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 Sonntag, 04. Januar 2009 

Volleyball der kuriosen und furiosen Art
U19 männlich: 2:1-Siege gegen Österreich

Januar 2009
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Deutschland - DVL-News

 Sonntag, 04. Januar 2009

  www.volleyball-bundesliga.de

Volleyball der kuriosen und furiosen Art

Salvador Hidalgo Oliva bekam das Grinsen nicht aus dem Gesicht: “Ich schaff’ heute 130 Stundenkilometer mit meinem Aufschlag, versprochen.” Der gebürtige Kubaner, Außenangreifer der Netzhoppers Königs Wusterhausen, hatte schon vor dem ersten Ballwechsel seinen Spaß am zweiten DVL Allstar Day. Und darum ging es letztlich. Die von den Volleyball-Fans nominierten Allstar Teams Nord und Süd, Frauen und Männer, aus den 1. Ligen, boten im Düsseldorfer Burg-Wächter Castello Volleyball der ungewöhnlichen Art, wie man es nie zu sehen bekommt. Dass nach neun Sätzen die Nord-Auswahlen mit 5:4 gewonnen hatten und vom DVL-Vorsitzenden Michael Evers als DVL Allstar Sieger 2009 ausgezeichnet worden, war der Schlusspunkt des mehrstündigen Spektakel. Eins, dass nicht nur den 1980 Zuschauern, sondern auch den Bundesligastars gefallen hat. “Es hat irre Spaß gemacht”, sagte Georg Grozer vom VfB Friedrichshafen. “Sowas erleben wir ja nicht alle Tage.”

Der Jung-Nationalspieler Grozer gehörte dabei zu den auffälligsten Akteuren des Abends. In den Einzel-Contests holte er sich den Titel als Spiking Champion und als Hardest Hitter. Gerade hier hatte ihn Salvador Hildago Oliva als aktuelle Nummer eins der Aufschlagstatistik der Liga übertrumpfen wollen: “Ich will Georg wenigstens ein bisschen ärgern.” Geklappt hat es nicht, statt bei 130 wurde sein schnellster Aufschlag mit 109 Stundenkilometern gemessen, und damit war er langsamer als Grozer (111 km/h). Grozer sorgte zudem mit seiner urgewaltigen Kraft als Angreifer für Raunen unter den Zuschauern. Nur knapp verpasste er es, mit dem Ball in der 12,50 m hohen Halle, per Boden-Decke-Schlag das Hallendach zu treffen.

Die übrigen Contests gewannen Patrick Steuerwald (Generali Haching) und Mareen Apitz (Dresdner SC) als Goldfinger, Anika Brinkmann (USC Münster) als Goal Hitter und Karla Borger (Allianz Volley Stuttgart) als Defense Champion.

Schon während der Zusatzwettbewerbe, in die die Zuschauer integriert waren, da mitunter die Lautstärke ihres Applauses ausschlaggebend war, boten die Spieler die ersten einer langen Reihe von Kabinettstückchen. Im Wettbewerb der Goal Hitter stellten sich Jan Günther und Sebastian Prüsener als lebende Zielscheibe zur Verfügung und Maja Adam Ilic (VfB Suhl) sowie Regina Burchardt (Rote Raben Vilsbiburg) versuchten mit verbundenen Augen, ihre Aufschläge übers Netz zu bringen, was teils sogar gelang.

Mit dem gleichen Vergnügen ging es dann im Duell der Allstar Teams gegeneinander weiter. Wenn es bei einem Männer-Team im Spielfluss hakte, wurde eine Frau eingewechselt, und anders herum genauso. Nord-Männer-Trainer Michael Warm telefonierte zwischenzeitlich mit dem ersten Schiedsrichter, um ihn zu beeinflussen. Oder es schnappten sich in Auszeiten die Nord-Männer die Pompons der Düsseldorfer Cheerleader The Pantherettes und übernahmen deren Aufgabe, die Zuschauer zu animieren.

