News

 Sonntag, 20. Januar 2008 

evivo: Sieg nach Krimi in Königs Wusterhausen
SCC: Zurück in der Erfolgsspur
Hamburger U16-Meisterschaften in Allermöhe
Olympischen Spiele ohne DVV-Auswahl
Polen trifft im Finale auf Russland
Allianz Volley Stuttgart beim TV 05 Wetter
von Hagen trainiert Rhein-Main Volley

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Deutschland - evivo Düren-News

 Sonntag, 20. Januar 2008

   

evivo: Sieg nach Krimi in Königs Wusterhausen

Der Volleyball-Bundesligist evivo düren gewinnt seine Auswärtspartie bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen mit 3:2 (18:25, 20:25, 29:27, 25:19, 15:9). Dabei hatten die stark ersatzgeschwächt angetretenen Dürener lange wie der sichere Verlierer ausgesehen. Nach einer 21:20-Führung im dritten Satz lagen die Netzhoppers plötzlich wieder in Führung, hatten sogar Matchball. Doch evivo behielt die Nerven, gewann Satz vier souverän und den Tie-Break schließlich völlig ungefährdet mit 15:9. "Ich hoffe, dass die Wende, die wir in dem Spiel noch geschafft haben, so was wie eine Initialzündung ist", sagte Mittelblocker Max Günthör. Die zwei Spiele in der Bundesliga zuvor waren verloren worden. Jetzt hat evivo mit einem Kraftakt die Rückkehr auf die Siegerstraße geschafft. "Am Anfang waren wir viel zu verkrampft. KW hatte sogar Matchball. Aber wir haben die Ruhe bewahrt", war Trainer Mirko Culic zwar nicht mit der Leistung, aber mit der Einstellung seiner Mannschaft zufrieden. "Wir haben gewonnen, weil wir uns in das Spiel gekämpft haben, und nicht, weil der Gegner nachgelassen hat", so Culic.

Ohne Sven Anton und Malte Holschen und mit einem angeschlagenen Spielmacher Ilja Wiederschein war die Mannschaft von Trainer Mirko Culic nach KW gereist. Tobias Neumann, das erst 19 Jahre junge Zuspielertalent hatte Wiederschein zunächst auf der Position des Ballverteilers vertreten. Am Ende des ersten Durchgangs, der 18:25 verloren wurde, kam "Ilse" Wiederschein dann doch auf das Spielfeld. "Er hat schon am Morgen beschwerdefrei trainieren können", sagte Physiotherapeut Michael Braun, der großen Anteil am schnellen Abklingen der Bauchmuskelzerrung hatte.

Dürens Spielmacher Nummer 1 konnte den Rest der Partie durchspielen und seiner Mannschaft dabei helfen, stark aufspielende Netzhoppers doch noch in die Schranken zu weisen. Eine Feststellung sei an dieser Stelle noch gemacht: "An Tobias hat es nicht gelegen, dass wir den ersten Satz verloren haben", schilderte Mittelblocker Max Günthör seine Eindrücke."Er hat seine Sache gut gemacht", lobte er den jüngsten Dürener Spieler. Culic bestätigte diese Aussage. "Es lag daran, dass einige Andere zu verkrampft waren."

Einer hat während der Partie unheimlich gelitten. Routinier Sven Anton. Der saß nach sein Athroskopie am Knie mit Krücken bei Frau und Kind zu Hause. Den Live-Ticker hat der 37-Jährige nicht verfolgt. "Kann ich nicht. Da werd ich wahnsinnig", gab er zu erkennen, dass bloße Zahlen zu viel für die Nerven des verletzten Angreifers sind. Nach der erlösenden Nachricht des Sieges per Telefon war die Erleichterung im Hause Anton groß.

Das evivo-Team bleibt somit in Reichweite von Platz zwei und drei, die weiterhin vom SCC Berlin und dem Moerser SC belegt werden. Brisant: Nach der Heimniederlage des Moerser SC gegen Generali Haching ist evivo punktgleich mit diesem beiden Mannschaften.

