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Volleyball aktuell in Fernsehen und Rundfunk
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Montag, 09. März 2009 |
Krimi pur: Vilsbiburg 3:2 gegen Dresden
9000 Fans hatten auf einen Krimi gehofft und sie bekamen ihn: Im Pokalfinale 2009 zwischen dem Dresdner SC und Rote Raben Vilsbiburg dauerte es fünf spannende Sätze lang, bis der Sieger feststand: Mit 25:22, 25:23, 16:25, 18:25 und 15:12 gewannen zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte die Roten Raben Vilsbiburg den DVV-Pokal. Ab 10:10 im Tiebreak hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Alle standen auf und sorgen für eine Gänsehautatmosphäre. Vilsbiburgs Spielführerin Regina Burchardt sagte: „Wir haben das auf dem Feld gespürt und es war einfach einzigartig.”
Für Dresden endete damit auch der zweite Versuch nach 2006, im GERRY WEBER STADION im ostwestfälischen Halle zu triumphieren, mit einer Niederlage. Der nach der Saison scheidende Trainer Arnd Ludwig, der dann die kanadische Frauen-Nationalmannschaft trainieren wird, sagte: „Vielleicht gelingt es mir, das Pech mitzunehmen, damit es Dresden hier endlich einmal schaffen kann, den Pokal zu holen.”
Immerhin durften sich Ludwig und sein Team damit trösten, für das erste Fünf-Satz-Finale und auch das mit 126 Minuten Spielzeit längste Endspiel der letzten vier Jahre in Halle gesorgt zu haben. Denn nach zwei Sätzen deutete alles auf ein 3:0 für die Roten Raben hin. Dresden schaffte es nie, seine Nervosität abzulegen und leistete sich viele einfache Fehler, auch im Aufschlag. Ludwig: „Wir haben aber auch die Devise ausgegeben, mit vollem Risiko zu schlagen. Sonst kann man gegen Vilsbiburg nicht gewinnen.” Im 2. Satz hatten die Sachsen mit 11:7 die Nase vorn, verspielten aber den Satzgewinn: „Leider haben wir den Sack nicht zu gemacht”, sagte Ludwig.
Zwei Sätze später sah die Welt wieder besser aus, Dresden hatte ausgeglichen und Vilsbiburg schien zu wackeln. Doch der Deutsche Meister 2008 und aktuelle Bundesliga-Spitzenreiter zeigte sich mental stark. „Wir wollten hier unbedingt gewinnen”, sagte Raben-Zuspielerin Nadja Jenzewski, „und haben uns vor dem letzten Satz noch einmal zusammengerissen.” Der Lohn war eine schnelle 5:0 Führung für die Niederbayern. Dresden glich zwar noch zum 10:10 aus, doch mit dem zweiten Matchball zum 15:12 fiel die Entscheidung zu Gunsten der Raben aus. Dresdens Angreiferin Saskia Hippe hatte ihren Aufschlag ins Netz geschlagen. Tröstende Worte fand die Vilsbiburgerin Katja Wühler für ihre beste Freundin Kerstin Tzscherlich, Libero beim DSC: „Für mich ist es einfach nur geil, gewonnen zu haben. Aber ich leide auch mit Kerstin mit.” Sprach’s und drückte ihrer weinenden Freundin einen dicken Kuss auf die Backe.
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Montag, 09. März 2009 |
3:1 gegen Moers
Westfalenland in Bayern-Hand: Knapp zwei Stunden nach dem Pokalsieg der Roten Raben Vilsbiburg holte auch Generali Haching im GERRY WEBER STADION in Halle/Westfalen den Titel als Pokalsieger 2009. Gegen den Moerser SC benötigten die Münchner vier Sätze (25:17, 19:25, 25:17, 25:18) in 96 Minuten Spielzeit, um ihren ersten nationalen Titel in der Hachinger Vereinsgeschichte verbuchen zu können. Den dicksten Brocken hatten sie im Halbfinale mit dem VfB Friedrichshafen aus dem Weg geräumt, in Halle konnten sie auch nicht von den Moerser Adlern aufgehalten werden. Angreifer Sebastian Schwarz, dem es vorbehalten den Matchball mit einem wuchtigen Angriffsschlag über die Position vier zu verwandeln, sagte: „Wir hatten uns ganz fest vorgenommen, diesen Sieg zu holen. Hoffentlich ist es der Beginn einer Reihe von vielen Titeln.”
Endspielkontrahent Moers hatte kurzfristig auf Libero Nikola Rosic verzichten müssen, der wegen einer Rückenverletzung nicht antreten konnte. Nach einem deutlichen 17:25 im ersten Satz kam das Team von Trainer Georg Grozer aber besser ins Spiel und holte sich Satz zwei fast ebenso klar. Doch dann setzten sich die Bayern, angetrieben von ihrem flinken Zuspieler Patrick Steuerwald, mächtig in Szene und waren nicht mehr zu stoppen. „Natürlich ist es schwer, ohne Libero zu spielen”, sagte MSC-Zuspieler Roland Rademaker, „aber ich glaube, dass Nikola heute der traurigste Spieler bei uns ist, weil er uns nicht helfen konnte.” Hachings Spielführer Marco Liefke sagte: „Ohne Libero ist ein echtes Handicap, das tut mir leid für die Jungs.” Über die Leistung seines eigenes Teams sagte er: „Wir sind mit großer Zuversicht hier her gekommen und haben bewiesen, dass das nicht nur Glück war.” Sein Trainer Mihai Paduretu freute sich über ein perfekt vorbereitetes Team: „In der ganzen Woche zuvor war nie was von übergroßer Nervosität zu spüren. Ich war überzeugt, dass das heute klappt.”
Für Moers, Pokalsieger 1991 und 1993, war es der dritte erfolglose Auftritt im GERRY WEBER STADION nach 2006 und 2007. Für Haching war es die zweite Finalteilnahme, 2003 hatten die Münchner gegen den VfB Friedrichshafen verloren. Nun sind sie endlich am Ziel, angetrieben von mehr als 1000 Fans aus Süddeutschland. Vilsbiburger und Hachinger Fans hatten sich unter dem Motto „Mia samma dabei” zu einer großen Koalition zusammen geschlossen. Aus Moers waren rund 700 Fans unter den insgesamt 9000 Zuschauern. „So etwas Tolles habe ich in Deutschland noch nicht erlebt”, sagte Patrick Steuerwald. Für Michael Evers, dem Vorsitzenden der Deutschen Volleyball-Liga, ist das Pokalfinale mit den Frauen- und Männer-Teams in Halle eine perfekte Kombination: „Das ist die ideale Bühne für den deutschen Volleyballsport.”
