News

 Sonntag, 24. Juni 2007 

Moculescu bester Trainer Europas
European League: Wieder Tabellenführer
Frauen: Dritter Sieg im dritten Spiel – 3:2
U18: 3:0 beendet Serie gegen Weltmeister
Paris: Brink/Dieckmann um Platz drei
VfB trifft auf Kazan, Piräus und Almeria
Heike Beier: „Mich einzuladen, war richtig!“

Juni 2007
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Deutschland - VfB Friedrichshafen-News

 Sonntag, 24. Juni 2007

   

Moculescu bester Trainer Europas

Große Ehre für Stelian Moculescu: Vom Europäischen Volleyball-Verband CEV wurde der Trainer des VfB Friedrichshafen zum „Best Coach“ der Champions League 2006/2007 gekürt. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung“, so Moculescu. „Ich empfinde es als große Anerkennung für meine lange Arbeit im Volleyball.“

Ehre, wem Ehre gebührt, dachte sich André Meyer. Als der Präsident des Europäischen Volleyball-Verbandes CEV im Rahmen der Volleyball-Gala 2007 im prunkvollen Wiener Rathaussaal die erste Auszeichnung des Abends vornahm, wählte er sehr stimmungsvolle Worte. „Dies soll all diejenigen Lügen strafen, die an dir gezweifelt haben“, sagte er. „Das, was du in Friedrichshafen geleistet hast, war nicht nur dort wertvolle Aufbauarbeit, sondern auch für die Champions League insgesamt.“

Mit diesen Sätzen wandte sich Meyer an Stelian Moculescu, den Trainer des VfB Friedrichshafen. Diesen kürte er zum „Best Coach“ der Champions League 2006/2007 und überreichte ihm symbolisch einen goldenen MIKASA-Ball. Bemerkenswert: Zum ersten Mal überhaupt ehrte die CEV damit nicht nur die besten Spielerinnen und Spieler Europas, sondern auch einen Trainer. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung“, sagte Moculescu und fügte in seiner ihm typischen Art hinzu. „Die CEV ist ja kein Dorfverein. Ich empfinde es als große Anerkennung für meine lange Arbeit im Volleyball.“

Die Liste seiner Erfolge ist lang und dürfte seinesgleichen in Deutschland, wenn nicht sogar in Europa suchen: Allein auf nationaler Ebene hat der 57-Jährige 13 Deutsche Meistertitel sowie 15 Erfolge im DVV-Pokal auf seinem Konto. Mit dem VfB Friedrichshafen gewann er seit seinem Amtsantritt vor zehn Jahren 17 von 20 möglichen Titeln. Die vergangene Saison aber stellte alles in den Schatten, was der erfahrene und leidenschaftliche Volleyballlehrer bis dato erlebt hatte: Er gewann den DVV-Pokal, die Deutsche Meisterschaft sowie die Champions League und sicherte sich damit das begehrte Triple. „Das war eine gewaltige Geschichte“, sagt Moculescu. „Die vergangenen Monate haben alles übertroffen, was ich erwartet habe.“

Vor wenigen Wochen schlug er ein Angebot von Sisley Treviso (Italien), einem der professionellsten und besten Klubs der Welt, aus und entschied sich stattdessen für eine Zukunft am Bodensee. „Ich bin gern in Friedrichshafen“, so Moculescu. „Ich hoffe, dass wir hier noch einiges bewegen können.“ Vorerst allerdings verordnete sich der Coach, der seit 1999 auch für die deutsche Männer-Nationalmannschaft verantwortlich ist, eine Zwangspause und wird voraussichtlich erst Ende Juli/Anfang Augst und damit nach Beendigung der European League zum Nationalteam zurückkehren. „Ich muss mich einfach erholen. Seit acht Jahren habe ich keine Pause und keine Ruhe gefunden“, sagt er. „Das habe ich jetzt dringend nötig.“

 

 

Deutschland - DVV-News

 Sonntag, 24. Juni 2007

   

European League: Wieder Tabellenführer

DVV-Männer 3:0 in Niederlanden

Im ersten Spiel am vorletzten Spielwochenende der European League kam die deutsche Mannschaft zu einem überraschend klaren 3:0 Erfolg gegen die Niederlande. Mit diesem „historischen“ Sieg (in den 42 Vergleichen gegen die Niederländer seit 1991 reichte es bislang nur zu zwei Siegen – nur die DDR konnte die Holländer mit 3:0 schlagen) steigen die Chancen für die Teilnahme am „Final Four“ Turnier in Portugal erheblich.