 

 

Deutschland - SCC Berlin-News

 Sonntag, 20. Januar 2008

   

SCC: Zurück in der Erfolgsspur

Mit einem wichtigen 3:0 (25:23, 25:20, 25:23) Auswärtssieg beim VC Leipzig kehrten die Volleyballer des SCC BERLIN am Samstagabend zurück in die Erfolgsspur. Die Schützlinge von Trainer Michael Warm hatten die Niederlage gegen Moers verdaut und behielten in der hitzigen Atmosphäre der Ernst-Grube-Halle in den entscheidenden Momenten die Nerven.

Obwohl die Gastgeber zur Freude der 1.100 Zuschauer – mit Ausnahme der zirka 50 mitgereisten SCC-Fans – den besseren Start erwischten, ließen sich die Berliner davon nicht aus Ruhe bringen und schienen die Partie spätestens beim Stand von 16:13 zur zweiten technischen Auszeit in den Griff bekommen zu haben. Doch die Leipziger steckten zu keinem Zeitpunkt auf und erkämpften sich bei 21:21 den Ausgleich. Einmal mehr behielten die Hauptstädter trotz der lautstarken Kulisse die Nerven, so dass ein Angriffsball von Felix Fischer wenig später den knappen aber verdienten Satzgewinn brachte.

Ähnlich verlief der Folgedurchgang. Zur zweiten technischen Auszeit führte der SCC bereits 16:11, sah sich kurz drauf bei 19:18 aber erneut in arger Bedrängnis. Wieder agierten die Schützlinge von Trainer Michael Warm nervenstark und brachten den Satz letztendlich souverän nach Hause. Diesmal blieb es Kapitän Jaroslav Skach vorbehalten, mit einer cleveren Zuspielfinte den Satzball zu verwandeln. Dem tschechischen Spielmacher kam auch im dritten und letzten Durchgang eine tragende Rolle zu. Nachdem die Leipziger über die gesamte Satzdauer in Führung lagen, brachte Skach sein Team mit starken Aufschlägen bei 23:22 erstmals in Führung, bevor ein Angriff des im Vergleich zum Moers-Spiel deutlich verbesserten Aleksandar Spirovski für die Entscheidung sorgte.

Entsprechend zufrieden zeigte sich SCC-Trainer Michael Warm nach der Partie: „Mit dem 3:0-Sieg haben wir die richtige Antwort auf das Spiel in Moers gegeben. Leipzig war sicher kein Maßstab, hat uns vor allem taktisch einige Gefallen getan, doch nach den Ergebnissen der Vorwoche zählte für uns heute das Ergebnis. Vor allem Spiro und Dirk haben sich sehr gute Noten verdient.“

Nun wartet auf die SCC-Volleyballer eine ganz besondere Herausforderung. Am Mittwoch (23. Januar / Spielbeginn: 19 Uhr) empfangen die Berliner mit AZS Olsztyn (Polen) im Europapokal-Achtelfinale eine der besten Vereinsmannschaften des Kontinents, in deren Reihen mit Björn Andrae und Frank Dehne nicht nur zwei ehemalige SCC-Publikumslieblinge sondern auch noch zahlreiche weitere internationale Stars stehen. Die Berliner Volleyballfans dürfen sich also auf einen großartigen Europapokal-Abend in der Sporthalle Charlottenburg freuen.

mk

 

 

Hamburg - Smash Online-News

 Sonntag, 20. Januar 2008

   

Hamburger U16-Meisterschaften in Allermöhe

Bei den Hamburger Meisterschaften der weiblichen und männlichen U16 bietet Ausrichter SV Nettelnburg-Allermöhe bietet in den Hallen der Gesamtschule am Fährbuernfleet (Walter-Rothenburg-Weg) bei seinen ersten Hamburger Meisterschaften den teilnehmenden Teams absolut den vertrauten Standard.

Am Samstag haben sich die Teilnehmer am Halbfinale herausgebildet, die am Sonntag gegeneinander antreten, nachdem zuvor um 10 Uhr Platzierungsspiele im unteren Kreuz erfolgen. Sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen treffen im einen Halbfinale der VfL Geesthacht und SC Alstertal-Harksheide aufeinander. Das zweite Halbfinale bei den Jungen bestreiten der Eimsbütteler TV und der VC Norderstedt. Bei den Mädchen spielen zudem der VC Norderstedt und der Rissener SV um den Einzug ins Finale.

Hier die Ergebnisse der Vorrunden (ohne Gewähr):

Mädchen, Gruppe A  
VfL Geesthacht - SCALa 2 2:0 25:8, 25:14
Eimsbütteler TV - Rissener SV 1 0:2 6:25, 12:25
VfL Geesthacht - Eimsbütteler TV 2:0 25:8, 25:6
SCALa 2 - Rissener SV 1 0:2 13:25, 15:25
VfL Geesthacht - Rissener SV 1 2:0 25:19, 25:15
SCALa 2 - Eimsbütteler TV 2:0 25:18, 25:17
Mädchen, Gruppe B  
SCALa 1 - Rissener SV 2 2:0 25:12, 25:12
SV Nettelnburg-Allermöhe - VC Norderstedt 0:2 6:25, 14:25
SCALa 1 - SV Nettelnburg-Allermöhe 2:1 29:27, 10:25, 15:10
Rissener SV 2 - VC Norderstedt 0:2 6:25, 3:25
SCALa 1 - VC Norderstedt 0:2 7:25, 16:25
Rissener SV 2 - SV Nettelnburg-Allermöhe 0:2 14:25, 10:25
Jungen, Gruppe A        
SCALa - Eimsbütteler TV 0:2 16:25, 16:25
SCALa - Ahrensburger TSV 2:0 25:18, 25:17
Eimsbütteler TV - Ahrensburger TSV 2:0 25:13, 25:6
Jungen, Gruppe B        
VfL Geesthacht - VC Norderstedt 2:0 25:17, 25:14
VfL Geesthacht - VG Elmshorn 2:1 25:22, 17:25, 15:11
VC Norderstedt - VG Elmshorn 2:0 25:7, 25:15

 

 

Deutschland - DVV-News

 Sonntag, 20. Januar 2008

   

Olympischen Spiele ohne DVV-Auswahl

Die DVV-Frauen haben bei der europäischen Olympia-Qualifikation in Halle/Westfalen das „Wunder“ verpasst und sind im Halbfinale gescheitert: Gegen Weltmeister Russland setzte es vor 5.300 Zuschauern eine 0:3-Niederlage (15-25, 23-25, 17-25), damit finden die Olympischen Spiele 2008 in Peking ohne das deutsche Team statt, das sich erstmals seit 1992 nicht für das sportlich wichtigste Ereignis qualifizieren konnte. Russland trifft im Finale am 20. Januar (15.30 Uhr) auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen Serbien und Polen. Punktbeste Spielerinnen waren Angelina Grün (13), Cornelia Dumler und Christiane Fürst (je 10) auf deutscher Seite, bei den Russinnen punkteten Ekaterina Gamova (23) und Liubov Shashkova (13) am besten.

Startformation Deutschland: Tanja Hart, Angelina Grün, Hanka Pachale, Cornelia Dumler, Christiane Fürst, Corina Ssuschke und Heike Beier.
Startformation Russland: Marina Sheshenina, Liubov Shachkova, Natalia Alimova, Ekaterina Gamova, Natlalya Safronova, Yulia Merkulova, Ekaterina Kabeshova

Die Stimmung im GERRY WEBER STADION war Olympia reif. Die über 5.000 Zuschauer erhoben sich vor dem ersten Punkt von ihren Plätzen und feuerten das Gastgeber-Team mit „Deutschland, Deutschland“-Rufen an. Das half zu Beginn des Auftaktsatzes, denn die deutschen Aktionen waren durchdacht und präzise. Grün, Dumler und Fürst sorgten für die ersten deutschen Punkte, nur das Aufschlagspiel funktionierte noch nicht, denn gleich drei Aufschläge verfehlten zu Beginn ihr Ziel (7-7). Dann packte das stärkste russische Mittel, der Block, erstmals zu: Ssuschke scheiterte mit ihrem Einbeiner am Doppelblock. Zwar kämpfte sich die Guidetti-Truppe nochmals heran (9-10), doch Fehler in Annahme und Angriff ließen den Favoriten davon ziehen (11-16). Zwei sensationelle Abwehraktionen von Pachale und Hart ließe die Halle nochmals laut werden, dann erstickte die überragende Gamova mit ihren Angriffen alle Hoffnungen im Keim. Auch den Satzball versenkte der 2,02 Meter große Star aus dem Rückraum.

Ein ähnliches Bild im zweiten Satz: Die deutsche Mannschaft hält zu Beginn gut mit, vor allem Spielführerin Grün punktet fleißig, auf russischer Seite halten vor allem Gamova und Shashkova dagegen. Nach einem Grün-Fehler schienen sich die Russinnen absetzen zu können (15-18), doch mit Kampfgeist und der Kulisse im Rücken kamen die deutschen Spielerinnen zurück (18-18). Dann sorgen Fehler auf deutscher Seite abermals für einen Drei-Punkte-Rückstand, den Grün per Ass und Angriff verkürzt (22-23). Nachdem Gamova die erste Satzballchance vergibt, macht sie abermals per Angriff das 2:0 nach Sätzen.

Der dritte Satz begann für die deutsche Mannschaft denkbar schlecht, weil die Shashkova-Aufschläge und Blockpunkte für zahlreiche russische Punkte sorgen (2-8). Deutschlands Trainer Guidetti hatte mit zahlreichen Wechseln (zunächst Kozuch, Weiß, dann noch Bouagaa und Radzuweit) versucht, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Doch der russische Express ließ sich nicht mehr auf den Weg ins Finale stoppen. Ein Missverständnis zwischen Dumler und Grün beendete das Spiel und den Olympia-Traum der deutschen Mannschaft. Anschließend fließen die Tränen, während das russische Team den Finaleinzug bejubelt.

Ausführlicher Spielbericht

1. Satz
Bereits bei der Vorstellung der deutschen Startformation erhoben sich alle Zuschauer und feuerten das Team rhythmisch klatschend an. Pachale machte den ersten Punkt, nachdem es auf russischer Seite zuvor ein Abstimmungsproblem gab. Shashkova besorgte die russische Führung, ihren Sprungaufschlag konnte Pachale nicht parieren (1-2). Nach einem ersten Gamova-Punkt verkürzte Fürst per Aufsteiger (2-3), Grün glich per Block gegen Kulikova aus (3-3), die Führung war nach Übergriff Sheshenina wieder da (4-3). Die Russinnen kamen zu leichten Punkten, weil Fürst bereits die dritte deutsche Fehlaufgabe produzierte. Besser machte es Gamova, die per Ass die russische Führung besorgte (5-6). Dann pflückte sich Dumler die 22 Zentimeter größere Gamova im Einerblock und freute sich diebisch über den Ausgleich (7-7). Alimova staubte nach deutscher Abwehr über das Netz ab und brachte ihre Mannschaft mit zwei Zählern in Front (7-9). Als Ssuschke per Einbeiner am Doppelblock scheiterte, war der Vorsprung erstmals angewachsen (7-10). Hart verkürzte per Finte, und durch eine Netzberührung der Russinnen war das deutsche Team wieder dran (9-10). Ein Lob von Fürst, die erstmals in Halle ohne ihre Schutzbrille auflief, hielt das deutsche Team im Spiel, doch Gamova machte es ihr erst per Lob, dann per Diagonalangriff nach (11-14) – Auszeit Deutschland. Eine Annahme von Beier geriet zu lang, Merkulova sagte danke. Als Shashkova ihre Punktchance über den deutschen Block ins Feld setzte, war der Rückstand auf fünf Punkte angewachsen (11-16). Fürst behauptete sich per Aufsteiger gegen 4,04 Meter (Merkulova und Gamova), dann gelang den Deutschen ein Kunstpunkt, nach sensationellen Abwehraktionen von Pachale und Hart (13-17). Gamova, bis dahin kaum zu stoppen, und ein Block gegen Ssuschke erstickten die Hoffnungen im Keim, Guidetti nahm die nächste Auszeit (13-19). Pachale konnte zwei Punktchancen in einem Ballwechsel nicht nutzen, anschließend scheiterte sie nochmals an der russischen Wand (14-21). Kathleen Weiß kam für Hart aufs Feld, den russischen Siegeszug im ersten Satz konnte sie jedoch auch nicht aufhalten. Ssuschke wehrte Satzball Nummer eins noch ab, den zweiten versenkte Gamova aus dem Rückraum (15-25).