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Montag, 09. März 2009 |
Volleyball Award 2009 für Frank Leuthäußer
In einem würdigen Rahmen ist am Samstag zum vierten Mal der Volleyball Award verliehen worden. Bei einer Volleyball Gala im GERRY WEBER Sportpark Hotel im ostwestfälischen Halle wurde der Ehrenpreis an Frank Leuthäußer aus Gotha verliehen. Leuthäußer erhielt den Preis für sein Engagement und seine Verdienste im Volleyballsport als langjähriger internationaler Schiedsrichter. Der 51-Jährige, im Hauptberuf Diplom-Bauingenieur, hat in seiner Karriere an drei Olympischen Spielen (1996 in Atlanta, 2004 in Athen, 2008 in Peking) sowie an mehreren Welt- und Europameisterschaften teilgenommen und sogar Endspiele als erster Unparteiischer geleitet.
Der Volleyball Award wird seit 2006 von einer Jury aus Repräsentanten der Deutschen Volleyball-Liga, des Deutschen Volleyball-Verbandes und des Volleyball-Magazins an Persönlichkeiten verliehen, die sich mit ihrem Engagement um Volleyball verdient gemacht haben. Die bisherigen Preisträger des Volleyball Awards sind Matthias Fell (2005, Präsident des Westdeutschen Volleyball-Verbandes), Stelian Moculescu (2007, ehemaliger Männer-Bundestrainer) und Susanne Lahme (2008, frühere Nationalspielerin).
In seiner Laudatio für den Award-Empfänger sagte Professor Dr. Fred Kröger (DVV-Bundesschiedsrichterwart): „Frank Leuthäußer ist einer der besten und renommiertesten Schiedsrichter der Welt. Zudem ist er uneitel und bescheiden – einfach ein Pfundskerl.” Der Geehrte zeigte sich überwältigt: „Ich bin echt überrascht, ich dachte, ich bekomme eine Ehrennadel oder ähnliches. Mein großer Dank gilt meinen Förderern Peter Lange und Arno Herrmann sowie meiner Familie. Es ist schon erstaunlich, was meine Frau mitmachen musste.” Gleichzeitig verkündete Leuthäußer aus familiären und beruflichen Gründen seinen Abschied als internationaler Schiedsrichter, obwohl er die Altersgrenze von 55 Jahren noch nicht erreicht hat.
Die Gala bildet den Auftakt eines Fest-Wochenendes für die Volleyball-Szene, bei dem die beiden Pokalendspiele am Sonntag den Höhepunkt bilden. Um 13 Uhr stehen sich im GERRY WEBER STADION bei den Frauen der Dresdner SC und die Roten Raben Vilsbiburg gegenüber, ab 15.30 Uhr bei den Männern Generali Haching und der Moerser SC.
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Montag, 09. März 2009 |
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Rote Raben 3:2 nach dramatischen fünf Sätzen
Die Roten Raben Vilsbiburg haben zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte den DVV-Pokal gewonnen: Der amtierende Deutsche Meister siegte im GERRY WEBER Stadion in Halle/Westfalen vor 9.000 Zuschauern mit 3:2 (25-22, 25-23, 16-25, 18-25, 15-12) gegen den Dresdner SC. Dresden scheiterte damit – wie bereits 2007 (damals am Schweriner SC) – zum zweiten Mal in Halle. Punktbeste Spielerinnen der Partie waren Katja Wühler (16) und Tsvetelina Zarkova (14) für Vilsbiburg sowie Stephanie Kestner (22) und Saskia Hippe (18) für Dresden.
Startformation Dresden:
Mareen Apitz, Stefanie Karg, Grit Müller, Stephanie Kestner, Tesha Harry, Saskia
Hippe und Kerstin Tzscherlich.
Startformation Vilsbiburg: Nicole Fetting, Katja Wühler, Tsvetelina
Zarkova, Daniela Lanner Mapeli, Milagros Moy Alvarado, Regina Burchardt und
Lenka Dürr.
Wenn der Bundesliga-Tabellenführer und der punktgleiche Zweite in einem Pokalfinale aufeinander treffen, dann ist Spannung und bester Volleyballsport garantiert. So war es auch 2009. Die Roten Raben Vilsbiburg und der Dresdner SC lieferten sich ein Duell auf des Messers Schneide mit zahlreichen langen Ballwechseln. Die Spiel-Statistik und die Ballpunkte sprachen am Ende für Dresden (107:99), es jubelte jedoch der amtierende Deutsche Meister aus Bayern. Das hatte mehrere Gründe.
Dresden hatte zu Beginn der Partie mit der Nervosität zu kämpfen, die Vilsbiburgerinnen wirkten lockerer und entschlossener. Nach locker gewonnenem ersten Satz deutete im zweiten Satz alles auf den Satzausgleich hin, doch eine eklatante Aufschlagschwäche der Dresdnerinnen „schenkte“ Vilsbiburg praktisch den Durchgang. Die letzten fünf (!) Aufschläge der Mannschaft von Trainer Arnd Ludwig fanden nicht ihr Ziel, Vilsbiburg nahm dankend an. Insgesamt waren 22 Aufschläge fehlerhaft bei Dresden (bei sieben direkten Punkten), lediglich 10 bei Vilsbiburg (zwei direkte Punkte). Dresden kämpfte sich – auch dank der sensationellen Unterstützung von 1.000 Dresdner Fans – ins Spiel zurück, erwischte im fünften Satz aber einen kapitalen Fehlstart (0-5). Trotz dieses erneuten Rückschlages war es beim 10-10 abermals offen, aber Vilsbiburg blieb kühl, so punktete Zuspielerin Nadja Jenzewski beispielsweise mit einer mutigen, feinen Finte. Das Ende der Partie war etwas symptomatisch für das Dresdner Spiel: Der Aufschlag der erst 18-jährige Nationalspielerin Saskia Hippe blieb an der Netzkante hängen.
