sowie amtierenden Vize-Weltmeisterinnen Juliana/Larissa (BRA) äußerst knapp mit 1:2 (21-17, 16-21, 13-15) verloren. Dabei war es der mit Abstand größte Erfolg in der noch so jungen Karriere der beiden Beach-Volleyballerinnen, die zuvor im Nachwuchsbereich mit mehreren Titeln und Medaillen auf Welt- und Europa-Ebene auf sich aufmerksam gemacht hatten, zuletzt gewann das Duo beispielsweise die U23-Europameisterschaft 2006.

Erste Fingerzeige, dass der Anschluss an den Seniorenbereich nahtlos gelang, lieferte das Duo 2006 ab: Der Gewinn der Deutschen Meisterschaft in Timmendorfer Strand, Platz vier bei der EM in Den Haag sowie Platz fünf bei der World Tour in Acapulco/Mexiko waren erste Ausrufezeichen für die nationale und internationale Konkurrenz.

Schließlich ringt sich Goller aber doch noch zu einer positiven Einschätzung durch: „Mit ein bisschen Abstand, freue ich mich sicher einfach über die Silbermedaille. Dirk (Severloh, Trainer Anm. d. Red.) hat taktisch auch mal wieder ganze Arbeit geleistet, und ich glaube, wir haben sie schon sehr geärgert. Zumindest haben sie sich drei Sätze lang angeschrieen... Das werten wir jetzt mal als Kompliment und hoffen, dass es nicht unser letztes Finale war.“
Das bleibt zu hoffen - und dann vielleicht unter würdigen Finalbedingungen: In Espinho herrschte Weltuntergangsstimmung – dementsprechend waren die Tribünen mäßig gefüllt. Sara Goller: „Die Bedingungen waren eine mittlere Katastrophe. Im dritten Satz ging das Nieseln in Platzregen über, und der Wind kam von allen Seiten.“

Und was sagt die Final-Konkurrenz aus Brasilien? Larissa: „Die Beiden sind ein sehr wettkampfstarkes Team und werden vielen anderen Duos in dieser Saison Probleme bereiten.“

 

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt

 Montag, 18. Juni 2007

   www.abendblatt.de

Deutsche Duos abgeschmettert

Pohl/Rau verlieren erstmals ein Hamburger Finale. Auch Klemperer/Koreng verpassen Titel.

Hamburg - Bei der Siegerehrung konnte sie schon wieder lächeln. Okka Rau (30), "Hamburgs Sportlerin des Jahres 2006", lauschte mit Stephanie Pohl (29) der niederländischen Nationalhymne. Sie wurde auf dem Rathausmarkt zu Ehren von Rebekka DeKogel-Kadijk und Merel Mooren gespielt. Nachdem die blonde Rebekka schon anlässlich ihres 28. Geburtstags Blumen vom Turnierdirektor Siegbert Brutschin bekommen hatten, gab es gestern beim Beachvolleyball-Turnier German Masters weitere unverhoffte Geschenke - von Pohl/Rau. Mit 1:2-Sätzen (19:21, 32:30, 12:15) verloren die HSV-Vorzeigefrauen trotz lautstarker Unterstützung von 2500 Besuchern auf dem Centre-Court das Finale des 100 000-Euro-Events. Es war die erste Endspielpleite der beiden Strandprofis bei ihrem Heimturnier. Zuvor hatten sie bei drei nationalen Masters-Events sowie beim German Masters 2006 ganz oben gestanden.

"Die Holländerinnen haben verdient gewonnen", räumte Rau ein. Mit relativ harmlosen Aufschlägen hatten sie und ihre Partnerin es den Vize-Europameisterinnen zu leicht gemacht, setzten auch einige Punktbälle nicht richtig in den Sand. Und Stichwort Baggern: So manches Zuspiel mit den Unterarmen wurde vom Winde verweht oder erinnerte an die alte Volleyball-Weisheit: Die besten Bälle kommen vom Gegner!

Cheftrainer Bernd Schlesinger urteilte: "Das untere Zuspiel ist sicher nicht ausgereizt." Das obere Zuspiel, aus der Schule, aber auch sandläufig als Pritschen bekannt, haben Pohl/Rau aus ihrem Repetoire gestrichen. "Wir haben zu viel Energie darauf verwendet, ob wir es können", erzählte Pohl. Auch der zweimalige Europameister Markus Dieckmann (31), Pohl/Raus neuer Kotrainer, legt bei der Ballarbeit andere Schwerpunkte als aufs Pritschen. Die Masters-Dritten Katrin Holtwick/Ilka Semmler (Berlin) sind da mutiger, hatten aber beim 0:2 (19:21, 16:21) im Halbfinale gegen die besser aufschlagenden Hamburgerinnen das Nachsehen.

Das galt im Endspiel auch für David Klemperer/Eric Koreng: Die 26-Jährigen aus Kiel unterlagen den Österreichern Nik Berger/Robert Nowotny (beide 33) 0:2 (29:31, 14:21). Schon in der Vorschlussrunde am verregneten Sonnabend hatten sich Klemperer/Koreng mit 2:1 gegen das Nachwuchsduo Thomas Kaczmarek/Daniel Krug recht schwer getan. "Bei jedem anderen europäischen Turnier würde hier keiner mehr sitzen", brach Stephi Pohl eine Lanze fürs Hamburger Publikum. "Hier könnte man auch die World Tour veranstalten."

