Horst Lüders zieht Bilanz
Geschäftsführer des TV Fischbek

Eine aufregende Volleyballsaison in der Deutschen Eliteliga liegt hinter dem TV Fischbek. Leider hat unser Team das vorgegebene Ziel nicht erreicht und muß wieder den Weg in die Zweitklassigkeit antreten.

Nachdem die Vorbereitung nahezu ideal verlief und sich die Vergleiche mit den anderen Bundesligamannschaften durchweg positiv gestalteten, sind wir selbstbewußt in die Saison gestartet. Ziel für die abgelaufene Saison war das Erreichen eines PlayOff-Platzes (Platz 1 – 6). Die Saison begann dann auch vielversprechend für uns. Nach vier Spieltagen waren wir mit 4:4 Punkten auf dem richtigen Weg. Doch immer häufiger hatten wir mit auftretenden Verletzungen bei den Spielerinnen zu kämpfen. Dies war für uns personell nicht zu kompensieren, da auch die finanziellen Möglichkeiten für zusätzliche Verpflichtungen nicht vorhanden waren.

Nun ist aber nicht alles auf Verletzungen und unglückliche Umstände zurückzuführen. Viele mögliche Siegchancen haben wir auch leichtfertig verschenkt. Der Abstieg in die 2. Bundesliga ist bei allen widrigen Umständen eindeutig als Misserfolg zu werten. Das Erreichen der PlayOff-Plätze war durch unseren leistungsmäßig dünnen Kader mit diesen Verletzungen nicht zu erreichen, aber der direkte Abstieg wäre zu verhindern gewesen.

Aber um all dem nachzutrauern, verbleibt wenig Zeit.

Es gilt nun, die Zweitligasaison vorzubereiten. Unser Ziel ist der sofortige Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga.

Hamburg und  der Süderelberaum braucht den Volleyball-Spitzensport. Er wird von den Zuschauern nicht nur begeistert aufgenommen, sondern auch gefordert.

Und nicht zuletzt wird im nächsten Jahr nun endlich auch die so lange ersehnte neue Sporthalle mit über 800 Sitzplätzen in Neugraben für den Spitzenvolleyball gebaut. Hier soll ein Jugend- und Leistungszentrum für den Volleyballsport entstehen. Somit lautet die sportliche Zielrichtung sofortiger Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga, um die neue Spielhalle gebührend einzuweihen.

Und wichtige Eckdaten für die neue Saison sind schon fixiert.

Die trainerfrage hat sich für mich für die kommende Saison nie gestellt. An der geführten Diskussion habe ich mich nicht beteiligt, weil ich hier keine Notwendigkeit sah.

Bei der Pressekonferenz im Mai 1999 anläßlich der Vorstellung des neuen Hauptsponsors PHOENIX AG habe ich bekanntgegeben, dass Knut Rettig einen neuen Zweijahresvertrag erhalten hat, gültig für die erste und zweite Liga. Daran hat sich nichts geändert.

Co-Trainer wird in der kommenden Saison weiterhin Jost Richter sein.

Unser Ziel ist es, möglichst alle Leistungsträgerinnen in der Mannschaft zu halten. Um die Chancen für dieses Ziel hoch zu halten, werden wir die Spielerinnen über einen Zeitraum von zwei Jahren unter Vertrag nehmen, die auch das Potential für die 1. Bundesliga haben. Hintergrund hierfür ist die Erkenntnis, dass wir bei Erreichen des Aufstieges nicht bei Punkt Null beginnen müssen, sondern schon einige Erstligaspielerinnen in unseren Reihen haben. Danach werden sicherlich noch einige Verstärkungen notwendig sein, um das Ziel PlayOff-Runde realisierbar zu machen.

Vertraglich noch gebunden bis 2001 sind Katrin Petzold, Ana Popovic und Nicole Fetting. Mit Simone Kollmann wurde der Vertrag bis 2001 verlängert. Die Verträge mit Marina Chuxeyeva, Zdena Mocova und Anca Popescu wurden um ein Jahr (2. Bundesliga) plus ein weiteres Jahr Option für die 1. Bundesliga verlängert.

Dies erfordert einen gewaltigen finanziellen und organisatorischen Aufwand. Aber dieser Herausforderung wollen wir uns wieder stellen und alle Anstrengungen unternehmen, damit im nächsten Jahr wieder Erstligavolleyball von uns geboten werden kann.

Hierzu benötigen wir wieder zuverlässige Partner aus der freien Wirtschaft, die uns helfen, fördern und unterstützen.

Ich freue mich daher, melden zu können, daß die PHOENIX AG von ihrem Optionsrecht Gebrauch macht und den Sponsorvertrag um ein weiteres Jahr verlängert hat !

Das weltweit erfolgreiche Industrieunternehmen PHOENIX AG zählt zu den führenden Anbietern für Kautschuk-Technologie und Akustik-Systeme. Alle Aktivitäten werden zentral in Hamburg-Harburg gesteuert.

In einer sehr angenehmen Gesprächsrunde mit dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Konrad Ellegast wurde für den Fall des Aufstiegs im nächsten Jahr in die 1. Bundesliga außerdem eine längerfristige Zusammenarbeit vereinbart. Dieser Vertrag wird sicherstellen, dass auch in Zukunft leistungsorientierter Volleyballsport von uns angeboten wird.

Auch das Autohaus OPEL-RUBBERT hat sein Engagement verlängert. Bereits seit neun Jahren versorgt OPEL-RUBBERT  das Team mit PKWs ! Der Ausrüstervertrag (Belieferung mit Sportbekleidungsartikeln) mit hummel sport & leisure läuft noch bis zum 30.6.2001. Hier wird eine vorzeitige Vertragsverlängerung angestrebt.

Wir hoffen auch weiterhin auf das vielfältige Engagement der Mitglieder des Förderkreises 200 und sind sicher, daß die traditionell sehr gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsbasis im Süderelberaum auch weiterhin gegenseitig Früchte tragen wird.

All dies läßt uns optimistisch an das „Unternehmen Wiederaufstieg“ herangehen und ich hoffe, auch viele Fans werden diesen Weg weiterhin mit uns gemeinsam gehen.

Horst Lüders - Geschäftsführer TV Fischbek

 

 © 1999-2001 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel