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Volleyball aktuell in Fernsehen und Rundfunk
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Deutschland - DVL-News |
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Sonntag, 27. Juni 2010 |
Auslosung in den Europapokal-Wettbewerben
Hohe Auszeichnung für den Deutschen Meister: Im Rahmen einer Gala in Wien anlässlich der Auslosung der Champions League-Vorrundengruppen für die Saison 2010/2011 erhielt der VfB Friedrichshafen einen Sonderpreis. Seit zehn Jahren gibt es die höchste europäische Spielklasse und immer war der Verein vom Bodensee nicht nur dabei, sondern auch unter den Top Ten. Aus den Händen von CEV-Präsident André Meyer nahm VfB-Geschäftsführer die Auszeichnung entgegen und sagte: „Es freut uns zu sehen, dass wir ein wichtiges Mitglied in der europäischen Volleyball-Arena sind.”
Auch in der kommenden Saison mischen die Häfler wieder in der Königsklasse mit, begleitet aus deutscher Sicht durch Pokalsieger Generali Haching. Die Auslosung für die Vorrunden brachte beiden DVL-Klubs namhafte Gegner. Haching trifft in Pool A auf Zenit Kazan (russischer Meister), AS Cannes (französischer Meister) und CSKA Sofia (bulgarischer Meister). Friedrichshafen bekommt es in Pool D mit PGE Skra Belchatow (polnischer Meister), Trentino BetClic (italienischer Pokalsieger und Champions League-Sieger 2009 und 2010) und Remat Zaulau (rumänischer Meister unter dem früheren Berliner Trainer Michael Warm) zu tun. Der erste Spieltag der Champions League findet am 17. November statt.
In Luxemburg hatten eine Woche zuvor die Auslosungen für die übrigen Europapokal-Wettbewerbe stattgefunden. Im CEV-Pokal der Männer spielt der SCC Berlin gegen Tomis Constanta (Rumänien). Evivo Düren bekommt es mit Topvolley Precua Antwerpen aus Belgien zu tun. Bei den Frauen spielen im CEV-Pokal die Roten Raben Vilsbiburg gegen Stiinta Bacau aus Rumänien. Der Dresdner SC bekam als Gegner mit Asterix Kieldrecht (Belgien) jenes Team zugelost, gegen das die Sachsen das Endspiel Anfang März im Challenge Cup der letzten Saison gewonnen haben. Der CEV-Pokal der Männer beginnt am 17. November, bei den Frauen geht es am 8. Dezember los.
Im GM Capital Challenge Cup der Männer trifft der EnBW TV Rottenburg bei seiner Europapokal-Premiere auf Sparkasse Hartberg aus Österreich. Der Schweriner SC spielt bei den Frauen gegen ZOK Rijeka aus Kroatien, während der 1. VC Wiesbaden, ebenfalls Neuling bei einem EC-Wettbewerb, Iraklis Thessaloniki aus Griechenland zugelost bekam. Gespielt wird bei den Männern ab dem 17. November, die Frauen starten am 8. Dezember.
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Deutschland - VfB Friedrichshafen-News |
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Sonntag, 27. Juni 2010 |
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Friedrichshafen ist eine Konstante
Große Auszeichnung für den VfB Friedrichshafen: Weil der Deutsche Meister bei den Männern als einziger Klub Europas seit Gründung der CEV Champions League in der Saison 2000/2001 durchgängig am wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb teilnahm, wurde der VfB im Rahmen der CEV Gala in Wien (Österreich) geehrt.
Zehn Jahre sind eine lange Zeit. Erst recht im Sport. Und erst recht in der Champions League. Für den VfB Friedrichshafen sind sie etwas Besonderes. Der deutsche Serienmeister ist bei den Männern in ganz Europa der einzige Verein, der durchgehend und damit von 2000/2001 bis 2009/2010 an der CEV Champions League der Volleyballer teilnahm. Bei den Frauen gelang dieses Kunststück übrigens ebenfalls nur einem Klub: dem französischen Champion RC Cannes.
Während der European Volleyball Gala, die am Freitag (25. Juni) in Wien (Österreich) anlässlich der Auslosung zur Champions League stattfand, wurde der VfB genau für diese Leistung ausgezeichnet. Geschäftsführer Jürgen Hauke nahm den Pokal aus italienischem Morano-Glas aus den Händen von André Meyer, dem Präsidenten des Europäischen Volleyballverbandes CEV, entgegen und zeigte sich sichtlich stolz. „Es freut uns zu sehen“, so Hauke, „dass wir ein wichtiges Mitglied in der europäischen Volleyball-Arena sind“.
