Regelinterpretation und Regeländerungen 2002
Für die
nationalen Beach-Serien des DVV (Vodafone Masters, Renault Beach Cups), die
Deutschen Vodafone Beach-Volleyball Meisterschaften und die DVJ
Beach-Volleyball-Meisterschaften der A-
und B-Jugend gilt das Rally-Point System bis 2004. Zur Durchführung wird
festgelegt (analog der Festlegung der FIVB):
| >> | Jedes Spiel wird mit zwei Gewinnsätzen von drei möglichen Sätzen gespielt. |
| >> | Die ersten beiden Sätze werden bis 21 Punkte, ein eventueller dritter Satz bis 15 Punkte gespielt. |
| >> | Ein Satz wird mit zwei Punkten Vorsprung gewonnen. Es gibt keine Punktbegrenzung. |
| >> | Eine Auszeit á 30 Sekunden pro Team und Satz. |
| >> | In den ersten beiden Sätzen erfolgt nach 21 gespielten Punkten eine technische Auszeit á 30 Sekunden. |
| >> | Der Seitenwechsel erfolgt ohne Pause nach jeweils 7 gespielten Punkten in den ersten beiden Sätzen, nach jeweils 5 Punkten im dritten Satz. |
| >> | Die Pause zwischen zwei Sätzen beträgt eine Minute. |
| >> | Einem verletzten Spieler stehen pro Spiel maximal 5 Minuten Wiederherstellungszeit zur Verfügung. Diese 5 Minuten dürfen nicht aufgeteilt werden. |
| >> | Spielsystem: Double-Elimination-System bzw. das international gültige Spielsystem |
Auf Antrag des Ausrichters eines Renault Beach Cups beim
BVA bzw. durch Entscheidung der Jury des Turniers können in Ausnahmefällen die
ersten Runden am Samstag über 2 Gewinnsätze bis 15 Punkte gespielt
werden. Der Seitenwechsel erfolgt ohne Pause
nach jeweils 7
gespielten Punkten in den
ersten beiden Sätzen, nach
jeweils 5 Punkten im dritten Satz. Eine Umstellung auf Sätze bis
21 Punkte (Festlegung der FIVB) sollte so früh wie möglich erfolgen. Die
Spiele am Sonntag (spätestens ab Halbfinale) sind komplett nach dem offiziellen
FIVB-Modus zu spielen.
Das
Spielfeld wird bei den nationalen Beach-Serien des DVV (Masters, Cups), den
Deutschen Beach-Volleyball Meisterschaften, den DVJ-Nord- und DVJ-Süd-Cup’s
und den DVJ Deutschen Beach-Volleyball-Meisterschaften der A- und B-Jugend auf 8
x 8 m je Feldseite festgelegt. Es wird empfohlen, dass die Landesverbände
diese Feldmaße in ihrem Hoheitsgebiet übernehmen.
Spielen des Balles / Abwehr
| >> | Der Ball darf mit jedem Teil des Körpers gespielt werden. – Ausnahme: Aufschlag |
| >> | Der Ball muss geschlagen werden, er darf nicht gehalten oder geworfen werden. |
| >> | Ausnahme: Zur Verteidigung gegen einen hart geschlagenen Angriffsball. In diesem Fall kann der Ball kurz mit den Fingern im oberen Zuspiel gehalten werden. Dies gilt auch, wenn der Block den Ball nicht wesentlich entschärfen konnte. Ein gutes Entscheidungskriterium, ob es ein harter Schlag war, ist u. a. die Reaktionszeit, die der Abwehrspieler hatte, um den Ball zu spielen. |
| >> | Der Ball darf mehrere Körperteile berühren, wenn dies gleichzeitig geschieht. |
| >> | Beim ersten Schlag eines Teams darf der Ball nacheinander Kontakt mit verschiedenen Körperteilen haben, vorausgesetzt, diese Kontakte erfolgen in einer Aktion. |
| >> | Ausnahme: Der erste Kontakt erfolgt mit den Fingern im oberen Zuspiel und es handelt sich nicht um einen harten Schlag des Gegners (z. B. Aufschlag). |
Spielverzögerung
| >> | Überschreiten der 12 Sekunden zwischen den Ballwechseln ohne Erlaubnis – „Überlange“ Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen. |
| >> | Bei der ersten Verzögerung gibt es eine Verwarnung (gelbe Karte). |
| >> | Die zweite und jede folgende Verzögerung im selben Satz wird mit einer roten Karte bestraft (Spielzugverlust). |
Auszeiten
| >> | Jedes Team hat eine Auszeit à 30 Sekunden pro Satz. |
| >> | Die Dauer der Auszeit kann nicht verkürzt werden. Die 30 Sekunden starten, wenn die Spieler das Spielfeld verlassen haben (bei normaler Geschwindigkeit). |
Aufschlag
| >> | Es ist kein Fehler, wenn der Ball beim Aufschlag das Netz berührt. |
Skala
der Sanktionen
| >> | Verwarnungen erfolgen durch das Zeigen einer gelben Karte! |
| >> | Grobe Unsportlichkeiten werden mit einer roten Karte geahndet. |
| >> | Alle weiteren Sanktionen treten hoffentlich nie auf. |
Rechte
und Pflichten der Teilnehmer
| >> | Die Teilnehmer müssen die Offiziellen Beach–Volleyball–Spielregeln kennen und sie befolgen. |
| >> | Die Entscheidungen der Schiedsrichter sind anzuerkennen. Im Zweifelsfall kann um eine Erläuterung gebeten werden. |
| >> | Alle weiteren Sanktionen treten hoffentlich nie auf. |
Frankfurt/Main,
25.04.2002
gez. Munir Fattah
Beachbeauftragter im Bundesschiedsrichterausschuss des DVV
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