Startsechs Deutschland: Simon Tischer Zuspiel, Jochen Schöps Diagonal, Björn Andrae/Marcus Popp Annahme, Stefan Hübner/Max Günthör Mittelblock, Thilo Späth Libero
Startsechs Niederlande: Dirk-Jan van Gendt Zuspiel, Christian van der Wel Diagonal, Jan Snippe/Jeroen Trommel Annahme, Rob Bontje/Wytze Kooistra Mittelblock, Marko Klok Libero

Spielverlauf

1. Satz: Die deutsche Mannschaft startete nach einem Hübner-Angriff und Hübner-Block mit einem Mini-Break und konnte nach einem weiteren erfolgreichen Hübner/Tischer Block, zwei Andrae-Angriffen und drei holländischen Aufschlagfehlern mit 8:5 in Führung gehen. Das deutsche Team blieb dominant, obwohl zwei klare Fehlentscheidungen (Ausball „in“ und Tischer angeblich „über“) zwischenzeitlich für Irritationen aufkommen ließen. Günthör sorgte nach zwei bildschönen Blockaktionen für den 15. und 16. Punkt und für eine 4-Punkte-Führung bei der 2. techn. Auszeit. Leichte Unsicherheiten in der Abwehr (Andrae) führten die Holländer auf 16:17 heran, ein Schöps-Schuss in die Galerie sogar für den Ausgleich. Die Partie blieb knapp, ein Übertreten von Schöps nach Hinterfeld-Angriff brachte die 19:20 Führung für die Holländer und die Auswechslung von Schöps. Pampel kam, ein Günthör-Angriff sowie ein Andrae Punkt sorgten wieder für eine knappe deutsche Führung. Nach einem Holland-Ass 23:22 Führung für die Holländer und die 2. Auszeit von Trainer Michael Warm (1. Auszeit bei 15:16). Pampels Angriff in den Block brachte Holland den 1. Satzball bei 22:24, Günther verkürzte zum 23:24 und machte dann Platz für Bakumovski am Aufschlag. Zwei sichere, kontrolliert aggressive Aufschlage von Bakumovski, gefolgt von sicheren Blockaktionen und einem holländische Aufschlagfehler brachten das positive Satzende.

2. Satz: Pampel blieb im Spiel und sorgte mit einem Aufschlagfehler für das 0:1 für Holland. Dann „staubte“ Hübner ab, Pampel schmetterte zur 2:1 Führung und ein weiterer Hübner-Block sowie ein holl. Angriffsfehler führten zur 4:1 Führung für das deutsche Team und der 1. Auszeit von Trainer Peter Blangé. Jeweils ein Hübner- und Tischer-Aufschlagfehler sowie eine verpatzte Annahme von Libero Späth brachten die Holländer auf 7:6 heran, ein Snippe-Aufschlagfehler sorgte jedoch für einen 2-Punkte-Abstand bei der 1. techn. Auszeit. Eine holländische Fehlerserie, aber auch ein „Hammer“ von Popp sorgte bei 12:6 für das deutsche Team für die zweite holländische Auszeit – Blangé wechselte Zuspieler Freriks ein. Deutschland blieb dominant – ein von Hübner aus dem Handgelenk cross geschlagener Ball sowie ein Tischer/Hübner Block sorgten für eine komfortable 16:10 Führung bei der 2. techn. Auszeit. Dann „drückte“ Andrae einen Ball durch den Block, und Günthör entzauberte Kooistra. Blangé nahme Snippe aus der Annahme und wechselt van der Loo ein. Bei 20:13 für das deutsche Team musste Kooistra (für Hooi) vom Feld. Beim 22:15 durch Hübner nach einem schönen Angriff und langem Ballwechsel gab es sogar Applaus vom holländischen Publikum. Deutschland spielte weiter druckvoll – Tischer sorgte mit zwei schnell direkt aus der Annahme geschlagenen Bällen für Punkt 24 und 25.

3. Satz: Pampel blieb weiter im Spiel – Deutschland gelang eine schnell 6:2 und 8:4 Führung nach zwei erfolgreichen Angriffen von Andrae (Lob und „Hammer“) sowie einem schönen Günthör-Block und holländischen Fehlern. Bei 14-9 Führung für das deutsche Team erneut Auszeit von Trainer Blangé, der van Gendt wieder auf die Zuspielerposition einwechselte. Das 16:9 markierte erneut Günthör durch einen „mörderischen“ (sprich: weit übergegriffen!) Block. Mit erfolgreichen Angriffen von Pampel und einem schönen Hinterfeldangriff von Andrae zog die deutsche Mannschaft auf 20:12 davon, musste dann aber nach zwei direkten Annahmefehlern bei 15:20 von Trainer Warm „zur Ordnung“ gerufen werden. Das deutsche Team konnte dann aber den 5-Punkte-Vorsprung mit klugem Spiel bis zum Satzende halten – bei 24 brachte Trainer Warm noch einmal Schöps zum Aufschlag, der einen durchsichtigen Angriff der Holländer erzwang: nach guter deutscher Abwehr sorgte dann Pampel für das Spielende und einen ausgelassenen Hüpfkreis des deutschen Teams.
Resumée: Die deutsche Mannschaft spielte von Beginn an „wie aus einem Guss“ und hatte nur gelegentlich Schwierigkeiten, wenn es in der Annahme nicht stimmte und im Angriff etwas zu vorsichtig agiert wurde. Hervorragend der deutsche Mittelblock mit Hübner und Günthör, die schon bis Mitte des 3. Satzes für 12 (!) Blockpunkte gesorgt hatten. Damit konnten die „Außen“ in deutschen Team erfolgreiche agieren – besonders Andrae fand mit einer Ausbeute von 75% zu einer erfreulichen Leistung. Hervorzuheben ist auch die Spielverteilung von Simon Tischer, der in der gesamten Partie nur eine echten Fehler zu verzeichnen hatte, als er Pampel zu weit nach außen schickte – in der Regel spielte Tischer seinen Kameraden jedoch „in die Hand“. Für die Nervenstärke des deutschen Teams an diesem Tage spricht die Tatsache, dass die Spieler um den dominanten Hübner alle langen Ballwechsel für sich entscheiden konnten und in „wackeligen“ Situationen immer wieder selbst die kleinen Probleme lösten. Das gute Coaching von Trainer Warm – vor allem in der Schlussphase des 1. Satzes – darf nicht unerwähnt bleiben.