2. Satz
Den ersten Zähler im zweiten Durchgang macht Fürst per Aufsteiger, dann scheitert Grün jedoch zweimal (aus und Block, 1-3). Fürst per Lob und Grün auf den Block holen den Ausgleich (3-3), die Punktchance zur Führung vergibt Dumler, als sie am Block scheitert (3-4). Ein Grün-Ass mit der Netzkante lässt das Publikum aufschreien, Führung (5-4), und nach einem weiteren Grün-Knaller vollendet Dumler (6-4). Gamova, im ersten Satz mit neun Zählern überragend, steuert den sechsten Zähler per Ass bei, Grün lässt das deutsche Team mit einem Punkt Vorsprung in die erste technische Auszeit gehen (8-7). Der deutsche Kapitän und Fürst punkten weiter, nun muss auch mal die deutsche Feldabwehr besser agieren, um Punktchancen zu erarbeiten (10-9). Dumler schafft im dritten Anlauf den elften Punkt – Ausgleich (11-11), aber nach einer Netzberührung von Ssuschke liegt der Favorit wieder in Führung (11-13). Dumler und Grün, erneut die beiden stärksten Akteurinnen, halten die Gastgeber im Spiel (13-15), die Chance zum Ausgleich vergibt Grün, weil sie beim Hinterfeldangriff auf die Dreimeter-Linie tritt. Nach einem Gamova-Hinterfeldangriff geht es mit 14-16 in die zweite technische Auszeit. Die russischen Riesen spielen ihre körperliche Überlegenheit konsequent aus, die deutsche Block- und Feldabwehr berührt des öfteren den Ball gar nicht. Nach einem Grün-Fehler nimmt Guidetti eine Auszeit (15-18). Fürst per Angriff und ein seltener Fehler von Shashkova sorgen für Hoffnung (17-18), dann versenkt Grün hart die Linie entlang (18-18) – Auszeit Russland. Shashkova bremst per Angriff und Aufschlag die Euphorie, ein Gamova-Fehler lässt wieder hoffen (19-20). Als Ssuschke und Grün abermals am russischen Block hängen bleiben, nimmt Guidetti seine zweite Auszeit (19-22). Dumler trifft den Ball nicht und der segelt weit ins aus, als Kulikova an der Netzkante scheitert, steht es 20-23 – Kathy Radzuweit kommt für Hart. Grün serviert ein Ass, die Halle tobt, Russlands Trainer Giovanni Caprara nimmt sofort eine Auszeit (21-23). Grün macht aus dem Hinterfelde den nächsten Punkt, zuvor hatte der Block Radzuweit/Ssuschke den Ball von Gamova entschärft (22-23). Als Kulikova den Ball versenkt, heißt es Satzbälle Russland, Hart kommt zurück (22-24). Gamova vergibt die Matchball-Punktchance, die gesamte russische Mannschaft moniert Blockberührung (23-24). Gamova beendet den längsten Ballwechsel des Spiels, indem sie ihren Hinterfeldangriff durch die Arme von Ssuschke in das deutsche Feld schlägt (23-25).