Das sieht Stelian Moculescu, Trainer und Sportdirektor des VfB Friedrichshafen, genauso. „Das ist etwas, was man nicht so einfach schafft“, sagte er. „Da gehört schon etwas dazu.“ Der 60-Jährige ist der Erfolgsgarant am Bodensee. Seit er 1997 die sportliche Leitung übernahm, gewann der VfB elf Mal die Deutsche Meisterschaft und zehn Mal den DVV-Pokal. Die Häfler nahmen zehn Mal an der Champions League, zwei Mal zudem am Pokal der Landesmeister teil. Vier Mal – 1999, 2000, 2005 und 2007 – erreichten die Häfler das Final Four. Vor drei Jahren gewannen sie als erster deutscher Klub die europäische Königsklasse.
Dieses Ereignis, der Sieg in der Champions League 2007, werden die VfB- Verantwortlichen wohl ihr Leben lang nicht vergessen. „Damals habe ich zum ersten Mal verstanden, wenn jemand sagt, dass er das Ganze noch nicht begreift“, erinnert sich Manager Stefan Mau. „Dieser Erfolg war so überraschend, sensationell und einzigartig, dass ich einige Wochen gebraucht habe, um die Dimension zu erfassen.“ Es ist aber nicht nur der Sieg in der Champions League, der im Gedächtnis bleibt und den wichtigsten Vereinswettbewerb des Europäischen Volleyballverbandes CEV ebenso erstrebenswert wie aufregend macht. Es ist das Gesamtpaket aus sportlicher Herausforderung sowie Zuschauer- und Medieninteresse.
Insgesamt 96 Spiele bestritt der VfB Friedrichshafen bislang in der Champions League. 52 davon wurden gewonnen, 44 verloren. Verbunden waren sie mit zahlreichen abenteuerlichen Reisen. Beispielsweise in der Premierensaison 2000/2001 nach Belgorod (Russland). „Das war ein ganz kleiner russischer Flieger mit Sitzbänken wie in einem Bus“, erinnert sich Moculescu. „Ein Passagier ist im Stehen mit geflogen, weil es keinen Sitzplatz mehr gab. Und das Gepäck mussten wir auch selbst entladen.“ Dass Friedrichshafen dann noch deutlich verlor, trug nicht unbedingt zur Verbesserung der Stimmungslage bei. „Diese Reise“, so Moculescu, „hätten wir uns wirklich sparen können“.
Eiskalt ging es vor acht Jahren in Podgorica (Serbien) zu. Nicht nur außerhalb der Halle herrschten dort winterliche Temperaturen, sondern auch innerhalb. „Das müssen fast Minusgrade gewesen sein. Eigentlich unmöglich, dort zu spielen“, sagt Moculescu. Die Serben aber wussten sich zu helfen – wenn auch auf zweifelhafte Art und Weise. Immer wieder verschwanden die Verantwortlichen mit einem Thermometer, das dann von Mal zu Mal eine höhere Temperatur anzeigte. „Erst waren es 16, dann 18 und später 22 Grad“, so Moculescu. „Wenn sie noch ein paar Mal rausgelaufen wären, hätten wir bei offiziell 30 Grad in der Halle gespielt.“
Die Champions League aber ist auch ein kostspieliges Vergnügen. Eine knappe halbe Million Euro kostet die Teilnahme inklusive Startgebühr, Reisekosten und den Ausgaben für die TV-Produktion, die selbst gestemmt werden muss. Trotzdem ist die Anziehungskraft groß. „Für uns war und ist die Teilnahme an der Champions ein Muss“, sagt Moculescu. „Da misst du dich mit den Besten und nur das bringt alle, und damit meine ich Spieler und Umfeld, voran.“
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Deutschland - DVV-News |
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Sonntag, 27. Juni 2010 |
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Der eine ist gerade wieder von der Magen- und Darmerkrankung genesen, da erwischt es den nächsten: Während Mittelblocker Max Günthör (Generali Haching) sich für die zweite Partie gegen Kuba am 26. Juni um 14.00 Uhr (live auf ANIXE HD/SD) gesund und fit zurück meldete, hat es nun seinen Kollegen Marcus Böhme (VfB Friedrichshafen) erwischt. Somit stehen Böhme wie auch Libero Sebastian Prüsener (NETZHOPPERS-KW Bestensee) für die Kuba-Begegnung nicht im Aufgebot.