Stimmen

Trainer Michael Warm: „Die Mannschaft hat mich heute beeindruckt: sie war hoch konzentriert, hat sich selbst gepusht und ist dabei nicht über´s Ziel hinausgeschossen – sie hat immer auch die Ruhe bewahrt. Es hat alles gepasst und man konnte einmal mehr sehen, dass wir gut wechseln können: Pampel hat Schöps gut ersetzt und Bakumovski hat geholfen, den 1. Satz zu retten. Das war höchst erfreulich und ich gönne es dem Team nach einer harten Trainingswoche, wo doch Müdigkeiten zu registrieren waren, ganz besonders.“

Björn Andrae: „Im 1.Satz waren wir richtig heiß – gegen die Holländer hatten wir ja schon oft verloren und hatten uns so oft schwer getan. Heute haben wir uns jedoch frei gespielt. Wenn die Holländer dann mal Druck machten, haben wir uns nicht wie sonst in die Hose gemacht, sondern konnten dem Druck standhalten. Ich freu mich total.“

Thilo Späth: „Ich glaube dass das 3:0 heute eine Premiere war – und ich war dabei. Das hätte ich wirklich nicht erwartet. Wir waren aggressiv, vor allem im Aufschlag und haben auch gut aus der Abwehr gespielt; da haben wir wichtige Punkte gemacht. Es macht Spaß, bei so einem guten Block in der Abwehr zu stehen. Natürlich hatten wir auch manchmal das nötige Quentchen Glück.“

Trainer Peter Blangé: „Tatsache war, dass die deutsche Mannschaft heute alle langen Rallies erfolgreich abgeschlossen hat – vor allem Andrae und Popp haben mir gefallen. Hübner und Günthör waren gut organisiert. Unser Problem war, dass wir zu wenig Aggressivität gezeigt haben und den „killer instinct“ haben vermissen lassen. Es war auch zu langsam – wir haben gespielt, als hätte jeder 10 kg holländische Kartoffeln auf dem Rücken gehabt.“

Libero Marko Klok: „Deutschland hat heute gut gespielt, das muss man einfach sagen. Der 1. Satz war ja extrem knapp, leider haben wir im 2. Satz nicht daran angeknüpft. Unsere Annahme war eigentlich in Anbetracht des deutschen Aufschlagdrucks ganz ordentlich, aber letztendlich haben wir wohl im Angriff zu viele Fehler gemacht.“

Zuspieler Dirk Jan van Gendt: „Das war heute für uns ein schweres Spiel. In jedem Satz mussten wir einem Rückstand hinterherlaufen. Nachdem wir im 1. Satz so gut aufgeholt hatten, hat uns der 2. Satz zu Beginn gleich ein wenig Moral gekostet. Wir haben dann zu oft hoch außen gespielt, und da war beim deutschen Block heute nicht viel zu machen.“

Gästestimmen

Matthias Eichinger von Longa Lichtenvoorde: „Das war ein gutes Spiel. Wenn die deutsche Annahme stand, hatten die Holländer kaum eine Chance. Ich habe die Partie genossen – so oft bekomme ich die deutschen Herren ja nicht zu sehen.“

Dr. Bernd Zimmermann, der anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des holländischen Trainerverbandes in Rotterdam referiert hatte und auch anwesend war: „Das hat mir heute sehr gefallen. Mir fiel zwischendurch ein, wie oft wir schon gegen Holland gelitten haben, da ging dieser Sieg runter wie Öl.“

 

 

Deutschland - DVV-News

 Sonntag, 24. Juni 2007

   

Frauen: Dritter Sieg im dritten Spiel – 3:2

Dritte Partie, dritter Sieg: Die DVV-Frauen haben den WM-Sechsten Japan in der Vierer-Länderspielserie gut im Griff und gewannen auch den dritten Vergleich, dieses Mal in Mühlacker vor 700 Zuschauern mit 3:2 (25-20, 17-25, 18-25, 25-18, 15-10). Zuvor hatte es 3:1-Siege in Tübingen und Ulm gegeben, die letzte Partie findet am 24. Juni in Heilbronn (17.00 Uhr) statt. Punktbeste Spielerinnen in Mühlacker waren auf deutscher Seite Corina Sscuschke (12), Tina Gollan (11), Christiane Fürst, Atika Bouagaa und Margareta Kozuch (alle 10), bei Japan punkteten Megumi Kurihara und Saori Kimura (je 19) am besten. Geburtstagskind Imke Wedekind (NA.Hamburg) war am Vormittag nach Hamburg geflogen – Knieprobleme machten einen Einsatz unmöglich.