Der Spaß blieb Trumpf bis zum letzten Ballwechsel und nach fast fünf Stunden Volleyball-Spektakel zog DVL-Geschäftsführer Thorsten Endes ein positives Fazit: “Die Erweiterung der Allstar-Konzeptes durch die Hinzunahme der Frauen-Bundesliga hat sich voll gelohnt. Wir werden auf jeden Fall 2010 den dritten DVL Allstar Day bieten.”

Ergebnisse des DVL Allstar Matches
1. Satz: Männer Nord gegen Männer Süd  13:15
2. Satz: Frauen Nord gegen Frauen Süd    15:4
3. Satz: Männer Nord gegen Männer Süd  15:13
4. Satz: Frauen Nord gegen Frauen Süd    15:17
5. Satz: Männer Nord gegen Männer Süd    9:15
6. Satz: Frauen Nord gegen Frauen Süd    13:15
7. Satz: Männer Nord gegen Männer Süd  15:12
8. Satz: Frauen Nord gegen Frauen Süd    15:11
9. Satz: Mixed Nord gegen Mixed Süd         8:4

Endstand: Team Nord ist nach 5:4-Sätzen DVL Allstar Sieger 2009

Most valuable Player: Steffi Lehmann (1. VC Wiesbaden) und Sebastian Prüsener (A10 Netzhoppers Königs Wusterhausen)

DVL Allstar Teams Nord
Frauen: Denise Hanke, Berit Kauffeldt (beide Schweriner SC), Stephanie Vollé, Kerstin Ahlke, Anke Borowikow, Anne Friedrich (alle NA.Hamburg), Donata Huebert, Maren Brinker, Nadia Schaus (alle TSV Bayer 04 Leverkusen), Esther Stahl (Alemannia Aachen), Anika Brinkmann (USC Münster)
Trainer: Dirk Sauermann (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Männer: Sebastian Kühner, Heriberto Quero, Malte Holschen, Felix Isaak (alle evivo Düren), Gergely Chowanski (Wuppertal TITANS), Sebastian Prüsener, Matthias Böhme, Salvador Hidalgo Oliva (alle A10 Netzhoppers Königs Wusterhausen), Marcus Böhme, Dirk Westphal (beide SCC Berlin), Ivan Perez (Moerser SC)
Trainer: Michael Warm (SCC Berlin)

DVL Allstar Teams Süd
Frauen: Mareen Apitz, Tesha Harry (beide Dresdner SC), Katharina Stauß, Karla Borger (beide Allianz Volley Stuttgart), Lenka Dürr, Katja Wühler, Regina Burchardt, Tsvtelina Zarkova  (alle Rote Raben Vilsbiburg), Hong Pan, Steffi Lehmann (beide 1. VC Wiesbaden), Maja Adam Ilic (VfB Suhl), Mandy Sohr (Fighting Kangaroos Chemnitz)
Trainer: Guillermo Gallardo (Rote Raben Vilsbiburg)
Männer: Patrick Steuerwald, Max Günthör, Marco Liefke, Eugen Bakumovski, Sebastian Schwarz (alle Generali Haching), Lukas Kampa, Markus Steuerwald, Sung-Min Moon, Georg Grozer (alle VfB Friedrichshafen), Jan Günther (VC Leipzig), Lukas Bauer (SG Eschenbacher Eltmann), Matthias Pompe (EnBW TV Rottenburg)
Trainer: Mihai Paduretu (Generali Haching)

Goldfinger (Zielpritschen/zwei Durchgänge)
Frauen
1. Mareen Apitz (Dresdner SC)     12 Punkte
2. Katharina Stauß (Allianz Volley Stuttgart)  11 Punkte
3. Denise Hanke (Schweriner SC)/Stephanie Vollé (NA.Hamburg) je 9 Punkte

Männer
1. Patrick Steuerwald (Generali Haching) 17 Punkte
2. Sebastian Kühner (evivo Düren) 16 Punkte
3. Gergely Chowanski (Wuppertal TITANS) 13 Punkte
4. Lukas Kampa (VfB Friedrichshafen) 11 Punkte