Bei Böhme deutete sich der Ausfall bereits im gestrigen ersten Spiel an. Und im dritten Satz ging es nicht mehr, Bundestrainer Raúl Lozano nahm den 2,12 Meter Mann vom Feld und beorderte „Allzweckwaffe“ Christian Dünnes auf das Feld. Der gelernte Diagonalangreifer machte seine Sache gut.
Der deutsche Kader in Trier: Robert Kromm (Verona/ITA), Jochen Schöps (Odintsovo/RUS), Manuel Rieke, Sebastian Prüsener (NETZHOPPERS KW-Bestensee), Max Günthör, Denis Kaliberda, Sebastian Schwarz, Patrick Steuerwald, Ferdinand Tille (Generali Haching), Georg Grozer, Marcus Böhme, Lukas Bauer (VfB Friedrichshafen), Björn Andrae (Valentia/ITA), Christian Dünnes (evivo Düren)
Der kubanische Kader in Trier: Wilfredo Leon, Henry Bell (Santiago de Cuba), Osmany Camejo, Robertlandy Simon, Yoandri Diaz, Raydel Hierrezuelo, Gustavo Leyva, Fernando Hernandez, Isbel Mesa (alle Ciudad Habana), Joandry Leal (La Habana), Keibir Gutierrez (Villa Clara), Rolando Cepeda (Spiritus)
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Deutschland - DVV-News |
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Sonntag, 27. Juni 2010 |
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Deutschland will an Kuba vorbei ziehen
Drei Vergleiche, drei Niederlagen: So lautet die bisherige Bilanz der deutschen Mannschaft gegen Kuba. Beim vierten Mal – am 26. Juni um 14.00 Uhr in der Arena Trier (live auf ANIXE HD/SD) - soll es endlich mit dem ersten Sieg klappen. Mit einem 3:0 oder 3:1 könnte Deutschland sogar an den Kubanern in der Tabelle vorbeiziehen.
Dabei macht eine Negativ-Statistik der deutschen Mannschaft Mut: 0:3, 1:3 und 2:3. So lautet die Ergebnisfolge innerhalb der diesjährigen World League gegen Kuba. Demzufolge ist im vierten Vergleich eigentlich ein Sieg logisch, doch dazu muss eines passieren: „Wir müssen und können auf einem noch besseren Niveau spielen. Vor allem im Aufschlag, aber auch in der Annahme und im Angriff“, sagt Raúl Lozano. Und sein Mittelblocker Marcus Böhme, der aufgrund von Magen- und Darmproblemen ausfällt, pflichtet ihm bei: „Wir müssen versuchen, noch mehr Druck mit unseren Aufschläge zu erzeugen. So können wir höhere Pässe erzwingen und vor allem Simón besser kontrollieren.“ Der kubanische Kapitän Robertlandy Simon war die treibende Kraft in der jungen Gäste-Mannschaft. Der 2,06 Meter Hüne glänzte nicht nur in Angriff und Block, sondern zeigte auch in der Abwehr sein Können.
Auch wenn bei den Kubanern nicht alles perfekt lief, war der Kapitän mit seinen jungen Mitspielern sehr zufrieden: „Wir haben zwar zu viele Fehler im Angriff gemacht, dennoch war es das beste Spiel von uns in der World League.“
Das zweite Spiel in Trier am 26. Juni (14.00 Uhr) zwischen dem Erstplatzierten Kuba (15 Punkte) und dem Zweitplatzierten Deutschland (13 Punkte) ist natürlich auch aus einem anderen Grund von Bedeutung: „Beide Teams wollen unbedingt den Sieg, weil er im Hinblick auf die Qualifikation für die Finalrunde sehr wichtig ist“, so Simon. Zumal sowohl Deutschland und Kuba noch bei Europameister Polen gastieren, der bekanntlich sehr heimstark ist und ab sofort auf alle seine Top-Spieler zurück greifen kann.