Bundestrainer Giovanni Guidetti begann mit Mareen Apitz im Zuspiel, Tina Gollan auf der Diagonalposition, Christiane Fürst und Corina Ssuschke im Mittelblock, Atika Bouagaa und Anne Matthes auf den Außenpositionen und Cornelia Dumler als Libero.
Japans Trainer Shoichi Yanagimoto ließ Yoshie Takeshita, Saori Kimura, Yuki Shoji, Miyuki Takahashi, Megumi Kurihara, Asako Tajimi und Yuka Sakurai beginnen.

Nachdem der erste Satz wie in den vorangegangenen Partien mit einer Lufthoheit der DVV-Frauen verlief, kamen die japanischen Gäste in der Folgezeit deutlich besser in die Partie. Zum einen, weil durch mehrere Wechsel mehr Schwung auf japanischer Seite einzog hielt, zum anderen, weil den deutschen Spielerinnen nach dem deutlichen ersten Satz die nötige Anspannung zu fehlen schien. Aufschläge wurden reihenweise verschlagen, ohne dass diese sonderlich risikoreich waren und die Japanerinnen unter Druck gesetzt hätten. Am Ende sollte Deutschland 14 Fehlaufschläge bei nur drei Assen, die Japanerinnen elf Fehler und elf Asse aufweisen. Nach dem Satzrückstand ging ein Ruck durch das deutsche Team, das auch den dritten Vergleich mit dem WM-Sechsten nicht verlieren wollte. Vor allem im Block legte das DVV-Team gewaltig zu, am Ende war mit 19 deutschen gegenüber sieben japanischen Blockpunkten in diesem Element der größte Unterschied festzustellen. So war es auch nicht verwunderlich, dass Tina Gollan das Spiel mit einem Block beendete. Zudem genügte ein Blick auf die Statistik, dass in der deutschen Mannschaft die Last auf viele Schultern verteilt war, gleich fünf Spielerinnen punkteten zweistellig, bei Japan gelang dies nur drei Spielerinnen.

Ausführlicher Spielbericht

1. Satz
Beide Teams agierten zu Beginn des Auftaktsatzes souverän aus der Annahme, das erste „Break“ gelang den deutschen Frauen, als Apitz einen Lob holte und Bouagaa den Ball an den Block schlug (4-3). Nachdem zwei Punktbälle nicht genutzt wurden, vernahm die Halle erstmals lautstarke Äußerungen von Giovanni Guidetti. Ssuschke per knallhartem Einbeiner sowie Gollan aus dem Rückraum steuerten zwei Zähler in Folge bei – mit 8-6 ging es in die technische Auszeit. Als es die 3,90 Meter große Wand aus Fürst/Gollan dunkel gegen Takahashi werden ließ, hatte die DVV-Auswahl erstmals drei Punkte Vorsprung (10-7), nach einem an den deutschen Block gedrückten Ball sowie einem Angriffsfehler von Matthes war es nur noch einer (11-10). Doch die deutschen Spielerinnen waren vor allem im Block hellwach, vor allem die Schnell-Angriffe der Japanerinnen über die Mitte hatten Fürst, Ssuschke & Co unter Kontrolle. Als Ssuschke Tajimi blockte, nahm Japan eine Auszeit (13-10). Zwei Fehler auf Gästeseite (Netzberührung und Übertritt) ließen den deutschen Vorsprung anwachsen – mit 16-11 ging es in die zweite technische Auszeit. Nach der Auszeit kam Margareta Kozuch für Apitz aufs Feld, kurze Zeit später Denise Hanke für Gollan (17-11). Die bediente Bouagaa mittels einer Kombination, und die an diesem Tag fungierende Spielführerin, vollendete (18-13). Fürst erhöhte mit einem Aufsteiger auf 20-15, wie schon am Vortag war sie vom japanischen Block nicht zu kontrollieren, Trainer Yanagimoto nahm seine zweite Auszeit. Das half alles nicht: Hanke vollendete mit toll geschlagenem zweiten Ball zum 22-16. Ssuschke war es schließlich, die den ersten Satzball holte, sie profitierte davon, dass der Ball auf der Netzkante stand – ohne Block (24-17). Nachdem Japan die ersten beiden abwehren konnte, nahm Guidetti eine Auszeit (24-19), doch auch der dritte Satzball wurde verpatzt, Libero Dumler verbaggerte die Annahme. Dann halfen die Gäste, die eingewechselte Itabashi verschlug ihren Aufschlag (25-20).

2. Satz
Während die DVV-Frauen unverändert blieben, ging Japan mit drei Änderungen (Zuspielerin Itabashi, Mittelblockerin Arakia und Außenangreiferin Oyama)in den zweiten Satz. Der Start gelang Japan (0-2), doch dann packte die weltbeste Blockerin Fürst zweimal in Folge zu (3-3). Die neuen japanischen Spielerinnen brachten frischen Wind und freuten sich diebisch über erzielte Punkte. Als Gollan geblockt wurde, revanchierte sich die 1,99 Meter große deutsche Diagonalspielerin postwendend mit dem gleichen Mittel (6-6), nach einem Übertreten von Apitz (bei Rettungsaktion) ging es mit 7-8 in die technische Auszeit. Kimura erhöhte per Ass, und nach einem Angriffsfehler von Matthes nahm Guidetti – hörbar unzufrieden – eine Auszeit (8-11). Der Dresdner Mittelblock mit Ssuschke und Fürst hielt die deutsche Mannschaft im Spiel: Erst packte Ssuschke zu, anschließend Fürst (10-11). Die deutsche Annahme hatte – wie schon am Ende des ersten Satzes - große Probleme mit den langen Flatteraufschlägen von Itabashi. Die Japanerinnen setzten sich ab (10-15), Kozuch und Hanke kamen (für Gollan und Apitz). Kozuch machte gleich einen Punkt, und nach Angriffsfehler von Arakia sah es nicht mehr ganz so drastisch aus (12-15). Doch die Gäste waren in dieser Phase voll da, Shoji blockte Fürst, ehe Kozuch aus dem Hinterfeld verkürzte (14-18). Dann servierte Kimura ein weiteres Ass, Guidetti holte seine Spielerinnen erneut zu sich und redete auf sie ein (15-21). Der Satz war spätestens weg, als Kozuch zweimal über außen nicht punkten konnte (15-23). Zwar kamen Apitz und Gollan nochmals zurück, doch der Satzausgleich war nur noch japanische Formsache (17:25).

3. Satz
Die deutsche Mannschaft kam nach der zehnminütigen Satzpause mit gleicher Formation aufs Feld zurück, die Leistung war jedoch unverändert gegenüber dem Ende des zweiten Satzes. Die Japanerinnen übten deutlich mehr Druck in Aufschlag und Angriff auf die deutsche Mannschaft aus, der zudem drei Aufschlagfehler unterliefen. Die Quittung war ein 3-8 bei der ersten technischen Auszeit. Nach einem weiteren Fehler brachte Guidetti Heike Beier für Matthes – Kathy Radzuweit war zuvor für Fürst eingewechselt worden - doch es änderte sich zunächst nichts: Nach zwei weiteren Fehlern nahm der Bundestrainer seine erste Auszeit (3-10). Kimura servierte ein lupenreines Ass auf Dumler, ehe Bouagaa endlich wieder ein Punktgewinn gelang (4-12). Weitere Aufschlagfehler von Bouagaa und Ssuschke ließen die Betriebstemperatur von Maestro Guidetti gefährlich steigen, dann gelang Apitz endlich ein Ass (7-15). Beier gelang das 9-16, anschließend konnte sich Oyama in einem Ballwechsel dreimal nicht gegen den Block Radzuweit/Gollan durchsetzen (10-16). Ein Diagonal-Knaller von Gollan sowie ein Block von Ssuschke brachten die DVV-Auswahl weiter heran – die Zuschauer jubelten (12-17). Beim 13-18 erfolgte der obligatorische Doppelwechsel mit Kozuch/Hanke für Apitz/Gollan, doch die nächsten zwei Punkte machte Japan per Angriff und Ass (13-20) – Auszeit Deutschland. Die deutschen Frauen nahmen nun den Kampf an, mussten jedoch für jeden Punkt harte Arbeit leisten, oft gelang erst im dritten Versuch der Punktgewinn (16-22). Diese Aufholjagd war jedoch zu spät, die Gäste spulten ihr Programm - eines WM-Sechsten würdig – herunter (17-24). Beier wehrte den ersten Satzball mit einem gefühlvollen Lob noch ab, der zweite saß dann im deutschen Feld (18-25).

4. Satz
Fürst kehrte für Radzuweit zurück aufs Feld, Beier und Kozuch blieben für Matthes und Gollan auf der Platte – der Satz begann verheißungsvoll (2-0). Kozuch wurde zu Beginn von Apitz gesucht – und gefunden. Die Hamburgerin machte den dritten und vierten Punkt per Angriff, Bouagaa erhöhte auf 5-2. Als Ssuschke den Ball nach gutem Aufschlag von Fürst versenkte, nahm Japan die erste Auszeit (6-2). Ein Block gegen Ssuschke sowie ein erfolgreicher Gegenangriff verschaffte Japan den Anschluss (6-5), ehe Oyama ihren Aufschlag hinter die Linie setzte und Ssuschke am Netz zupackte (8-5). Der erarbeitete Vorsprung war kurze Zeit später dahin: Ein Annahme- sowie Angriffsfehler (Kozuch aus dem Hinterfeld ins Netz) bedeuteten das 10-10. Fürst per Schnellangriff, Apitz mit einem Ass sowie Fürst per Block holten sich die drei Punkte zurück – ein auf und ab (13-10), das zumindest bis zur zweiten technischen Auszeit außer Kraft gesetzt war (16-13). Die Zuschauer forderten den fünften Satz, und kamen diesem nach einem Angriffsfehler von Kimura ein Stück näher (17-13) – Auszeit Japan. Beim 19-15 schickt Guidetti Hanke/Gollan für Apitz/Kozuch aufs Feld, ein Fehler der Japanerinnen sowie der nächste Block von Ssuschke sorgen für die Vorentscheidung (21-15). Gollan und Beier holen mit Schmetterschlägen die Punkte 22 und 23, Beier per Block Satzbälle (24-17). Den ersten wehren die Japanerinnen noch ab, beim zweiten greift die „Fürstin“ am Netz zu (25-18).

5. Satz
Guidetti vertraute den Spielerinnen, die den vierten Satz stark gespielt hatten. Beier und Fürst egalisierten mit ihren Angriffen die jeweilige Führung der Konkurrentinnen (2-2), ein Aufschlagfehler Fürst und ein Annahmefehler Beier brachten das erste Mini-Break zugunsten der Asiatinnen (2-4). Bouagaa hielt die deutsche Mannschaft mit zwei Angriffspunkten im Spiel (4-5), das notwendige Break gelang jedoch in dieser Phase nicht. Das war Beier vorbehalten, die zum wiederholten Mal im Block erfolgreich war (6-6), Ssuschke setzte per Ass noch einen drauf (7-6) – Auszeit Japan. Mit einem Punkt Vorsprung wurden die Seiten gewechselt, an den Emotionen, die auch die Japaner zeigten, war zu sehen, dass der Sieg auf beiden Seiten angestrebt wurde. Kozuch hielt diese Führung, nachdem sie einen „Notball“ mutig und gekonnt versenkte (9-8), Bouagaa machte es ihrer Kollegin mit etwas Glück (Block gespalten) nach (11-10). Gollan/Hanke kamen für Apitz/Kozuch, Kimura sorgte mit einem verschlagenen Angriff für ein weiteres Break (12-10) – Auszeit Japan. Gollan erhöhte per Block auf 13-10, Beier holte mit einem Rückraumangriff an den gegnerischen Block Matchbälle (14-10). Gleich den ersten verwandelte erneut Gollan, die wiederum unüberwindbar war (15-10).

Stimmen zum Spiel

Giovanni Guidetti: „Wir sind sehr leicht gestartet, anschließend waren wir zu locker. Unsere Annahme war schlecht heute, vor allem gegen die langen Flatteraufschläge. Dies haben wir nicht trainiert. Wenn die Annahme nicht perfekt ist, hat Mareen Apitz nicht immer optimal die Angreifer bedient. Wir haben wieder mit anderer Formation gespielt, da ist es schwer, eine Abstimmung zu finden. Anne Matthes hat sehr gut in der Annahme gespielt, aber Probleme im Angriff gehabt, auch weil sie technische Probleme im Angriff hat. Bouagaa hat mir im Angriff gut gefallen, ich hoffe aber, dass wir morgen wieder besser spielen.“

Christiane Fürst: „Wir haben gut angefangen, dann fingen wir an in der Annahme zu wackeln, das übertrug sich auf die anderen Elemente. Auch ich wurde sehr unsicher. Nach dem Satzrückstand haben wir wieder mehr Ruhe rein bekommen und auch den Kampf angenommen. Das Spiel war insgesamt sehr ausgeglichen.“

Margareta Kozuch: „Es war ein auf und ab. Man hat gesehen, dass wir locker spielen müssen, am Anfang war alles etwas verkrampft. Zwischendurch hatte ich ein paar Fehler, die nicht sein müssen, aber insgesamt war es in Ordnung.“

 

 

Deutschland - DVV-News

 Sonntag, 24. Juni 2007

   

U18: 3:0 beendet Serie gegen Weltmeister

Die weibliche U18-Nationalmannschaft hat die Viererserie gegen den amtierenden Weltmeister Brasilien mit 3:1-Spielen gewonnen: In Höxter wurde die Serie vor 700 Zuschauern (ausverkauft!)mit einem 3:0-Sieg (25-16, 25-19, 25-23) beendet, zuvor hatte es 3:1- und 3:2-Siege für den deutschen Nachwuchs sowie ein 3:2-Erfolg der Brasilianerinnen gegeben.

„Von zwei müden Teams waren wir das Fittere“, bilanzierte Bundestrainer Jens Tietböhl die Partie in Höxter. Die drei Spiele steckten beiden Auswahlmannschaften in Beinen und Köpfen, da war es nicht verwunderlich, dass das Niveau schwächer war als in den Partien zuvor.