3. Satz
Guidetti brachte mit Weiß und Margareta Kozuch (für Hart und Dumler) zwei neue Kräfte in den dritten Satz, der bereits vor dem ersten Ballwechsel mit einer gelben Karte für das russische Team wegen Verzögerung begann. Grün rückte in den Annahmeriegel, Kozuch auf die Diagonale. Vier russische Punkte in Serie ließen Guidetti bereits frühzeitig reagieren und eine Auszeit nehmen (1-4). Der russische Express rollte weiter, Shashkova machte mit ihren Sprungaufschlägen mächtig Druck (1-6). Nach einem Kulikova-Angriff ging es mit sechs Punkten Rückstand in die technische Auszeit (2-8), die deutschen Spielerinnen wirken etwas resigniert. Die Überlegenheit der Russinnen wird immer offensichtlicher, Merkulova versenkt ihren Einbeiner, Dumler kommt für Pachale und versenkt prompt die Linie entlang (5-11). Ein weiterer Punkt von Dumler, per Ass auf Shashkova, lässt die deutschen Spielerinnen und Zuschauer jubeln, doch Merkulova kontert knallhart (6-12). Radzuweit kommt für Ssuschke, Grün hämmert zum siebten Punkt (7-13). Zwar punkten die deutschen Spielerinnen nun wieder besser aus der eigenen Annahme, doch dies tun die Gegner auch, Kulikova schließt zum 9-16 ab. Zwei Zähler in Folge gelingen der deutschen Mannschaft, den möglichen Dritten stoppt – mal wieder – der russische Block (11-17). Als Shashkova aus dem Rückraum die Lücke im deutschen Dreierblock findet, nimmt Guidetti seine zweite Auszeit (11-18). Radzuweit schlägt den Block an, Shashkova erhöht abermals (13-20), ehe Kozuch ein schöner Punkt aus dem Hinterfeld gelingt. Guidetti führt mit Atika Bouagaa und Hart (für Weiß und Kozuch) einen Doppelwechsel durch (14-20), alle Zuschauer erheben sich von ihren Plätzen und feuern das deutsche Team ununterbrochen an. Bouagaa steuert aus dem Rückraum einen weiteren deutschen Punkt bei (16-22), dann kommt Kozuch wieder zurück. Kurze Zeit später Weiß. Kozuch macht per Lob noch das 17-23, ehe Gamova (wer sonst?) Matchbälle holt (17-24). Ein Missverständnis in der deutschen Annahme beendet die Partie und den olympischen Traum der DVV-Frauen (17-25). Tränen fließen bei den Spielerinnen, Guidetti sitzt sprachlos auf dem Trainerstuhl.

Stimmen zum Spiel

Giovanni Guidetti: „Wir haben alles versucht, aber wir hatten keine Chance. Wir haben es nicht geschafft, unser Spiel zu spielen, unser Block und unsere Abwehr existierten fast gar nicht. Im zweiten Satz hatten wir die große Chance, doch auch da haben wir zu viele Fehler produziert. Es tut mir für die Mannschaft leid, sie hat alles gegeben. Das ist eine tolle Truppe. Es war ein perfektes Spiel des russischen Teams, dazu kann man sie nur beglückwünschen. Wir sind natürlich sehr enttäuscht, dass wir nicht zu den Olympischen Spielen fahren können, aber jetzt muss ich das Team auf unser nächstes Ziel ausrichten - den Grand-Prix.“

Kathleen Weiß: „Wir sind alle enttäuscht. Wenn wir dieses Spiel gewinnen wollen, müssen wir den zweiten Satz gewinnen. Wenn bei uns alles gepasst hat, konnten wir mithalten. Man darf sich gegen Russland aber keine Schwächephasen leisten.“

Margareta Kozuch: „Es ist gegen Russland wichtig, dass der Angriff aus der eigenen Annahme steht, sonst wird es sehr schwer gegen sie. Man hat immer den Druck aus der Annahme zu punkten, weil sie ihrerseits kaum Fehler machen. Wir hatten das Feuer und den Willen und haben uns auch noch im dritten Satz über die Punkte gefreut.“