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Deutschland - DVV-News |
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Sonntag, 27. Juni 2010 |
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Kuba bleibt unbezwingbar für Deutschland
Die DVV-Männer haben auch den vierten Vergleich mit Kuba verloren und damit weiteren Boden auf den Tabellenführer eingebüßt: Der Gastgeber unterlag in der Arena Trier vor 2.200 Zuschauern den Kubanern 1:3 (21-25, 24-26, 25-17, 22-25), die mit nunmehr 18 Punkten klar Kurs auf die Finalrunde halten. Deutschland (13) und Polen (9, zwei Spiele zurück) liegen dahinter. Will die DVV-Auswahl noch in den Kampf um den Gruppensieg eingreifen, sind Siege gegen Argentinien (30. Juni/1. Juli in Berlin) Pflicht, und auch am abschließenden Vorrunden-Wochenende in Polen müsste gepunktet werden. Punktbeste Spieler in Trier waren Georg Grozer (17) für Deutschland und Wilfredo Leon (17) für Kuba.
Startformationen
Deutschland: Patrick Steuerwald, Georg Grozer, Lukas Bauer, Max Günthör,
Björn Andrae, Robert Kromm, Ferdinand Tille
Kuba: Raydel Hierrezuelo, Rolando Cepeda, Osmany Camejo, Wilfredo Leon,
Joandry Leal, Robertlandy Simon, Gustavo Leyva
Beide Teams änderten ihre Startformationen im Vergleich zum Vortag: Bei Deutschland agierte Günthör für den erkrankten Marcus Böhme im Mittelblock, bei Kuba begannen Cepeda und Camejo (für Hernandez und Mesa). Der Spielverlauf zu Beginn war jedoch deckungsgleich mit dem vom Vortag: Sowohl der Gastgeber als auch Kuba punkteten zunächst sicher aus der Annahme, erst als Grozer zweimal von der Aufschlaglinie punktete und aus dem Rückraum erfolgreich war, änderte sich dieses Szenario (12-9). Mit zwei Zählern Vorsprung ging die DVV-Auswahl in die zweite technische Auszeit, weil Bauer per Block gegen Kubas Kapitän Simon zupackte (16-14). Nach einem Missverständnis der Hachinger Achse Steuerwald-Günthör hatten die Gäste nach längerer Zeit wieder die Führung übernommen (17-18). Als auch der nächste Punkt an die Kubaner ging, reagierte Lozano und führte mit Manuel Rieke und Jochen Schöps einen Doppelwechsel durch. Das zeigte zunächst keine Wirkung, die Kubaner erhöhten weiter, nachdem Andrae seinen Angriff verzog (18-21). Den Vorsprung hielten die Sprungwunder aus der Karibik, sodass Durchgang eins nach einem Lob von Simon an die Gäste ging.
Beide Trainer vertrauten den gleichen Formationen, abermals verlief der Beginn ausgeglichen. Ein direkter Aufschlagzähler von Günthör brachte das erste Break – Deutschland war wieder knapp vorne (8-6). Der Vorsprung wurde ausgebaut, weil der deutsche Block mit Grozer/Bauer gegen Leal erfolgreich war (11-7). Der hart erarbeitete Vorsprung schmolz in der heißen Arena aber schnell dahin: Zwei Blocks der Kubaner und ein Ass – Gleichstand und Auszeit Deutschland (12-12). Abermals kamen Rieke und Schöps für Steuerwald und Grozer, den Rhythmus vom Anfang des Satzes hatte das deutsche Team jedoch verloren (14-16). Lozano wechselte weiter, Denis Kaliberda (für Kromm) und Sebastian Schwarz (für Andrae) kamen, zweimal punktete Deutschland per Block (16-17). Ein weiterer Block (Günthör) brachte den Ausgleich, das Publikum skandierte „Deutschland, Deutschland“ (20-20). Als Schwarz per Einerblock noch einen draufsetzte, war die Führung geschafft, die Punktchance zum Satzball vergab Schwarz jedoch (23-23). Einen Satzball hatte die DVV-Auswahl, den wehrten die Kubaner jedoch ab und machten es dann besser: Sie nutzten ihre erste Chance sofort, nach dem Block gegen Schöps hieß es 2:0 nach Sätzen.