Für die WM ist Tietböhl optimistisch, bewertet die Siege aber auch nicht euphorisch: „Bei der WM werden die Karten neu gemischt, aber Gewinnen ist natürlich immer gut. Bis zur WM müssen wir vor allem noch unsere Annahme und unseren Angriff stabilisieren.“

Die Spielerinnen sind nun 14 Tage in ihren Stützpunkten, ehe die nächste Maßnahme vom 7.-15. Juli in Italien ansteht, in dessen Rahmen fünf Vergleiche mit WM-Teilnehmer Italien anstehen.

 

 

Deutschland - DVV-News

 Sonntag, 24. Juni 2007

   

Paris: Brink/Dieckmann um Platz drei

Julius Brink/Christoph Dieckmann haben den „brasilianischen Fluch“ auch im Halbfinale von Paris nicht brechen können: Die amtierenden Europameister verloren auch den achten Vergleich mit einem Duo vom Zuckerhut, dieses Mal mit 0:2 (18-21, 18-21) gegen Franco/Cunha, und spielen somit „nur“ um Platz drei. Gegner am 24. Juni ist der Verlierer der Partie Lambert/Metzger (USA) gegen Emanuel/Ricardo (BRA).

Im Spiel um den Einzug unter die letzten Vier demontierte das beste deutsche Duo zuvor die Schweizer Heuscher/Heyer mit 2:0 (21-12, 21-16). Gegen Heuscher/Heyer war vor allem der Block von Dieckmann überragend. Nahezu an jedem Angriff der Schweizer war „Krake“ Dieckmann dran, und da die Punktbälle entschlossen genutzt wurden, gab es einen auch in dieser Höhe verdienten Erfolg, der zugleich Revanche für die Niederlage in der Gruppe war.

 

 

Deutschland - DVL-News

 Sonntag, 24. Juni 2007

   www.volleyball-bundesliga.de

VfB trifft auf Kazan, Piräus und Almeria

Dinamo Tattransgaz Kazan (RUS), Olympiacos Piräus (GRE) und Unicaja Arukasur Almeria (ESP) heißen die Gegner des VfB Friedrichshafen in der Champions League 2007/2008. Das ergab die Auslosung am 22. Juni im Wiener Rathaus.

Der Saal im Wiener Rathaus war festlich geschmückt und die etwa 400 geladenen Gäste der Volleyball-Gala 2007 bester Laune als Grete Laska zur Tat schritt. Die Wiener Vize-Bürgermeisterin spielte bei der Auslosung zur Champions League 2007/2008 die Glücksfee und bescherte dem VfB Friedrichshafen eine interessante Gruppe. In der Vorrunde trifft der Titelverteidiger auf Dinamo Tattransgaz Kazan (Russland), Olympiacos Piräus (Griechenland) und Unicaja Arukasur Almeria (Spanien). „Es hätte schlimmer kommen können“, sagte VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Die Zuschauer in Friedrichshafen können sich auf spannende Spiele freuen und schon einmal anfangen, sich warm zu klatschen.“

Im ersten Spiel empfangen die Häfler am 17. Oktober in der heimischen Arena den griechischen Vertreter Piräus. Eine Woche später (24. Oktober) steht das Auswärtsspiel beim spanischen Vizemeister Almeria auf dem Programm. Nach einer siebenwöchigen Pause wartet am 12. Dezember beim russischen Meister Kazan die wohl schwerste Aufgabe. In der Rückrunde trifft der VfB in Friedrichshafen auf Kazan (19. Dezember) und Almeria (23. Januar) sowie auswärts auf Piräus (30. Januar).

Um sicher in die nächste Runde einzuziehen, müsste Friedrichshafen den ersten oder zweiten Gruppenplatz belegen. Als Drittplatzierter hätte der VfB zudem noch eine Chance in die die Play-offs der besten Zwölf einzuziehen – denn auch der beste Dritte der sechs Vierergruppen qualifiziert sich für diese Runde.

Die Spiele des VfB Friedrichshafen in der Champions League
17. Oktober (+/- 1 Tag) VfB Friedrichshafen – Olympiacos Piräus
24. Oktober (+/- 1 Tag) Unicaja Arukasur Almeria – VfB Friedrichshafen
12. Dezember (+/- 1 Tag) Dinamo Tattransgaz Kazan – VfB Friedrichshafen
19. Dezember (+/- 1 Tag) VfB Friedrichshafen - Dinamo Tattransgaz Kazan
23. Januar (+/- 1 Tag) VfB Friedrichshafen - Unicaja Arukasur Almeria
30. Januar Olympiacos Piräus – VfB Friedrichshafen

 

 

Deutschland - Volleyballer.de

 Sonntag, 24. Juni 2007

   www.volleyballer.de

Heike Beier: „Mich einzuladen, war richtig!“

Die 23-jährige Heike Beier ist noch relativ neu in der Nationalmannschaft. Aus der Bundesliga kennt man Heike Beier vom Dresdner SC, mit dem sie dieses Jahr den Deutschen Meistertitel erzielte. In den ersten beiden Partien gegen Japan trug sie mit guten Leistungen im Außenangriff bzw. als Libero zu den 3:1-Siegen bei.