Der ausführliche Spielbericht
1. Satz:
Die Nervosität war zu Beginn spürbar (Dresdens Karg hatte gar vor dem
Einschlagen schon mit den Tränen zu kämpfen): Fetting setzte gleich den ersten
Aufschlag des Spiels ins aus, anschließend wusste auf Dresdner Seite niemand,
wer Aufschlag hat. Die Spielerinnen von Vilsbiburg fingen sich aber schnell und
machten nach einem 3-3 fünf Punkte in Folge. Vor allem die Block und Abwehr des
Bundesliga-Tabellenführers war präsent, zudem zeigten sich die Spielerinnen
kompromisslos im Gegenangriff. Ein Ass von Harry sowie zwei erfolgreiche Blocks
gegen Vilsbiburg brachten Dresden wieder heran (7-9). Als Hippe den längsten
Ballwechsel des Spiels mit einem Angriff ins Netz beendete und die
Vilsbiburgerinnen anschließend per Schnellangriff (Tsvetelina) ihre Punktchance
nutzen, nahm Dresdens Trainer Ludwig seine erste Auszeit (9-14). Zwei Punkte von
Kestner (Block und Aufschlag) ließen Dresden abermals verkürzen (13-16), bei nur
noch zwei Punkten Vorsprung nahm Gallardo eine Auszeit (16-18). Die zeigte
Wirkung, auch weil Dresden zu fehlerhaft im Aufschlag agierte. Über 19-23 holte
sich der bayerische Verein recht souverän den ersten Satz, Mapeli versenkte den
Aufsteiger (22-25).
2. Satz
Die Teams blieben unverändert, auch die zwischendurch ausgewechselte
Raben-Spielführerin Burchardt war wieder auf dem Feld. Dresden wirkte nun
befreiter und lag nach einem Hinterfeld-Angriff von Kestner vorne (4-2), dieser
Vorsprung hatte auch bei der ersten technischen Auszeit bestand (8-6). Ein Block
sowie ein erfolgreicher Angriff von Hippe schraubte den Vorsprung auf 11-7,
Gallardo wechselte mit Nadja Jenzewski (für Fetting) die Zuspielerinnen, die
sich mit einigen feinen Aktionen sowie einem Block gut einführt (15-14). Ein
Block von Burchardt gegen Hippe bringt den Ausgleich, aber Dresden kontert mit
zwei Punkten durch Harry und Kestner (18-16). Ein Angriffsfehler von Hippe (nach
schwachem Pass von Harry) bedeutet Ausgleich (20-20), die Führung können die
Raben aber bislang nicht erobern (22-21). Dann ist es soweit: ein kurzer
Sprungaufschlag von Moy bringt den Dresdner Angriffsaufbau in große
Schwierigkeiten, Müller bekommt am Ende den Ball nicht innerhalb der Antennen
über das Netz (22-23). Nach der anschließenden Auszeit serviert die Peruanerin
in Diensten der Raben ein Ass, Kestner hatte sich völlig verschätzt (22-24). Den
ersten wehrte Müller per Angriff ab, dann setzte die Außenangreiferin ihren
Aufschlag hinter die Grundlinie. Es war der fünfte (!) Dresdner Aufschlagfehler
in Folge (23-25).
3. Satz
Dresden zeigte sich ob des unnötigen Satzverlustes nicht geschockt und ging
5-3 in Führung. Im Aufschlag tat sich Dresden aber weiter schwer, das
„Zielwasser“ fehlte des Öfteren. Am Netz war die Präsenz jedoch vorhanden, Hippe
pflückte sich Burchardt im Einerblock (8-5). Die Elbstädterinnen blieben am
Drücker und lagen bei Auszeit Vilsbiburg 12-8 in Führung. Gallardo hatte bereits
zuvor Ioana Neamtanu für Burchardt eingewechselt. Zwei Blockpunkte in Serie
sowie eine im Angriff stärker werdende Harry setzen den „Lauf“ Dresdens fort
(16-11). Vilsbiburgs Trainer wechselt Burchardt zurück und bringt Fetting im
Zuspiel. Entweder diese Maßnahmen fruchten oder der Satz ist weg (19-14). Dieses
Mal gelingt dem Deutschen Meister nicht die Wende, im Gegenteil: Eine Fußabwehr
von Müller direkt ins gegnersiche Feld bringt Satzbälle en masse (24-15).
Kestner verwertet den zweiten per Einbeiner, der Jubel im Dresdner Lager ist
ohrenbetäubend (25-16).
4. Satz
„Jetzt geht´s los, jetzt geht´s los“ schallt es aus mehreren hundert
Dresdner Kehlen, die Vilsbiburger Spielerinnen machen vor dem ersten Pfiff zum
vierten Durchgang noch einen Kreis. Jenzewski zieht wieder die Fäden, aber
Dresden macht die ersten Punkte durch die starke Müller (3-1). Der Konter von
Vilsbiburg lässt nicht warten, drei Zähler in Folge bedeuten Führung (3-4). Aber
auch die Dresdnerinnen schlagen prompt zurück und liegen bei der technischen
Auszeit knapp vorne (8-7). Beide Seiten punkten nun konstant und konsequent aus
der eigenen Annahme, ehe sich Karg ihr Gegenüber Burchardt im Einerblock packt
(13-10). Als Karg zum 14-10 vollstreckt, gibt es abermals den Zuspieler-Wechsel
auf Seiten Vilsbiburgs, Fetting kommt. Aber die Dresdnerinnen, vor allem die
Außenangreiferinnen Kestner und Müller, sind nun weitaus besser und
erfolgreicher in der Partie als zu Beginn und punkten beständig (16-13). Dresden
bleibt vorne, auch der Wechsel von Loraine Henkel (für Mapeli) ändert nichts
daran (19-15). Als die eingewechselte Friederike Thieme per Angriff und Hippe
per Aufschlag punktet, „riecht“ es gewaltig nach Entscheidungssatz (21-16). Auf
23-16 wächst der Vorsprung, Satzbälle heißt es, als Nemtanu ihren Angriff weit
verzieht (24-18). Thieme sorgt für einen Aufschrei im Dresdner/Moerser-Fanblock
– Satzausgleich und finaler Satz (25-18).