Lozano vertraute auf seinen „Hachinger Block“ mit fünf Spielern vom Pokalsieger: Steuerwald, Günthör, Schwarz, Kaliberda und Tille, dazu gesellten sich die Friedrichshafener Bauer und Grozer. Der Beginn war vielversprechend: Zwei Blockpunkte von Günthör sowie druckvolle Aufschläge von Grozer sorgten für das schnelle 5-1. Nach einem Grozer-Angriff aus dem Rückraum ging es mit drei Zählern Vorsprung in die technische Auszeit (8-5). Das deutsche Team schlug sich weiter gut und legte nochmals einen kleinen Zwischenspurt ein, und Kubas Trainer Orlando Samuels Blackwood sah sich gezwungen, beim 19-13 eine Auszeit zu nehmen. Doch alle taktischen Maßnahmen und Anweisungen nutzten nichts, das deutsche Team war nun voll da und punktete auch aus misslichen Lagen (23-16). Ein Angriffsfehler des eingewechselten Henry Bell sorgte für den Satzanschluss.
Nachdem der Beginn abermals ausgeglichen verlief, setzten sich die Kubaner mit mehreren erfolgreichen Blockaktionen gegen Bauer, Schwarz und Grozer ab (6-10). Das deutsche Team kämpfte zwar weiterhin und hechtete auch hinter den unmöglichsten Bällen hinterher, doch die kubanische Physis bestimmte nach und nach die Partie. Deutsche Angriffe fanden nun selten direkt den Weg zum Boden, immer wieder entschärften Block- oder Abwehrhände die Bälle (11-16). Der deutsche Einsatz wurde jedoch belohnt, denn das Team war plötzlich wieder „dran“, nachdem aus der Abwehr mehrere Aktionen erfolgreich verliefen (17-18). Als die Kubaner wieder eine bessere Phase hatten, führte Lozano abermals den bekannten Doppelwechsel durch. Zudem kam Kromm (für Schwarz), vergab jedoch die Punktchance zum Anschluss (19-22). Zwar wehrte das deutsche Team den ersten Matchball ab, den Sieg Kubas konnte das Team jedoch nicht verhindern.
Stimmen zum Spiel
Björn Andrae: „Wir haben gut angefangen und waren zunächst auf Augenhöhe. Während die Kubaner jedoch die schwierigen Situationen mit ihrer Athletik lösen, gelingt es uns noch nicht oft genug, diese Aktionen qualitativ besser zu machen.“
Raúl Lozano: „Wir haben heute einige Sachen nicht so gut gemacht wie gestern, vor allem unser Angriff war im ersten Spiel stärker. Unser Ziel war es, in der Verteidigung besser zu agieren, das ist uns aber erst am Ende des Spiels gelungen. Um Kuba schlagen zu können, muss man im Angriff konsequenter sein.“
Robertlandy Simon: „Es war ein interessantes Spiel, wir hatten uns vorgenommen, gut aus der Annahme zu agieren, das ist uns hervorragend gelungen. Zudem haben wir besser aufgeschlagen und abgewehrt als Deutschland und haben deswegen gewonnen.“
Orlando Samuels Blackwood: „Es war wieder ein gutes Spiel, alle Spieler haben sehr gekämpft. Wir sind glücklich den Sieg davon getragen zu haben, das war im Hinblick auf die Finalrunde sehr wichtig.“
Patrick Steuerwald: „Es war eigentlich kein schlechtes Spiel. Am Ende haben wir nur leider nicht die wichtigen Punkte gemacht. Um das zu lernen, ist die Weltliga da.“
Ferdinand Tille: „Vor allem im dritten Satz sind wir mit den Angriffen besser klar gekommen. Danach haben wir leider wieder nachgelassen. Die hätten wir eigentlich kriegen müssen, weil sie entscheidend für das Spiel waren. Die Spiele gegen Argentinien werden schwer werden, da müssen wir uns anstrengen.“
Die aktuelle Tabelle
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1. |
CUB |
18 Punkte |
7:1-Siege |
21:12-Sätze |
8 Spiele |
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2. |
GER |
13 Punkte |
4:4-Siege |
16:14-Sätze |
8 Spiele |
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3. |
POL |
9 Punkte |
3:3-Siege |
12:12-Sätze |
6 Spiele |
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4. |
ARG |
2 Punkte |
0:6-Siege |
7:18-Sätze |
6 Spiele |
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Deutschland - SHVV-News |
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Sonntag, 27. Juni 2010 |
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»Unser Norden«-Turnier in der Kieler Woche
Die Spielerinnen und Spieler des fünften Turniers der »Unser Norden« Beach-Tour 2010 auf der Kieler Woche haben einen langen ersten Tag hinter sich. Aufgrund des Achtelfinalspiels der Deutschen Fußball Nationalmannschaft am Sonntag um 16:00 Uhr wurden heute bereits alle Spiele einschließlich Viertelfinale ausgespielt. Noch sind einige SHVV-Athleten mit im Rennen um die ersten Plätze.