Du warst bereits 2006 mit der Nationalmannschaft in Montreux (5. Platz) und hast dort deine ersten drei Länderspiele bestritten. Aber erst jetzt bist du richtig in der Nationalmannschaft angekommen..
Beier: „Ja, ich bin froh, das ich diese Chance bekommen habe. Letztes Jahr kam die Berufung zur Nationalmannschaft für mich zu spät. Da hatte ich mich bereits mit meiner Partnerin Anne Matthes auf die Deutsche Beach-Serie vorbereitet, die Sponsorenverträge standen, dass konnte ich nicht mehr absagen. Umso glücklicher bin ich, dass Giovanni es mir nicht übel genommen hat und mich dieses Jahr wieder zum Lehrgang eingeladen hat.“

Wie hast du von deiner Berufung zur Nationalmannschaft erfahren?
Beier: „Giovanni hat mich angerufen. Er wollte mich eigentlich als zweiten Libero zu Kerstin Tzscherlich haben. Wie gesagt, ich freue mich über diese zweite Chance und möchte ihm in diesem Jahr zeigen, dass ich in die Nationalmannschaft will und seine Entscheidung richtig war.“

Du bist ja nicht die einzige Dresdnerin in der Nationalmannschaft insgesamt sind 6 Spielerinnen des Dresdner SC dabei (Tzscherlich, Fürst, Ssuschke, Matthes und Apitz) . Macht das den Einstieg etwas leichter?
Beier: „Ja, natürlich. Es ist ein gutes Gefühl, wenn du die Mädels schon kennst. Das macht es leichter für mich als Neuling. Sicher hat man die anderen Spielerinnen schon mal in der Liga gesehen und spielt auch in der Saison ein paar Mal gegeneinander. Aber es ist schon leichter, mit vielen Mädels herzufahren, als alleine. Allerdings ist es auch kein Problem, alleine zu kommen. Das Team ist toll, und nach ein paar Tagen ist man dabei. Das Vereinsgeschehen ist hier überhaupt kein Thema. Wir haben alle ein Ziel, für das wir hart trainieren, und das heißt Europameisterschaft in diesem Jahr.“

Wie sieht euer Training aus?
Beier: „Zur Zeit ist es noch sehr individuelle Arbeit. Wir machen sehr viel Krafttraining und Techniktraining. Wir sind ja noch in der Vorbereitungszeit, und es besteht noch kein Zwang ein Team einspielen zu müssen. Bei den Länderspielen kann Giovanni uns Spielerinnen austesten und auf verschiedenen Positionen und in verschiedenen Konstellationen ausprobieren.“

Ihr seit 17 Spielerinnen, 12 werden für den EM-Kader gebraucht. Wie groß ist da der Leistungsdruck?
Beier: „Druck ist sicherlich da, aber da muss jede durch. Und wer das nicht ab kann, der kommt auch bei wichtigen Turnieren mit dem Druck nicht zurecht. Wir sind 17 Mädels und jede gibt ihr Bestes und mehr kann man einfach nicht machen. Man kann hart trainieren und zeigen, was man kann und dass man lernbereit ist. Gedanken um die Konkurrenz macht man sich erst vor der Nominierung. Das Klima innerhalb des Teams ist total gut. Jeder kann etwas dazu lernen, und auch wenn es vielleicht diesen Sommer nicht klappt, dann vielleicht im nächsten. Und jede nimmt ja auch auf jeden Fall etwas von den Lehrgängen mit nach Hause.“

Du spielst auch Beach-Volleyball. Letztes Jahr hast du bei der smart Beach Tour mitgespielt. Ist Beach jetzt Tabu?
Beier: „In dieser Saison habe ich mich natürlich für die Nationalmannschaft entschieden. Sollte es aber nicht klappen mit der Nationalmannschaft, werde ich sicherlich wieder das eine oder andere Beachturnier spielen. Dann nicht so professionell wie im letzten Jahr mit Sponsoring, sondern eher im Rahmen der eigenen finanziellen Möglichkeiten. Aber natürlich hoffe ich, dass ich in der Mannschaft bleibe.“

Was sind deine persönlichen Ziele?
Beier: „Mittelfristig heißt das Ziel auf jeden Fall Peking. Kurzfristig möchte ich im 12-er Kader sein, der bei der Europameisterschaft an den Start geht und da eine möglichst gute Platzierung erreichen. Außerdem würde ich gerne die Qualifikationsspiele für Olympia mitspielen und gewinnen.“

Und was machst du außer Volleyball?
Beier: „Ich mache zur Zeit eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau. Diese Ausbildung lässt sich ideal mit meiner Volleyball-Karriere vereinbaren. Das Fitness-Studio kommt mir sehr entgegen und stellt mich zum Beispiel jetzt für diese Lehrgänge frei. Ansonsten wäre das auch gar nicht möglich.“

 

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