Angelina Grün, Spielführerin Deutschland: „Ein paar Tränen sind schon geflossen und es werden auch wohl noch mehr werden, schließlich haben wir das sportliche Highlight Nr. 1 verpasst. Ich denke uns hat in diesem Turnier zum einen die Erfahrung und zum anderen die Konstanz gefehlt. Das muss sich in Zukunft ändern. Wir sollten einfach viel mehr Spiele gegen hochklassige Gegner bestreiten, um langfristig auf so ein hohes Level kommen zu können, um Teams wie Russland zu schlagen.“

Giovanni Caprara, Coach Russland: „Ich bin sehr stolz auf mein Team, weil wir heute ein Glanzvorstellung gezeigt haben. Unser Wille und Einsatz war heute überragend. Wenn mein Team in einer solchen Verfassung spielt, dann wird es für jeden Gegner auf der Welt sehr schwer sein uns zu schlagen.“

Liubov Shashkova, Spielführerin Russland: „Wir hatten uns sehr genau auf dieses Spiel vorbereitet und haben es auch geschafft alles effektiv umzusetzen. Unser Aufschlag und Block war heute hervorragend und der Schlüssel zu diesem klaren, verdienten Sieg.“

Heike Beier, deutsche Nationalspielerin: „Wir hatten heute keine Chance, Russland war uns in allen Bereichen überlegen. Vielleicht wäre das Spiel anders gelaufen, wenn wir den zweiten Satz für uns entschieden hätten, aber insgesamt muss man sich eingestehen, dass Russland heute auf einem Level höher gespielt hat als wir.“

 

 

Deutschland - DVV-News

 Sonntag, 20. Januar 2008

   

Polen trifft im Finale auf Russland

Der zweifache Europameister Polen ist Gegner von Weltmeister Russland im Finale (20. Januar um 15.30 Uhr) der europäischen Olympia-Qualifikation: Polen bezwang in einem hochklassigen Halbfinale Serbien mit 3:1 (22-25, 25-18, 25-22, 25-22), die Serbinnen haben beim abschließenden Olympia-Qualifikationsturnier noch die Chance, sich für Peking zu qualifizieren. Punktbeste Spielerinnen waren Malgorzata Glinka-Mogental (16), Anna Baranska und Katarzyna Skowronska-Dolata (je 15) bei Polen sowie Ivana Djerisilo-Stankovic (15) und Jelena Nikolic (14) bei Serbien.

Startformation Serbien: Jovana Brakocevic, Brizitka Molnar, Vesna Citakovic, Maja Ognjenovic, Jelena Nikolic, Aleksandra Avramovic, Suzana Cebic
Startformation Polen: Skowronska-Dolata, Anna Baranska, Katarzyna Gajgal, Milena Saruek, Malgorzata Glinka-Mogentale, Eleonora Dziekiewicz, Mariloa Zelik

Phantastische Stimmung im GERRY WEBER STADION, die polnischen und serbischen Fans liefern sich schon vor der Partie Schlachtgesänge. Polen erwischt mit einer glänzend aufgelegten Skowronska den besseren Start (5,2, 8-4), doch das serbische Team geht nach einer sensationellen Abwehr von Libero Cebic und dem anschließenden Punkt von Djerisilo erstmals in Führung (14-15). Als Skowronska einen Lob an die Antenne setzt, nimmt ihr Trainer Marco Bonitta eine Auszeit (15-18). Die Serbinnen nutzten diese Schwächephase konsequent und setzten sich auf 18-23 ab. Zwei Satzbälle wehrten die Polinnen ab, den dritten versenkte Molnar für den Vize-Europameister (22-25).

Polen erwischt abermals den besseren Start und lag nach druckvollen Aufschlägen von Skowronska und Barnak mit 7-3 vorne. Der polnische Block um Liktoras und Dziekiewicz war nun hellwach und antizipierte die Pässe von Ognjenovic glänzend (11-5). Dieser Vorsprung wurde weiter ausgebaut (16-8) und führte zum Satzausgleich (25-18).