Am Sonntag um 09:00 Uhr stehen sich in den Halbfinalspielen der Frauen Susanna Wigger/Janne Wurl gegen Bianca Meinhardt/Diana Soliman sowie Anna Behlen/Wiebke Siegmund gegen Nina Interwies/Anika Krebs gegenüber. Um 10:00 Uhr folgt das erste Halbfinale der Männer zwischen den amtierenden Landesmeistern Jonathan Hauffe/Tobias Wende und Florian Pünner/Lars Winter. Im Anschluss daran spielen Lorenz Schümann/Bengt Sievers und Fabian Bünger/Axel Rübensam das zweite Halbfinale aus.
Die Finalspiele finden am Sonntag um 13:00 Uhr (Frauen) und 14:00 Uhr (Männer) statt.
Aller Ergebnisse des Turniers gibt es hier:
Frauen Kieler Woche
Männer Kieler Woche
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Deutschland - Beach-Volleyball.de |
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Sonntag, 27. Juni 2010 |
Interview mit Jonas Reckermann
"Das muss man anerkennen"
Weltmeister Jonas Reckermann nahm sich Zeit, um mit beach-volleyball.de über die durch Julius' Verletzung neu entstandene Situation, über Dalhausser/Rogers, über das letzte Jahr als Weltmeister sowie über die Fußball-WM zu sprechen.
Hallo
Jonas! Julius hat sich verletzt, da rücken sicherlich erst einmal alle anderen
Themen in den Hintergrund oder wie gehst du mit dieser Situation um?
"Ich kann dazu noch gar nichts sagen. Ich habe keine Pläne, was mit mir in
den nächsten Wochen ist. Zuerst muss ich mich mit Markus (Dieckmann, Trainer,
Anm. d. Red.) kurz schließen, noch habe ich niemanden angesprochen. Sicherlich
werde ich jetzt nicht sechs Wochen Däumchen drehen."
Das ist
doch schon eine Hiobsbotschaft?
"Klar ist das eine blöde Nachricht, aber im Leistungssport bewegen wir uns in
Grenzbereichen, das passiert dann einfach. Bisher sind wir verschont geblieben,
und auch diese Verletzung ist absehbar. Natürlich bringt sie unsere
mittelfristigen Planungen durcheinander, aber das ist nichts Dramatisches."
Trotz der
neu entstandenen Situation, möchte ich gern auf die letzten drei Turniere
eingehen: Es gab immer wieder ein und dasselbe Team, das euch im Wege stand –
Dalhausser/Rogers. Wie bewertest du das, dass dieses Team der limitierende
Faktor war?
"Das muss man anerkennen. Ich verstehe auch nicht, wenn geschrieben wird
'schon wieder gegen die beiden verloren' oder 'Angstgegner'. Die beiden sind
einfach ein Stück vor allen Teams, in 90% der Fälle gewinnen sie ab
Halbfinale. Letztes Jahr haben die beiden weniger auf der World Tour gespielt,
aber auch zwei Turniere gewonnen. Dalhausser/Rogers sind auch individuell sehr
stark und als Team schon seit fünf Jahren zusammen. Wir haben natürlich die
Fähigkeit, an guten Tagen gegen sie zu gewinnen, aber man muss gut aufschlagen.
Wir sehen das positiv, weil wir alle anderen Teams in Griff haben, weil wir
konstant auf hohem Niveau spielen, denn wir haben fünf Mal in Folge
das Halbfinale erreicht."
Wie
beurteilst du die Entwicklung auf der World Tour? Die scheint ja irgendwie
speziell zu sein. Ein Ricardo scheitert mal in der Country Quota, Chinesen
gewinnen ihr erstes FIVB-Turnier, die Russen scheinen immer mehr mitzureden...
"Ich finde das nicht überraschend, auch wenn das Niveau in der Breite höher
ist als im letzten Jahr. Die Russen haben seit drei Jahren ein finanzstarkes
Projekt laufen. Das war abzusehen, dass sich das irgendwann auszahlt. Von den
Russen werden wir noch mehr hören, und sie werden uns noch öfter im Hauptfeld
begegnen. Die Chinesen waren schon vorher im Finale, auch wenn sie nicht
zusammen gespielt haben, aber 2008 waren sie Nummer Drei der Welt."
Nächste
Woche steht das Turnier in Stavanger an, wo euch vor einem Jahr der große
Triumph gelungen ist. Wie war rückblickend das erste Jahr als Weltmeister?
"Verändert hat sich eigentlich nicht viel. In unserer täglichen Arbeit hat
sich nichts geändert. Wir wollen Turniere gewinnen. Gerade Norwegen war auch
vorher schon ein nettes Turnier und jetzt verbindet man super Erinnerungen
daran. Vielleicht sind jetzt Teams noch heißer, gegen Weltmeister zu gewinnen
und wir können selbstbewusster ins Spiel gehen, aber das hatten wir auch vorher.
Wir wissen, was wir können. Man macht sich nicht ständig Gedanken, wo man in der
Rangliste steht. Aber natürlich wollen sich Brasilien und die USA das World
Tour Ranking zurück holen. Das werden sie auch, weil wir jetzt durch Julius'
Verletzung zurückfallen werden. Das Medieninteresse ist etwas größer geworden,
so dass wir auswählen können, was wir wahrnehmen. Man kann ja auch nicht alles
bedienen, gerade im Sommer."
Was
hältst du von dem neuen Qualifikationsmodus?
"Die Idee dahinter ist vielleicht gut, aber die haben das übers Knie
gebrochen, meiner Meinung nach. Es ist befremdlich, dass man Mitte des Sommers
immer noch nicht weiß, wie genau die Ansetzungen aussehen. Solange die Umsetzung
nicht genau feststeht, zerbreche ich mir nicht den Kopf darüber. Das wird die
Zeit zeigen."
Natürlich
kommen wir auch hier nicht um das Thema Fußball herum. Was ist eigentlich mit
Poldi los?
"Im ersten Spiel überragend, im zweiten unglücklich und gestern der Poldi vom
FC. Nicht so richtig drin, aber er ist immer für eine Überraschung gut."
Wie
stehen die Chancen, dass Deutschland Weltmeister wird?
"Wird schwierig. Spielerisch nicht gut, aber das hat sie bisher auch nicht
gehindert, weit zu kommen. Gegen England gewinnen sie im Elf-Meter-Schießen,
dann kommt Argentinien. 2006 im Viertelfinale auch schon geschlagen. Ich habe
eigentlich auf Argentinien getippt, aber das würde dann ja bedeuten, dass
Deutschland im Viertelfinale raus ist..."
Hast
Du als Weltmeister einen Tipp an die Deutschen?
"Keinen Tipp, den der nüchterne Bundestrainer Jogi nicht auch schon gegeben
hat wie z.B. von Spiel zu Spiel zu denken."
Dein
genialer Fallrückzieher gegen Dalhausser/Rogers ging ja um die Welt. Jogi hat
noch nicht angerufen?
"Doch, doch, der hat angerufen und wollte mich für ein paar Befreiungsschläge
haben. Ich hab gesagt, ich muss erst einmal mit Julius sprechen, würde aber eh
frühestens ab Viertelfinale einsteigen. England schlagen sie sowieso, da besteht
kein Bedarf. Ab Viertelfinale würde ich dann für ein paar Befreiungsschläge
vorbei kommen."
Danke, Jonas, für das Gespräch, und alles Gute für euch.
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Deutschland - Focus |
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Sonntag, 27. Juni 2010 |
Volleyballer kassieren zweite Pleite in Weltliga
Deutschlands Volleyballer haben in der Weltliga auch das zweite Duell mit Kuba verloren. Damit hat das Team von Bundestrainer Raul Lozano seine Endrunden-Chance wohl verspielt.
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Deutschland - Mitteldeutsche Zeitung |
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Sonntag, 27. Juni 2010 |
Liebe auf den allerersten Aufschlag
DESSAU/MZ. Die Liebesbeziehung begann am 23. August 1995 um halb sieben Uhr Abends. In knapp einer Stunde sollte in der damaligen Sporthalle an der Robert-Bosch-Straße das erste Volleyball-Länderspiel der deutschen Herren-Nationalmannschaft in den fünf neuen Ländern beginnen.
© 1999-2007 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Magazin von Peter Neese und Dennis Wenzel