Die spielte am Wochennende in Espinho: In Portugal verpassten Sara Goller (23) und Laura Ludwig (21) den ersten Sieg eines deutschen Frauenteams auf der Weltserie hauchdünn: Die deutschen Meisterinnen von Hertha BSC verloren das Finale mit 1:2 (21:17, 16:21, 13:15) gegen Juliana/Larissa (Brasilien) und trösteten sich mit 22 000 Dollar und 540 Weltranglistenpunkten. "Darauf lässt sich aufbauen", sagte Olaf Kortmann (51). Der Hamburger Trainerguru übernimmt das Duo von heute an beim Grand Slam in Paris von Kotrainer Dirk Severloh, muss sich mit Goller/Ludwig aber erst in der nationalen Vorqualifikation durchsetzen.

In der Weltrangliste, deren Resultate für die Olympia-Qualifikation zählen, sind Goller/Ludwig ebenso auf dem Sprung in die Top Ten wie Rieke Brink-Abeler/Hella Jurich (Münster), Fünfte in Espinho. Pohl/Rau, in Espinho frühzeitig ausgeschieden, wollen auch deshalb 2007 nur noch ein Europa-Turnier (Luzern) spielen. "Wenn wir fit bleiben, haben wir Chancen auf Olympia", sagte Rau. Und bei der EM vom 10. bis 13. Juli 2008 auf dem Rathausmarkt würde auch ein zweiter Platz wichtige Punkte bringen.

Stefan Reckziegel

 

 

Hamburg - Hamburger Abendblatt

 Montag, 18. Juni 2007

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Zustimmung zur neuen Sportförderung

HAMBURG - Ein spürbarer Hauch von Vorwahlkampf wehte bei der Mitgliederversammlung des Hamburger Sportbundes (HSB) durch den Festsaal im Haus des Sports. Mit Bürgerschaftspräsident Berndt Röder, Sportstaatsrat Andreas Ernst, Bernd Reinert (alle CDU), Chef der Regierungsfraktion, SPD-Spitzenkandidat Michael Naumann und Bürgerschafts-Vizepräsidentin Verena Lappe (auch GAL-Sportsprecherin) waren alle Rathaus-Fraktionen sowie Bundestagsabgeordnete von CDU und SPD vertreten. Sie sprachen Grußworte.

Als es vor dem wichtigsten Tagesordnungspunkt, dem Vertrag zur Absicherung der Sportförderung (TOP 4), Diskussionen unter einigen HSB-Delegierten gab, fanden deren Bedenken nur noch bei Jürgen Schmidt (SPD) Gehör, dem Vorsitzenden des Sportaussschusses der Bürgerschaft. Die anderen Politiker hatten die fünfeinhalbstündige Versammlung da schon verlassen.

Dass die HSB-Vertreter mit 3346 Jastimmen, 114 Neinstimmen bei 522 Enthaltuntungen dem Sportfördervertrag, den Staatsrat Ernst "einen Meilenstein" genannt hatte, zustimmten, überraschte nicht. Dem HSB sind vonseiten der Stadt 6,5 Millionen Euro für 2007 sicher, nach der alten Regelung (15 Prozent der Lotto- und Totogelder) wären es ob der seit 2002 stetig gesunkenen Glücksspieleinnahmen nur 6,235 Millionen Euro gewesen. "Mit dem Sportfördervertrag haben wir eine feste Grundlage für die Sportförderung 2007, 2008 und 2009 geschaffen", sagte HSB-Präsident Günter Ploß zur bis Mitte 2009 geltenden neuen Regelung. Zu den 6,5 Millionen Euro kommen für 2007 noch zweckgebundene 850 000 Euro, etwa für den Leistungssport und den Antidopingkampf oder die Sanierung von Sportanlagen.

Boris Schmidt, Präsident der Basketballer und Geschäftsführer der TSG Bergedorf, forderte das HSB-Präsidium auf, "für den kommenden Vertrag nachzuverhandeln". Letztlich überwog bei der breiten Mehrheit die Überzeugung, dass es zum bereits unterzeichneten Kontrakt keine Alternative gebe. "Die Debatte heute war teils sehr heftig, aber wichtig", urteilte Ploß, der zuvor erklärt hatte: "Wir müssen alle Parteien auf die Vereinbarung festnageln, nicht nur die Regierungspartei." Am Mittwoch soll über die Sportförderung in der Bürgerschaft debattiert und auch entschieden werden.

Die beim HSB gestellten Anträge von Handballern, Amateurboxern und der TSG Bergedorf zur Änderung des Präsidiumsauftrags bzw. zur sofortigen Wiederöffnung der Sportschule Sachsenwald wurden abgelehnt. Das weiter legitimierte HSB-Präsidium will mit der Gemeinde Wentorf, die sich um finanzielle Hilfe und bei der Belegung bemüht, den Fortbestand der HSB-Sportschule sichern.

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