5. Satz
Vilsbiburg macht die ersten drei Zähler im fünften Durchgang, weil die
Annahme der Dresdnerinnen „schwimmt“ und Müller zwei schwierige Angriffe nicht
fehlerfrei über das Netz bringt – Auszeit (0-3). Die starke Aufholjagd der
Dresdnerinnen scheint nicht belohnt zu werden, kein Ball geht auf den Boden der
Vilsbiburgerinnen, die mit starken Aktionen den Vorsprung ausbauen (0-5). Dann
klappt es plötzlich und gleich dreifach: Hippe und zweimal Kestner punkten und
zwingen Vilsbiburg zur Auszeit (3-5). Der Dreierblock Vilsbiburgs stoppt Müller
aus dem Rückraum (3-6), dann verzieht Moy eine gute Punktchance. Statt
Vier-Punkte-Führung bleibt es eng (4-6). Dann aber doch „big point“ für
Vilsbiburg, als Harry ihren Aufsteiger über den Block weit ins aus zieht, werden
mit 5-8 die Seiten gewechselt. Der Doppelblock Wühler/Tsvetelina packt direkt im
Anschluss gegen Kestner zu und veranlasst Ludwig zu seiner zweiten Auszeit
(5-9). Vilsbiburg hat vier Punktchancen, um auf 5-10 zu erhöhen, jedes Mal wehrt
die gegnerische Block- und Feldabwehr sensationell ab, und schließlich ist es
Kestner, die mutig versenkt (6-9). Wühler, die Ex-Dresdnerin punktet per
Diagonalangriff zum 6-10, ehe ein Fußfehler Wühlers sowie zwei Schnellangriff
Harrys den Anschluss bringen – Auszeit Vilsbiburg (9-10). Abermals Harry per
Aufsteiger bringt den Ausgleich (10-10), die Führung gelingt nicht, weil der
Aufschlag Kestners um Zentimeter hinter das Feld fliegt. Jenzewski bleibt
„eiskalt“ und bringt mit einer überraschenden Finte ihren Klub abermals in
Front. Nach einem Missverständnis zwischen Apitz und Thieme haben die Raben zwei
Punkte Vorsprung, ein ungenaues Zuspiel von Apitz bedeutet Matchbälle für die
Raben (11-14). Zwei Chancen vergeben die Raben, dann punktet Müller per
Pritscher (12-14). Ein Fehlaufschlag von Hippe bedeutet Sieg Vilsbiburg und
einen Jubelkreis der in blau gekleideten Bayerinnen (12-15). Es ist nach der
Deutschen Meisterschaft im vergangenen Jahr der zweite Titelgewinn für
Vilsbiburg.
Stimmen zum Spiel
Arnd Ludwig (Trainer Dresden): „Wir haben nicht gut ins Spiel gefunden. Nachdem wir die Sätze drei und vier gewonnen hatten, mussten wir im fünften immer einem Rückstand hinterher laufen. Das konnten wir daher nicht mehr schaffen. Das war allerbeste Werbung für den Volleyball, stellenweise bot das Finale erstklassigen Sport.“
Mareen Apitz (Spielerin Dresden): „Wir hatten unsere Chancen, aber wir haben einfach zu viele Aufschlagfehler gemacht, das passte einfach nicht. Wir haben den Start in den fünften Satz verpatzt, bei 10-10 waren wir aber wieder dran. Wir waren zu Beginn nervös, aber es war nicht so schlimm wie 2007.“
Guillermo Gallardo (Trainer Vilsbiburg): „Wichtig war für uns zu gewinnen, das haben wir geschafft. Meine Mannschaft hat immer gekämpft. In den entscheidenden Situationen waren wir besser.“
Nadja Jenzewski (Spielerin Vilsbiburg): „Es ist ein wahnsinnig gutes Gefühl. Ganz realisieren kann ich es noch nicht, wahrscheinlich fängt das erst nach dem Duschen und der ersten Flasche Sekt an. Die Nervosität ist natürlich da, es ist ein wichtiges Spiel, ein Saisonhöhepunkt und eine Riesenkulisse. Vor dem letzten Satz haben wir uns nochmals gegenseitig motiviert – wir wollten Spaß haben.“
Regina Burchardt (Spielführerin Rote Raben Vilsbiburg): „Es war eine fantastische Stimmung hier. Alles war in rot, unseren Vereinsfarben gehalten, das war sehr schön. Wir sind sehr glücklich gewonnen zu haben.“
Anna Nowakowska (Spielführerin Dresdner SC): „Die Atmosphäre und die Fans waren einfach unglaublich. Wir wollten uns besser als von vor zwei Jahren präsentieren, doch das hat mit dieser Niederlage nicht geklappt.“
Michael Evers (DVL-Vorsitzender): „Das Gerry Weber Stadion ist die Bühne, die der deutsche Volleyball braucht. Die Stimmung war sensationell gut. Auch in den nächsten Jahren nimmt uns das Highlight keiner mehr.“
Werner von Moltke (DVV-Präsident): „Das war ein hochkarätiges Endspiel. Wir haben wieder viele Emotionen gesehen, mal traurige, mal freudige. Das war mal wieder in Halle Werbung pur. Jeder Zuschauer auf den Rängen war begeistert.“
Horst Erpenbeck (Marketingleiter GERRY WEBER Management & Event OHG): „Wir danken den Teams für tollen Volleyballsport. Es ist eine Freude für uns, die DVV-Pokalfinals austragen zu können.“
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Montag, 09. März 2009 |
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Haching bejubelt ersten Titel der Vereinsgeschichte
Generali Haching hat zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den DVV-Pokal und den ersten Vereinstitel überhaupt gewonnen: Der aktuelle Bundesliga-Zweite siegte im GERRY WEBER Stadion in Halle/Westfalen vor 9.000 Zuschauern mit 3:1 (25-17, 19-25, 25-17, 25-18) gegen den Moerser SC. Moers scheiterte damit – wie bereits 2006 und 2007 (damals jeweils am VfB Friedrichshafen) – zum dritten Mal in Halle. (Spielstatistik liegt leider aufgrund technischer Probleme nicht vor).
Startformation Haching:
Patrick Steuerwald, Marco Liefke, Sebastian Schwarz, Eugen Bakumovski, Armin
Dewes, Max Günthör, Ferdinand Tille
Startformation Moers: Roland Rademaker, Szalai Szabolcs, Ivan Perez,
Renzo Verschuren, Tim Broshog, Joram Maan
Auf Seiten des Moerser SC vermisste man ein andersfarbiges Trikot! Der serbische Weltklasse-Libero Nikola Rosic konnte aufgrund von Rückenproblemen nicht spielen - ein herber Verlust für Moers. Trainer Georg Grozer entschied sich, gänzlich auf einen Libero zu verzichten, was gravierende Umstellungen im Annahme- und Abwehrriegel nach sich zog. Moers ließ sich davon zunächst überhaupt nicht beeindrucken, sondern agierte mit vielen Emotionen und gekonntem Angriffsspiel. Haching blieb jedoch ruhig und wartete ab. Doch der leichte Gewinn des ersten Satzes schien für die Hachinger „Gift“ zu sein, denn im zweiten Satz war es Moers, das sich besser präsentierte und zudem von Fehlern der Hachinger profitierte. Der blendende Start in den dritten Satz ließ beim Favoriten aus Bayern jedoch keine weiteren Zweifel aufkommen, auch wenn Moers nochmals verkürzen konnte. Letztlich war die Überlegenheit der Hachinger in der Annahme, aber auch am Netz, ausschlaggebend für den Erfolg. Die Mittelblocker Max Günthör und Armin Dewes hatten die deutliche Netzhoheit, zudem zog Zuspieler Patrick Steuerwald geschickt und variabel die Fäden.
Der ausführliche Spielbericht
1. Satz
Völlig ausgeglichen beginnt das Pokalfinale der Männer: Sowohl Moers als
auch Haching punkten aus der Annahme, auch, weil die Spieler zunächst ihren
Aufschlagrhythmus suchen müssen und noch einige Fehler beim ersten Ball
produzieren (6-6). Moers, das auf seinen Libero Nikola Rosic wegen einer
Rückenverletzung verzichten muss, hält mit Emotionen und guter Block- und
Feldabwehr dagegen. Bis zum 14-16 hat die Moerser Herrlichkeit Bestand, dann
übernimmt Haching das Kommando: Vor allem der Mittelblock mit Günthör und Dewes
packt einige Male energisch zu, die Führung wechselt (17-16) und wird Punkt um
Punkt ausgebaut, weil die MSC-Angreifer keinen Ball mehr auf den Boden bekommen
(24-16). Ein Aufschlagfehler von Broshog beendet den ersten Durchgang.
2. Satz
Haching nimmt den Schwung aus dem ersten Satz mit in den zweiten und legt
einen 4:1-Blitzstart hin. Vor allem Liefke punktet mit Aufschlag und Angriff.
Aber Moers kämpft und gleicht nach Ass von Maan und Fehler Liefke heran (7-7).
Beim 10-11 geht Moers gar in Führung, Perez schlägt geschickt den Block an. Als
sein Mitspieler Maanvon dem starken Aufschlag des Puerto Ricaners profitiert,
erhöht Außenseiter Moers weiter (11-13). Zwei Angriffsfehler von Liefke und
Bakumovski bringen den niederrheinischen Verein mit einer 12-16 Führung in die
zweite technische Auszeit. Broshog vergibt die große Chance, auf 19-13, als er
das Blockduell gegen den 23 Zentimeter kleineren Steuerwald verliert. Aber Moers
bleibt am Drücker (15-20), weil Haching zu viele Fehler im Aufschlag produziert
und sich somit selbst die Chance nimmt, zu verkürzen. Broshog und Perez erhöhen
mit zwei Blockzählern weiter, der Satzausgleich rückt näher (15-22).
Außenangreifer Perez holt Satzbälle in Reihe, Hachings Trainer Mihai Paduretu
wechselt mit Dejan Stankovic (für Schwarz) nocheinmal aus (17-24). Letztlich
sorgt ein Angriffsfehler von Liefke für den fälligen Satzausgleich (19-25).
3. Satz
Der Satzverlust schockt Haching keineswegs, im Gegenteil, die Bayern
scheinen wach gerüttelt. Nationalspieler Günthör sorgt mit seinen
Sprung-Flatteraufschlägen für viel Druck, den Rest erledigt die Block- und
Feldabwehr (6-1). Nach einem Missverständnis auf Seiten der Hachinger verkürzt
Moers auf 7-4, ehe der Fehlaufschlag von Perez beide Teams in die technische
Auszeit führt (8-4). Moers geht weiter hohes Risiko im Aufschlag, um es der
eigenen Block- und Feldabwehr einfacher zu machen. Dabei unterlaufen jedoch (zu)
viele Aufschlagfehler, die leichte Punktgewinne für Haching bedeuten (11-7).
Szalai verbaggert einen einfachen „Dankeball“ und vergibt somit die Möglichkeit,
weiter Boden gut zu machen (12-9). Dann ist Moers wieder dran, weil der
Doppelblock gegen den 2,12 Meter großen Schnellangreifer Dewes zupackt (12-11).
Erneut hat der Ungar Szalai eine unglückliche Aktion, als er übermotiviert über
das Netz greift. Mit vier Punkten Vorsprung gehen die Bayern schließlich in die
zweite technische Auszeit, weil Bakumovski sein Gegenüber Maan erfolgreich
blockt (16-12). Haching baut den Vorsprung weiter aus, die Aufschläge kommen
(Ass Dewes), und der Block steht (Günthör, 21-14). Grozer wechselt mit
Aleksander Ljubicic (für Broshog) einen neuen Mittelblocker ein, den Satzverlust
verhindern, kann er mit dieser Maßnahme jedoch nicht. Haching geht mit
2:1-Sätzen in Führung, Günthör serviert ein Flatter-Ass in die Ecke (25-17).