Nach ausgeglichenem Beginn setzte sich Serbien mit 6-11 ab. Der Grund: Der serbische Block um die Mittelblockerinnen Citakovic und Veljkovic packte zu, Skowronska war gleich dreimal das „Opfer“. Bonitta wechselte die Zuspielerinnen, Skorupa kam für Sadurek, und Polen kam heran (12-14). Nach einem Block der eingewechselten Podolec, einem Angriffsfehler von Nikolic sowie einem Diagonalangriff Glinkas hatte Polen den Rückstand in eine Führung umgewandelt (19-18). Zwei Blockpunkte gegen Djerisilo führten schließlich zu Satzbällen, Podolec verwertete den zweiten (25-22).

Serbiens Zoran Terzic wechselte seine Diagonalspielerinnen, Brakocevic kam für Djerisilo – der Start verlief völlig ausgeglichen (8-7). Als Podolec einen Angriff im serbischen Feld unterbrachte und Molnar den Ball ins aus setzte, lag der zweifache Europameister erstmals mit drei Zählern in Führung (15-12). Doch Serbien gab sich nicht geschlagen, glich nach einem Podolec-Fehler aus und ging kurze Zeit später gar in Front (18-20). Dann folgte jedoch ein 5:1-Lauf der Polinnen, die Block und Abwehr stark agierten (23-21). Baranska sorgte für Matchbälle und verwandelte gleich selbst den ersten zum Finaleinzug (25-22).

Stimmen zum Spiel

Zoran Terzic, Coach Serbien: „Polen war heute besser, so wie es das Ergebnis auch aussagt. Der Vorteil des polnischen Teams ist einfach, dass sie über sehr starke Ersatzspielerinnen verfügen und so trotz Wechsel immer auf einem hohen Level agieren können. Wir haben jetzt noch eine Chance uns für die Olympischen Spiele zu qualifizieren und ich bin mir sicher, dass wir Polen in Peking wieder sehen werden.“

Vesna Citakovic, Spielführerin Serbien: „Es war ein sehr gutes Spiel von beiden Teams, bei dem nur Details über den Sieg entschieden haben. Wir haben in ein paar wichtigen Situationen eben mehr leichte Fehler gemacht und deswegen das Spiel am Ende verloren. Aber ich bin mir dennoch sicher, dass wir uns noch für Peking qualifizieren werden.“

Marco Bonitta, Coach Polen: „Wir haben heute ein sehr gutes Spiel gemacht und ich bin wirklich zufrieden mit meinem Team. Es hat sich heute gezeigt, dass wir nicht nur sechs oder sieben gute Spielerinnen haben, sondern zwölf, was ein enormer Vorteil ist. Morgen ist Russland der Favorit, aber wir haben heute, obwohl wir sehr gut gespielt haben, nur 80% unseres Leistungsvermögens gezeigt. Wenn wir morgen noch zulegen können, ist alles möglich.“
Milena Rosner, Spielführerin Polen: „Heute war es natürlich ein wichtiges Spiel für uns, und natürlich freue ich mich über den Sieg, aber morgen gilt’s erst recht. Da heißt es dann: Sein oder nicht sein!“

 

 

Deutschland - DVL-News

 Sonntag, 20. Januar 2008

   www.volleyball-bundesliga.de

Allianz Volley Stuttgart beim TV 05 Wetter

Allianz Volley Stuttgart reist am Samstag in´s Oberhessische nach Wetter. Trotz der Tabellensituation des Aufsteigers TV 05 Wetter (Tabellenletzter) nimmt das Team von Alex Waibl das Spiel sehr ernst. Wie gewohnt werden also die Allianz Volley Stuttgart Damen konzetriert und agressiv von Anfang an das Spiel bestreiten und versuchen, Punkt für Punkt und Satz für Satz zu gewinnen.

 

 

Deutschland - Sport1.de

 Sonntag, 20. Januar 2008

   www.sport1.de

von Hagen trainiert Rhein-Main Volley

Thilo von Hagen wird neuer Trainer von Rhein-Main Volley.

 

 © 1999-2007 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Magazin von Peter Neese und Dennis Wenzel