Spiking Champion (Spektakulärster Angreifer/zwei Durchgänge)
1. Georg Grozer (VfB Friedrichshafen) 205 Dezibel
2. Heriberto Quero (evivo Düren) 196 Dezibel
3. Matthias Pompe (EnBW TV Rottenburg) 193 Dezibel
4. Salvador Hidalgo Oliva (A10 Netzhoppers Königs Wusterhausen)/
   Sung-Min Moon (VfB Friedrichshafen) beide je 191 Dezibel

Hardest Hitter (Härteste Sprungaufschläger)
1. Georg Grozer (VfB Friedrichshafen) 111 km/h
2. Salvador Hidalgo Oliva (A10 Netzhoppers Königs Wusterhausen) 109 km/h
3. Matthias Böhme (A10 Netzhoppers Königs Wusterhausen) 90 km/h
4. Marcus Böhme (SCC Berlin) 89 km/h
5. Jan Günther (VC Leipzig) 87 km/h

Goal Hitter (Zielaufschläge/zwei Durchgänge)
1. Anika Brinkmann (USC Münster) 50 Punkte
2. Regina Burchardt (Rote Raben Vilsbiburg)/
    Maren Brinker (TSV Bayer 04 Leverkusen) je 20 Punkte
4. Maja Adam Ilic (VfB Suhl) 10 Punkte

Defense Champion (Spektakulärste Abwehraktion/zwei Durchgänge)
1. Karla Borger (Allianz Volley Stuttgart) 237 Dezibel
2. Anika Brinkmann (USC Münster) 233 Dezibel
3. Lenka Dürr (Rote Raben Vilsbiburg) 219 Dezibel
4. Donata Huebert (TSV Bayer 04 Leverkusen) 213 Dezibel

 

 

Deutschland - DVV-News

 Sonntag, 04. Januar 2009

  

U19 männlich: 2:1-Siege gegen Österreich

Kurz vor dem Jahreswechsel absolvierte die männliche Jugend-Nationalmannschaft (Jahrgang 1991/92) drei Länderspiele gegen Österreich. In Wien siegte die deutsche Mannschaft zweimal, einmal musste sich das Team von Bundestrainer Stewart Bernard geschlagen geben. Die Spiele und der Lehrgang dienten als Vorbereitung auf die EM-Qualifikation in Gabrovo/Bulgarien (8.-11. Januar, Gegner sind dort Rumänien, Ungarn, Türkei und Bulgarien). Den letzten Schliff erhält die Mannschaft in zwei Länderspielen gegen die Tschechische Republik am 3. Januar (Zwickau um 16.00 Uhr) und 4. Januar (Oelsnitz um 15.00 Uhr).

In Wien gelang zunächst ein 3:2-Sieg (26-2, 17-25, 23-25, 25-20, 15-5), im zweiten Spiel musste sich die deutsche Mannschaft den Gastgebern nach fünf Sätzen (23-25, 25-11, 23-25, 25-16, 10-15) geschlagen geben. Den dritten Vergleich entschied der deutsche Nachwuchs mit 3:0 (25-15, 25-19, 25-13) deutlich für sich. Während die Leistung in den ersten zwei Spielen als sehr wechselhaft zu bezeichnen war, gab es in der dritten Partie eine deutliche Leistungssteigerung.

Der deutsche Kader: Till Theißen, Christian Carter (beide Volleyball-Internat Frankfurt), Georg Klein, Björn Höhne, Philipp Jankowski, Rene Stadie, Jan-Philipp Marks (alle VC Olympia Berlin), Patrick Speta (Volley YoungStars Friedrichshafen), Felix Quecke (VV Humann Essen), Aurel Grieshammer, Julius Höfer (beide VC Olympia Kempfenhausen), Benjamin Dollhofer (TV Bühl)

 

 © 1999-2007 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Magazin von Peter Neese und Dennis Wenzel