4. Satz
Beide Teams beginnen in der Formation, in der sie den dritten Satz
beendeten. Die Partie ist ausgeglichen, ehe Hachings Kapitän Liefke seinen
Abwehrball höchstpersönlich in einen Punkt ummünzt (6-4). Mit diesen zwei
Punkten Vorsprung geht es in die technische Auszeit (8-6). Dann ist 2,12 Meter
Mann Dewes zur Stelle: Zunächst im Block gegen Ljubicic, dann mit kuriosem
Angriff aus dem Stand – 12-8 und Auszeit Moers. Broshog kehrt beim 15-11 zurück
aufs Feld, Ljubicic hatte einige unglückliche Aktionen. Mit den vier Zählern
geht es auch in die zweite technische Auszeit, Haching ist nicht mehr weit vom
ersten Titel der Vereinsgeschichte entfernt (16-12). Aber Moers wehrt sich und
verkürzt nach starkem Aufschlag von Szalai auf zwei Punkte (16-14). Dann bringt
Grozer den Österreicher Matthias Mellitzer auf die Diagonalposition (für
Verschuren), Liefke macht jedoch den nächsten Punkt und sorgt für die abermalige
Vier-Punkte-Führung (18-14). Haching, den Sieg vor Augen, bleibt weiter am
Drücker und punktet mit Angriffen von Günthör und Bakumovski (20-14). Als
Schwarz Mellitzer abblockt und Bakumovski ein Ass serviert, huscht den
Hachingern schon ein (Sieges-)Lächeln über die Lippen (22-14). Grozer bringt per
Doppelwechsel Tobias Neumann und Verschuren, aber Broshog sorgt mit einem
Fehlaufschlag für Matchbälle (24-17). Den ersten wehren die Moerser noch ab, den
zweiten versenkt Schwarz blockfrei zum Sieg (25-18). Der erste Titelgewinn für
Haching ist perfekt, es bildet sich schnell ein Freudenknäuel, anschließend wird
mit den Fans die La-ola gemacht.
Stimmen zum Spiel
Mihai Paduretu (Trainer Haching): „Wir sind sehr froh, den ersten Titel der Vereinsgeschichte geholt zu haben. Wir haben uns sehr gut vorbereitet auf das Spiel, im Prinzip seit Januar, nach dem Ausscheiden aus dem Europapokal.“
Marco Liefke (Kapitän Haching): „Wir wussten, dass es nicht leicht wird, waren aber auch zuversichtlich, weil wir zuletzt sehr gut gespielt hatten. Wir hatten das Glück, dass Moers ohne Libero spielen musste, man hat gesehen, wie wichtig es ist, mit Libero zu spielen. Deswegen tut mit Moers auch etwas Leid. Als ich nach Haching ging, habe ich nicht daran gedacht, einen Titel zu gewinnen.“
Eugen Bakumovski (Spieler Haching): „Ich hatte gehofft, dass wir gegen eine komplette Moerser Mannschaft spielen. Nach den ersten beiden Sätzen haben wir das Risiko aus dem Aufschlag heraus genommen, um unsere Block- und Feldabwehr zu nutzen. Der Moerser Zuspieler hätte heute Kilometergeld verdient.“
Sebastian Schwarz (Spieler Haching): „Es ist phantastisch, beim ersten Sieg für Haching dabei zu sein. Wir haben schon etwas komisch geguckt, als sie ohne Libero spielten. Doch insgesamt hat Moers das ganz gut kompensiert.“
Georg Grozer (Trainer Moers): „Wir haben heute morgen leider erfahren, dass unser Libero Nikola Rosic nicht spielen kann. Wir haben medizinisch alles versucht. Durch den Ausfall haben wir 50 Prozent unserer Annahme verloren. Trotzdem muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie sich nie aufgegeben hat.“
Roland Rademaker (Kapitän Moers): „Der Ausfall unseres Liberos war sehr bitter. Er ist noch trauriger als die Mannschaft. Vielleicht wäre es eine Option gewesen, einen anderen Außenangreifer als Libero zu bestimmen, aber dann hätten uns Wechselmöglichkeiten gefehlt. Diese Niederlage tut sehr weh.“
Raul Lozano (Männer-Bundestrainer): „Das Spiel war dadurch geprägt, dass Moers ohne Libero spielen musste. Deswegen hat vor allem Moers nicht so gut gespielt. Haching hat im Angriff sehr gut und sehr schnell gespielt. Vor allem am Netz haben sie mir gut gefallen. 9.000 Zuschauer ist nicht nur in Deutschland eine tolle Zahl, sondern generell.“
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Deutschland - Generali Haching-News |
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Montag, 09. März 2009 |
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"Das ist mein Überraschungsding dieses Jahr", sagt ein deutlich gelöster Marco Liefke nach dem Pokalfinalsieg in Halle/Westfalen. Zwar habe er geglaubt, dass er mit Haching erfolgreich sein wird, aber "dass wir so schnell einen Titel holen, habe ich zu Saisonbeginn nicht geglaubt." so der freudestrahlende Hachinger Kapitän weiter.
Durch das 3:1 gegen den Moerser SC vor 9000 Zuschauern im Gerry-Weber-Stadion in Halle gewinnt Generali Haching den ersten Titel auf nationaler Ebene: Der DVV-Pokalsieger 2009 kommt aus Unterhaching. Seit Jahren gewinnt damit wieder ein Team, das ausschließlich mit deutschen Spielern in der Startformation ein Pokalfinale bestreitet.
Nervös ging es in die Partie gegen den MSC. Beiden Teams war die Anspannung anzumerken. Da man sich in der Vergabe der Fehler allerdings nichts schenkte, bot die Startphase trotzdem Spannung: 6:6 hieß es zu Beginn. Erst dann liefen beide Mannschaften zu normaler Form auf. Auf Seiten der Hachinger war es immer wieder Sebastian Schwarz, der über Außen punkten konnte. Besonders wichtig in dieser Startphase war Libero Tille, der den souveränen Mittelpunkt der Hachinger Abwehr bildete und damit immer wieder für Sicherheit sorgte. Die Führung wechselte ständig die Seiten. Angetrieben von den beiden Fanblöcken, die die Halle zum Hexenkessel machten, schenkten sich bis zum 14:14 beide Teams keine Punkte. Dann scheiterte Armin Dewes an Netzkante und Block der Moerser. Doch vorentscheidend sollte dieser Rückstand (14:16) nicht sein, weil Haching die nächsten Punkte in Serie erzielen sollte: Max Günthör wechselte zum Aufschlag. Bereits in der Bundesliga hatten die Moerser Probleme mit den Aufschlägen des Mittelblockers. Und so auch in diesem ersten Satz. Immer wieder versprang die Moerser Annahme, landete auf der Netzkante. Diese Chancen ließ sich der Block um Dewes, Liefke und Schwarz nicht nehmen. Erst beim 22:16 durfte Moers das nächste Mal rotieren. Am Ende klar landete der 1. Satz bei den Bayern (25:17).
Ein anderes Bild dann im zweiten Abschnitt. Zwar legte Haching los die die sprichwörtliche Feuerwehr. 5:0 lautete die Führung. Doch anscheinend dachte man sich dann, dass man die Moerser schon besiegt hätte. Fehler vor allem im Angriff ließen die Westfalen zurück in Satz und Partie kommen. Bei 9:10 ging die Grozer-Sechs sogar in Führung. Verwundert rieb man sich die Augen im bayerischen Fanblock. Nicht viel lief mehr zusammen beim Team von Mihai Paduretu. Und wie das in solchen Phasen ist, gelang den Moersern nahezu jeder Ball. Mit 19:25 ging der Satz an die Westfalen und die Partie war wieder ausgeglichen.
Für die Abschnitte drei und vier hatten sich die Hachinger dann den Titelgewinn vorgenommen. Vom ersten Ball an war den Spielern der Wille anzumerken. Auf Moerser Seite hingegen machte sich das Fehlen von Nikola Rosic bemerkbar. Der Libero klemmte sich einen Nerv ein und musste den Einsatz im Finale am morgen absagen. "Dann ist es schwer, wenn einem 50% der Annahme fehlen." sagte Georg Grozer nach der Partie. Und auch Hachings Kapitän Liefke fand Trost für den Gegner: "Der Ausfall des Liberos tut mir leid für Moers.". Trotzdem zeigte der MSC eine kämpferisch starke Leistung, konnte die Sätze drei und vier lange offen gestalten. Doch letztendlich war gegen die jetzt anlaufende Hachinger Angriffsmaschine kein Moerser Abwehrkraut gewachsen. Immer wieder Bakumovski aus dem Hinterfled, Schwarz über Außen und vor allem Günthör und Dewes ließen die Hachinger Führungen wachsen. Nach 25:17 und 25:18 war der Jubel grenzenlos. Die Mission "Mia samma dabei" war erfolgreich. Denn nicht nur die Hachinger siegten. Im 5-Satz-Krimi zurvor war auch der zweite bayerische Vertreter aus Vilsbiburg erfolgreich.
Keine Angst hat man nun vor der anstehenden Partie in Düren. "Ich muss das der Mannschaft nicht sagen, dass wir Mittwoch spielen." sagt Mihai Paduretu im Anschluss. Seitdem sich das Team zum Jahreswechsel zusammengesetzt und sich selbst Regeln auferlegt hatte, ist sich der Hachinger Trainer sicher, dass sie wissen, worum es geht. "Wir wollen den Sieg am Mittwoch bestätigen. Es ist uns nicht geholfen, wenn wir in Düren leichtfertig verlieren und den Pokalsieg damit schmählern." versprach Marco Liefke.
Und auch in der Generali Sportarena wird sicher der eine oder andere Korken geknallt haben an diesem Abend. 300 Fans erlebten den Pokalsieg ihres Teams beim public viewing in der Generali Sportarena.
Alexander Große
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Deutschland - Rote Raben Vilsbiburg-News |
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Montag, 09. März 2009 |
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Es ist unfassbar. Die Roten Raben haben es geschafft. Nach der Meisterschaft in der vergangenen Saison haben sie am heutigen Sonntag nach einem spannenden Spiel mit 3:2 das DVV-Pokalfinale gewonnen. Gegen den Dresdner SC lagen sie vor rund 9000 Zuschauern im Gerry Weber Stadion bereits mit 2:0 (25:22/25:23) in Führung, als Dresden auf 2:2 verkürzte. Doch im Tie-Break zeigten die Raben wieder einmal ihre mentale Stärke und holten sich mit 15:11 den fünften Satz. Danach herrschte grenzenloser Jubel bei den rund 500 Fans aus Bayern, die zum Finale mitgereist waren.
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Süddeutschland - MTV München-News |
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Montag, 09. März 2009 |
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München: Mit Sieg aus Dome verabschiedet
Der MTV gewinnt letztes Heimspiel gegen TSV Starnberg mit 3:2
Nach drei Niederlagen in Folge wollte der MTV München endlich wieder gewinnen und sich mit einem Sieg von seinen Fans im letzten Heimspiel der Saison verabschieden. Doch zu Beginn sah alles nach einer weiteren Niederlage für die Münchner aus. Der TSV Starnberg, mit seiner stärksten Mannschaft angereist, ließ die Gastgeber nicht ins Spiel kommen und zog gleich davon. Hinzu kam noch, dass MTV Diagonalspieler Mirko Herrmann aus schulischen Gründen ausfiel und über diese Position bei den Münchner gar nichts lief. Einziger Lichtblick war im der Jugendspieler Lukas Gründing, der sich im Angriff kaum Fehler leistete. In der Annahme hatte allerdings auch er, wie seine Mannschaftskollegen, große Unkonzentriertheiten. Der erste Satz ging somit klar mit 20:25 an die erfahrenen Gäste aus Starnberg.
Auch im zweiten Durchgang lief alles gegen den MTV. Die Starnberger nutzen jede kleine Unachtsamkeit der Münchner und spielten souverän weiter. Die Gastgeber dagegen, so hatte man den Eindruck, wurden immer nervöser. In Annahme und Angriff leistete man sich grobe Schnitzer und man musste befürchten, dass es ein Debakel geben könnte. Mit 18:25 ging auch dieser Satz an den TSV Starnberg. In der Folge machte MTV Trainer Jochen Seitz einige taktische Umstellungen. So rückte Mittelblocker Jakob Piloty auf die Außenposition, um dort den Angriff und Block zu verstärken. Plötzlich lief es wieder bei den Münchnern. Ruhig und konzentriert ging man den Satz an und gewann dadurch an Souveränität zurück. Auch die Fans erwachten langsam und machten wieder Stimmung, wie man es von ihnen gewöhnt war.
Mit 25:20 gewann der MTV den dritten Durchgang und ließ auf mehr hoffen. Und tatsächlich, die Münchener steigerten sich nun von Punkt zu Punkt, während sich bei den Starnbergern nun offensichtlich konditionelle Probleme bemerkbar machten. Der vierte Satz wurde klar vom MTV dominiert und ohne große Probleme 25:13 gewonnen. Allen in der Halle war klar, dass mit der Leistung der Tie-break an die Gastgeber gehen wird. In der Tat ließ auch hier der MTV nichts anbrennen und bestimmte das Spiel nach belieben. Höhepunkte waren dabei die Blockduelle zwischen Jakob Piloty und den Starnberger Angreifer Pomermke. Piloty konnte sich dabei ein ums andere Mal durchsetzen und einen Ball direkt senkrecht in das gegnerische Feld blocken. Die Münchner gewannen den fünften Satz souverän 15:9 und konnten endlich sich wieder über zwei Punkte freuen und hat Platz vier vorerst einmal gesichert.
Auch von den Fans konnte man sich standesgemäß mit einem Sieg verabschieden. Jetzt will man unbedingt auch noch im letzten Spiel gegen den designierten Meister TSV Friedberg eine gute Leistung abliefern und möglichst zwei Punkte dort entführen.
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Norddeutschland - Norderstedter Zeitung |
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Montag, 09. März 2009 |
VC Norderstedt verliert in Oststeinbek
Regionalliga Nord der Männer bleibt spannend
Oststeinbek - Die Regionalliga-Volleyballer des 1. VC Norderstedt (26:6 Punkte/43:15 Sätze) haben die Spitzenpartie beim Tabellendritten Oststeinbeker SV mit 1:3 (19:25, 18:25, 25:19, 23:25) verloren, bleiben aber Erster vor dem spielfreien Eimsbütteler TV (24:6/40:19).
Dabei waren die Norderstedter, die ohne ihren beruflich verhinderten Trainer Ulli Lampe antraten, auf dem besten Weg gewesen, den 0:2-Satzrückstand zu egalisieren. Diesen hatten sich die von Mannschaftskapitän Alexander Hente gecoachten VCN-Männer eher leichtfertig eingefahren.
In der Oststeinbeker Halle am Meessen waren zwar nicht wie eine Woche zuvor 250 fanatische Fans zugegen. Doch auch die 60 anwesenden Anhänger sorgten mit den sich gegenseitig lautstark anfeuernden Spielern von OSV-Trainerfuchs Bernd Schlesinger für eine Heimatmosphäre, die wohl die Gäste doch nicht ganz unbeeindruckt ließ. In den ersten beiden Durchgängen setzten sich die Hausherren jeweils ab Satzmitte ab.
"Für uns war an diesem Tag charakteristisch, dass wir manchen Punkt hart erkämpfen mussten, den so gewonnenen Vorteil dann aber durch leichtfertige Fehler wieder abgaben", sagte Alex Hente.
Dem Interimscoach fehlten personelle Alternativen, um auf den Spielverlauf zu reagieren. Neben Mirko Suhren (beruflich verhindert) musste auch Lutz Grempler (Magen-Darm-Infekt) aussetzen. Außerdem war der letzte verbliebene Außenangreifer, Jakovos Libanios, mit angeschlagener Schulter in die Partie gegangen und konnte nur als Li bero in der Abwehr auflaufen.
So blieb Hente als einzige Maßnahme, zum dritten Satz Zuspieler Sebastian Meiser durch Routinier Sebastian Lemke zu ersetzen. "Das hatte aber definitiv nichts mit Basti Meisers Leistung zu tun, ich musste einfach irgendwie reagieren", betonte der Kapitän. Die Maßnahme fruchtete genau eineinhalb Sätze lang. Dann sorgten Konzentrationsschwächen für den endgültigen Umschwung zugunsten der Oststeinbeker.
ust
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Deutschland - DerWesten |
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Montag, 09. März 2009 |
MSC-Libero Nicola Rosic erlebte in Halle seine zweite Finalniederlage mit dem Moerser SC. Dieses Mal musste er allerdings tatenlos zusehen, weil eine Verletzung seinen Einsatz verhinderte.
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Deutschland - DerWesten |
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Montag, 09. März 2009 |
Nach der Niederlage des Moerser SC im DVV-Pokalfinale waren die mitgereisten Fans enttäuscht. Auch sie sahen im Fehlen des verletzten Liberos Nikola Rosic den "Knackpunkt".
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Deutschland - DerWesten |
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Montag, 09. März 2009 |
Stimmen zum Spiel: Tolle Atmosphäre
Matthias Mellitzer will das Finale auch im kommenden Jahr erleben.
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Deutschland - DerWesten |
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Montag, 09. März 2009 |
Von wegen Groupies - Trio kennt sich aus
Gianna, Alice und Amelie spielen in der MSC-Jugend und sind echte Fans der Moerser "Adler".
Gianna ist auf Krücken da. In Block E des Gerry-Weber-Stadions. Reihe 11, Sitz 20. Neben der 13-Jährigen sitzt Alice (14), und neben der sitzt Amelie (13). Gemeinsam spielen die drei in der C-Jugend des MSC.
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Deutschland - Allgäu Rundschau |
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Montag, 09. März 2009 |
Halle/Westfalen (dpa) Bayerische Festspiele im deutschen Volleyball-Pokal: In den nationalen Endspielen im Gerry- Weber-Tennisstadion in Halle/Westfalen triumphierten die Roten Raben Vilsbiburg bei den Frauen und Generali Haching bei den Männern.
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Deutschland - MDR.de |
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Montag, 09. März 2009 |
Die Volleyballerinnen des Dresdner SC haben das Deutsche Pokalfinale knapp mit 2:3 (22:25, 23:25, 25:16, 25:18, 12:15) gegen die Roten Raben Vilsbiburg verloren. Vor 9.000 Zuschauern in Halle/Westfalen zog der DSC trotz einer imponierenden kämpferischen Leistung den Kürzeren.
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Deutschland - Rheinische Post |
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Montag, 09. März 2009 |
MSC: Es gibt noch einen anderen Kuchen
(RP) Die Pokalfinal-Niederlage gegen Generali Haching war noch kaum verdaut, da zeigten sich die Moerser Volleyballer schon wieder von ihrer kämpferischen Seite. Ab sofort wollen sich MSC-Trainer Georg Grozer und seine Schützlinge darauf konzentrieren, in der Meisterschaft zu glänzen.
© 1999-2007 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Magazin von Peter Neese und Dennis Wenzel